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Heft 11 aus 1982

Populär bis exklusiv (HS-Testjahrbuch 1983)
40 Tonabnehmer von 60 bis 3000 DM

(erschienen in der Hifi-Stereophonie 11/1982)
Haben Sie eine gute HiFi-Anlage? Eine, in die Sie viel Überlegung und auch eine ganze Menge Geld investiert haben? Mit einem neuen Tonabnehmer können Sie sie noch ein bißchen aufwerten, vielleicht sogar deutlich. Schließlich sind es die Tonabnehmer, die die Musik aus der Schallplattenrille holen, und was die kleinen, unscheinbaren Wandler nicht können, macht die beste Anlage nicht wett. Selbst dann, wenn man demnächst auf die Laser-Abtastung umsteigen möchte: die überschaubare Investition für die Black Disc, finden wir, lohnt sich immer noch, und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern.

Vorwort bzw. Einführung in diesen Riesenartikel :
"Die CD kommt - ganz bestimmt"

Das klärende Wort wurde gesprochen. Am 17. August 1982 auf einer Pressekonferenz im Werk II der Polygram in Hannover, einer von zwei Fertigungsstätten für die Compact Disc in der Welt, die an diesem Tage offiziell die Produktion der kleinen silbernen Scheiben startete: Was ab März 1983 in Europa auf CD angeboten wird, gibt es parallel auch auf der traditionellen „Black Disc" und auf MusiCassette. Umkehren läßt sich diese Aussage nicht. Auf CD wird es in den nächsten Jahren nur ein begrenztes Repertoire (zum Start 250 Titel, ein Drittel Klassik, zwei Drittel Unterhaltung) geben, und die erwartete Jahresproduktion liegt bei 4 Millionen Stück.

CDs sollen zwischen 35.- und 45.- DM kosten

Hinzu kommt, daß die CD-Platte Klassik um die dreiundvierzig und die CD-Platte Pop, meist mit analog aufgenommener Musik, um die fünfunddreißig Mark kosten wird. Mit anderen Worten heißt dies, daß die analoge Schallplatte auch dann noch auf Jahre hinaus schon allein aus Repertoire- und Preisgründen dominieren würde, gäbe es nicht die ihre Widerstandskraft noch verstärkenden Verbesserungen wie Direct Metal Mastering (DMM - Heft 7/1982) oder CX oder gar die Kombination beider Fortschritte, die auch der schwarzen Scheibe zu einer Dynamik nahe 80dB verhelfen.

Vinyl hat noch lange nicht ausgedient . . . . . dachte man . . .

Plattenspieler und Tonabnehmer haben also noch lange nicht ausgedient. Der CD-Spieler wird sich als High-End-Komponente zum Analog-Plattenspieler hinzugesellen, ersetzen wird er ihn in absehbarer Zukunft nicht.

  • Anmerkung : Hier hatte sich Karl Breh - und auch fast alle anderen Redakteure und Chefredakteure - gründlich geirrt. Die CD begann einen so steilen Höhenflug, der in kein Denkschemata paßte, damals jedenfalls nicht. Erst durch den Kontakt zu unserem "Mr. Makrolon" in 2012, also dem Produktions-Leitungs- Mitarbeiter, der das CD- Grund- material bei Bayer Leverkusen in gigantischen Mengen produzieren und kontrollieren mußte, wissen wir heute in 2015, in welchen Größenordnungen da gedacht wurde. Es sind für uns unvorstellbare Größenordnungen, in denen die visionären Chefs der Polygram, Dupont und Philips dachten. Es ging da nicht um eine Tonne voller Makrolon-Granulat, oder einen LKW oder einen Güterwaggon voll, es ging um ganze Güterzüge mit 80 Waggons a 60 oder mehr Tonnen.

    Und es dauert keine 5 Jahre, daß die Vinyl-Produktion von 500 Millionen Scheiben (pro Jahr) auf unter 1 Million (pro Jahr) geschrumpft war.

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Über die Preise der analogen Abtaster

Es ist daher alles andere als sinnlos, die zahlreichen seit dem letzten Sammeltest in Heft 12/1981 neu erschienenen Tonabnehmer kritisch auf ihre Preis-Qualität-Relation und auf ihre Verwendbarkeit an Tonarmen unterschiedlicher Masse zu sichten, zumal die Preisbandbreite noch größer geworden ist.

Der billigste Tonabnehmer des Testfeldes kostet 60.- DM, der teuerste 3000.-, mit dazugehörigem Übertrager sogar 5200.- DM. Das entspricht einer „Preisdynamik" von über 38 dB!

Das Testfeld deckt somit alle Ansprüche ab. Der Einsteiger wird „seinen" preisgünstigen Tonabnehmer ebenso finden wie der sehr Anspruchsvolle oder gar der Perfektionist, der bereit ist, sehr viel Geld für einen winzigen Rest an weiterer Verbesserung hinzublättern.
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Informationen über
Hersteller, Vertriebsfirmen, Produkte - Auflistung Teil 1

Der dynamische Tonabnehmer Adcom XC/Hul, ohne Übertrager zu betreiben und, wie der Test zeigt, zur absoluten Spitzenklasse zählend, gehört zum Vertriebsprogramm von Thorens-Gerätewerk Lahr. Hersteller ist die Firma Adcom in New Brunswick, N.J., USA.

Die Tonabnehmer P 25 MD/35 und P 25 MD/24 von AKG wurden vor einem Jahr schon getestet; damals verhielten sie sich hinsichtlich der Nadelnachgiebigkeit anders als zu erwarten. Jetzt ist alles in Ordnung, und die beiden Versionen eignen sich für Tonarme unterschiedlicher Masse.

Der MC-Tonabnehmer Audio Note Typ II, zu dem der Übertrager S-9 angeboten wird (Bild), ist japanischen Ursprungs und wird von Kurt W. Hecker Audio Systeme vertrieben. Der Systemkörper besteht aus versilbertem Massiv-Messing. Die Schwingspulen und die Anschlußleitungen sind aus hochreinem Silber.

Den teuersten MC-Tonabnehmer nicht nur dieses Testfeldes, sondern überhaupt, bietet Audio Technica mit dem AT 1000 an, zu dem der Übertrager AT 1000 T erhältlich ist. Dafür muß man nochmals 2200.- DM ausgeben, nachdem man für den Tonabnehmer schon drei Tausend-Mark-Scheine hingeblättert hat. Dafür hat man dann aber auch einen Tonabnehmer mit einem Nadelträger aus reinem Diamant, einem sehr feinen, kristallorientierten Stäbchen als Abtastnadel und einem Systemkörper, der aus einem massiven Block heraus gefertigt ist. Ein MC-Tonabnehmer für Perfektionisten, die überdies bereit sind, ihn weitaus sanfter zu behandeln als ein rohes Ei. Der Übertrager verfügt über zwei Eingänge, 3 Ohm und 20/40 Ohm, die gleichzeitig belegt werden können.

  • Anmerkung : Hier steht natürlich erstmal kein Wort über die Reparaturkosten oder wenn die Diamantspitze abgeschliffen ist, was dann für Kosten auf den Eigentümer zukommen.

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Hersteller, Vertriebsfirmen, Produkte - Auflistung Teil 2

Von Audio Technica befinden sich mit den Typen AT 152 LP und AT 132 EP auch zwei MM (Moving-Magnet)-Systeme im Test, die die Besonderheit des Plugin Anschlusses bieten, auf den ich weiter unten noch ausführlicher zurückkomme. Sie sind beide für extrem leichte Tonarme bestimmt.

Boston Acoustics, Inc. aus Boston, USA, ist mit den beiden hochwertigen MC (Moving-Coil)-Tonabnehmern Boston MC-1 H (mit van-den-Hul-Nadel) und MC-1 E im Test vertreten. Beide Modelle bieten eine so hohe Ausgangsspannung, daß man sie ohne Übertrager betreiben kann. Den Vertrieb besorgt die Bremer Firma APD.

Mit den ohne Übertrager zu betreibenden Concord CMC-300 und CMC-100 bietet Tonacord-Tontechnik, Eckernförde, zwei preisgünstige dynamische Tonabnehmer der oberen Mittelklasse und der Mittelklasse an. Als Hersteller zeichnet die Firma Concord Electronics in Tarzana, Kalifornien, die aber in Japan fertigen läßt. Obwohl diese Concord-Modelle extrem leicht sind, müssen sie an mittel- bis sehr schweren Tonarmen betrieben werden.

Denon, im Vertrieb von Transonic, Hamburg, ist mit zwei sehr guten MC-Tonabnehmern, die mit Übertrager zu betreiben sind, im Test vertreten. Das DL-303 eignet sich für leichte bis mittelschwere Tonarme, das DL-301 für leichte bis schwere Arme, d. h. beide sind ziemlich universell verwendbar.

Elac, seit geraumer Zeit im Vertrieb der Firma John + Partner
, München, (Anmerkung : ELAC in Kiel hatte mit der gesamten Firma Konkurs gemacht. Der Lautsprecher Entwickler Wolfgang Seikritt hat zusammen mit Herrn John die Tonabnehmer-Abteilung aus der Konkursmasse gekauft und wiederbelebt) bietet neuerdings die vier Spitzenmodelle ESG 796H, 795E, 794E und 793E, mit denen die Marke auch in diesem Test vertreten ist, in insgesamt neun Varianten mit unterschiedlichen Nadelnachgiebigkeiten an. Damit ergeben sich bessere Möglichkeiten, den jeweiligen Tonabnehmer optimal auf einen vorhandenen Tonarm abzustimmen. Die Modelle mit der Zahl 30 nach der Typenbezeichnung sollen sich für die leichteren Tonarme eignen, die mit der 20 für die schwereren, was in dieser klaren Systematik durch den Test nicht ganz bestätigt wurde.

Empire (USA), vom Schweizer Nadelhersteller Benz gekauft und bei uns von Harman Deutschland vertrieben, tritt mit vier Modellen in diesem Test an: dem 1000 GT und dem 1080 LT, beide mit vergoldeten Nadelträgern und Abtastnadeln zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen, sowie mit den Modellen 400 TC und 480 LT, alles MM-Systeme, wobei die Buchstaben LT in der Typenbezeichnung auf Plugin Anschlüsse hinweisen.

Hersteller, Vertriebsfirmen, Produkte - Auflistung Teil 3

Ob Garrard weiterhin die japanischen Tonabnehmer der Marke Excel vertreiben wird, war bis zur Drucklegung noch nicht ganz geklärt. Jedenfalls ist Excel mit dem sehr preiswerten MM-Modell QD-700E und dem MM-Modell der oberen Mittelklasse ES-75Qh am Test beteiligt. Beide eignen sich für besonders leichte Tonarme.

JVC ist mit dem ganz neuen MC-L10 und dem MC-5E mit von der Partie, beides MC-Modelle, die einen Übertrager erforderlich machen und durch gute bzw. sehr gute Preis-Qualität-Relation überzeugen.

Das TMC 200 ist die Plugin-Version des vor einem Jahr bereits getesteten MC 200 von Ortofon, das klanglich wieder voll überzeugen konnte, bei dem es aber an kritisch ausgesteuerten Stellen zu Abtastschwierigkeiten kommen kann. Die MM-Modelle TM 30H, TM 14 und TM 10 liegen alle in Plug-in- Version vor, wobei dem TM 10 mit einem Preis von 60.- DM die beste Preis-Qualität-Relation des umfangreichen Testfeldes zuerkannt werden muß.

Pickering, neuerdings durch die Firma In-Akustik wieder in unserem Lande vertreten, ist mit drei MM-Modellen am Test beteiligt: Das XV-15/757S mit Bürstchen darf zur oberen Mittelklasse gezählt werden, was auch für die beiden Plugin-Modelle TL-3 und TL-1 zwar nicht von den Meßergebnissen, wohl aber von der klanglichen Beurteilung her zutrifft.

Das neueste Top-System von Shure, V15 TypV, haben wir in Heft 6/1982 einzeln getestet. In diesem Test ist Shure mit den Plug-in-Modellen V15 LT, M97 LT und M96 LT vertreten. Die beiden zuletzt genannten Modelle bieten gute Preis-Qualität-Relationen, während das V15LT im Vergleich zum V 15V mit Bürstchen und Beryllium-Nadelträger ein wenig teuer erscheint.

Technics ist mit vier Modellen am Test beteiligt: Das 100C MKIII ist das verbesserte Top-Modell der Firma, übrigens ein MM-Tonabnehmer mit den Klangeigenschaften eines MC-Modells der Spitzenklasse; die MM-Modelle P205C MKIII und EPC-P22 sowie das MC-Modell EPS-310MC haben alle einen Plug-in-Anschluß, was ja nicht verwundert, denn Technics ist der Erfinder dieser Anschlußart.

Last but not least ist das ausgezeichnete neue Yamaha MC-3 zu nennen, ein MC-Modell der absoluten Spitzenklasse mit sehr guter Preis-Qualität-Relation.

Der "Plug-in-Anschluß" - was ist das ?

Plug in Anschluß heißt nichts mehr und nichts weniger, als daß der Tonabnehmer, hinten mit den vier Anschlußstiften versehen, direkt in die passende Buchse im Tonarm gesteckt wird: Man nannte das auch „in den Tonarm integrierten Tonabnehmer".

Dieses Prinzip wurde in letzter Zeit bei verschiedenen Technics-Plattenspielern mit Tangential-Tonarmen immer häufiger angewandt. Der Anwender, so lieb ihm der Komfort des SL-10 auch sein mochte, bedauerte indessen, den Tonabnehmer nicht nach persönlichem Gusto austauschen zu können. Inzwischen ist dies möglich.

Außer Technics bieten auch die anderen in diesem Test berücksichtigten Hersteller „Plug-in-Modelle" an, die man in jeden SL-10 oder anderen Technics-Tangential-Plattenspieler einbauen kann.

Voraussetzungen hierfür waren:
1. daß diese Tonabnehmer alle die gleiche Masse haben, damit sich eine einheitliche Auflagekraft ergibt;

2. daß sie eine Nadelnachgiebigkeit aufweisen, die mit den Tonarmmassen und der Auflagekraft, die ja vom Benutzer nicht justiert werden kann, harmoniert;

3. daß die Einbaumaße so standardisiert sind, daß sich immer automatisch ein korrekter Einbau ergibt.

Diese Bedingungen erfüllen die geprüften „Plug-in-Tonabnehmer" mit der einen Ausnahme, daß ihre Nadelnachgiebigkeit meist so groß ist, daß überwiegend extrem leichte Tonarme für einen idealen Betrieb erforderlich sind. Genaue Angaben enthalten die Meßergebnisse zu jedem Tonabnehmer.

Adapter für die Technics Plug-in-Modelle

Natürlich gibt es inzwischen auch Adapter: zum Anschluß von Plug-in-Modellen an Tonarme für integrierte Tonabnehmer und zum Einbau in normale Tonarmköpfe. Plug-in-Modelle wiegen einheitlich 6g, benötigen eine Auflagekraft von 12,5 mN und haben einheitliche Einbaumaße.

Jetzt zu unseren Messungen und der Darstellung

Jedem Tonabnehmer ist eine eigene Spalte gewidmet. Unter der Typenbezeichnung folgt die Fotografie des Tonabnehmers. In der Bildlegende dazu steht, ob es sich um einen MM- oder MC-Tonabnehmer handelt. Wenn MC, folgt die Angabe, ob low, medium oder high Output. Nur High-output- MC-Modelle können ohne Übertrager betrieben werden. Der Übertragungsbereich und der ungefähre Ladenpreis werden nach Angaben des Herstellers aufgeführt. Unter dem von uns angefertigten Mikroskop-Foto der Abtastnadel sind die vom Hersteller angegebenen Spezifikationen zu den Verrundungsradien und die von uns beobachteten Charakteristika der
Abtastnadel angegeben. Es folgen dann die verschiedenen Meßwerte, wobei in eckigen Klammern immer die Herstellerangaben zum Vergleich abgedruckt sind.

Zur Ermittlung der empfohlenen effektiven Tonarmmassen wurde ein neues Rechenprogramm erstellt, man beachte hierzu den speziellen Beitrag von Arndt Klingelnberg auf Seite 1275.

Es folgen der Frequenzgangschrieb und die Übersprechdämpfung, gemessen in beiden Kanälen, mit Angaben zu den optimalen Abschlußwerten, der Frequenzgang von 10 bis 50 kHz, falls der Übertragungsbereich sich so weit erstreckt, und das Rechteckverhalten bei 1 kHz, wobei die Rechtecke unabhängig vom Übertragungsfaktor alle gleich groß sind, also nicht mehr anzeigen, ob ein Tonabnehmer lauter oder leiser ist. Dies ist dem gemessenen Übertragungsfaktor zu entnehmen. Es folgen dann der Kommentar zu den Meßergebnissen und die Ergebnisse des Musikhörtests.

Der Musikhörtest

Jeder Tonabnehmer wurde mit fünf Programmen geprüft:
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  1. 1. DHFI-Schallplatte Nr. 7 „Testgeräusche, Barockmusik": die Orchesterglocken (OGL.) und der Triangel mit Kontrabaß (Tri. + K.B.).

  2. 2. Shure-Testplatte TTR 115: die fünf Pegel der Orchesterglocken (O.Gl.). Es ist angegeben, bei welchem Pegel die Abtastung unsauber wird und eventuelles Nachklingen auftritt.

    Pegel 1 bedeutet: normale Vollaussteuerung,
    Pegel 2: +6dB,
    Pegel 3: +8dB,
    Pegel 4: +10dB
    Pegel 5: +12dB - ein reichlich schwierig abzutastendes Signal.

  3. 3. Shure-Testplatte TTR 117: die sechs Pegel zur Ermittlung des Trackability Factors (TF). Das abzutastende Signal besteht aus den gleichzeitig erklingenden Frequenzen 200, 2100 und 17 000 Hz. - Der sechste Pegel entspricht der extremsten Aussteuerung von Musik, die heute auf Platte vorkommen kann.

  4. 4. DHFI-Schallplatte Nr. 6 „Digitalaufnahmen",
    a) Mozart: Divertimento für Kammerorchester,

  5. 4. DHFI-Schallplatte Nr. 6 „Digitalaufnahmen",
    b) Klavier: Appassionata von Beethoven.

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Optimal : Der Vergleich mit der PCM Digitalband- Aufnahme

Jeder zu prüfende Tonabnehmer wurde benutzt, um die angegebenen Musikstücke auf dieser Platte abzutasten. Im direkten Vergleich dazu wurde die Digitalaufnahme auf Videoband, von dem die Schallplatte überspielt wurde, abgespielt, wobei zwischen Schallplatte und PCM-Mutterband knack- und pausenfrei hin-und hergeschaltet werden konnte.
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Dazu wurden folgende Geräte verwendet:
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  1. • Blaupunkt Videorecorder RTV 224 Stereo VHS
  2. • PCM-Prozessor Sony PCM F 1 + Netzteil (16 bit)
  3. • Kenwood-Verstärker L-02A (Test Heft 9/1982) zur Pegelanpassung
  4. • Plattenspieler Biotracer PS-X 800 von Sony (Test in Heft 5/1982)
  5. • Accuphase Vorverstärker C 200 C (Test 3/1982)
  6. • Ortofon MC 30 an Micro DDX 1000 und MA-505-Tonarm zum Vergleich
  7. • Luxman L-550 (Test in diesem Heft) zur Pegelanpassung
  8. • Übertrager AT 1000 T für alle MC-Tonabnehmer
  9. • Infinity RS 4.5 im 2-Verstärkerbetrieb.

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Alle Hörtests am Sony Biotracer PS-X 800

Alle vierzig Tonabnehmer wurden für die Hörtests am Sony Biotracer PS-X 800 betrieben, was bedeutet, daß jeder Tonarm, was die kritische Größe Baßeigenresonanz betrifft, an dem für ihn optimalen Tonarm betrieben wurde, weil der Biotracer-Tonarm die Baßeigenresonanz wegregelt.

Die Anmerkungen „Mozart: kein Unterschied" oder „Klavier: kein Unterschied" bedeuten, daß zwischen der DHFI-Platte, abgetastet mit dem Prüfling, und dem PCM-Band im direkten Vergleich kein relevanter Unterschied zu hören war.

Daß die Platte hin und wieder knackt, daß sie an Pianostellen rauscht, das PCM-Band aber nicht, wurde hierbei abstrahiert. Hingegen wurde besonders geachtet auf Balanceverschiebungen, Durchsichtigkeit in den verschiedenen Registern, Sauberkeit der Höhen, Härte und Brillanz der impulsartigen Diskantklänge beim Klavier. Diese Methode läßt Fehler und Schwächen des Tonabnehmers sehr schnell und sicher erkennen.

Auf die Angaben zur Tonarmmasse achten

Unser Hörtest fand unter für jeden Tonabnehmer praktisch optimalen Bedingungen statt. Bei der Wertung der Testergebnisse ist dies zu beachten. Wird z.B. ein Tonabnehmer, der laut Testergebnis einen besonders leichten Tonarm erfordert, an einem schweren Tonarm betrieben, kann dies zu völlig abweichenden Ergebnissen führen: Das Klangbild im Baß kann verfälscht sein, und es kann fehlerhafte Abtastung auftreten. Man achte daher besonders auf die Angaben zur empfohlenen Tonarmmasse.
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Karl Breh im November 1982
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  • Messungen: Joachim Kuli Hörtest: Karl Breh, Joachim Kuli, Wolfgang Tunze

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Jetzt leiten wir über zu den 40 Test-Beschreibungen

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