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Das Wissen über die Probleme "moderner" Schallplatten- wiedergabe - aus dem Jahr 1969 (von EMT)

Nachgedruckt und Herausgegeben im Herbst 1971 von der EMT Studiotechnik GmbH
JÜRGEN PLOGSTEDT schrieb im Radio Mentor vom Sept., Okt. und November 1969

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Hier das Vorwort für die folgenden Teile 1 bis 4 :
"Die Verbesserung der Schallplattentechnik" (1969)

Die Vorlage aus 1969

Die Verbesserung der Schallplattentechnik in dem letzten Jahrzehnt bringt verständlicherweise wegen der damit verbundenen höheren Anforderungen, die an ein Abspielgerät zu stellen sind, auch technische Probleme mit sich. In der folgenden Arbeit, die aus drei Teilen besteht, werden die Zusammenhänge dieser Technik leicht verständlich dargestellt.

Im Teil I werden allgemeine Dinge, wie die Entwicklung der Schallplattentechnik, die Aufgaben und Qualitätskennzeichen eines Abspielgerätes sowie grundsätzliche Abtastprobleme also Vergleich zwischen Aufzeichnung und Abtastung, einschliesslich der entstehenden Verzerrungen, behandelt.

Die Teile II,
III und IV beschreiben dann die technischen Anforderungen, die an hochwertige Abspielgeräte zu stellen sind, und behandeln Konstruktion und Eigenschaften der Abspielgeräte sowie Fragen der Messtechnik.

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Ein originaler Edison Phonograph
das Walzenprinzip
eine erste Scheibe
eine Platte kurz vor der Pressung

Die Entwicklung der Schallplattentechnik

Vorläufer der "heutigen" Plattenspieler war der 1870 von Edison bekanntgemachte „Phonograph". Eine vom Schall erregte Membrane übertrug die mechanische Schwingung auf eine rotierende und sich dabei in Längsrichtung verschiebende Walze. Die plastische Oberfläche dieser Walze erhielt durch die Modulation eine sogenannte „Tiefenschrift". Der Vorgang war für die Wiedergabe umkehrbar (Bild 1).

Emil Berliner verbesserte 1889 die Aufzeichnung
und Wiedergabe von Schallereignissen dadurch, dass er eine rotierende Wachsfolienplatte verwendete, in die die Schwingungen durch Seitenschrift eingraviert wurden. Jahre später gelang die Herstellung gepresster Platten (1898 Gründung der Deutschen Grammophon-Gesellschaft).

Etwa ab 1925, in den Anfangsjahren des Rundfunks, wurde das rein mechanische Verfahren durch elektroakustische Aufnahme- und Wiedergabe-Einrichtungen deutlich verbessert.

Die Verwendung moderner Kunststoffe an Stelle von Schellack als Plattenmaterial, die Verringerung der Drehzahl von 78 U/min. auf vorwiegend 33 1/3 U/min unter gleichzeitiger Reduzierung der Rillenformabmessungen (Mikrorille) und die Erfindung der sogenannten Füllschrift von Eduard Rhein erbrachten 1950 neben Qualitätsverbesserungen auch verlängerte Laufzeiten, je Plattenseite auf etwa 25 Minuten.

Die Stereo-Technik auf Schallplatten
wurde 1958 eingeführt. In den letzten Jahren ist diese Technik durch moderne Mehrkanal-Aufnahmen oder Verfahren, bei denen das Signal "vorverzerrt" aufgezeichnet wird [1] (dadurch werden die generell bei der Abtastung entstehenden geometrischen Verzerrungen grösstenteils kompensiert), nochmals entscheidend verbessert worden.
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