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Die ersten DVD Laufwerke (Brenner) aus 2010 sterben bereits

Im Nov. 2017 habe ich ein HP DVD Laufwerk aus 2010 ausgesondert, weil die Lesefehler immer häufiger wurden. Das Säubern der Linse hatte nichts mehr gebracht und mit den DVDs hatte das Laufwerk bereits früher Probleme.

Also endlich mal ein relativ junges - ganz flaches - Laufwerk zerlegen können und fotografieren. Die (Dünnblech-) Hüllen sind bereits entfernt, man sieht hier nur das innere Laufwerk und die Elektronik. Es ist übrigens ein CD/DVD Brenner.
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So breit wie eine CD/DVD aber nur etwa 1cm hoch, da ist alles drinnen.

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Der CD-Motor ist fest, der Laser-Schlitten bewegt sich

Es ist ein erstaunlich präziser Spindelantrieb, der von einem extrem kleinen und flachen Motor gesteuert wird. Der ALU- Druck-Guß-Schlitten mit der Laser-Einheit läuft auf 2 runden blank polierten Stangen/Bolzen nahezu trägheitslos hin und her.
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Hier sieht man, wie flach das gesamte Teil konstruiert wurde

Man erkennt deutlich das Druckgußteil, das die Leser-Einheit beherbergt.
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Hier der flache Scheibenmotor von unten

Nach den Anfängen mit der Audio-CD wurde die Laser-Technik weiter entwickelt zur Daten-CD und damit wurde die Frage nach der deutlich höheren Lesegschwindigkeit immer lauter.

So wurden dann ganz flache PC-CD-Laufwerke gebaut, die mit nahezu 10.000 Umdrehungen drehen konnten. Manche CDs hielten das gar nicht aus und zerplatzten. Dieser kleine Motor kommt zwar an die 10.000 U/min nicht ran, doch er deht erstaunlich schnell.
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Der Schlitten mit dem Laser von oben

Anfänglich wurde versucht, den gesamten Laser-Schlitten so schnell wie möglich zu positionieren (nachzuführen), falls die CD mal "eiern" sollte. Im Audio-Bereich war das machbar, bei den Daten-Laufwerken mit den Geschwindigkeiten bis zu 40-fach im Vergleich zur Audio-CD schon nicht mehr.

Und so konnte man auf einen recht trägen Spindelantrieb zurückgreifen und den Trick direkt im Schlitten einbauen. Man setzte die Fokusier-Linse vor dem Laser auf einen noch kleineren Schlitten und bewegt diesen Schlitten in 2 Richtungen mittels zweier Linearmotoren.
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Die bewegte Linse vor der Diode

Im Bild sehen Sie, daß die kleine (Plastik-) Linse (das runde Glasteil im oberen Bereich des Fotos) auf (in) einem bewegten Kunststoff-Rahmen sitzt, der von 2 oder 4 Federarmen (ganz außen zu sehen) gehalten wird. Nur dieser Rahmen mit der Linse kann jetzt viel viel schneller der Datenspur nachgeführt werden, als der gesamte große Schlitten.
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Insgesamt nur noch 3 Chips "on board"

Verblüffend ist auch die Mineaturisierung der elektronischen Bauteile. Gerade mal 2 hochintegrierte Chips (einer davon ist "nur" ein 2Mb RAM Modul) sitzen auf der Anschlußplatine.

Der dritte Chip sitzt direkt neben dem Antriebsmotor und steuert den Vorschub des Schlittens und die Drehzahl des CD/DVD Motors.

Dieses Laufwerk ist ein CD/DVD Brenner. Darum gibt es dort 2MB RAM (der große Chip) als Pufferspeicher zum Schreiben der Datenspur, falls der Datenstrom von der Quelle mal einbricht. Ein Lese-Laufwerk braucht wirklich nur 2 Chips, in 2015 ist es sowieso nur noch einer.
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Auch verblüffend ist - verklebte Schrauben

Das wünschte ich mir bei so manchen Tonbandgeräten, daß dort die Schrauben gegen Herausdrehen oder Losvibrieren geschützt wären.
Ein besonders negatives Beispiel aus unserer Audio-Welt war eines der UHER SG 630 Edel-Tonbandgeräte, bei dem sich die 3 Miniturschrauben der Wickelteller gelockert hatten.
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