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Hier gab es wirklich alles von extrem billig bis besonders edel.

JBL Ti250 Tief- und Mitteltieftöner

Die JBL Ti 250 waren die ersten Lautsprecher- Boxen, die nicht nur extrem laut (typisch für JBL) sondern auch recht gut (damals un-typisch für JBL) klangen. Jedenfalls gab es so um 1985 (oder 1988?) nur ganz ganz wenige große "Speaker", die das konnten.

Die Quintessenz war und ist, was der/die Lautsprecher "von sich aus" nicht wiedergeben kann, ist verloren. Da kann das Original bzw. die Quelle mit all den tollen Super-Verstärkern noch so gut sein.

Wie bei vielen Lautsprechern mußte natürlich der Endverstärker dazu passen, warum auch immer (es gibt da nur wenige physikalische Gründe, es muß eben klingen und auch das ist subjektiv). Der Autor betreibt zum Beispiel die JBL Ti 250 seit über 20 Jahren an einer Accuphase P800 Endstufe. Die anderen alternativen Endstufen gingen zwar auch ganz gut und laut, aber geklungen hatte es nicht.

Infinity Servostatic mit 48cm Bass

Dies ist die Sicke das 48cm Tief-Bass Würfels der legendären "Infinity Servostatic 1". Das war damals alles schon recht teuer, und vor allem (nach meiner Meinung) künstlich (über-) teuert durch den damaligen deutschen Vertrieb Audio Intl. in Frankfurt.

Doch diese massiven Sicken aus gummiertem Leinen
haben es überlebt wie auch die (Schaum-) Sicken der JBL Ti-250 im Bild oben drüber. Die gehen heute noch mit "volle Pulle" Lautstärken.

Das war natürlich ein Trugschluss.
Im Juli 2011 hat es uns auch erwischt. Genau am 9.7.2011 fingen die Sicken bei unseren Ti250 an, sich aufzulösen bzw. zu zerbröseln.

Die ganzen Bose 901 Serien und so gut wie alle AR (Acoustical Research) und viele viele Andere (Acron usw.) sind bereits alle auf dem Hifi Friedhof. Die PVC-Schaum-Sicken aller Chassis vom Bass bis zum Hochtöner haben sich inzwischen alle aufgelöst und sind regelrecht zerbröckelt.

Erfahrungen von Gurus und "Experten" . . .

Nach vielen Zeitzeugenberichten gab es bei Braun von 1957 bis 1964 den Lautsprecherentwickler Wolfgang Seikritt, der später über Heco zu Canton und  zu Elac wechselte, aber leider bereits verstorben ist. Ihm sagt man nach, er habe mit dem Ohr entwickelt und nicht mit den Brüel & Kjaer Messgeräten. Sein Nachfolger wurde Herr Petrik, der sich später mit Acron und den ALU-Boxen selbständig geacht hatte.

Bei seiner Arbeit bei Canton soll er herausgefunden haben, daß die Hoch-, Mittel- und Tieftöner möglichst in einer Reihe plaziert sein sollten. Das wäre dann das I-Tüpfelchen bei der Stereo-Musikwiedergabe.

Und je länger ich jetzt Lautsprecher vergleiche, desto öfter fällt es auf, daß sowohl die Braun L710 wie auch viele ähnliche Boxen durch diesen Grundsatz zu übertreffen sind. Rechts die Canton Ergo Aktiv zum Beispiel.

Viele viele Boxen haben bei mir schon gestanden.

Ernsthaft angefangen hatte es 1969 oder 70 mit zwei Heco B230/8 für je 350.- Mark (brutto), einer frühen Zweiwege-Box mit Kalottenhochtöner und drei kleinen 13cm Basslautsprecherchen. Das ging mit einem Grundig 2x15 Watt Röhren-Endverstärker erstaunlich gut und diese Box hatte bei mir nahezu keine extremen Bassresonanzen.

Danach kamen zwei größere Warfdale Dovedale, schon mit einem dicken Bass, zwei (im Nachhinein gesehen) extrem billigen Mittel- und Hochtönern, jedoch damals mehr Wumm im Bass.

Irgendwann kamen zwei größere Acoustic Research AR 3a und zwei AR 7 Kleinstboxen dazu und später zwei massive dicke große Acoustic Research LST Powerboxen mit jeweils vier Hochtönern, vier Mitteltönern und je einem 38cm Bass.

Natürlich haben sich auch paarweise Bose 901 Serie II und Serie III und Serie V zu mir verirrt und alle wurden kräftigst durchgepustet samt original Bose 2x1000 Watt Verstärker.

Die Krönung nach zwei Braun 710 und zwei Tannoy Berkley und zwei Tannoy ARDEN waren irgendwann mal die Infinity 2000A und dann die elektrostatischen Infinity Servostatic 1 Panelen mit dynamischem 48cm gegengekoppeltem Basslautsprecher und D150 und DC300A Amcron Endstufen.

Zwischendurch hatte ich auch noch 1 Pärchen Ohm G und ein Pärchen Ohm F zu Hause. EIgentlich war da noch mehr an großen Boliden, jedoch waren die klanglich nicht der Rede wert.

Doch dabei ist es nicht geblieben. Die Einen hatten zu viel Bass, die Anderen zu wenig, die meisten gingen überhaupt nicht klirrfrei laut zu hören mit oder ohne Bass (mein Raum unter dem Dach hat 14m x 6,5m und ist ca. 6m hoch), so kamen 1989 die obigen zwei JBL Ti250 (der Nachfolger der Ur-Version JBL 250) ins Haus und mit einem Auccuphase P800 Endverstärker und dabei ist es bislang geblieben.

Endlich, es klingt.

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