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Das Magazin "Hifi Scene" aus Zürich

Das sind die beiden einzigen bislang verfügbaren Cover-Seiten - wo sind die anderen ?

von Gert Redlich im Oktober 2019 recherchiert -  In der Redaktion der "Hifi Scene" haben sich schweizer Audio-Spezialisten zusammengefunden, die auch mit der Hifi-Religion und dem Hifi- Glauben, den Glorien, den Mythen und den Legenden sowie mehr oder weniger dummen, teilweise sogar blöden Werbe- sprüchen und gigantischen Gewinn- erwartungen nichts anfangen konnten.

Aus der Audio- und Hifi-Praxis heraus stellten die Autoren viele dieser teils abartigen neuzeitlichen "Trends" Infrage, vor allen die Retro-Psyche der Schallplatten Freaks. Der Schreibstiel und die hervor- ragende Beherrschung der Deutschen Sprache ist vorbildlich. Manch "deutscher" Redakteur könnte sich da "eine Scheibe von abschneiden".

Eine sehr ähnliche Hifi-Zeitschrift war mal die deutsche "Klangbild", die sich aber - mit fast den gleichen heren Ansprüchen - durch Anzeigen zu finanzieren suchte. Das ging dort schon früher (1981) voll in die Hose, früher als bei der Hifi-Stereophonie, die erst zum Ende 1983 - eigentlich wegen zu viel Ehrlichkeit - aufgeben mußte. Das Interview von Karl Breh lesen Sie hier.

Die "Hifi Scene" versuchte, soweit ich das bislang beurteilen kann, über Einzel-Verkäufe und Abonnements auf die Füße zu kommen. Hier in Deutschland war sie nahezu unbekannt.

Nach dem Lesen einiger Artikel konnte ich unschwer feststellen, diese damals angepeilte Leserschaft gab und gibt es nicht mehr. Die heutigen Leser (etwa ab dem Jahr 1990) wollen träumen (und spinnen), und sowohl die Wahrheit als auch die Physik spielen eine völlig untergeordnete Rolle. Außerdem haben die heutigen Leser alle ein absolutes Gehör - glauben sie jedenfalls.
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Der (Mit-) Initiator Christian Rintelen schreibt über das Projekt :

Ende der 1980er Jahre des vergangenen Jahrtausends habe ich mit ein paar Gleichgesinnten eine HiFi-Zeitschrift der anderen Art gegründet.

Wir wollten unabhängig von Inserenten über Musik und Musikwiedergabe berichten und so einen Gegenpol zur normalen (sprich: mehr oder weniger käuflichen und dementsprechend mehr oder weniger unglaubwürdigen) HiFi-Presse bilden.

18 Ausgaben haben wir geschafft - und mit jeder einzelnen für heisse Köpfe und böses Blut gesorgt. Obwohl das eigentlich nicht die verlegerische Absicht war...

Im Januar 2004 hatten wir die Nase voll von "heissen Köpfen und bösem Blut" – R.I.P «HiFi Scene»
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Nachdruck erlaubt, schreibt der Chefredakteur

Auf den Inhaltsverzeichnisseiten der letzten Ausgaben (eine im Internet verfügbare PDF-Datei) schreibt Herr Rintelen, daß der Nachdruck ausdrücklich erlaubt sei, und das wollen wir hiermit tun.

Freuen Sie sich auf einen lesenswerten Gebrauch der deutschen Sprache mit dem schweizer Schalk im Nacken.
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