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Eine mögliche Optimierung des Abtasters

1936 - Die Neumann Flasche mit Fernspeisung

von Gert Redlich im Jan. 2017 - Also grundsätzlich kann man an der Qualität der Schallplatte - des Mediums - nur noch ganz wenig verbessern - im Jahr 2015 eigentlich gar nichts mehr. Das Material (Vinyl) ist ausbalanciert, die Herstellung ist mit der DMM Technik bereits optimiert und die Normen wie Rillenbreite und Tiefe muß bzw. sollte eigentlich jeder Hersteller bzw. jedes Schneidstudio einhalten. Die Ignoranz bzw. Ausdehnung der alten Normen führt zu dem Ergebnis, daß diese Schallplatten, die also weit außerhalb der Norm geschnitten werden, mit nur noch ganz wenigen Geräten abspielbar sind.

Verbesserungsmöglichkeiten gibt es fast nur noch beim Abtaster - wenn der Kunde oder Fan oder Fanatiker bereit ist, das auch zu bezahlen. Unbestritten erlebt die Vinyl-Platte ab 2010 eine unvorhergesehene kleine Renaissance.

Aber entgegen den Behauptungen der "Betroffenen" spielt die Qualität nur eine untergeordnete Rolle, denn sie wird mental hochgejubelt. Die Haptik bzw. das Erleben des Abspielens decken weit über 90% der Gründe ab, warum das jetzt so ist.

Doch es gibt mit der modernen Technologie der Miniaturisierung hier und da gute Ideen. Schaun wir zurück auf die ersten Kondensator- mikrofone um 1936. Man mußte dort einen Vorverstärker bzw. Impedanzwandler "integrieren" (das war eine Miniatur-Röhre), damit man ein paar Meter (es waren aber mehr als 50m) verlustfrei überbrücken konnte. Die Neumann Flaschen (auch die mit dem Telefunken-Logo) waren dadurch aber Riesen-Teile. Das geht natürlich beim Moving-Coil Abtaster nicht.
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Man könnte von den Festplattenherstellern lernen . . .

Es geht noch viel kleiner
aus einer 1990er Festplatte
Die Arme aus einer 1! Terrabyte Platte von 2015

Denn die haben das gleiche Problem. Die Magnetköpfe auf den filigranen Armen arbeiten mit solch geringen Strömen, daß die Elektronik direkt am Kopf bzw. direkt auf dem bewegten Teil untergebracht werden muß. Und das IC (oder die ICs) muß extrem klein und leicht sein.

Nach meinem Dafürhalten ist die Moving-Coil Variante der Vinyl-Abtaster die einzige im High-End Bereich auf Dauer erfolgversprechende Technik. Doch das extrem schwache Audio-Signal muß bis zum Vor-Vorverstärker "transportiert" werden und das müsste man ändern.

Mit der "Gleichspannungs- Fernspeisung" (wie bei einem Kondensatormikrofon) - jedoch nur 5 oder 12 Volt - und den modernsten Kleinst-SMD Op-Amps ließe sich aus dem MC Abtaster ein sauberes starkes Audio Signal fast bis zum Tape-Eingang erzeugen. Ein kleiner Adapter müsste nur die Gleichspannung zum Abtaster "einklinken". Die Technik der Gleichspannungsspeisung ist lange bekannt.
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Das Ziel wäre mehr Output

Bei den meisten Abtastern war die Zwickmühle das Gewicht des Nadelträgers samt Diamanten und das Gewicht der Spule oder des Magneten, um damit eine möglichst hohe Ausgangsspannung herauszuholen. Das gelang in den wenigsten Fällen ohne Einbußen an anderer Stelle.

Die anderen Konzepte wie der Kondensatorabtaster und der FET Abtaster hatten nie bei der Qualität mit gängigen Abtastern gleichzeihen oder die übertreffen sogar können. Der Laserabtaster war so teuer, daß er allermeist verworfen wurde.
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