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Die 1970er US Magazine aus den Anfängen der Highfidelity

Wir sind jetzt in den USA
July 1957 - Popular Electronics
Ein damals sehr gewagtes Titelfoto
Der Durchbruch der CD in den USA
1971 - Quadro sollte kommen

von Gert Redlich in 2014 - Ja, ich hatte die US-Hifi- Magazine mal stoßweise ab etwa 1970, etwas zerfleddert und "zerlesen", viele Anzeigen waren ausgeschnitten, doch ich hatte sie in Mengen. Und von allen Varianten war etwas dabei, denn meine amerikanischen Freunde hatten sie abonniert oder aus dem Mainz Kastel "Audio Club", dem PX oder Commissary der amerikanischen Enklaven hier in Wiesbaden mitgenommen. Teilweise lagen die Maganzine und Zeitschriften dort gratis aus und natürlich jee Menge von Prospekten, natürlich alle in englischer Sprache.

Die weltweiten Hersteller wußten schon, wie man gelangweilte GIs zum Kauf von Hifi oder Stereo motivieren konnte. Und in den Zeitschriften stand viel drinnen. So waren mir die ganzen amerikanischen Ausdrücke und Begriffe aus dem Hifi-Berich bereits ab etwa 1969 geläufig und ich wußte sie zu deuten und mein English wurde besser und besser. Das fing bei der RMS Leistung an und ging bis zum Rauschabstand. Auch Frequency Response war ein solch komischer Begriff - bei uns war das der Frequenzgang.

In den späten 1980er Jahren hatte ich sie dann - mangels ernsthaftem Interesses für diese "alten Gurken" - entsorgt - leider alle. Wir Hifi Freaks waren natürlich "immer" auf dem neuesten Stand. Das war im Nachinein betrachtet dumm, doch wer sollte ahnen, daß das Interesse nach 30 oder 40 Jahren auf einmal wieder kommt bzw. aufflammt.
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Die USA hatten 240 Millionen Einwohner

und das Land ist sehr groß und weitläufig. Die Werbung in den "nationwide" Hifi- oder Stereo-Zeitschriften war darum für die Hersteller so eminent wichtig. Auf herkömmlichen Wegen wie Lokalanzeigen konnte man nur deutlich weniger Käufer-Potential aquirieren als zum Beispiel bei uns in den deutschen Landen.

Auch waren in den USA die Hifi-Studios manches Mal mehrere hundert Kilometer vom eigenen Wohnsitz entfernt. Rundfunk und Fernsehen waren damals in den 1970er Jahren für Hifi nicht der erfolgreiche Werbeträger.

Und die Verlage, vor allem Ziff Davis aus New York, die wußten das und es spiegelte sich in den teils horrenden Anzeigenpreisen wieder. Dafür war eine erfolgreiche Anzeige ein Umsatzbringer ohne Grenzen. Insbesondere haben davon sogannte Markting Produkte wie zum Beispiel die BOSE 901 profitiert. Ein "richtiger" Test und der Umsatz brummte teilweise so stark, daß die Firmen mit der Lieferung nicht mehr nachkamen.

Die Crux mit den vielen Testsiegern kam ja aus USA und der Umschwung, daß nur noch Lautsprecher des gleichen Fabrikates "gegeneinander" getestet wurden, kam auch von drüben.

Manche Hersteller sperrten einfach die Anzeigen, wenn ihr Produkt nicht ganz oben mit dabei war - fast wie bei uns. Also waren echte Vergleiche absolut geschäftsschädigend, beim Ziff Davis Verlag genauso wie bei der Stuttgarter Auto-Motor-Sport Presse - damals.
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Jetzt sind eine Menge solcher US-Magazine verfügbar.

Zwei Amerikaner haben "sie" eingescannt, zwar "nur" als PDF, doch der OCR Finereader macht das (Umwandeln in lesbaren Text) ganz toll und so nach und nach kommen hier die interessanten Artikel im HTML Format samt der (nicht ganz so schönen unscharfen) Bilder.

Ich habe jetzt schon manche Nacht über den US-AUDIO Magazinen gesessen und es ist fast eine SUCHT, Stunden über Stunden in der Hifi- und Hersteller- Historie zu schmökern.
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