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Was tun, wenn "er" (der Lautsprecher) kaputt ist ?

Mist, das ist einer von meinen aus den JBL 250 Ti (gewesen)

Erst mal zum Allgemeinen. Die Hersteller (weltweit), die die diversen "Einbrüche" des Marktes (also zum Beispiel 1980 bis 1983) überhaupt überlebt haben (viele sind damals sang- und klanglos bzw. lautlos "verschwunden" wie OHM und ESS zum Beispiel), müssen nach wie vor Geld verdienen und das ist im inzwischen globalen Markt sehr schwierig geworden. So werden meist überhaupt nur komplette Ersatzchassis der aktuellen Produktline angeboten.

Schaut man in die Historie der größeren Hersteller rein
und summiert mal die Anzahl der jemals gebauten oder gelieferten Chassis-Typen (nur eines Herstellers) auf, so kommen ganz schnell hunderte von Modellen zusammen (bei uns HECO, Grundig, Isophon oder BRAUN zum Beispiel - in USA noch viel viel mehr bei James B. Lanling Lansing, ALTEC, Jenzen, Electro-Voice). Daß ein Hersteller die niemals mehr alle auf Lager halten kann, ist verständlich. Und so haben sich Nischen für Spezialisten aufgetan.
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Den aktuellen Gebrauchswert vorher abschätzen

2 gebrauchte für 80 Euro, da lohnt keine Reparatur

Denkt der Hifi-Liebhaber darüber nach, wie er seine 20 (und mehr) Jahre alten Lautsprecher wieder zum Leben erweckt, sollte er sich den ideellen Gebrauchswert (vielleicht auch im Verhältnis zum Neuwert) ganz klar vor Augen halten. Eine Heco Box aus 1972 oder eine Braun Box aus 1969 ist mit Sicherheit keinen Aufwand von 150.- Euro pro Box mehr wert. Eine Infinity aus 1980 für damals 12.000.- Mark pro Paar wäre aber eine Reparatur wert.

Ein Pärchen Bose 901, egal welche Revision, ist vage und bezüglich der Repataurkosten "grenzwertig", weil es sich um 18 einzelne kleine Präzisions-Chassis handelt, die besonders sorgfältig aufgearbeitet werden müssen. Die Chassiskörbe haben besonders enge Luftspalte. Das geht mit Sicherheit nicht hoppla-hopp. Hier könnte man als Selbermann (mit 4 oder mehr Sicken in der Reserve - also mindestens 18 + 4) selbst Hand anlegen. Dennoch ist auch hier der eigene Erfolg nicht garantiert und die Material-Kosten liegen auch deutlich über 100 Euro.
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Einen der Spezialisten fragen

Herr Christ hilft gerne, bei moderaten Kosten

Es haben sich bundesweit mehrere kleine Firmen auf solche Reparaturen spezialisiert. Nur diese Spezialisten können die Erhaltungsreparaturen noch preiswert durchführen. Die großen Hersteller und Importeure haben vermutlich einen zu hohen Verwaltungsaufwand.

Da wir in Wiesbaden unsere Redaktion haben, bin ich in dem 25 Km entfernten Ingelheim am Rhein bei der Sound-Clinic, Herrn Günther Christ, vorstellig geworden, ob ich bei der Reparatur unserer JBL Bässe anwesend sein dürfe. Am 22. Juli 2011 bekam ich schon mal eine kleine Einführung in die handwerkliche Arbeit bei den Reparaturen.
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Ein absoluter Totalschaden

Es gibt bei den Reparaturen zwei Begriffe aus dem Englischen, die sich zu wissen lohnen. Die Amerikaner bezeichnen die Membrane des Lautsprechers als Cone (= Konus) und wenn die Schwingspule eines Chassis defekt ist, warum auch immer, hilft nur der Austausch der kompletten fertigen Ersatz-Membrane und das nennt man auch bei uns in Deutschland inzwischen "Reconen".

Bei den Sicken gab und gibt es (gummierten) Stoff/Leinen, Gummi und Schaumstoffe. Der Schaumstoff heißt auf Englisch "foam" (= Schaum). Darum wird der Sickentausch bzw. die Sickenreparatur "refoaming" genannt, auch wenn es sich um Leinen- oder Gummisicken handeln sollte.

Man könnte es selbst machen . . . aber sicher - oder doch nicht ?

Eine defekte Schwingspule, die Sie nicht selbst reparieren können.
Hier hat sich jemand völlig übernommen und die Sicke vermurkst - aber jetzt noch schnell im ebay verhökern . . .

Jeder Heimwerker kommt als Allererstes auf die Idee, das mache ich natürlich selbst. Doch halt, ein Tip unter Freunden ist da sehr sehr hilfreich. (Ich bin übrigens auch ein leidenschaftlicher und durchaus leidlich begabter Heimwerker.)

Überschätzen Sie sich nicht
, das ist geduldige erfahrene Profiarbeit, weil weder das Entfernen der alten Schaumstoff- bestandteile noch das Kleben der Sicken trivial ist.

Beispiel : Wenn Sie Ihr Bad entgegen jedem guten Rat von guten Freunden selbst gefliest haben, und Ihre Frau mit einem tarzan-ähnlichen Schreikrampf fluchtartig die Wohnung verlassen hat, könnten sie ihre tollen schiefen Fliesen ja sofort wieder runter reißen und nochmal von vorne anfangen.

Haben Sie hingegen beim Entfernen der Schaumreste an der Membrane Ihre Schwingspule auch nur ganz leicht verbogen, und das geht ganz leicht, dann wars das - jedenfalls für dieses Chassis. Denn, für manche Chassis gibt es gar keine Membranen mit Schwingspulen mehr oder nur noch in einer abweichenden Impedanz und dann passt an Ihrer Box nichts mehr. Sie können die Box dann eigentlich wegwerfen.

Ist Ihnen der Kleber auf der einen Seite der Sicke zu schnell hart geworden oder haben Sie gar zu wenig Kleber aufgetragen (und der zu "bepinselnde"oder zu "versorgende" Umfang solch einer Sicke ist ziemlich lang) oder ist die Membrane verrutscht, dann kratzt die Schwingspule am Magneten und das wars dann auch wieder. Also nochmal von vorne anfangen, mit einer neuen Sicke natürlich.
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Wir werden Ihnen ein paar Einblicke in das Refoaming geben

reparierter Basslautsprecher-18-inch

weil das am häufigsten vorkommt. Bei uns Hifi-Fans geht selten eine Schwingspule kaputt, außer jemand powert, was das Zeug hält und überlastet die Technik. Bei den Profis, den Hobby- oder Berufsmusikern, kommt das aber viel öfter vor. Und dann wird es dort auch deutlich teurer.
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Was kostet das in etwa ?

Ein Basschassis zu "refoamen" kostet etwa um die 100 Euro. Bei kleineren Chassis sind es manchmal auch nur 60 bis 70 Euro. Die Sicken kosten immer etwa 12 bis 20 Euro und die Arbeitszeit ist insgesamt mit bis zu 2 Stunden anzusetzen.

Wenn Sie das oder die Chassis bereits ausgebaut selbst anliefern (und abholen), wird es deutlich preiswerter, weil das Auspacken und Aufheben und Verpacken und Versenden entfällt.
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Wenn unsere JBL 14" Chassis dran sind, mache ich Fotos und die kommen dann hier. - Ist schon passiert - fertig.

Die (meine) beiden JBL Bass-Chassis sind wieder fertig. Herr Christ und sein Mitarbeiter haben mich an mehreren Tagen zuschaun lassen. Es ist also wirklich nicht trivial und ich kann als alter EDV Mann bestätigen, als Techniker und/oder Kollege sieht man sofort, wenn jemand absolut routiniert an solche diffizilen Sachen ran geht - und zum Beipiel eine Sicke in einem Rutsch "bekleistert" und einlegt und andrückt. Diese beiden Spezialisten haben das schon hunderte von Malen gemacht - ich könnte es fast so ausdrücken - man "riecht es beim Zuschaun".

Mehr über die Technik und handwerkliche Arbeit über das

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  1. Reconing steht hier und über
  2. Refoaming steht hier und über
  3. meine JBLs steht hier.

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