Sie sind hier : Startseite →  Hifi Wissen und Technik→  Die Quellen / Geräte→  Das Tonabnehmer-System→  Das Dual Mikroskop

Dual machte es möglich - ein Blick auf die Nadel

Eigentlich machte ja Neckermann alles möglich, doch hier hatten die bei Neckermann geschlafen. Denn Dual propagierte das Nadelmikroskop für den guten Fachhändler.

Hintergedanke war natürlich, daß mit Nadeln genauso problemlos Umsatz zu machen wäre, wie bei der Braun AG mit den Scherblätern für die Braun Rasierer.

Heutzutage machen es die Druckerhersteller ja vor, wie man billigst Drucker auf den Markt wirft und dann in der Hoffnung schwelgt, die Kunden mögen jetzt nur noch fleißig drucken oder die Tinte verdrucken.

Das Wort Kundenbindung wurde erst viel später erfunden. Doch die Händlerbindung an den Marktführer wurde so gut erreicht. Es gab es nämlich nur von Dual und von nun an hieß es das Dual-Mikroskop.

Und es war sehr preiswert, das von Dual

Wenn ich mich recht erinnere, kostete es weniger als 150 Mark für den Dual Händler und das war nicht so viel.

Mit zwei 1,5V Monozellen unten im Sockel konnte man die Nadel gut beleuchten und wirklich sauber erkennen, wie weit der Abschliff die Spitze bereits begradigt hatte. Man konnte das dem Kunden sogar zeigen, damit er dann eine neue Nadel bestellten sollte. Und die "Nadel" für ein Shure V15/II war eine recht teure Angelegenheit, bei der der Händler auch ein wenig verdiente.

So las sich der Promotion Text:
Nadelmikroskop

Das Dual-Nadelmikroskop S 200 gewährleistet durch die 120-fache Vergrößerung und die neuartige sowie einfach zu bedienende Einspannvorrichtung eine exakte Beurteilung von Abtastnadeln aller Fabrikate.


Bedienungshinweise

  1. Beleuchtung einschalten (4). (Die beiden 1,5 V Babyzellen sind nach Lösen der Schraube (6) und Öffnen der Bodenplatte zugänglich.)
  2. Federn des Adapters (2) niederdrücken und das Prüfobjekt einspannen. Der Adapter haftet durch seinen Magnet-Fuß auf dem Objektiv-Tisch. (Jedem Mikroskop sind zwei Adapter beigefügt.)
  3. Zentrierstift (1) nach unten führen, Objektiv-Tisch (3) mittels Drehring (5) in die richtige Höhe bringen und Adapter (2) so ausrichten, daß die Nadelspitze den Zentrierstift scheinbar (!) berührt.
  4. Zur Betrachtung den Zentrierstift hochziehen und Bildschärfe am Okular (7) einstellen. Durch Drehen des Objektiv-Tisches kann die Abtastspitze von allen Seiten betrachtet werden.

-

Das war eigentlich alles, mehr gab es dazu auch nicht zu sagen.

 

-

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite ----- © 2012 - Copyright by Dipl. Ing. G. Redlich - D-65191 Wiesbaden - hier gehts zum Telefon der Redaktion
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos.