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Interna aus den Redaktionen - auch das gehört zur Wahrheit

Hier sammle ich erst einmal die Themen der Gespräche mit inzwischen pesionierten oder in die Rente ausgeschiedenen ehemaligen Mitarbeitern oder Beteiligten oder auch nur eingeweihten Informanten.
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Die Aussagekraft der Hifi-Werbe-Anzeigen

Bei der Durchsicht der Hifi-Stereophonie ab 1962 bis 1983 hatte ich angefangen, auch die Anzeigen und deren Größen und Auftraggeber zu beachten und zu vermerken. Denn die Größe und Art solch einer Anzeige sagt (vermeintlich) immer etwas über den jeweiligen Inserats-Preis aus. Und die (monitäre) Summe der Werbungs- und Anzeigenkosten in allen Magazinen querbeet sagt etwas über die Ertragslage des Produktes, des Vertriebs und des Herstellers aus.
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Bestes Beispiel waren die Slogans

"Grundig - Vertrauen in eine Weltmarke !" und
"Grundig - Die Sicherheit des großen Namens"

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Auffällig: die vielen doppelseitigen Vierfarb-Anzeigen

Ganz besonders aufgefallen war mir in den Magazinen AUDIO, STEREO, HIFI-Exklusiv, Hifi-Vision und auch stereoply, daß zu Zeiten des Compact-Cassetten- Booms, also ab etwa 1980 bis weit über 1990 hinaus riesige doppelseitige Vierfarb-Anzeigen - für japanische Compact-Cassetten - in so gut wie jedem Heft - und sogar mehrfach - drinnen waren.
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Da stimmt also Einiges nicht

Das kann sich doch nicht rechnen - dachte ich - und rechnete mal überschlägig nach, was an solch einer simplen 8.-DM Compact-Cassette - selbst bei Millionen von Stück - für ein "Profit" dran gewesen sein "müsste", um das alles profitabel zu finanzieren bzw. zu bezahlen.
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Die verblüffende Wahrheit

Im vertrauten Gespräch hat mir dann ein Anrufer die Handhabung aus der Motor Sport Presse Stuttgart erläutert, daß ziemlich viele dieser Anzeigen gar nicht bezahlt werden mussten, also kostenlos abgedruckt wurden.

Denn :
Der Verlag bzw. die Redaktion mußten der Durrkerei immer mindestens 100 zu druckende Seiten abliefern, sonst hätten die gar nicht erst angefangen, diese Ausgabe zu drucken und zu binden.
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Die Quintessenz :

Damit stimmt meine Vorstellung und Herangehensweise, die Gewichtung der Anzeigenkosten mit dem Erfolg eines Produktes zu verknüpfen, natürlich überhaupt nicht mehr.

Da wurde also getrickst und teilweise sogar gelogen
, damit wir dummen Konsumenten immer beim Marktführer oder Testsieger kaufen sollten.
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Es sind jetzt (in 2016) fast 8 Jahre her, als . . .

. . . . Audio und stereoplay im Jahr 2008 von Stuttgart nach München "umgezogen" wurden.

Im Impressum wurde zwar bezüglich der Anzahl der Mitarbeiter und der Verteilung der Aufgaben "Normalität" geübt, aber hinter den Kulissen schien es zu knirschen und zu bröckeln.

Laut der immer gut informierten Kreise gab es dort in Stuttgart so ab 2006 (oder auch schon früher) nur noch ganz wenige fest angestellte Hifi-Redakteure im eigenen Haus.

Die Artikel kamen fast nur noch von sogenannten freien Mitarbeitern, die dann teilweise mit "magersten" Honoraren bedient oder abgespeist wurden. In vielen Heften kann man es nachlesen, die Bilder und deren Texte passten nicht mehr zusammen oder wurden versehentlich kräftig vertauscht. Dazu wurde die Qualität der Artikel auch immer "unglücklicher" oder dünner. Mein Informant hat das ganz anders (....) bezeichnet.

Karl Breh - ehemals Hifi-Sterophonie - konnte mir dazu leider nichts mehr sagen
, denn er war bereits 1996 aus dem Verlag und aus der ganzen Branche ausgeschieden bzw. ausgestiegen.

Er hatte mir bei unseren Gesprächen aber ganz plausibel und ehrlich und deutlich
den Gang der Dinge im G.Braun Verlag der Jahre 1982 und 1983 geschildert. Also wie das ist, wenn die Inserenten ausbleiben und die sogenannte Kosten"unter"deckungs-Grenze erreicht ist.
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