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Der BALL-Empfänger

Ein Rhode & Schwarz Fernseh-Ballempfänger
Ein früher Fischer aus USA
mit sehr aufwendigem Innenleben

Nicht nur der Telewatt Tuner brachte dieselbe (angeblich maximale) Studioqualität, die überhaupt über die Antennen übertragen werden konnte, bis ins Wohnzimmer. Auch der SCOTT 312-D und der spätere Grundig FineArts T9000 konnten das super.

Von diesem Saba-Telewatt Tuner wurde viele hundert in häßlichen grauen Kästen als sogenannte Ball-Empfänger an die ehemalige Bundespost geliefert, die damit bei nahezu gleichbleibender UKW Qualität die Reichweite einzelner Programme (Frequenzen) erheblich vergrößerte. Auch das ist alles bereits Geschichte.

Noch eine Anmerkung zu den profesionellen sogenannten Ball- Empfängern. In einem Forum habe ich zufällig  die "Laien"-betrachtungen mehrer "Experten" gelesen, die nur zum kleinsten Teil den Kern der Sache treffen. Es gibt (gab) nämlich auch bei den Fernseh"anstalten" (also bei den Fernseh-Sendern) BALL-Empfänger, und die waren erheblich teurer als die nur für den UKW-Rundfunk, und es gab die auch für das Fernsehen mit Stereo. Diese Empfänger wurden bei der Fernseh GmbH in Damstadt testweise nachgemessen und dort gab es Experten wie den Prof. Hausdörfer - ein sehr alter Funkamateur - der sich intensiv damit befasst hatte.

Und darum : Die allerwichtigtse Eigenschaft des BALL-Empfängers war der ununterbrochene 24 Stunden x 7 Tage x 52 Wochen lange Betrieb, ohne daß irgendjemand am "Knopf" drehen mußte. Das überaus kritische Hauptmerkmal war nämlich die langzeitstabile Empfangs-Stabilität des Empfängers auf dieser einen einzelnen Frequenz - auf irgendwelchen einsamen Fermenldetürmen in irgendwelchen grauen langweiligen aber klimatisierten 19" Schränken.

Die Stablität der Rundfunk-Sender (natürlich auch der Fernseh-Sender) wurde ja von lebendem (Bedien-) Personal rund um die Uhr überwacht. Darum braucht der BALL-Empfänger eine gewisse Bandbreite (Toleranz) rund um die Nennfrequenz der zu übertragenden Sendefrequenz mit automatischer Nachregeglung. Daß somit sowieo nur Geräte mit IRT Spezifikationen zum Zuge kamen, versteht sich von selbst.

Inzwischen ist die digitale Technik so weit fortgeschritten, daß der ganze analoge Sendebetrieb fast aller Frequenzbereiche auf der Kippe steht. Das Senden auf Mittelwelle wurde bereits weitgehend redziert bzw. eingestellt.

Über die UKW-Sender finden Sie hier etwas.
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