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Der Kopfhörer ist ein besonderer "Lautsprecher"

Es gibt mehrere Gründe, Musik oder Sprache oder den Film- und Fernsehton über einen modernen Kopfhörer zu hören bzw. zu geniessen. Die Gründe werden auf einer separaten Seite erläutert.

Diesen Beyer DT 931 Kopfhörer hier habe ich unter vielen anderen, die ich aber seit langem nicht mehr nutze. Er ist mit das oder der Beste, das ich bisher gehört habe. Selbst alte historische Elektrostaten wie den Koss ESP9 oder den Jecklin Float übertrifft er in Bezug auf Tragekomfort und Klangqualität.

Bei den Kopfhöreren gab es auch so manchen Flop insbesondere aus USA. Die Amerikaner waren schon immer etwas leichter im Nehmen, also im Tragen schwerer Konstruktionen. Sennheiser dagegen entwickelte den offenen leichten Kopfhörer und hatte grandiosen Erfolg damit. Koss entwickelte einen vorzüglichen (geschlossenen) Elektrostaten ESP-9 und auch der Tonmeister Jecklin aus der Schweiz präsentierte seinen offenen Elektrostaten Jeklin Float. Dann in der 1980er Jahren brachten irgendwann so gut wie alle Hersteller Elektrostaten heraus.

Inzwischen hatten die dynamischen Kopfhörer diese frühen Entwicklungen nahezu eingeholt und der (an allen Geräten problemlose) offene Beyer DT 931 von 1997 ist mein Referenzkopfhörer für alle Schallplatten und sonstigen Aufzeichnungen.
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Nach Koss und Sennheiser kam BOSE mit einer Super-Idee

Nach der unglaublichen Verbeserung des Tragekomforts und der Super-Wiedergabe der Elektrostaten fehlte noch ein letztes Mosaikstückchen bei den professionellen Kopfhörern. Das war der unerwünschte (Stör-) Schall von Außen. Ob das jetzt das herzzerreißende Geschrei des (eigenen) Neugeborenen war oder das des nebenan laufenden Düsentriebwerks, das wollte man eigentlich nicht hören.

Und im Rahmen der Forschung entwickelten die BOSE Ingenieure ein geniales Konzept und realisierten es genauso wie damals 1968 den ersten BOSE 901 Lautsprecher.

Man baue außen in die beiden Kopfhörer zwei Mikrofone ein und mische den dort "gehörten" Schall "ganz einfach" um 180° phasenverschoben zu dem vom Verstärker (bzw. der echten Quelle) angelieferten Schall, dem eigentlichen Nutzsignal.

Doch das war gar nicht so einfach, wie es sich anhörte. Denn man kann einen ganzen kompleten Frequenzbereich nicht gemeinsam um 180° dehen.

Wie auch immer, BOSE hatte das geschafft. Wie in dem Artikel über die 901 von 1971 bereits geschrieben, hatte das US-Militär ein eminentes Interesse an solch einem idealen Kopfhörer für das Bodenpersonal auf Flugzeugträgern. Dort war nämlich ein Fehlstart so gut wie immer mit dem Verlust der Maschine und zu oft des Piloten verbunden. Auf solch einem "Schiff" gibt es keinen zweiten Start-Versuch.

Jedenfalls war der erste BOSE Kopfhörer der absolute Hit und die Militärs waren richtig zufrieden. Er funktoniert bei einem 120 Dezibel Umfeldgeräusch und mehr "like a charme", so sagen die Amerikaner, wenn etwas wirklich tadellos klappt.

Dann entwickelten die BOSE Ingenieure eine zivile Variante für die sogenannten Vielflieger, die mit dem 8-Stunden Dauerrauschen in den großen Fliegern ihre Probleme hatten. Und auch dort konnte man einschläfernde Musik in absoluter Stille geniessen und nach 8 Stunden entspannt aufwachen. Dieser BOSE Kopfhörer war mit etwa 400 Dollar "etwas" preiswerter als die Militär-Variante und dennoch ein super Erfolg.

Inzwischen ist auch dieses Patent (wie auch das des ersten offenen Kopfhöreres von Sennheiser) abgelaufen und alle dürfen es nachbauen.





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