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Das (US) AUDIO magazine von 1947 bis zum Jahr 2000

Das amerikanische "AUDIO magazine" verwirrt uns Deutsche durch die Namensgleichheit mit dem deutschen AUDIO Hifi-Magazin. Doch die amerikanische "AUDIO" gab es schon Jahrzehnte früher. Dieses "AUDIO magazine" zusammen mit dem "High-Fidelity magazine" und dem "Stereo Review magazine" gibt uns einen wunderbaren Einblick in den größten Hifi-Markt der Welt.

Bei 240 Milionen Einwohnern - auf 3 Zeitzonen verteilt - spiegelt das einen Markt wieder, auf dem die eigentliche Hifi-Geschichte geschrieben wurde. Ein Blick in die edlen Wohnzimmer der oberen 100.000 (= Hunderttausend !! - also nicht unserer "Oberen Zehntausend") kommt immer wieder vor. Auch ein historischer (Ein-) Blick auf und in die alten Gebäude, die damaligen Studios und die lustigen US-Büros und Werkstätten der US-Sender und Hersteller ist für uns historisch erhellend und erfreulich informativ.

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Stereo und Hifi und das Amerika der 1950er Jahre.

10 Jahre (US) AUDIO
15 Jahre (US) AUDIO

Als bei uns im reichsdeutschen Wirtschaftswunderland (ich meine das 3. Reich) im April 1945 die Welt zusammen brach, war in den USA ein gewaltiges Aufatmen zu vernehmen und auch zu hören. Es gab dort in den USA zwar auch sogenannte Kollateralschäden bei den Herstellern von Kriegstechnik und technischen Komponenten aller Art - die amerikanische Magnetband-Firma Ampex ist solch ein Beispiel - doch es war verkraftbar.

Ampex zum Beispiel wurden alle Rüstungs-Verträge über die Lieferung von Elektro-Motoren für Radargeräte abrupt und fristlos gekündigt, bei den Flugzeugwerken und Werften war es ebenso. Doch fast alle Firmen durften die erheblichen Anzahlungen behalten, ohne weiterhin noch liefern zu müssen. Das war die (umstrittene) Abfindung oder Abstandszahlung für den von der Regierung angeordneten sofortigen Stop.

Was tun - sprachen die meisten Chefs, die Funkgeräte oder andere Technik fürs Militär gebaut hatten und zwar gute robuste Qualität, ähnlich wie hierzulande auch bei Siemens, AEG, Telefunken, Loewe, SABA und all den anderen reichsdeutschen Elektronik-Firmen.

Einige suchten und fanden ihren neuen Schwerpunkt in der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie, also beim Radio und später dem neuen Fernsehen. Natürlich gab es Nischen bei den Schallplatten, den Plattenspielern und den ganz neuen Tonbandgeräten, eine für das große Amerika fast völlig neue Technologie aus Deutschland. Auch wenn viele amerikanische Publikationen immer noch behaupten, das Magnetbandgerät - das Magnetophon - hatte (hätte) Ampex oder Brush erfunden, nun ja, das ist der typische dortige Lokalpatriotismus.

Das Neue mußte auch publiziert werden

So fing 1958 eine neue Zeitschrift an

So sprießten auch bald Radio- und Funk-Magazine aus dem Boden oder sie gingen aus anderen Magazinen hervor. Das Land ist ja damals schon so riesig groß gewesen - also ohne die späteren Flugzeuge, daß an der Ostküste und der Westküste Zeitschriften enstanden, die erstmal voneinander gar nichts wußten.

Während wir Deutschen bis weit über 1950 gar kein Telefon hatten, gab es das in den USA alles schon, aber der sogenannte Long-Distance-Call war drüben richtig teuer.

Wer es sich leisten konnte, besuchte also die Messen und "Consumer-Shows", die dann doch landesweit beworben wurden und er hinterließ seine Adresse bei den vielen Ausstellern von Katalogangeboten jeglicher Art und auch bei den kleinen und großen Verlagen, die seine Interessen spiegelten.
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Irgendwann (1947) gab es in den USA eine Zeitschrift "AUDIO"

Hier steht es:

Audio Engineering magazine was published from ¨May, 1947 to 2000, and was America's longest-running audio magazine.

The title changed to "Audio" in February, 1954, with a graphic redesign. The first 7 years focused on technology and engineering, while the later issues highlighted consumer electronics and music.

"Audio" published reviews of audio products and audio technology as well as featuring informational articles on topics such as acoustics, psychoacoustics and recording.

Audio was a direct sucessor of "Radio" magazine, started in the 1920's.
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In der US wikipedia steht es (irgendwie) etwas anders :

Audio began life in Mineola, New York in 1947 as Audio Engineering for the purpose of publishing new developments in audio engineering. In 1948, the Audio Engineering Society (AES) was established and in 1953 they began publishing their definitive, scholarly periodical, the Journal of the Audio Engineering Society. Audio Engineering magazine dropped the word "engineering" in 1954 and shifted to a more consumer- and hobbyist-oriented focus while retaining a serious scientific viewpoint. In 1966, Audio's headquarters were moved to Philadelphia and the periodical was printed by North American Publishing Company.

In 1979, CBS bought Audio from its Philadelphia publisher and moved operations to New York. CBS then bought a group of magazines from Ziff-Davis, including sometime competitor Stereo Review, which soon found itself sharing office space (but not staff) with Audio. In October 1987, Peter Diamandis led a management buyout of the CBS magazine division with 19 magazines with $650 million of financing from Prudential Insurance. Diamandis Communications Inc. soon sold seven magazines for $243 million and in April 1988 sold Audio and the rest of the magazines to Hachette Filipacchi Médias for $712 million.
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  • Anmerkung : Gekauft für vermeintlich gewaltige "$650 millions of Dollars", dann einen Teil verkauft für erstaunlich geringe "$243 millions" und dann aber den zweiten Teil für tolle "$712 millions" - das ergibt zusammen einen Verkaufs-Erlös von fast 955 Millionen !!! US Dollar - bei einem Investment von 650 Millionen Dollar - , und so verbleibt ein lächerlich kleiner erklecklicher Ertrag (die Amerikaner nennen das "Profit", wir nennen das "Gewinn") von "marginalen" 305 Millionen (dreihundert und fünf Millionen !!!) US Dollar. Was lernen wir daraus : So macht man in den USA lukrative Geschäfte. Die Story über die Zerschlagung der einst weltberühmten RCA steht hier. Und von den 305 Millionen Dollar Gewinn - natürlich vor Abzug der 50% Steuern - kann man doch ganz gut ein paar Jahre leben.

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Peter Diamandis remained in control of the magazine group and in 1989 bought competing audio magazine High Fidelity and merged its subscription and advertiser lists with those of Stereo Review, firing High Fidelity's staff and shutting down its printing.

Audio's final appearance was the combined February/March issue in 2000. Hachette Filipacchi Media U.S. group publisher Tony Catalano told reporters that trouble in the high-performance audio sector led to the cancellation of the magazine. Sound & Vision, the successor to Stereo Review, would become the publishing group's sole magazine containing reviews of home audio equipment.
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Da inzwischen weitere US-AUDIO Magazine vorliegen, werden diese nach Jahrgängen aufgelistet.
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Alle diese Zeitschriften haben zwei Amerikaner eingescannt.

Das war sicher eine Heidenarbeit. Dafür gebührt ihnen viel Dank, denn ich suche diese Zeitschriften schon seit Jahren.

Und leider hört es nach 1980 mit der Vollständigkeit fast aller 12 Ausgaben pro Jahr auf. Zum Glück geht es jetzt mit "fonoforum" und "Hifi Stereophonie" weiter.
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