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Der legendäre AMCRON DC-300A

Der legendäre DC-300A hatte erstaunliche Eigenschaften, die für die damalige Zeit herausragend waren. Heute hat sich das alles verändert und ist (fast) vollkommen normal geworden.
Ab den 1990er Jahren etwa waren die CROWN (Amcron) Verstärker nur noch einige unter vielen. Die Wettbewerber - vor allem in USA - hatten enorm aufgeholt.
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Die "besonderen" Eigenschaften des DC-300A

Der Crown DC-300A offen von oben

Man kann das positiv sehen oder auch nicht, der gesamte elektronische Verstärkerteil war eine einzige Gegenkopplung oder Rückkopplung.

Der Techniker bekam sofort das Fluchen, wenn ein Kanal nicht mehr ging. In solch einem "verkoppelten" Kreis kann man nicht einfach mal einen Transistor austauschen, von dem man "glaubt", er sei defekt. Erwischt man den falschen, knallt es gleich nochmal und wieder ist etwas oder einiges mehr von den (restlichen) Transistoren defekt.
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Ein Leistungsverstärker "ohne Gnade"

Das ist nur eine Seite des Crown DC-300A
also eine Endstufe mit Power satt

Der Vorteil des DC300A ist aber, daß der Verstärker gnadenlos das Eingangssignal in voller Güte an den Ausgang liefert, ohne jede Rücksicht auf die angehängte Last.

Das hatte zur Folge, daß man mit einem zum Mono-Verstärker "gebrückten" DC-300A sogar "600Watt Motoren" steuern konnte, speziell solche mit 400Hz gesteuerte im Flugzeug-Bau Bereich.

Dem Verstärker war es wurscht, ob da

  • (1.) ohmsche Lasten (z.B. Meßwiderstände)  oder
  • (2.) induktive Lasten (dynamsche Lautsprecher) oder
  • (3.) kapazitive Lasten (elektrostatische Lautsprecher)
  • (4.) oder gar 400Hz Motoren (in Fluzeugen) hinten dran waren.


Er ging nicht in die Knie wie über 98% aller anderen Audio-Verstärker einschließlich der SAE Boliden (jedenfalls zur damaligen Zeit). Laut Herrn Horst Dieterle (†) waren die Endtransistoren wie auch die Vorstufen- Treibertransistoren paarweise oder quad-weise oder sogar als 8-er Gruppe ausgemessen. Also mal schnell einen Transistor austauschen war nicht. Man mußte einen aus dieser Charge von Crown auf Lager haben.
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Ein paar Feinheiten des DC 300A

Der Netz-Gleichrichter
das einsame Stereo-IC
eigene kleine Gummifüße
notwendiger Sicherheitsabstand

Wenn die korrekte Netzspannung angeschlossen ist, liefert das Netzteil ±60 Volt an die Verstärker - und 120 Volt Sinusspannung am Lautsprecherausgang, und das ist eine Menge. Mit 2 großen 13.000 Mikrofarad Kondensatoren steht auch jede Menge Impulsleistung zur Verfügung.

Der Gleichrichter und die 16 Leistungstransistoren sind auch bezüglich Spannungsfestigkeit und Strombelastung großzügig bemessen, alleine die zwar massiven aber doch etwas zu kleinen Kühlrippen hatten mit der (ungekühlten) Wäremabfuhr in den Diskotheken leichte Probleme. Da mussten ein oder zwei Lüfter her.

(Auch) in diesem Verstärker (wie in dem Vorverstärek IC150) war bereits ein (1) IC (aus der Kalenderwoche 49 im Jahr 1973) enthalten. Also man traute diesem IC dann doch zu, über längere Zeit fehlerlos zu funktionieren.

Mechanisch war diese Konstruktion jedenfalls sehr massiv und unverwüstlich
, jedenfalls im 19" Rack. Nur mit der Standfestigkeit auf einem normalen Tisch haben die scharfkantigen ALU-Profile ihre Probleme.

Da mußte ich mit zwei kleinen Gummi-Füßen nachhelfen
, sonst werden oder würden irgendwann die beiden sehr großen unten hervorstehenden Kondensatoren beschädigt.
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