Da hätte ich ja beinahe etwas Wichtiges vergessen . . .
Das kleine Ding da vorne im oder am Tonarm war enorm wichtig, denn da war die Nadel drinnen bzw. drunter, die, die den Ton aus der Rille "kratzt" oder holt.
Und auch hier schieden sich die Geister der allwissenden Gurus von anfänglichen billigen Kristall-Systemen und später den besseren Magnet-Sytemen über edle Moving-Coil und Moving-Magnet bis zu elektrostatischen und optischen Tonabnehmern.
Fast alle Technologien hatten neben den vermeintlichen Vorteilen auch Nachteile und am Ende konnte keiner mit seiner Idee oder seinem Patent "siegen". Die Moving-Coil Systeme erreichten eine phantastische Qualität, die nur von wenigen noch in Zweifel gezogen wurde.
Man konnte damit nämlich eine leichte Spule (am Nadelträger) zwischen zwei kräftigen (und damit schweren) Magneten mit geringster Trägheit bewegen und damit wiederum konnte man geringste Auflagekräfte realisieren.
Übrigens kamen eine Menge der bahnbrechenden Ideen aus der Deutschen Ostsee-Schmiede, nämlich von ELAC aus Kiel. Selbst die amerikanische Firma Shure kaufte von Elac die Patente und das Wissen für ihre edlen Shure V15 Systeme ein.
Das DUAL "Nadelprüfmikroskop"
Jeder einigermaßen seriöse Fachhändler hatte zu den Glanzzeiten der analogen Vinyl-Scheiben (so um 1970 bis 1980) zumindest solch ein einfaches Nadelmikroskop. Das gab es damals für erstaunlich wenig Geld (es waren um die 150.- DM) von DUAL als Kundenservice. Es war sicher kein Wunderwerk der Zeiss(chen) Mikroskopie und das Birnchen wurde mit Monozellen betrieben, aber mit einigermaßen geübtem Blick konnte der Betrachter sehen, ob die Abtastnadel an den Flanken bereits an- oder abgeschliffen war und damit scharfkantige Ecken hatte.
Diese scharfkantigen Ecken rasierten beim Abspielen nämlich die Rillenflanken der Schallplatte ab oder bzw. frästen sie glatt und das war dann gar nicht mehr gut. Die Platte verlor schnell an Höhen und klang dumpf, selbst später mit einem neuen Diamanten. Und es war irreparabel, die Platte war dann "gehobelt", also sie war hin.
Es muß ja nicht gleich solch ein Watz sein
Wir haben in unserem Labor hier in Wiesbaden ein richtiges großes ZEISS Mikroskop mit einer hochauflösenden Kamera oben drauf, die ist zwar nur schwarz weiß (Farbe war zuviel zu teuer), dafür können wir aber eine echte 1.000 fache Vergrößerung einstellen. Und das ist dann schon etwas Genaues.
Dieses 45 Kilo schwere Mikroskop hatte mal deutlich über 40.000.- D-Mark gekostet und hat immer noch einen Gebrauchtwert von ca. 6.ooo Euro.
Bilder von Nadelspitzen und Kufen (TED Bild-Plattenspieler) kommen in Kürze.






