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Aus der "Platte" konnte man Einiges mehr herausholen, . . .

ein EMT 948 Studio Spieler
ein Thorens TD 125
der lange SME Arm 3012
Revox Tangential Spieler
mit einem Elac System
Dual 1229 -letztes Reibrad
Revox 795 - Arm offen

wenn man den richtigen "Abspieler" benutzte und da gab es viele. Die Hifi-Gurus fachsimpelten Tage lang über Laufwerke und Teller und Tonarme und (Pickup-) Systeme und es gab hunderte, wenn nicht gar tausende von ernsten und spaßigen Empfehlungen, wie etwas genial ideal zu machen sei.

Eigentlich waren alleine die Platten- und die Rundfunk- studios zusammen mit dem IRT (Institut für Rundfunk- technik) in der Lage, ernsthaft zu bewerten, was auf die Platte "rauf" ging (das konnte man im Sendesaal des HR miterleben) und welcher Abspieler das gleiche auch wieder "runter" bekam.

Die weltweite Referenz war in den Endzeiten der analogen Massen-Hifi-Zeit der DUAL 1229 Plattenspieler. Er war schon rundherum gut. Sicher gab es (immer noch) Besseres, doch nicht bei der Bedienbarkeit, die ja auch bei den 33er Langspielplatten schon immer ein Kritikpunkt war.

Die Hochglanz-Artikel in den damaligen Hifi-Zeit- schriften waren von (akustischem) Aberglauben bis zur absoluten Scharlatanerie geprägt und heute lächeln wir über die (vielleicht einfältigen) Redakteure von damals, warum die einen solchen (teilweisen) Mist schreiben durften.

Die Grundlagen der Schallplattenaufnahme und die Bedingungen des Abspielens waren ja normiert und diese Daten waren allgemein zugänglich und vielfach  und ausgiebig in den Hifi Jahrbüchern publiziert worden.

Fakt ist, mehr als damals auf dem Masterband drauf war, konnte auch die beste Platte nicht wiedergeben. Das änderte sich dann mit den ersten Direktschnitt- Platten, die da noch einige Effekte parat hatten. Dafür war hier die zu fertigende Stückzahl begrenzt, es war also keine Massenware und darum waren diese Platten auch exorbitant teuer.

 

Aber auch hier war mit der physikalischen Eigenschaft des Plattenmaterials, also der Körnung des Granulates, die maximal möglich Dynamik begrenzt und damit das Grundrauschen und auch das Knacken der Staubpartikel vorgegeben.

Das Laufwerk

Das Laufwerk durfte auf keinen Fall rumpeln oder jaulen. Also Motor, Lagerung und Masse des Tellers mussten stimmen. Dazu mußte auch der Trittschall aus dem Raum so gut wie irgend möglich abgefangen werden durch federnde Aufhängung des Ganzen.

Und da war der Thorens einsame Spitze, bis ich ihn auf der Tenne meiner große Hifi Höhle auf dem dicken Holz- fußboden (48mm - Parkett) über riesigen Eichenbalken ganz einfach zum Resonieren bzw. Resonanz- Schwingen gebracht hatte. Das ging mit den JBL Ti250 und der Accuphase P800 Endstufe ganz einfach, obwohl die Boxen auf 4 edlen Spezial-Spikes stehen. Also das war es dann für den große TD125. Nobody is perfect.

Der Tonarm

Hier lag die Kunst in der Geometrie des Armes und der Konstruktion der Aufhängung. Wenn ich so zurück schaue, da gab es tausende von geometrischen Formen und Figuren, wie ein Tonarm auszusehen hätte. Nur wenige waren wirklich genial und das waren die elend teuren Tangentialtonarme von ganz wenigen hochrangigen Spezialisten. Es gab da auch viel tangentialen Schrott. Heute in 2011 (also seit etwa 2004) spiele ich alle (33er und 45er) Platten hier bei mir mit einem Revox Tangential- Plattenspieler vom Typ B795 und bin damit vollauf zufrieden.

Vergleich ReVox B795 (1979) und DUAL 1229 (1974)

Juli 2009 - In Kürze wird es einen DUAL 1229 (und dazu auch noch einen 1218) geben mit einem Ortofon Magnetsystem für 78er Schellackplatten.

Ein erster Test mit dem Shure M91 MG-D war sehr ernüchternd. Der DUAL rumpelt bei aufgesetzter Nadel auf einer 33er Langspielplatte sehr sehr stark. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Mit der gleichen Platte rumpelt mein ReVox B795 so gut wie gar nicht. Und beide Plattenspieler sind über 30 Jahre alt.


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