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Erste Anmerkungen zum Resume - über die Theorie

Laut der meisten der (damaligen) Hersteller von Abtastsystemen mit Diamanten als "Nadel" und Hestellern von "Nadel"-Einschüben hat solch eine Diamantspitze eine "Lebensdauer" von ca. 1.500 Stunden.

Das sind theoretisch hochgerechnet ca. 5 Jahre
- mit täglich ca. 1 Stunde Schallplattenmusik. Eine LP-Plattenseite hatte bis zu 23 Minuten Spielzeit, also etwa 3 LP Seiten pro Tag.

Kennen Sie Jemanden, der das durchgehalten hatte oder hätte ? - täglich 1 Stunde Plattenmusik - und das 5 Jahre lang ? Vor 30 Jahren vielleicht, doch heute in 2015 ?

Auf Rückfrage bei Rainer Pohl vom Klangstudio in Mainz - er hat sein Hifi-Studio jetzt nahezu 40 Jahre - kommen die wenigsten Abtastdiamanten - (Anmerkung : gemeint sind aus seiner Sicht natürlich die hochwertigen Diamanten, also nicht die billigen Weich-Eier der billigen Clones.) - jemals an die normale "Grenze ihres Lebens".

Die allermeisten Nadelspitzen werden vom Benutzer vorab durch Unachtsamkeit, durch altersbedingtes Zittern oder Dusseligkeit oder Unachtsamkeit "gekillt" - einfach abgebrochen. Ganz wenige sterben durch das Auflösen des Klebers beim Naßfahren. Ganz ganz wenige zerbrechen durch Risse in der kristallinen Struktur.
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Die Werbesprüche - mit Bezug auf optimale Vorausssetzungen

Da paßt der VW Diesel-Abgas Skandal vom Sept./Okt. 2015 genau ins Bild. Also nur wenn

1. "dies und das" und
2. "jenes und alles"


genau beachtet wird, - also man mit dem VW einfach nicht fährt, genau dann stößt der VW Diesel auch keine Abgase aus. . . . . . . - Bei genauerer Betrachtung ist das zwar vollkommen logisch, aber dennoch ist es strafrechtlich Betrug mit Vorsatz.

Bei den modernen Magnet-Abtastern wird fast ebenso immer eine "optimale Auflagekraft" angegeben, also nicht der Bereich "von - bis" im Prospekt, (beim Shure V15/III war das von 0,75 bis 1,5 Pond), sondern eine nominelle Größe von zum Beispiel 1 Pond, bei der diese 1.500 Stunden (in der Regel mit noch weiteren Bedingungen) erreicht "würden" (also nicht "werden" !!! sondern "würden" !!!). (The lifetime "should" reach .... hours.)

Das funktionierte für James Last und manche Klassik auch hinreichend gut. Bei Direktschnitt Powerplatten oder den 30cm/45U/min Singles braucht man aber etwas mehr an Auflagedruck, bei manchen Systemen laut Karl Breh sogar ganz deutlich mehr, nämlich bis zu 2 Pond. Bei 1 Pond funktionierte das Ganze nicht. Sonst sprang die Diamant-Spitze einfach aus der Rille "eins weiter". - Und der "Genuss" war dahin.
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Wenn Sie "naß" spielen, lebt "sie" länger.

Beim Abspielen mit einer der bekannten "Clean" Flüssigkeiten verringert sich die Reibung zwischen Diamant und Platte doch um Einiges. Über sonstige Vor- und Nachteile wird auf anderen Seiten hier im Museum "sinniert" und "philosophiert" und auch wieder viel dummes Zeug aus diversen Artikeln und Berichten "zitiert".

Ist "die Hütte" aber verraucht und verqualmt und verstaubt, setzt sich durch die statische Aufladung der Platte deutlich mehr Staub auf der Platten-Oberfläche - also in der Rille - ab, als es normal wäre und die Reibung nimmt zu. Staub ist allermeist hart wie Schmirgelsand. Also lebt der Diamant nicht so lange wie angegeben.
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