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Dipl. Ing. Jörg Wuttke und die Schoeps Mikrofone

Das SCHOEPS Logo
Jörg Wuttke beim Vortrag - natürlich mit SCHOEPS Mikrofon
ein SCHOEPS Werbefoto
da drin sind die Schätze
ein edles ORTF Stereo-Mikrofon
mit Kapseln zusammen gesetzt
Firmensitz von SCHOEPS

Wie so viele Absolventen der Uni Karlsruhe (auch als TU = Technische Universität Karlsruhe bekannt) stolperte auch Jörg Wuttke so um 1969/70 in die professionelle Audio Technik mehr oder weniger hinein. (Nachtrag : Jörg Wuttke studierte Elektrotechnik und war schon als Schüler in der Audio Technik aktiv, und nutzte so das Angebot, sich in Audio Technik zu spezialisieren. In seinem ganzen Semester waren das nur zwei Studenten, nicht viele. (Der andere Audio Begeisterte war übrigens der bekannte Dr. Riedlinger mit dem Biegewellen- Strahler Patent.)

Und er korrigiert, er sei auch nicht gestolpert, sondern habe das ganz gezielt angegangen. Die Geschichte ist sehr ähnlich zu der von Dipl. Phys. Karl Breh (ebenfalls aus Karlsruhe), dem langjährigen Chefredakteur der Hifi-Stereophonie, der um 1962/63 eigentlich etwas ganz Anderes machen wollte als ein Hifi-Magazin.

Bei der damals kleinen Firma Schalltechnik Dr. Schoeps in Durlach kam dazu, daß der damalige techn. Direktor 1971 krankheitsbedingt ausschied und einer mußte es ja machen. Das war der Anfang einer 37 Jahre langen und erfolgreichen Geschichte in der Firma Schoeps. Die Firma wurde schon 1948 gegründet, hatte aber keinen eigenen Vertrieb und verkaufte OEM Geräte an Telefunken, Siemens, u.a. Die Existenz basierte aber auf dem französischen Markt, den ein Franzose als „Handelsvertreter“ aufgebaut hatte.

Ein Kuriosum sollte auch gleich am Anfang geschildert werden. Die Schoeps-Mikrofone waren bereits damals von edler Qualität und konnten sich aber hier in Deutschland West einfach nicht durchsetzen, im Osten hinter dem eisernen Vorhang sowieso nicht. Es gab nämlich noch keinen eigenen Vertrieb

Jörg Wuttke war somit quasi gezwungen, die anfänglich noch wenigen eigenen Kontakte nach Frankreich zum ORTF (dem französischen Rundfunk) systhematisch aufzubauen und sich natürlich zwangsläufig die französische Sprache nahezu perfekt anzueignen. Der französische Markt war damals die Existenzgrundlage der Firma Schoeps. Die deutschen OEMs hatten sich "nicht" viel Mühe gegeben. Produkte der Firma Neumann Berlin ließen sich einfach - alleine vom Namen her - leichter verkaufen.

Auch hier geht der Blick wieder rüber zu Karl Breh, der ja in Frankreich aufgewachsen war und sein Abitur dort - natürlich in französisch - machen mußte. Diese Sprachkenntnisse verhalfen beiden zu ausserordentlichen Erfolgen.

Viele Franzosen lehnten es nämlich selbst über 30 Jahre nach Kriegsende immer noch grundlegend (kategorisch) ab, Deutsch zu sprechen, selbst wenn sie es perfekt konnten - wie zum Beispiel die Elsässer, sogar herunter bis ganz unten auf der anderen Rheinseite gegenüber Freiburg und Basel. (Nachtrag : Das sei aber ein gehegtes Vorurteil und hätte höchstens bei einigen Veteranen mit dem Krieg zu tun. Ferner gibt es tatsächlich nicht sehr viele Franzosen, die Deutsch können - und auch Englisch sprechen viele Franzosen nicht gerne. Die meisten Menschen bevorzugen verständlicherweise die Muttersprache )
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Karl Breh konnte daher auf der Pariser Audio- und Hifi-Messe (Festival du Son) die tollsten, interessantesten und fast noch geheimen Informationen französischer Hersteller mit Nachhause bringen, die den "nur Deutsch und Englisch" sprechenden Audio- und Stereoplay- Redakteuren vorenthalten waren.
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Die Franzosen waren längere Zeit die alleinigen treuen SCHOEPS Kunden

Es sprach sich aber dennoch rum (man nennt das die Buschtrommel), daß es in Deutschland West eine kleine aber feine Firma gab, die edelste und vor allem sehr kleine Kondensator-Mikrofone baute und die in Deutschland fast nicht bekannt war.

Doch dafür gab und gibt es die AES (weltweit) und die deutschen Tonmeistertagungen hier bei uns. Dort schweigt sich - manchmal mit etwas Verzögerung - alles rum - so auch die Qualitäten der "Kleinmembran"- Kondensatormikrofone aus Kalrsruhe Durlach.

Die bekanntere Firma Georg Neumann Berlin und natürlich noch ein paar andere Firmen aus dem deutschsprachigen Raum wie AKG (Wien) und Beyer (Heilbronn) bauten im Gegensatz dazu die sogenannten "Großmembran"- Kondensatormikrofone.
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