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Die Hifi-Magazine und die Hifi-Studios in der Zwickmühle

Seriöse und ehrliche Beratung kostet viel Zeit - meist die Zeit des Chefs
Und eine große Auswahl kostet viel Geld (man nennt es auch Kapitalbindung)

ein Rückblick von Gert Redlich im Okt. 2013 - Ein Hifi- Studio hat als "oberstes" Ziel das Verkaufen von Geräten und - wenn möglich - auch von Dienstleistungen - man nennt das auch "das Erzielen von Gewinn oder Ertrag". (Das Finanzamt bezeichnet das nämlich so : Das Gründen und Betreiben einer Firma setzt zwingend eine geplante "Gewinnerzielungsabsicht" voraus.)

Das mit den zu bezahlenden Dienstleistungen ist sehr sehr schwierig
und funktioniert nur in der klitze kleinen Spitze der Pyramide der besonders "kaufkräftigen" Klientel.

Für die allermeisten Kunden gehört der Service einfach dazu und zwar kostenlos natürlich - "denn Geiz ist ja geil". Eine Änderung dieser Ansicht ist eine mühsame Prozedur, die viele Hifi-Studios an den Rand des Ruins brachte.

So sind die Hifi-Verkäufer gezwungen,
alleine mit dem Verkauf der Geräte und eventuell der LPs und CDs und DVDs und weiterem Zubehör die Erträge zu erzielen oder wenigstens zu stabilisieren, die sie zum Leben brauchen. Eine Ausnahme ist vielleicht die aktuelle Multiroom Technik.
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entweder mitten in der City

Und jetzt kommt schon die Zwickmühle:

Residiert ein Hifi-Studio in einer exklusiven Lage oder in einer Innenstadt-Lage, in der "man" das Hifi-Studio überhaupt wahrnimmt, so hat es (bzw. der Inhaber) exorbitante Mieten am Hals. Die wollen auf jeden Fall Monat für Monat erwirtschaftet werden, ganz abgesehen davon, daß im Sommer manchmal 3 Monate absolute "Pause" ist, man nennt diese Zeit auch die "saure Gurken Zeit".
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oder in der Peripherie des Rhein Main Gebietes und im Internet ein Vorreiter

Residieren sie in einer erschwinglichen Stadtrandlage und vielleicht sogar noch verkehrsmäßig günstig in einem Vorort, dann müssen sie irgendwie auf sich aufmerksam machen. Ein Fähnchen raus hängen - selbst mit super Produkten und tollem Service - ist da nicht besonders erfolgreich. Werbung muß her, am besten in der örtlichen Tagespresse und in den Fachmagazinen, vielleicht noch im lokalen Rundfunk.

Die lokalen kostenlosen Wochenblättchen
waren im Hifi-Bereich nie ernsthaft erfolgreich. Die Fernsehwerbung ist nach wie vor unbezahlbar. Und auch im Internet muß die eigene Seite erstmal gefunden werden. Eine attraktive und aktuelle Präsentation und Pflege kostet nämlich auch richtiges Geld.
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Die Hifi-Studios brauchten und brauchen also die Hifi-Magazine

Vergleiche breit gestreut
Immer nur Superlative

Hifi-Studios müssen sich zielgenau bei ihrer Kundschaft präsentieren. Nur in diesen speziellen Fach-Magazinen können sie sich darstellen - mitsamt ihrer Adresse. Das klappt aber auch nur, wenn auch das für die Eigenwerbung (aus-)erwählte Hifi-Magazin Erfolg hat.

Also muß das Hifi-Magazin sein Fähnchen nach drei Seiten ausrichten
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  • (1) auf die Leser,
  • (2) auf die kommerziellen Werbe-/Anzeigenkunden und
  • (3) auf die Hifi-Studios / Großmärkte

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(und das alles zusammen ist eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen).

(1) Der Leser (und Kunde) möchte nämlich seine Interessen abgebildet sehen.
Dabei darf das Magazin nicht zu teuer sein, es gibt ja auch noch andere. Wie das Hifi-Studio muß auch ein Zeitschriften-Verlag Gewinn erwirtschaften. So muß die Redaktion zum Erwirtschaften dieses Ertrages die geforderten Artikel mit Hersteller-Anzeigen "flankieren".

(2) Die Anzeigenkunden wiederum verlangen eine transparente und wahre Angabe der Anzahl der Leser - also
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  • a.) über die gedruckte Auflage,
  • b.) über die verbreitete Auflage und - ganz wichtig -
  • c.) über die verkaufte Auflage - und monatlich natürlich.


In den Anfängen des Entstehens eines (neuen) Fach- Magazines (ganz allgemein) hieß es meist, die Auflage müsse gesteigert werden. Das geht bis zu einem gewissen Punkt. Die Konkurrenz riecht den Braten natürlich über die Kontakte zu den Anzeigenkunden, bei denen "die Neuen" auch bereits zwecks Anzeigen-Aquise vorstellig geworden waren. Danach geht es nur noch darum, die Auflage zumindest zu halten, insbesondere, wenn die Konjunktur schwächelt wie ab 1978/79.

Und jetzt muss die Richtung stimmen, die Richtung auf die Leser, die das Magazin immer noch kaufen, obwohl sie bereits alle ihre "Super"-Geräte zusammen haben.
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Wenn die Träume kommen . . .

Die Themen werden geändert und es werden Träume in Artikel eingebaut (oder in die virtuelle Hifi-Sprache übersetzt) und der Artikel-Schreiber hängt sich an das Image der Super High-End "Kisten" dran - legt den neuen Verstärker auf einen Porsche hinten drauf oder setzt den neuen 6000.- DM Plattenspieler auf eine große weiße Segelyacht - und zu allerletzt werden die schillernd bunten Coverseiten auch noch farblos glanzlackiert, damit sie "noch mehr" glänzen (also noch mehr als die anderen, die auch im gleichen Zeitschriftenregal ausliegen) und zum sporadischen Kauf anregen (sollen). Jedes verkaufte Magazin zählt - gnadenlos.
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Die Gewissensfrage kommt ganz automatisch . . . .

Hier geht es abwärts - oder ??
Und alles nur Testsieger !
Was ist absoluter Klang ?
Auch hier alles Testsieger.

Der erfahrene Fachverkäufer eines Hifi-Studios merkt zuerst, welche dünnen und flachen Artikel mit wunderschönen großen bunten Bildern da "verkauft" werden.

Macht er da mit - oder steigt er aus ? Oder wie manövriert er sich durch die Träume seiner Kunden, ohne seinen heren Anspruch aufzugeben, seine Kunden langfristig seriös und gut zu beraten.
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Das Firmenlogo

Ein Beispiel aus Wiesbaden :
Im Jahr 1974 eröffneten hier bei uns in Wiesbaden 3 kreative, intelligente, fleißige und begeisterte Hifi-Enthusiasten
(damals alles angehende Jura- Studenten) ein neues Hifi-Studio in der Adolfsallee 11 und sie nannten ihr Studio - also ihre neue Firma : "AUDIO - Hifi um der Musik willen". Inzwischen habe ich auch den Briefkopf wieder gefunden, auf meiner Infinity Rechnung aus 1974, und das ist schon sehr lange her.

Es dauerte damals nur ein knapppes Jahr, bis alle wieder (aus dem Hifi- Himmel) auf dem Boden angekommen waren und bis die Realität die vielen Träume aus ihren Gedanken vertrieben hatte. Nicht mal der Umsatz, nein, der Ertrag, der am Monatsende übrig bleib, der bestimmte die neuen Gedanken. Und an das Finanzamt hatte dabei überhaupt noch niemend gedacht.

Zusätzlich gab es da noch einen (kleinen) Wiesbadener Hifi-Krieg, mit dem sich 2 oder sogar 3 Konkurrenten gegenseitig die Preise bzw. die Renditen kaputt gemacht hatten. Wie auch immer, auch die Miete und der Strom wollten bezahlt werden.
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Die Preisfrage für das Studio - was mache "ich" jetzt :

Die Frage war dann auch nur noch, spiele ich bei diesem Spiel mit oder nicht ? Also - stelle ich nur noch Testsieger in "meine" Regale und hänge die Test-Sonderdrucke (der Hersteller) daneben oder beurteile ich die Qualität der Geräte selbst.

Was sage ich dem Kunden,
wenn der mit einem anderen konkurrierenden Test in der Hand in meinen Laden rein kommt, bei dem dieses spezielle Gerät nicht gerade zerrissen wurde, aber im aktuellen Testfeld doch ziemlich weit hinten abgeschlagen landet ? - und das kam in der Hifi-Stereophonie recht oft vor. Karl Breh scheute sich nicht, Mist als Mist zu bezeichnen, wenn auch manchmal nur durch die Blume oder retorisch geschickt "versteckelt" bzw umschrieben.

Aber vor allem die Gretchenfrage, was mache ich als Unternehmer, wenn meine Gewinnspannen mit diesen ach so tollen Testsiegern über die Marktmacht der Großmärkte brutal "dezimiert" werden. - Was - bzw. welche Produkte verkaufe ich dann noch ?
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Die Interessen der Hersteller sind tatsächlich ganz andere . . .

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  • Für einen Hersteller ist nämlich "der Verkäufer !!!" die größte Bremse seines Produktes auf dem Weg zum Kunden.

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So jedenfalls hat es 1976 mal der Verkaufsleiter einer sehr großen amerikanischen Boxenschmiede (schaun Sie mal rechts) ausgedrückt - und eigentlich hatte er recht damit.

Ist nämlich der Studioleiter ehrlich und redlich, stellt er in seinem Studio Hifi-Anlagen zusammen, die wirklich klingen und dazu preislich aufeinander abgestimmt sind.

Den Herstellern oder Importeuren und damit deren Gebiets- verkaufsleitern ist das aber völlig (schei...) egal (also wurscht), sie wollen (und müssen !!) Stückzahlen "machen" und zwar zu ihren "Werksabgabepreisen".

Mit dem Erzielen der "Werksabgabepreise" hat der Hersteller / Lieferant bzw. Verkaufsleiter seine Schäfchen immer !! im trockenen, außer - wenn einer der Elektromärkte ("ich bin doch nicht blöd") mit einer so großen Stückzahl winkt (oder auch droht !! ), daß er schwach wird und/oder (auf Befehl von ganz oben) "einknicken" muß. Man könnte das beinahe schon "Erpressung" durch ein Monopol nennen.
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Dann ist ihm - dem Hersteller - (mit Sicherheit) sein Hemd näher als die Hose seines langjährigen kleinen aber treuen Hifi-Händlers.
Der verprellte bzw. enttäuschte Hifi- Fachhändler beukottiert aber von nun an diesen Hersteller - nach der miserablen und enttäuschenden Erfahrung. "SONY läßt da vielmals grüßen".

Inzwischen haben die Hersteller aber gelernt,
daß diese Monokultur absolut tödlich ist. Seit der großen Krise 1982 sind viele Namen einfach verschwunden (aber nicht nur dadurch) und ab 2004 haben viele auch sehr große Japaner das Schwitzen bekommen, so auch Sony. SONY - ehemals einer der Weltmarktführer - findet man fast nur noch in solchen (Geiz ist geil-) Märkten und das ist hausgemacht.
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Die Hifi-Magazine sitzen mitten drin - in diesem Schlamassel.

Jetzt 20% mehr drin - oder 30% mehr Leuchtkraft - oder 40% mehr Live. ???? Solch ein Unsinn wurde wirklich beworben.

Die Hersteller weiten

  • (a) entweder ihre Produktpalette erheblich (inflationär) aus und diversifizieren dazu in

    (1.) Elektromarkt Produkte und
    (2.) Fachhandels-Produkte

    mit leicht geändertem Design und nicht mehr vergleichbaren anderen Bezeichnungen. (Die Waschmaschinen-Hersteller lassen grüßen.) Oder

  • (b) sie schrumpfen ihre Palette auf ein vernünftiges überschaubares Maß zusammen.


In beiden Fällen hat der Redakteur/Tester schon wieder ein Problem.
Testet er zufällig die Geräte für die Großmärkte, "mosern" die Hifi-Studios, weil Kunden nach Geräten fragen, die die Studios gar nicht haben (sollen). Läßt er die Großmarkt- Typen aber aus, sinkt dort in den großen Märkten sofort die Nachfrage und der Anzeigen-Auftraggeber schimpft ebenfalls sofort los und/oder storniert die ganzseitigen Vierfarb-Anzeigen. (Ist natürlich alles erstunken und erlogen, soetwas kam und kommt doch nie vor .... oder vielleicht doch ?)

Läßt ein renomierter Hersteller wie DENON zum Beispiel eine seiner wirklich guten Produktreihen mal mehrere Jahre hintereinander unverändert "laufen", wird er in bestimmten Magazinen schon krumm oder schief angesehen und "mehrdeutig hinterfragt" - sind die schon pleite ? - Jetzt kollidieren Anzeigenverkäufer und Redakteure schon wieder miteinander, wovon der Leser draußen natürlich gar nichts mitbekommt.

Auch kann der Redakteur - einem Anzeigenkunden zuliebe -
ein (meist weniger) erfolgreiches Gerät nach 2 Jahren nicht schon wieder testen, damit es als älteres Modell "wieder mal genannt" wird. Damit würde er seine Leser vergraulen, deren Anzahl er aber monatlich benennen muß.
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Ein Ausweg ?? Die Flucht nach oben . . . . .

Marantz "gegen" Accupphase - was für ein Unsinn
Der Welt bester Verstärker, noch mehr Unsinn

So beginnt die Flucht nach oben, hinein in die virtuellen Hifi-Träume und damit in Preisbereiche, die sich der normale Kunde gar nicht leisten kann, bzw. die die Partnerin nicht mehr tolerieren würde. Eine 80 Kilo Endstufe und zwei 90 Kilo Lautsprecher hindern beim Staubwischen ungemein. Das gibt Krieg.

Die Motor Sport Presse hat es uns vorgemacht. Vorne drauf ist der feuerrote Hochglanz-Maserati und innen drinnen sind die Anzeigen der 48cm Basslautsprecher mit der 2 x 400 Watt Endstufe für den VW-Polo oder Corsa oder Fiat Panda oder Austin Mini oder gar einen Uralt-Opel-Kadett - im Angebot natürlich - alles zusammen für nur 298.- DM.

Diese Quintessenz hatte die Zeitschrift AUDIO früh erkannt

Beschreibe und bewerbe einen Rolls Royce, Bentley oder Ferrari und der Kunde kauft sich einen Opel. (Jeder Popel kauft 'nen Opel.) So erschienen der Reihe nach in wirklich allen Magazinen damals die Tests der Bose 901 Boxen, später die OHM F und die Klipschhörner und die großen Infinitys und auch so manche SAE, Burmester, Krell und Audio- oder Phase- "Dingsda" und sonstwas für Super High End Edel Hifi-Boxen und Verstärker.

Die allermeisten Leser hätten "diese" Boxen sowieso entweder gar nicht aufstellen können (Bose 901 oder Ohm F) oder nicht bezahlen können. Darum wurde an den Tests auch selten etwas bemängelt. Es war ja doch nur virtuelles Gewäsch, also Lobhudeln, Staunen und Träumen angesagt, wie diese genialen erfahrenen und objektiven "Tester" das alles "voll professionell im Griff" hätten.

Und standen dann im Hintergrund noch mehrere recht große hellgrüne "Bruel & Kjaer" oder "Hewlett & Packard" oder "Klein + Hummel" Meßgeneratoren und Testgeräte mit möglichst vielen Knöpfen, Schaltern und Zeigern und dazu tolle Frequenz-Linien-Schreiber, dann war das doch Beweis genug, daß zumindest diese "Tester" vor Ahnung nur so strotzten (so zumindest glaubten das die meisten Leser).
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Erstaunlich ist, es hatte sogar funktioniert. Magazine sind "in".

1 Tonne Magazine aus Berlin

Die Hifi-Studios spielten und spielen mit, die Hersteller hatten und haben - heute noch - gar keine andere Wahl und die verbliebenen Leser, na ja, die schwelgen nach wie vor in ihren unerfüllbaren Hochglanz-Träumen.

Alleine der Chefredakteur Karl Breh war in unseren Gesprächen so aufrichtig und ehrlich zu mir, einzugestehen, daß die Hifi-Stereophonie daran gescheitert war, daß er bei diesem makabren Spiel "des ganz bewußten Lügens und Betrügens" nicht (mehr) mitmachen wollte, also keine ganz offensichtlich gekauften, getürkten oder brutal manipulierten Gefälligkeits-Tests bringen wollte.

Andere "Gesprächspartner" winden sich mühsam aus der Argumentation raus - es sei doch kein wirklicher Betrug, Träume zu verkaufen und es gäbe da zwar gewisse Zwänge . . . . . aber man könne doch nicht einfach . . . usw. bla bla bla.

Doch bei der "Tour de France" stellten die Gerichte dann eindeutig fest, bereits das Dopen der Fahrer ist juristisch ein ernsthafter verbrecherischer wirtschaftlicher Betrug im Geschäftsverkehr, es hat also mit Sport überhaupt nichts mehr zu tun !! Und sie (ARD und ZDF) machen mit ihren "Berichterstattungen" weiter - wie bisher. Und soeben (Mai 2015) wurde der natürlich völlig unschuldige Meister aller korrupten Fußballfunktionäre Josef (Sepp) Blatter wiedergewählt. Und auch da machen alle wieder mit, auch wieder unsere ARD und das ZDF. (Nennt man das nicht "korrupt" ?)

Und als er (Karl Breh) dann (ab Jan. 1984) bei seinem neuen Arbeitgeber "Stereoplay" (im Auto Motor Sport Presse Verlag) diese neue Richtung nur noch schwer beeinflussen konnte, hatte er nach vielen vielen vergeblichen Bemühungen 1995 konsequent in dieser scheinheiligen Branche aufgehört.

Inzwischen landen bei uns jede Menge dieser alten Magazine ein (es sind Tonnen von Hochglanz-Papier) und wir können mal ganz in Ruhe mehrere ganze Jahrgänge "an einem Stück" durchsehen - es werden dann aber doch viele Tage oder gar ganze Wochen - und damit kann ich diese oben beschriebenen Vorgänge auch kompetent beurteilen und auch diese ganz deutlichen Tendenzen nachweislich (beinahe schon "gerichtsfest") aufzeigen.

Es ist fast wie beim Kauf eines Autos. Gekauft wird nach der äußeren Optik, obwohl der Fahrer so gut wie immer drinnen sitzt, wenn er fährt.

So kauften und kaufen immer noch eine Menge heutiger Kunden die großen Luxus-Verstärker, weil die innen so schön sauber und sorgfältig "designed" und aufgebaut sind und außen so dezent gülden glänzen oder die LED- oder LCD- Anzeigen und Instrumente so wunderschön marineblau leuchten. Auch sind die vielen Paare von dicken Leistungstransistoren nach Süden ausgerichtet, weil dann die magnetische Kraft der Sterne zusammen mit dem Sonnenwind die Elektronen schneller fließen läßt. (Hört sich doch gut an oder ?)
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Nur wenige Hersteller scheren aus dieser Regel aus, wie zum Beispiel Linn aus Schottland und auch NAD, und liefern fast unscheinbare schwarze Edelgeräte, mit denen man (ist das nicht richtig blöd ?) nicht mal mehr protzen kann. Und fotogen sind schwarze Frontplatten nunmal sowieso nicht. Ich jedenfalls habe beim Fotografieren solcher schwarzen Geräte - selbst mit meinen Profi-Kameras - einige Probleme mit der richtigen Beleuchtung und dem viel zu hohen Kontrast und der leidlichen Schärfe.
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Und noch eine Erfahrung tut weh - die "Jungen" sind anders :

Als mir vor vielen Jahren ein junger Mann mit 28 Jahren sein iPod mit ganz kleinen SONY Kopfhörern nur mal so "andienen" wollte, schlug ich erst mal das Angebot aus. Solch einen "Kinderkram" wolle ich mir nicht antun. Doch er war der Sohn eines renomierten Hifi-Händlers aus Mainz und dazu eines ganz alten Freundes. Ich konnte daher nicht allzulange "widerstehen".
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Die dann folgende Erfahrung war verblüffend und leider beschämend zugleich, die kleinen Dinger klingen phantastisch - sogar bei klassischer Musik. Er würde sich auch nie solch schwere große Brummer von Lautsprechern in sein Wohnzimmer stellen - wie sein Vater.

Somit haben die Hifi-Studios ein Generationen-Problem. Und natürlich die Hersteller und Importeure auch und somit auch wiederum die Hifi-Magazine.

Ja, da ändert sich ganz langsam etwas nicht zu Beeinflussendes
- zum Beispiel auch bei den verwöhnten Fahrschulen, die im Januar 2015 beklagen, daß nur noch wenige jungen Leute einen Führerschein machen, wie dumm fürs Geschäft.
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Den Rest macht das Internet - es ist die Frage - wie lange braucht man "sie" noch - die Magazine und die Hifi-Studios ? Schaun Sie mal hier rein, wie das Internet die Welt verändert.

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