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Juli 2011 - Es gab nie ernsthafte Probleme mit der Ti250 . . .

Das Ti250 36cm Basschassis in voller Größe
huch, was ist denn das ?
Wo kommt denn der Dreck her ?
Die Sicken zerbröseln . . .
Ganze Segmente brechen aus
trocken klebriger Schaumstoff
ringsherum freitragende Membrane
ein 36cm Bass-Bolide
vom Typ JBL LE14H-1

Die JBLs habe ich seit 1988. Meine beiden kommen aus dem offiziellen deutschen Harman Vertriebsweg und sind "Made in USA". (Meine JBL L90 kommen auch von Harmann Deutschland und sind aber "Made in Denmark".)

Bis auf die anfänglich überhaupt nicht funktionierende "Harmonie" mit der "richtigen" Endstufe haben sie immer physikalisch funktioniert. Wie gesagt, meine Accuphase P800 Endstufe hat jetzt satte 2 x 400 Watt an 8 Ohm und es klingt hervorragend und Boxen und Verstärker sind so schnell nicht tot zu bekommen. Alle anderen damals verfügbaren preiswerten als auch teuren Kraftboliden brachten nämlich keine überzeugenden Audio-Qualitäten.

Daß jetzt beide Verstärker-Kanäle innerhalb weniger Tage (beide !) auf einmal scheppern, ist eher unwahrscheinlich. Es liegt vielleicht am SPDIF Ausgang des PCs oder am SONY DAT Wandler, doch der ging auch mit Kopfhörer ganz normal.

Und dann sah ich den Riß im rechten Basschassis direkt an der Sicke. Die Membrane war von der Schaumstoff-Sicke abgerissen. So ein Mist.
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Die Frage: Darf ein Lautsprecher nach 24 Jahren kaputt gehen ?

Die Frage ist rein philosophischer Natur. Wie groß ist unsere Erwartungshaltung bei Consumer Geräten ? Denn wir reden hier ja nicht von der Raumfähre Atlantis oder einer Concorde oder einer Boing 747. Es ist "nur" ein Hifi-Lautsprecher.

Schwarze Brocken vor der Box

Und dann sah ich die unnormalen schwarzen Brocken vor der linken Box. Es war sofort alles klar, diese Sicken haben die gleiche Krankheit wie die bei Bose und Revox und all den anderen Herstellern von "Damals".

Wenn man diese Sicken jetzt noch mit dem Finger mehr oder weniger leicht antippt, fallen große Schaumstoff-Stücke raus. Dazu hat die gesamte Membrane ein ungewöhnliche (nicht zentrische) Nachgiebigkeit. Das war früher so nicht.

Also, jetzt sind sie hin, im Juli 2011.


Mal sehen, ob und was Harmann Deutschland da für eine Lösung anbieten kann. Im ebay gibt es mehrere Anbieter von Schaumstoffsicken für diese Chassis samt Kleber und Montageanleitung (für etwa 60 Euro für Beide). Wer es sich zutraut, der mag es versuchen. Eigentlich könnte ich es auch, doch jemand, der es schon öfter gemacht hat, kann es mit Sicherheit besser.
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Eigentlich ist es ein Phänomen

Ich habe nochmal das Zeitverhalten recherchiert. Am 30.6.2011 haben wir mit mehreren Gästen über 2 Stunden diese Lautsprecher "gepowert", mit klassischer POP Musik (Rock Classics von LSO, gregorianische Gesänge mit absolutem Tiefbass und andere Powerstücke) in richtig guter Orchesterlautstärke. Zu der Zeit war kein Scheppern oder Kratzen zu hören.

Es ist also merkwürdig, daß diese großen Sicken beider Bass-Chassis innerhalb so kurzer Zeit ihre mechanische Stabilität verlieren. Vor vielen Jahren ist mir Ähnliches bei meinen verbliebenen uralten Bose 901/III aufgefallen, daß auch dort innerhalb weniger Wochen sämtliche 18 Chassis zerfetzte Sicken hatten. Leider hatte ich die Bose 901 dann entsorgt, es gab damals noch keine Anbieter von (Ersatz-) Sicken zur finanziell erschwinglichen Selbtsmontage.
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Der JBL LE14H-1 Basslautsprecher

Das Handbuch spricht von einem 14" (oder 360mm) Bass-Chassis mit etwa 8,5 Kilo Gewicht. Es ist der einzige von den 4 Lautsprechern der Ti250 mit einer Schaumstoffsicke. Die Ti250 wiegt insgesamt 68 Kilo. Das Chassis vom Typ JBL LE14H-1 hat einen gigantischen Magneten auf dem massiven Druckgusskorb und strotzt von Solidität. Und dann kommt Murphey von der ganz anderen Seite, nämlich von der Chemie.
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Jetzt werde ich mal schaun, wo ich die Chassis repariert bekommen und / oder wo die Teile zu beschaffen sind. Ich werde berichten.

Nächste Woche fahre ich zur Sound-Clinic nach Ingelheim am Rhein.


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