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Starruhm oder Stagnation ? 13 neue CD-Player im Vergleich.

Reichlich zwiespältig präsentiert sich die jüngste Entwicklung der CD-Szene: Zwar sind die Player generell besser geworden, doch haben auch die Preise für Neuentwicklungen wieder kräftig angezogen. Wie geht es weiter?

Kein Zweifel: Die Hersteller haben Entwicklungsarbeit geleistet, seit sie vor rund eineinhalb Jahren die ersten CD-Spieler ins Rennen schickten. Insbesondere was die in der Praxis so wichtige und daher von STEREO auch besonders stark gewichtete Störfestigkeit betrifft, sind beim Gros der Neuen deutliche Verbesserungen zu konstatieren.
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Die 13 neuen CD-Player (Herbst 1984)

Denon DCD-1800 160
Fisher AD-840/AD-844 161
JVC XL-V2 162
Marantz CD-54 164
Philips CD-104 166
Revox B225 167
Sanyo CP-400 168
Teac PD-11 170
Telefunken HS-950 171
Toshiba XR-Z50 172
Universum AD-2000 174
Yamaha CD-2 175

Siebenmal „exzellent" !

Nicht zuletzt deswegen vergaben wir in diesem Vergleichstest an über die Hälfte aller getesteten Kandidaten die "STEREO-Traumempfehlung" „exzellent" mit drei Sternen - das hätte es letztes Jahr in dieser Häufung nicht gegeben! Doch nun zur Schattenseite: Ein Drittel (statistisch gesehen) aller Probanden in diesem Umfeld konnten sich nicht sonderlich profilieren. Zwar bieten sie, absolut betrachtet, durchweg gute bis sehr gute Qualität, doch muß man dafür auch so viele Scheinchen auf den Ladentisch blättern, daß sich kein sonderlich günstiger Gegenwert mehr ergibt.

Es gibt immer auch Ausnahmen

Ausnahmen bilden da der JVC-Player, der zwar in erster Linie auf die „Cross-Media"- Serie aus gleichem Hause zugeschnitten ist, aber natürlich auch beliebig kombiniert werden kann, mit einem Sternchen und der Telefunken-Spieler, der wie der JVC in die absolute Spitzenklasse eingestuft wird, aber immerhin rund 200 Mark weniger kostet, was ihm eine STEREO-Empfehlung mit zwei Sternchen einbringt.
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Die "Preissensation" von Quelle !

Die absolute Preis-Gegenwert-Sensation aber kommt aus einer Ecke, an die der fachhandelsorientierte HiFi-Freund wohl nicht zuerst denken würde: Das Fürther Großversandhaus Quelle hat den Preis seines Modells Universum AD 2000 von 998.- Mark auf sage und schreibe 698.- Mark gesenkt - und dabei handelt es sich bei dem Universum-Player beileibe um keinen „alten Hut": Qualitätsstufe „absolute Spitzenklasse" und eine hervorragende Preiswürdigkeit sprengen beinahe den Rahmen der STEREO-Empfehlung; aber mehr als drei Sterne für das Prädikat „exzellent" sind nun mal nicht möglich.

  • Anmerkung : Quelle hatte natürlich genauso knallhart kalkuliert wie Max Grundig, wohl wissend, daß es bei Quelle keinen Zwischenhandel gab. Und so kann man ziemlich genau vergleichen, was die Geräte in Japan wirklich "nur" kosten und was hier bei uns in Europa und in Deutschland beim Importeur und im Handel aufgeschlagen wird. In viele Geräte dieser Generation dürfen wir inzwischen rein schaun und wir dürfen ab und zu erschreckend "die Inhalte" der CD-Player suchen. Da ist damals (in manchen Typen) schon fast nichts drinnen gewesen außer eine Platine, dem Laufwerk und dem Trafo. Daß später einmal "gar njchts" mehr zu sehen sein würde, das war Utopie pur.

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Fazit: Wer sich mit einer eher spartanischen Ausstattung zufriedengibt, aber von seinem Gerät hervorragende Alltagstauglichkeit in der Fehlerkorrektur erwartet, sollte beim ausgesprochenen Sparpreis des Quelle-Players unbedingt zugreifen, anstatt sich für dieses Geld ein veraltetes Gerät der ersten Generation zuzulegen!

  • Anmerkung zu Quelle ./. Grundig : Natürlich war der Max stinke sauer, daß da wieder ein Querulant alle Planungen kaputt machte - wie damals 1954/55 die Firma SABA, die wenige Wochen vor Weihnachten ganz überraschend ihren günstigsten Fernseher von 1.098 auf 698.- reduzierte und dem Max große Kopfschmerzen bereitete. Der Verkauf aller SABA Wettbewerber stockte und SABA hatte einen Phyrrussieg erfochten, denn Max Grundig war da sehr nachtragend. Doch gegen die große "Quelle" hatte auch der Max wenig Möglichkeiten. Der kleinen SABA Klitsche aus dem hintersten Schwarzwald konnte er es dann heimzahlen, später jedenfalls.

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Es sind neue Bewertungskriterien erforderlich

Nicht nur wegen des veränderten Preisgefüges, sondern auch aufgrund der eingangs angesprochenen, bei den meisten Geräten deutlich besseren Störfestigkeit haben wir einige Änderungen bei den Messungen im Labor vorgenommen und unsere Bewertung entsprechend aktualisiert. So fehlt in der Meßwertetabelle für die neuen Player beispielsweise die Angabe der Intermodulationsverzerrungen, da sich keines der bislang über 60 von uns getesteten Geräte in dieser Disziplin einen Fehltritt erlaubte.

Weitere Neuigkeiten

Neu aufgenommen haben wir hingegen den Wert der maximalen Abweichung der Deemphasis. Ganz ähnlich wie die schwarzen Scheiben sind nämlich auch CDs oft mit einem „vorverzerrten" Frequenzgang aufgenommen, um durch diesen Trick die Dynamik zu verbessern. Übrigens erkennt der Player dies im Einzelfall und „glättet" mit Hilfe seiner Entzerrerschaltung den Frequenzgang wieder. Die maximale Abweichung der Deemphasis - die wir übrigens schon seit dem Test des ersten Players messen, aber erst jetzt ausdrucken - gibt also Aufschluß darüber, wie genau die Standardkennlinie der Entzerrung vom Player eingehalten wird, und gestattet natürlich auch Rückschlüsse auf das Frequenzgang-Verhalten.

Gleichfalls neu ist der Zahlenwert für die Kanalabweichung; zwar geht diese Information auch aus dem Frequenzschrieb hervor, doch ist sie nun klarer verständlich.

Das Laufgeräusch, das ein Player verursacht, haben wir nun der Störfestigkeit zugeordnet; zugleich wird es doppelt so stark wie bisher gewichtet, bei feinerer Abstufung. Zum Ausgleich zählt die Erschütterungsanfälligkeit nicht mehr so viel.

Und die Preisfront?

Sie scheint sich eigenartigerweise, vergleicht man die Herstellerangaben gerade der Messeneuheiten von Düsseldorf (Hifi-1984), wieder in der 1500- bis 2000- Mark-Region zu stabilisieren - schlechte Zeiten für Spekulanten, die gehofft hatten, die Preise würden sich schon im Herbst generell unter der Tausender-Grenze einpendeln. Insofern scheint der Markt auf dem Niveau der Einführungsphase zu stagnieren.

Dennoch: Das Angebot und auch die Qualität sind besser geworden, der Käufer hat eine breite Auswahl. Schließlich muß jeder seine persönlichen Maßstäbe an einen Player anlegen - STEREO hilft bei der Entscheidung.

Michael Trömner im Herbst 1984
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Anmerkung zu den Bildern

Die ganzen Bilder und Fotos (in beiden Ausgaben) sind in primitivster schwarz weiß Technik und von miserabler Qualität. Für einen "Kaufberater" ist das das absolut unterste Niveau. Da diese 2. Ausgabe sowieso die letzte Erscheinung war, muß es der Verlag gemerkt haben, so geht das nicht. Gleiches fanden wir in den ersten Ausgaben der stereoplay, die damals noch in Italien gedruckt wurde und schlimme unscharfe Farbbilder mit erschreckenden Farbrändern aufzeigte.

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Denon DCD-1800

Der DCD-1800 ist ein relativ großes, schweres Gerät, auf dessen Frontplatte die Bezeichnung „audio precision component" besondere Erwartungen weckt. Präzise fährt hier vor allem die Aluminium-Schublade aus, wobei allerdings ein kurzzeitiges Dröhnen zu hören ist.

Das Einlegen der CD erweist sich leider als ein wenig umständlich, da die Griffmulden ergonomisch nicht gerade günstig plaziert sind. Auch etwas größer hätten sie ausfallen können. Sehr gut und umfangreich präsentiert sich das Display, das gleichzeitig Titelnummer, Titelzeit und die Nummer des nächsten Titels - wichtig beim Programmbetrieb - anzeigt. Per Tastendruck erscheinen Gesamtzeit und Titelanzahl.

Großzügige Ausstattung
Bezüglich der Ausstattung hat der DCD-1800 einiges zu bieten. Skip vor- und rückwärts, also der Sprung zum nächsten oder vorherigen Titel, direkte Titelanwahl sowie schneller Vor- und Rücklauf mit Mithörmöglichkeit gehören ja schon fast zum Standard in dieser Gerätekategorie.

Das Mithören ist hier freilich kein besonderer Genuß, da das Umschalten von Passage zu Passage von starken, kurzen Prasselgeräuschen begleitet wird. Eine automatische Pegelabsenkung könnte hier bereits etwas Abhilfe schaffen.

Der Programmspeicher umfaßt 16 Speicherplätze, die Programmierung wird über eine Dezimaltastatur vorgenommen, und der Programminhalt per Tastendruck nacheinander auf dem Display angezeigt. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang die sehr kurze Zugriffszeit.

Während des Abspielvorgangs informiert das Display zusätzlich über die folgende Titelnummer, was sich insbesondere beim Programmbetrieb als nützlich erweist. Eine Indexanzeige besitzt der DCD-1800 auch, die Titel können sogar direkt angewählt werden.

Neben den üblichen Wiederholfunktionen für Titel und Platte erlaubt der Player die Wiederholung eines frei wählbaren Ausschnitts mit exakter Wiederkehrgenauigkeit, wie sie nur das Digitalsystem zuläßt.

Über den gewöhnlichen Standard hinaus geht „Intro Play". In diesem Modus spielt das Gerät alle Titel für etwa zehn Sekunden an. Vergoldete Cinch-Buchsen, Timerbetrieb und ein im Pegel einstellbarer Kopfhörerausgang runden die Ausstattung ab, der Maximalpegel könnte allerdings etwas höher sein.

Störfestigkeit nicht optimal
Bezüglich der Übertragungseigenschaften gibt es am DCD-1800 praktisch nichts auszusetzen. Die Störfestigkeit kann hingegen nicht voll überzeugen. In der Disziplin „Störung der Informationsspur" wurden nur zwei von zehn möglichen Punkten erzielt, ansonsten gibt es aber die volle Punktzahl.

Der DCD-1800 präsentiert sich insgesamt als ein gut ausgestattetes Gerät, das bis auf eine leichte Schwäche in der Störfestigkeit in Ordnung ist. rp

Fisher AD-840/AD-844

Da die beiden Fisher CD-Player bis auf leichte Unterschiede in Ausstattung und Design praktisch identisch sind, widmen wir ihnen einen gemeinsamen Testbericht. So ist der AD-840 in Silber und der AD-844 in Schwarz gehalten, beide besitzen sehr schnell und vollständig ausfahrende Schubladen, so daß die Abspielfläche der CD beim Einlegen nicht berührt werden muß. Das beim Ein- und Ausfahren der Lade entstehende Geräusch könnte allerdings etwas geringer sein, insbesondere bei einem so geringe elektrische Störgeräusche erzeugenden Medium wie der CD.

Sehr augenfreundlich und elegant wirkt das Display, welches nach dem Ladevorgang automatisch für eine kurze Zeit die Gesamtspielzeit und die Anzahl der enthaltenen Titel, beim Betrieb die verstrichene Titelzeit und per Tastendruck die Restzeit der Platte oder des Programms anzeigt.

Komfortabler Zugriff
Erfreulich sind die Zugriffsmöglichkeiten. Beim schnellen Vor- und Rücklauf kann man mithören, und nach etwa drei Sekunden schaltet das Gerät selbständig auf eine höhere Geschwindigkeit um. Weiter gibt es die Sprungfunktion in beide Richtungen, bei einmaliger Betätigung der Stopptaste springt der Laserabtaster zurück zum Titelanfang, zweimal gedrückt zum Anfang der CD.

Der Programmspeicher
nimmt maximal 23 Titel auf, beim Programmierungsvorgang zeigt das Display automatisch die Gesamtzeit des Programms an. Auf Wunsch kann die gesamte Platte oder das Programm wiederholt werden. Auch sind die einmal eingespeicherten Titelnummern nacheinander abrufbar.

Als zusätzliche Features besitzt der AD-844 die Fähigkeit, einen zwischen zwei beliebig setzbaren Zeitpunkten zu markierenden Abschnitt zu wiederholen, sowie einen Kopfhörerausgang mit Pegelsteller, der genügend Ausgangsleistung liefert.

Aufsehen erregt beim AD-844 die Beschriftung eines kleinen Schiebeschalters. „Single" bedeutet nicht etwa die Fähigkeit des Players, Single-CDs abspielen zu können, die es ja (noch) gar nicht gibt, sondern die automatische Umschaltung in den Pause-Status nach Beendigung eines Titels. Eine weitere Schalterstellung erlaubt den Timerbetrieb.

Frequenzgänge nicht optimal
Wenn sich ein leichter Pegelabfall im oberen Bandbereich gehörmäßig auch kaum auswirkt, muß dem Hersteller doch geraten werden, hier etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen, zumal es sich offenbar um eine Serienstreuung handelt.

Ansonsten verhalten sich beide Geräte bezüglich ihrer Meßergebnisse sehr gut. Das gilt insbesondere auch für die in der Praxis wichtige Störfestigkeit. Das Qualitätsprofil gilt für den AD-840, nur die Balkenlänge „Ausstattung" ist für den AD-844 um eine Stufe zu verlängern, auch verfehlte er um wenige Punkte die absolute Spitzenklasse. rp

JVC XL-V2

In dezentem Schwarz präsentiert sich der brandneue, kompakte CD-Player von JVC. Auf den ersten Blick ist seine gut durchdachte Konzeption allerdings nicht zu vermuten. Die stabile Schublade fährt voll aus, und durch die günstig plazierten Griffmulden wird das Einlegen der CD zum Vergnügen.

Nach dem Ladevorgang bleibt der Sichtkontakt zur CD - wenn auch nur zum Teil - erhalten, es werden dann automatisch Gesamtzeit und Titelanzahl angezeigt. Als ausgesprochen übersichtlich und damit benutzerfreundlich darf auch das Display bezeichnet werden. Es informiert im Betrieb gleichzeitig über Titelnummer und -zeit sowie die auf der CD möglicherweise vorhandenen Indizes. Ein Tastendruck schaltet um auf verstrichene Gesamtzeit.

Darüber hinaus besitzt der XL-V 2 noch eine beleuchtete Zahlenreihe, die eine optische Information darüber vermittelt, an welcher Stelle sich der Laserabtaster gerade befindet. Besonders der Programmiervorgang wird dadurch wesentlich erleichtert, zumal bereits gespeicherte Titelnummern noch rot unterstrichen erscheinen.

In den Pausen zwischen Musikstücken geht die Zeitanzeige von negativen Zahlen über null in den positiven Bereich über, so daß Tonbandamateure exakt an der richtigen Stelle mit der Aufnahme starten können. Die Zugriffsmöglichkeiten sind ebenfalls sehr praxisgerecht ausgelegt. Skip vor- und rückwärts ist hier selbstverständlich. Sehr gelungen der schnelle Vor- und Rücklauf in zwei Geschwindigkeiten mit Mithörmöglichkeit. Das besondere daran ist einmal die übereinanderliegende Anordnung der Tasten. Damit ist es geradezu eine Freude, die Platte in langsamer oder schneller Geschwindigkeit zu „überfliegen". Außerdem wird auch das Mithören nur von sehr geringen Nebengeräuschen begleitet, was leider nicht von allen Playern behauptet werden kann.

Der Programmspeicher des JVC-Players nimmt maximal zwölf Titel in beliebiger Reihenfolge auf. Sogar während des Abspielens im Programm-Modus ist eine weitere Eingabe möglich, und das Display zeigt automatisch die Anzahl der programmierten Titel und die Gesamtdauer des Programms an.

Gute Störfestigkeit
Die Ausstattung wird abgerundet durch Wiederholungsmöglichkeit von Platte und einem frei wählbaren Ausschnitt, vergoldeten Cinch-Buchsen und einem im Pegel einstellbaren Kopfhörerausgang, der jedoch nicht ganz ausreicht, um hochohmige Kopfhörer laut genug auszusteuern.

Zu den technischen Eigenschaften des XL-V 2 muß nicht viel gesagt werden: Das Gerät arbeitet mit Zweifach-Überabtastung, kommt also mit weniger aufwendigen analogen Filtern aus. Das Übertragungsverhalten ist genauso gut wie die Störfestigkeit, so daß dieser ergonomisch wirklich günstig konstruierte Player praktisch frei von Mängeln dasteht.

Leider war zum Redaktionsschluß aufgrund der hohen Aktualität noch nichts über den Verkaufspreis zu erfahren, es fehlen also Preis-Gegenwert-Relation und eine mögliche STEREO-Empfehlung. rp

Marantz CD-54

Im typischen Marantz-Look präsentiert sich dieser kleine Player und besticht sofort durch seine gelungene, goldfarbene Lackierung. Sehr aufgeräumt wirkt seine Frontplatte, hinter der allerdings mehr steckt, als man zunächst vermutet.

Betätigt man die Ladetaste, gibt es erst einmal eine - wenn auch kleine - Enttäuschung. Relativ langsam, ja nahezu behäbig fährt die aus massivem Stahlblech gefertigte Schublade aus und erzeugt dabei ein etwas unangenehmes, metallisches Schleifgeräusch. Der Grund dafür könnte in einer nicht sorgfältig genug ausgeführten Justage liegen und da unser Testgerät noch nicht aus der Serie stammte, besteht die Hoffnung auf Abhilfe durch den Hersteller. Ein Kriterium, das durch den Käufer leicht überprüft werden kann.

Probleme beim Einlegen der CD gibt es nicht, die Lade fährt voll aus, vielleicht hätten die Griffmulden etwas tiefer sein können, an der richtigen Stelle sitzen sie jedenfalls.

Befindet sich die CD erst einmal im Gerät, wird automatisch die Gesamtspielzeit und die Anzahl der enthaltenen Stücke angezeigt. Eine vierundzwanzigteilige Leuchtdiodenkette ist dafür vorgesehen, die auch eine einfach zu handhabende Programmierung ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist dabei die weglassende Programmierung. In der täglichen Praxis kommt es doch nicht selten vor, daß man einzelne Stücke einer Platte nicht so gern hört, und diese können dann durch Tastendruck einfach ausgespart werden. Selbstverständlich ist auch eine normale Programmierung für maximal 24 Titel in beliebiger Reihenfolge möglich.

Das separate Zifferndisplay zeigt im Betrieb automatisch die verstrichene Titelzeit und auf Wunsch die gesamte Restzeit an. Der Zugriff kann direkt, über schnellen Vor- und Rücklauf ohne Mithörmöglichkeit oder per Sprung zum nächsten Titel erfolgen. Der Rückwärtssprung fehlt allerdings.

Das gilt auch für den Kopfhöreranschluß. Dafür finden sich auf der Rückseite zwei zusätzliche Cinch-Buchsenpaare, die eine Verbindung mit einer zentralen Fernsteuereinheit und einm automatisch startbaren Cassettenrecorder von Marantz erlauben.

Technische Daten der absoluten Spitzenklasse
Die Meßwerte des Marantz Players erzielten bis auf eine Ausnahme jeweils die volle Punktzahl. So soll denn auch nur der astronomisch hohe Ruhegeräuschspannungsabstand von 115 Dezibel und die ausgezeichnete Störfestigkeit hervorgehoben werden. Die Ausnahme ist die Empfindlichkeit gegenüber Erschütterungen, die dem Gerät „nur" sieben von zehn möglichen Punkten brachte, was aber nur bei stark schwingenden Holzdecken- konstruktionen eventuell zu Problemen führen kann, und das wohl auch nur dann, wenn das Gerät in der Raummitte aufgestellt wird.

Insgesamt also ein sehr überzeugendes Gerät mit mittlerem Bedienungskomfort zu einem sehr günstigen Preis, rp
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Philips CD-104

Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat der CD 104 ein völlig neues Gesicht bekommen. Sein Äußeres ist in dezentem Anthrazit gehalten, das Gerät ist klein und kompakt, insgesamt wirkt die Frontplatte sehr schlicht.
Die robuste, aus Stahlblech gefertigte Schublade ist gut zugänglich, verursacht aber beim Ausfahren, das sie übrigens vollständig schafft, leichte Geräusche. Fingerabdrücke beim Einlegen der CD sind so gut wie ausgeschlossen.

Eine Minimalausführung stellt das Display dar, zumindest wenn man es in Größe und Erscheinung mit denen der Konkurrenz vergleicht. Trotzdem erfüllt es seine Funktion recht gut, wenn es auch einiger Gewöhnung bedarf.

Nachdem die CD unsichtbar im Inneren des Players verschwunden ist, erfährt man automatisch die Anzahl der enthaltenen Titel und die Gesamtspielzeit. Während des Abspielvorgangs wird angezeigt, welches Stück gerade gespielt wird und wieviel Zeit von der Titellänge bereits verstrichen ist. Sogar Indizes erscheinen - falls vorhanden - für einige Augenblicke anstelle der Zeitangabe im Anzeigefeld.

Tasten mit Doppelfunktionen
Eine großflächige Mehrzweck-Wipptaste gehört zu den markantesten Elementen des CD 104. Mit ihr werden gleich fünf Funktionen in Gang gesetzt, nämlich Start, schneller Vor- und Rücklauf sowie Pause, wobei „Start" während der Wiedergabe eine zweite Aufgabe erfüllt: der Laser springt dann zum Anfang des laufenden Stückes zurück.

Der schnelle Vor- und Rücklauf arbeitet mit drei Geschwindigkeiten. Jeweils nach etwa drei Sekunden schaltet das Gerät selbständig auf eine höhere um. Mithören kann man dabei nicht, wohl aber bleibt die Zeitanzeige zur Orientierung aktiviert.

Auch für die Programmierung muß man teilweise mit Doppelfunktionen der Bedienungselemente zurechtkommen. Der Programmspeicher umfaßt 20 Speicherplätze, wobei jeder Titel nur einmal programmiert werden kann. Anstelle der Zeitanzeige erscheint nun die Nummer des betreffenden Programmschritts.

Störfestigkeit exzellent
Der Philips-Player verfügt außerdem noch über die Skip-Funktion vor- und rückwärts sowie die Möglichkeit, Platte und Programm zu wiederholen. Außerdem zeigt das Gerat, gekennzeichnet durch den Buchstaben „P", die Länge der Pausen an, so daß man genau weiß, wann das nächste Stück beginnt. Ein Kopfhörerausgang fehlt, das Anschlußkabel ist in gewohnter Philips-Manier fest installiert und mit Cinch-Steckern ausgerüstet.

Die Meßergebnisse des Philips können voll überzeugen, was erfreulicherweise auch für die Störfestigkeit gilt. Hier gab es die volle Punktzahl. Insgesamt also ein sehr erfreuliches Ergebnis. Hat man sich erst einmal an die Doppelbelegung einiger Tasten gewöhnt, wird man mit dem CD 104 nicht nur bezüglich seines sehr günstigen Preises viel Freude haben. rp

Revox B225

Revox auf den ersten Blick: die unverkennbare Optik des langersehnten Neulings verrät sofort aus welchem Hause er stammt.

Durch ein gelb schimmerndes Sichtfenster im Mittelteil der Frontplatte abgesetzt, die Abtasteinheit. Sie befindet sich in einer motorgetriebenen Schublade, die so konstruiert ist, daß es beim Einlegen keine Probleme mit Fingerabdrücken gibt. Der vorhandene Netzschalter ist praktisch überflüssig, weil sich der Player bereits durch Antippen der Ladetaste einschaltet, was er durch Ausfahren der Schublade signalisiert.

„Play" beendet den Ladevorgang und setzt den Antrieb in Bewegung. Weitere Laufwerkssteuerungen wie Skip, schneller Vor- und Rücklauf (allerdings ohne Mithörmöglichkeit) oder „Repeat", das den Abtastkopf an den Anfang des gerade laufenden Stückes zurückspringen läßt, finden sich im rechten Abschnitt der Frontplatte.

Ungewöhnlich großer Bedienungskomfort
Auf der Schubladenabdeckung befindet sich das Multifunktions-Display mit einer unterteilten Balkenanzeige für die Anzahl der auf der CD enthaltenen Titel. Gleichzeitig informiert es über die Nummern des gerade gespielten Titels und den Index. Die Zeitanzeige läßt sich von Titel- auf Gesamtzeit umschalten. Weitere Zugriffsmöglichkeiten bietet die direkte Titelanwahl und die sehr umfangreich ausgelegte Programmierung.

Der Programmspeicher umfaßt maximal 19 Schritte, wobei ein Schritt auch aus mehreren aufeinanderfolgenden Stücken oder einem direkt anzugebenden Zeitabschnitt bestehen kann. Selbst eine beim Hören markierte Phrase läßt sich zur beliebigen Wiederholung festhalten.

So umfangreich die Möglichkeiten des Revox, so ausführlich auch seine Bedienungsanleitung, die man sich durchaus näher ansehen sollte, um alle Features dieses Nobelgeräts wirklich kennenzulernen.

Ein Kopfhörerausgang mit einstellbarem Pegel fehlt ebenso wenig wie ein Testtongenerator zum exakten Einpe-geln etwa eines Cassettenre-corders. Die wichtigsten Funktionen des B 225 lassen sich über eine auch für andere Re-vox-Geräte verwendbare Infrarotbedienung betätigen.

Daten der absoluten Spitzenklasse
Der B 225 ist ein „Oversampler", was durch die symmetrische Form der Rechteckwiedergabe und Impulsantwort signalisiert wird. Unsere Messungen ergaben durchweg ausgezeichnete Übertragungsund Störfestigkeitsdaten, nur die Empfindlichkeit gegen Erschütterungen brachte nicht ganz die volle Punktzahl, was aber praktisch keine allzu große Bedeutung hat und durch die entsprechende Aufstellung mühelos kompensiert werden kann.
Hervorzuheben ist die extrem kurze Zugriffszeit, die ja gerade beim Programmbetrieb recht wichtig ist.

Insgesamt ist der neue Revox CD-Player ein in allen Disziplinen überzeugendes Gerät mit überdurchschnittlicher Ausstattung und sehr guter Verarbeitung. rp

Sanyo CP-400

Der optischen Linie seiner kleineren Brüder folgend ist auch der CP 400 silberfarben mit grau abgesetzter Frontplatte erhältlich. Mit vorbildlicher Präzision und äußerst geringer Geräuschentwicklung öffnet sich die Schublade, eben so, wie es bei einem CD-Player üblich sein sollte. Da die Lade jedoch keine seitlichen Griffmulden besitzt und nicht voll ausfährt, kann es schon einmal zum unbeabsichtigten Berühren der Abspielfläche kommen.

Überdurchschnittliche Ausstattung
Bei Neuentwicklungen selten geworden ist die Laserpositionsanzeige, hier verwirklicht durch eine Kette von Leuchtdioden. Bereits im Moment der Befehlsgebung - sei es manuell oder per Programm - steht diese Information zur Verfügung.

Umfangreich wurde auch das zweiteilige Display ausgelegt, wobei die Zeitanzeige eine besonders für Bandaufnahmen hilfreiche Ergänzung aufweist. Bereits vor Beginn des folgenden Titels erscheint nämlich die Ziffer „-1" und geht dann über „0" in den positiven Bereich über, so daß ein genauer Aufnahmeeinstieg ermöglicht wird.

Auch beim schnellen Vor-und Rücklauf bleibt die Zeitanzeige aktiviert, automatisch schaltet das Gerät nach einigen Sekunden auf die höhere Geschwindigkeit. Man kann dabei zwar auch mithören, aber trotz Pegelabsenkung ist das entstehende Prasselgeräusch so stark, daß der Hersteller besser daran getan hätte, darauf zu verzichten.

Der rechte Teil des Displays hilft bei der Programmierung und zeigt Titel- und Indexnummer an. Für den Programmbetrieb ist die wahlweise Information über den nächsten Titel nützlich und im dritten Modus erscheint neben der Titel- noch die Programmstufennummer für die Eingabe von maximal 16 Titeln. Bei einem bestehendem Programm lassen sich einzelne Titel einfügen oder entfernen, der darüberliegende Block rutscht dann automatisch rauf oder runter. Indexprogrammierung ist nicht möglich.

Ein besonders Feature stellt „Intro Scan" dar. Der Player spielt hier alle enthaltenen Titel für etwa zehn Sekunden an und verschafft dem Hörer so einen informativen Überblick. Die Betätigung der „Play"-Taste kann den Vorgang unterbrechen.

Umfangreiche Bedienungsmöglichkeiten erfordern eine dementsprechend hohe Anzahl von Tasten, die beim Sanyo teilweise recht klein ausgefallen sind und wenig hervorstehen, so daß die Handhabung bei langen Fingernägeln teilweise etwas umständlich wird.

Die wichtigsten Laufwerksfunktionen können mit der Fernbedienung gesteuert werden, die bei Sanyo zum Lieferumfang gehört.
Die technischen Eigenschaften sind bis auf einen gehörmäßig wenig bedeutenden Höhenabfall in Ordnung. Insbesondere konnte die Störfestigkeit voll überzeugen, so daß der Preis auch wegen des umfangreichen Bedienungskomforts nicht unberechtigt erscheint, rp

TEAC PD-11

Ein ausgesprochenes Leichtgewicht ist der PD-11 von Teac. Gehäuse und Tasten bestehen vollständig aus Metall und vermitteln sofort einen Eindruck von Solidität. Dazu trägt auch die exakte Funktion der Tasten und der Schublade bei, die schnell und mit relativ geringer Geräuschentwicklung ausfährt. Da sie dies vollständig erledigt und auch die Griffmulden an der richtigen Stelle sitzen, ist der Ladevorgang kein Problem.

Kurzzeitig erscheinen dann Titelanzahl und Gesamtspielzeit auf dem Display, das im Wiedergabe-Modus automatisch verstrichene Titelzeit und -nummer anzeigt und auf Restzeit umgeschaltet werden kann.

Trotz seiner geringen Abmessungen bietet der Teac-Player einiges an Bedienungskomfort. Vorhanden sind selbstverständlich Skip vor-und rückwärts, also der Sprung zum nächsten oder vorherigen Titel, sowie schneller Vor- und Rücklauf mit automatischer Umschaltung auf eine höhere Geschwindigkeit, bei der man auch mithören kann. Leider ist das Ganze trotz Pegelabsenkung von prasselnden Umschaltgeräuschen begleitet, was das Aufsuchen einer bestimmten Stelle nicht gerade zum Vergnügen macht.

Die Wiederholfunktion des PD-11 bezieht sich entweder auf die gesamte Platte oder das selbst zusammengestellte Programm. Außerdem kann noch ein zwischen zwei beliebig setzbaren Zeitmarken befindlicher Ausschnitt wiederholt werden, eine Funktion, die mit solcher Genauigkeit erst durch das digitale Medium ermöglicht wird. Programmieren lassen sich maximal 23 Titel. Die Reihenfolge spielt bei der Eingabe allerdings keine Rolle, weil das Gerät die Titel bei der Wiedergabe des Programms nur in aufsteigender Folge abspielt. Dies bedeutet eine wesentliche Einschränkung für den Programmbetrieb.

Mit einem Schiebeschalter kann wahlweise auf Timerbetrieb umgeschaltet werden, mit dem gleichen Bedienungselement erfolgt die Wahl von „Auto Pause". Dabei geht der Player nach Beendigung eines Titels automatisch in den Pause-Zustand.

Auf einen Kopfhöreranschluß muß man auch beim PD-11 verzichten. Seine technischen Eigenschaften sind insgesamt gesehen gut, repräsentieren jedoch nicht das in der Digitaltechnik ja genau festgelegte, technisch Machbare. So liegt der Ruhegeräuschspannungsabstand des Gerätes immerhin um etwa 25 Dezibel unter dem von uns bisher besten gemessenen Wert. In der Praxis wird dies jedoch nur in Extremfällen von Bedeutung sein, da der Teac-Player mit 92 Dezibel noch immer einen bis vor kurzem nicht gekannten Wert produziert und sehr deutlich über den Ergebnissen mit Analog-Platten liegt.
Die Störfestigkeit konnte ebenso wie die Verarbeitung überzeugen, wodurch der Teac letztlich einen positiven Eindruck hinterläßt. rp

Telefunken HS-950

Mittlerweile muß man kein „Insider" mehr sein, um - trotz beachtlicher Tarnungsbemühungen der meisten Firmen - Baugleichheiten bestimmter Player relativ rasch zu erkennen. So steckt hinter der etwas hausbackenen, graubraunen Front des Telefunken HS 950 der altbekannte und bewährte Hitachi DA-800 (STEREO 9/83).

Offenbar wagt kein Hersteller mehr, einen CD-Spieler nach Art der „ersten Stunde" zu beladen, also die Silberscheibe senkrecht im Gerät rotieren zu lassen - ein Schublader muß es schon sein. Eine sanfte Berührung der geriffelten „Öffnen/Schließen"- Taste veranlaßt die Schublade des Telefunken, auszufahren. Allerdings tut sie das meist reichlich gemächlich, besonders, wenn man aus dem Spielbetrieb heraus oder gleich nach Einschalten des Geräts den Befehl zum Öffnen gibt.

Recht behäbig geht der HS 950 auch zu Werke, wenn er einen bestimmten Titel spielen soll und man dabei zuerst die Nummer des Stücks eintippt und anschließend auf „Play" drückt. Deutlich flinker arbeitet er, sofern man sich eines Tricks bedient: Man legt die CD in die Schublade, wählt die Zahl des gewünschten Titels und drückt sofort auf „Play".

Dabei ist der Telefunken nicht für Leute zu empfehlen, die im Vertrauen auf die Unempfindlichkeit der CD-Technik eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit Compact Disc und Player an den Tag legen. Die vier gefedert gelagerten Plastikvorsprünge in den Ecken der Schublade sind nämlich zu kurz geraten, um eine unachtsam eingelegte Platte sicher zu zentrieren. Wer demnach die Disc mit sorglosem Schwung in die Schublade „befördert" und diese vertrauensvoll schließt, kann eine böse Überraschung erleben: Die Platte kann sich leicht verkanten und, nur auf drei Vorsprüngen aufliegend, schief in der Lade hängen. In diesem Falle wirft sie der Player zwar sofort nach dem Einziehen wieder aus, verkratzt sie dabei jedoch derart, daß seine Fehlerkorrektur angesichts dieser Oberflächenbeschädigung vor unlösbare Probleme gestellt sein kann.

15 Titel sind programmier bar, man kann die ganze Platte oder einen Ausschnitt beliebiger Länge wiederholen lassen. Die Anzeige informiert über die Gesamtspieldauer der CD, die Länge einzelner Titel und eine eventuell vorhandene Index-Unterteilung. Ein rückwärtiger Schalter soll den Player stoßunempfindlich machen, und ein Flachbahnsteller verändert die Lautstärke für den Kopfhöreranschluß und die Hauptausgänge; auf der beigepackten, drahtlosen Fernsteuerung sind die wichtigsten Funktionen enthalten. Gleichzeitiges Drücken von „Play"- und Schnellauftaste bewirkt, daß der Laser zum Beginn des nächsten Stücks „skippt"; im Rückwärtsgang springt er allerdings nur an den Anfang des laufenden Titels zurück; man muß ihn mit dem schnellen Rücklauf über das laufende Lied hinaus ins vorhergehende zurücksetzen und dann nochmals „Skip" befehlen. Der Schnellauf ist zwar nicht gerade der schnellste, doch kann man ihm durch mehrmaliges Drücken der Taste auf die Sprünge helfen.

In sämtlichen Meßwerten und allen Störfestigkeits-Kriterien beweist der Telefunken HS 950 beachtliches Format, was ihm die absolute Spitzenklasse bei guter Preis-Qualitäts-Relation sichert. mt

Toshiba XR-Z 50

Der neueste Schublader aus dem Hause Toshiba ist angenehm flach ausgefallen. Gemessen am niedrigen Preis bietet der XR-Z 50 einiges an Zugriffsmöglichkeiten. Per Tastendruck springt der Abtastkopf zum nächsten oder vorherigen Titel, ein mehrmaliges Drücken bewirkt entsprechend größere Sprünge. Nach Betätigung eines Schiebeschalters können auf die gleiche Weise Indizes angewählt werden.

Auch ein schneller Vor- und Rücklauf ist vorhanden, dieser jedoch ohne Mithörmöglichkeit. Dafür wird allerdings für die Zeit des Suchvorgangs das Display automatisch auf Titelzeit-Anzeige umgeschaltet, so daß zumindest eine optische Kontrolle vorhanden ist.
Verschmutzungsprobleme beim Einlegen der Scheibe sind so gut wie ausgeschlossen, weil die Lade erfreulich weit ausfährt.

Eine Sonderstellung gegenüber seinen Konkurrenten nimmt der kleine Toshiba bezüglich seiner Programmierungsart ein. Es ist nämlich nicht möglich, verschiedene Titel in beliebiger Reihenfolge und Häufigkeit zu einem Programm zusammenzufassen. Lediglich ein zusammenhängender Block kann ausgewählt und mit Hilfe der „Repeat"-Funktion auf Wunsch auch mehrmals abgespielt werden. Ein solcher Block ist nicht an den Anfang oder das Ende von Titeln gebunden, sondern kann auch durch Zeitmarken beliebig begrenzt werden. Im Gegensatz zu anderen Geräten verdient dieses Feature jedoch kaum die Bezeichnung „Programmierung".

Das Display erfüllt seine Funktion recht gut, auf die gleichzeitige Darstellung von Titel/Index und Echtzeit/Restzeit muß hingegen verzichtet werden. Möglich ist eine Umschaltung. Die Bedienung erfolgt über Kurzhubtasten, die hinter einer zähen Kunststoffolie sitzen. Damen mit langen Fingernägeln dürften hier ziemliche Probleme bekommen.

Ausgezeichnete Preis Gegenwert-Relation
An den Übertragungseigenschaften des XR-Z 50 gibt es nichts auszusetzen, sie sind durchweg Spitzenklasse. Auch die Störfestigkeit kann sich sehen lassen, Preßfehler und Oberflächenverschmutzungen lassen ihn kalt. Wenn man das Gerät auf einer einigermaßen erschütterungsarmen Oberfläche aufstellt, wird es nicht zu Wiedergabestörungen kommen. Lobenswert der regelbare Kopfhörerausgang, der auch relativ leisen Hörern einiges an Lautstärke entlocken kann.

Insgesamt ist der XR-Z 50 von Toshiba ein sehr empfehlenswertes Gerät, das zwar auf die ganz großen Feinheiten im Bedienungskomfort verzichtet, aber mit guten Daten und einem extrem günstigen Preis aufwarten kann. rp

Universum AD-2000

Aus dem Hause Quelle, mit dem Markennamen Universum versehen, stammt dieser schwarze, robust wirkende Frontlader. Der Ladevorgang könnte etwas leiser ablaufen. Da die Schublade jedoch voll ausfährt und gut zugänglich ist, besteht keine Gefahr, unbeabsichtigt Fingerabdrücke auf der Abspielseite einer CD zu plazieren.

Im Vergleich zu vielen anderen Playern wirkt der AD 2000 geradezu spartanisch. Das gilt besonders für das Display, welches während des Abspielvorgangs die Titelzeit anzeigt und alle zehn Sekunden automatisch für etwa zwei Sekunden auf die Titelnummer umschaltet. Während dieser Zeit blinken die Ziffern, was eventuell als störend empfunden werden kann. Per Tastendruck läßt sich außerdem die Gesamtrestzeit abfragen.

Nun zu den Zugriffsmöglichkeiten. Vorhanden sind Skip vor- und rückwärts, bei mehrfacher Betätigung der Tasten werden entsprechend viele Titel übersprungen. Weiterhin ein schneller Vor- und Rücklauf mit zwei Geschwindigkeiten, das Gerät schaltet nach einigen Sekunden automatisch auf die höhere um. Mithören kann man dabei zwar nicht, die Zeitansage bleibt jedoch aktiviert, so daß ein Anhaltspunkt dafür vorhanden ist, an welcher Stelle sich der Abtastkopf gerade befindet.

Mit der Taste „Repeat" läßt sich entweder die gesamte Platte oder ein bestimmtes Musikstück wiederholen. Relativ gering, möchte man sagen, ist die Ausnutzung der möglichen Features durch den AD 2000. Um so besser fallen hingegen die Übertragungsdaten aus. Der Frequenzschrieb dokumentiert zwar eine minimale Unregelmäßigkeit im oberen Frequenzbereich, diese ist aber, da sie unter 0,5 Dezibel liegt, gehörmäßig irrelevant. Die symmetrische Impulsantwort sowie das Rechteckverhalten zeigen, daß es sich um einen mit vierfacher Abtastfrequenz arbeitenden Oversamp-ler handelt. Der Ruhegeräusch-spannungsabstand liegt mit 111 Dezibel an der oberen Grenze des Erreichbaren.

Sehr erfreulich ist auch die Störfestigkeit des Players. Störungen der Informationsspur, also etwaige Preßfehler ließen ihn ebenso kalt wie Oberflächenfehler. Auch bezüglich der Empfindlichkeit gegenüber Erschütterungen erreichte der AD 2000 die volle Punktzahl. Dies ist durchaus nicht bei allen Geräten der Fall. Für den täglichen Gebrauch erweist sich eine gute Störfestigkeit jedoch als wichtiger als einige Dezibel mehr oder weniger Kanaltrennung oder Dynamik.

Insgesamt präsentiert sich der Universum AD 2000 als ein Player mit geringem Bedienungskomfort aber ausgezeichneter Technik. Wer auf Programmierung und Extrafeatures verzichten kann, ist auch angesichts des günstigen Preises mit diesem robusten Gerät sehr gut bedient. rp

Yamaha CD-2

Mit seinem flachen Gehäuse und dem mattschwarzen Finish gehört der CD-2 von Yamaha zu den elegantesten Erscheinungen in unserem Test. Schnell und doch angenehm leise fährt die Schublade voll aus, so daß die CD problemlos eingelegt werden kann, zumal sich die Griffmulden auch an der richtigen Stelle befinden.

Ist die Scheibe erst einmal im Player verschwunden, zeigt das Display für kurze Zeit die enthaltene Titelanzahl und Gesamtspielzeit an. Im Betrieb erhält man gleichzeitig die Information über Titelnummer und Titelzeit sowie per Tastendruck über die Restspielzeit der gesamten Platte. Besonders bei Klassik-CDs ist häufig eine zusätzliche Unterteilung in Indizes vorhanden, um etwa die Sätze einer Sinfonie leichter aufzufinden. Der CD-2 ist für diese „Suchaktion" bestens gerüstet.

Die Zugriffsmöglichkeiten sind recht umfangreich. So dient die Zifferntastatur einerseits der Programmierung von maximal 12 Titeln in beliebiger Reihenfolge und andererseits der direkten Titelanwahl, die der Player in kurzer Zeit ausführt. Außerdem gibt es einen schnellen Vor- und Rücklauf mit automatischer Umschaltung auf eine höhere Geschwindigkeit, wenn man die betreffende Taste einige Sekunden gedrückt hält. Auch das Mithören ist möglich, wobei sich die Lautstärke automatisch verringert. Ein leichtes Zischen ist übrigens zu vernehmen, wenn auf die nächste Passage umgeschaltet wird. Vor- und Rückwärts-Skip sind am CD-2 ebenso zu finden wie die Möglichkeit, Platte, Programm und einen frei bestimmbaren Ausschnitt zu wiederholen.

Zum Lieferumfang gehört eine drahtlose Fernbedienung für die wichtigsten Laufwerksfunktionen, was bei einer derartig „intelligenten" Gerätekategorie durchaus sinnvoll erscheint. Die Verarbeitungsqualität des Yamaha-Players kann sich sehen lassen. Etwas verwunderlich allerdings, daß man dem Player zwei vergoldete Cinch-Buchsen spendierte, aber auf einen Kopfhöreranschluß verzichtet.

Die technischen Eigenschaften des CD-2 können in jeder Hinsicht überzeugen. Die leichte Abweichung des Frequenzgangs von der Geraden liegt unter 0,2 Dezibel und ist damit gehörmäßig unbedeutend. Sehr erfreulich ist das Verhalten des Players bei der für die Praxis so wichtigen Störfestigkeit. Überhaupt gab es praktisch in allen Disziplinen volle Punktzahl.

Der CD-2 von Yamaha ist ein ausgereiftes Gerät mit guter Ausstattung, bester Verarbeitung und ausgezeichneter Technik. Eine deutliche Kaufempfehlung für diesen Player ist das Ergebnis. rp

Anmerkung zu den beiden "DIGITAL STEREO" Heften

"Tue keinem weh", dann florieren die Geschäfte mit den großen ganzseitigen Anzeigen wieder. So lesen Sie bei fast allen Geräten, egal wie gut oder wie schlecht, es ist eine Kaufempfehlung. Selbst die Geräte mit mangelhafter Endkontrolle, quietschenden oder schabenden Schubladen bekommen eine Kaufempfehlung. Das sind die Geräte (auch jede Menge Kassettengeräte zum Beispiel), bei denen nach wenigen Jahren die Zähnchen der Kunststoff-Zahnräder abrasiert wurden - durch konstante Überlastung der klemmenden Mechanik.

Das mag ja für die Anzeigenkunden dieses Kaufberaters ganz toll sein - in diesem Kaufberater - eigentlich ist es ja ein Werbeblättchen für 8 Mark 50 - mit 3 Sternen zu werben und später jahrelang darauf zu verweisen.

Bei uns Hifi-Fans hatte das von Anfang an einen schalen Beigeschmack bzw. ein Geschmäckle. Während bei Karl Breh diese Macken gnadenlos offengelegt wurden, also wieso und wo es klemmte und ob das ein Systemfehler oder eine zu wackelige Bauart sein könnte, der dann bei vielen Geräten auftritt, hier wird es verharmlost und sogar noch gelobt.

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