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Hier werden die Quadro-Prospekte und Firmen-Dokumentationen aufgelistet, die uns alle ab 1971 mit Quadrophonie vertraut machen wollten und uns immer die sogenannten "ADVANTAGES" - die super tollen "Vorteile" - erklärt hatten.

Sie werden ganz schnell merken, daß man manche Zusammenhänge selbst als Fachmann für Elektronik und Computertechnik nicht versteht, vielleicht auch gar nicht verstehen sollte.

Auch ist (aus deren Sicht) vollkommen verständlich, daß kein Wort über die "Disadvantages" - die Nachteile (man nennt es auch die "Feinheiten" der komplexen Technik - zu lesen und zu hören war.

Inzwischen - wir sind nach fast 50 Jahren im Jahr 2020 angekommen, habe ich hier in der Museen-Redaktion etwa 80cm nur Quadro- und quadrobezogene Prospekte von insgesamt über 3 Tonnen "Papers", Broschüren und Magazinen aller Art in Deutsch und Englisch aus allen Teilen der Welt und publiziere so nach und nach alle relevanten Artikel.
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Insbesondere die Anzeigen in den Magazinen sind aussagekräftig

Da bewirbt der Hersteller SANSUI zum Sommer 1975 (Sommer CES in CHicago), daß sie sich haben Chips entwickeln lassen, die ab sofort die QS-Quadro-Platten nach dem eigenen QS System erheblich besser abtasten und dekodieren als vorher. Und an das SQ System der Konkurrenz hätten sie in ihren Chips auch gedacht.

Im Umkehrschluß bedeutet das doch, daß es mit den frühen Geräten von vor 1975 nie richtig funktioniert hatte.

Des Weiterhin entnimmt man einem ganz seltenen immer übersehenem Addendum von Pioneer, daß man schon in 1973 in der laufenden Serie des QX-949 (nicht der QX-949A) den CD-4 Demodulator ersetzt hat gegen einen pinkomatiblen jetzt mit neuen ICs. Von den beiden integrierten QS und SQ Dekodern wird da noch nichts gesagt, die sind immer noch mit einzelnen Transistoren aufgebaut.

Erst in 1976 wird aus dem QX-949 der QX-949A, der dann die drei neuen Motorola Chips (3 ICs) auf dem QS/SQ Dekoder Board drauf hat. Das wiederum bedeutet, die ganzen QX-949 (ohne das "A") kann man geradezu vergessen.

Hier kommen also die Dokumentationen aller Art

Alle drei dominierenden Quadro- Entwickler- Firmen bewerben ihre Quadro- Konzepte mit umfangreichen technischen Broschüren, die sie auch den Geräte-Herstellern zur Verfügung stellten. Sogar die Toningenieure und Tonmeister sowie Platten und Rundfunk-Studios wurden mit Broschüren eingedeckt.

Die Broschüren sind hier nahezu alle abgebildet, auch die Werbebroschüren, als die ICs kamen. Alle Geräte-Hersteller waren sich ganz sicher darüber im Klaren, daß die Nachbildung der in den Labors entwickleten Decodern und Demodulatoren in den Consumer-Geräten finanziell gar nicht zu stemmen war. Die ersten Quadro- Zusatzplatinen waren also mit einer handvoll Transistoren aufgebaut.

Auf die Idee, daß man sich damit, also mit nur sehr bescheiden funktionierenden Quadro Varianten den gesamten so dringend benötigten Zukunftsmarkt versaut, kamen die Firmen anscheinend nicht.
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Quintessenz - ja kein Quadro-Gerät von vor 1975/76 kaufen

Die schon im Todeskampf befindlichen Quadro-Abteilungen der japanischen Hersteller lieferten die ersten wirklich brauchbaren Geräte erst, als es mit Quadro schon vorbei war. Aus Japan kamen in 1976/77 die Quadro-Geräte (Receiver), die man 1972 gebraucht hätte, aber es war bereits zu spät.

Der amerikanische Markt war bereits verloren, in Japan wurde die "Quadro-Fahne" lokalpatriotisch hochgehalten und ein paar Deutsche wollten es nicht glauben (DUAL zum Beispiel) und bei den großen Plattenfirmen war weltweit Quadro aller Art bereits richtig mausetot.
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Die ganzen Hardware-Firmen hatten es nicht kapiert

Dem potentiellen Käufer waen diese technischen Broschüren, selbst die bunten mit fast 100 Seiten, völlig wurscht, das verstand er doch sowieso nicht. Er wollte das "Mehr" an "Quadro- Raumdimension" gegenüber dem normalen ausgereiften Stereo-Erlebnis geniessen und nicht nur Lokomotiven oder Hubschrauber durchs Zimmer fliegen lassen.

Und sich damit zu brüsten, man hätte bereits 130 Quadro "Scheiben" für "sein" System anzubieten, das war doch ein Witz.
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