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Warum hat "stereoplay" für uns solch eine Bedeutung ?

Zum Jahresende 1983 wurde die Mutter der High-Fidelity im deutschsprachigen Raum - die Hifi-Stereophonie - nach 23 Jahren Selbständigkeit in "stereoplay" eingegliedert und ex Chefredakteur Karl Breh übernahm für 12 weitere Jahre auch dort die Chefredaktion.

1982/93 - Zwei überlappende Jahre mit der Hifi-Stereophonie

Die stereoplay Jahrgänge 1982 und 1983 haben für uns besonderen vergleichenden Wert, weil es parallel hierzu die letzen beiden Jahre der Hifi-Stereophonie aus dem G.Braun Verlag Karlsruhe waren. Beim chronologischen Durchsehen der 24 stereoplay Hefte in einem Rutsch fallen eine Menge "Besonderheiten" auf. Ganz besonders stinkt es an allen Ecken und Enden nach Eigenlob, aber so plump und so ersichtlich, daß man schon nicht mehr schmunzeln kann. Aus meiner Sicht hätte da der Chefredakteur Dr. O. Dick eingreifen sollen oder gar müssen. Die Leserbriefe klingen (aber nicht alle) so gekünstelt oder lanciert, daß man hellhörig wird und anfängt, zwischen den Zeilen zu lesen.

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stereoplay 1982-01

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Editorial 1/1982
Schlechter Handel?

Manche sagen, HiFi-Händler hätten keine Ahnung. Manche sagen, HiFi-Händler würden schamlos gute Produkte schlecht machen, um Lagerbestände gewinnbringender Billigimporte an den Mann zu bringen. Und manche sagen noch dies oder das über HiFi-Händler.

Ist der Handel also schlecht?
Mit Sicherheit nicht. Gewiß, da gibt es ein paar schwarze Schafe, die es immer und überall gibt. Beispielsweise auch bei den Käufern. Die Händler sagen nämlich, daß es manche Neunmalklugen gibt, die sich stundenlang beraten lassen und sich sogar Boxen zu Hause vorführen lassen, um dann irgendwo zu kaufen, wo die Geräte zwar ein paar Mark billiger angeboten werden, es aber weder Beratung noch Service gibt.

Sind deshalb alle HiFi-Freunde schlecht?
Ich kenne viele Händler, die ihr Handwerk verstehen, die Spaß an ihrem Beruf haben, die sich viel Mühe bei der Beratung geben und soliden Service bieten. Ein zufriedener, treuer Kundenstamm belohnt ihr Engagement. Schade ist nur, daß solche wichtigen Adressen oft kaum bekannt sind. Schade ist ebenso, daß nur ein Teil derer, die HiFi im Schaufenster stehen haben, zu diesem Kreis zählt.

Wie viele gute HiFi-Händler gibt es?
50, 100, 300 oder mehr? Und wo sind die Geschäfte zu finden? Fast täglich erreichen die Redaktion Anfragen von kaufwilligen HiFi-Freunden, die nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen. Die Redaktion kann nicht alle guten Fachgeschäfte in Deutschland oder dem benachbarten Ausland kennen.

Aber die riesige, überdurchschnittlich gebildete *) Leserschaft von stereoplay, die sich stolz zu den Insidern des HiFi-Geschehens zählen darf, kann Licht in das Dunkel bringen. Erstmalig werden durch eine große Aktion die guten HiFi-Händler herausgefunden, absolut neutral und statistisch abgesichert. Erstmalig wird es dann viele Adressen geben, wo HiFi-Freunde sorglos kaufen können. stereoplay-Leser belehren dann diejenigen eines Besseren, die behaupten, der Handel sei schlecht.
*) Leserumfrage vom Oktober 1980
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  • Anmerkung : Hier fängt die Selbstbeweihräucherung von Chefredakteur O. Dick an. Gerade die Leserschaft der damaligen "stereoplay" legte besonderen Wert auf Hochglanzfotos und tolle coole Sprüche, weniger auf die Brehsche Qualität und seinen nüchternen technischen Sprachgebrauch. Ob das obige Eigenlob ein Zeichen für überdurchschnittliche oder überragende Intelligenz (der Leserschaft) war, wird hiermit bezweifelt. Über die damalige verkaufte Auflage gibt es nur sehr wenige Informationen, die wir noch suchen.

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Editorial 2/1982
Der richtige Händler

Musikfreunde kennen das. Plötzlich wird man unruhig. Man ist mit dem Klang der HiFi-Anlage nicht mehr ganz zufrieden und findet sich immer häufiger vor Schaufenstern oder in HiFi-Geschäften wieder: Ein neuer Verstärker oder Plattenspieler ist fällig.

So reizvoll die Vorfreude ist, so schwierig scheint die richtige Auswahl des Geräts zu sein. Bei welcher Marke und bei welchem Modell ist das Geld richtig angelegt? Alleine steht man oft hoffnungslos einem schier unüberwindlichen Berg von Unklarheiten gegenüber. Auch die Beratung beim Fachhändler löst nicht immer auf Anhieb die Probleme.

Viele große Händler bieten zwar eine riesige Produktpalette, haben aber oft keine Zeit für intensive Beratung. Und beim kleinen HiFi-Geschäft kann es passieren, daß Händler A die Marke X, Händler B die Marke Y über den grünen Klee lobt, während Händler C weder den einen noch den anderen erwähnt, dafür aber in den höchsten Tönen von der Marke Z schwärmt. Verständlich, denn die Kleinen spezialisieren sich gerne auf wenige Produktlinien.

Wohin soll sich nun der hilfesuchende Interessent wenden, zum großen oder kleinen Geschäft? Die Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Großer Produktvielfalt steht eventuell weniger ausführliche Beratung gegenüber, und umgekehrt wird geringeres Angebot oft durch intensivere Beratung kompensiert. Letztlich zählt die Qualität der präsentierten Ware, der Beratung und der Serviceleistung.

Oft ist es ein langwieriges Unterfangen, bis der richtige Händler gefunden wird. Mit der Leseraktion auf Seite 60 hilft stereoplay, den beschwerlichen Weg zu verkürzen.
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Editorial 3/1982
Der Schein trügt

Der vernünftige Einstieg in die High-Fidelity beginnt mit rund 2000 Mark. Zu diesem Preis, so stand es wiederholt in stereoplay, bekommt der Käufer für sein Geld einen soliden Gegenwert: eine HiFi-Anlage, mit der Musikhören bereits viel Spaß macht.

  • Anmerkung : Und damit hat (nur) stereoplay die Wahrheit gepachtet oder doch nicht ?


Aber nicht alle 2000-Mark-Anlagen reißen ihre Besitzer zu Begeisterungsstürmen hin. Denn trotz guter Elektronik will bei ihnen keine rechte Freude am schönen Hobby aufkommen. Woran mag das liegen? Die Enttäuschten gehören mit ziemlicher Sicherheit zu den preisbewußten Käufern, die auf einen besonders günstigen „Paketpreis" hereingefallen sind.

  • Anmerkung : Die Werbung mit "Geiz ist geil" gab es damals in 1982 noch nicht, aber genau darauf zielt doch dieser Hinweis ab. Herr Dick nennt das hier "preisbewußt".


Da gibt es nämlich Händler, die ein verlockendes Angebot offerieren: Sie bieten Receiver und Plattenspieler zusammen für 1800 Mark an und stellen dazu ein Boxenpärchen, Marke Hinterwald, zu 600 Mark. Und als Komplettpreis braucht der Kunde statt 2400 Mark nur 2000 Mark hinzulegen.

Ein gutes Geschäft?
Selten. Denn sieht man sich diese Boxen, die angeblich 100 Watt Sinus vertragen, etwas genauer an, so bemerkt man rasch, daß der Schein trügt. Es handelt sich in Wahrheit um allerbilligsten Schund, hermetisch verleimt, um Neugierigen den Blick ins schauderhafte Innere zu verwehren. Da hilft auch die Dreiweg-Konstruktion nicht über die Tatsache hinweg, daß diese Kisten den Händler knapp 50 Mark pro Stück kosten. Wohlgemerkt: 50 Mark für drei Lautsprecherchassis, Filter und Gehäuse. Qualität muß dabei zwangsläufig auf der Strecke bleiben.

Der Händler, der bei diesem „HiFi"-Paket 400 Mark nachläßt, kalkuliert die Schrottboxen in Wirklichkeit mit satten 100 Prozent. Und er verkalkuliert sich gleichzeitig. Denn der angeschmierte Kunde wird seinen Laden nicht mehr betreten. Zu hoffen bleibt, daß er sich das nächste Mal für Markenlautsprecher entscheiden wird. Damit Musikhören wieder Spaß macht.

  • Anmerkung : Das obige ist natürlich dummes Zeug, denn alle Händler waren gezwungen, eine Mischkalkulation für ihre zwingend notwendigen Werbeangebote zu machen und der Hifi-Markt war um 1982 ganz besonders schwierig. Insbesondere auch so richtig in Not geratene japanische Markenhersteller lockten mit riesigen Preisnachlässen bei den Boxen, oder sie stellten die Boxen einfach (teilweise ungefragt) mit auf die Palette. Die Speditionsläger quollen geradezu über. Zu der Zeit hatte ich einen ganz guten Einblick in die verlockenden Angebote an Rainer Pohl vom Mainzer Klangstudio, wie er von den so langsam ins Schwitzen geratenen "Gebietsverkaufsleitern" umgarnt wurde.

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Editorial 4/1982
Fragwürdige Testsieger

Die Testsieger-Euphorie grassiert: Viele HiFi-Käufer stürzen sich blindlings auf die Gekürten in der Hoffnung, das Beste vom Besten zu erstehen. Und manche Hersteller starten einen spektakulären Werberummel, wenn ihr Produkt in einem dubiosen Vergleichstest um eine Nasenspitze vornliegt. Egal, ob das Ergebnis sogar unseriös zustande kam.

Dabei kann ein Zweit- oder Drittplazierter in einem Testfeld sogar ein ausgesprochen guter Kauf sein. Es kommt nämlich entscheidend auf die Spielregeln an. Beispielsweise kann der „Testsieger" eines schwachen Testfelds im Vergleich mit stärkerer Konkurrenz bestenfalls im Mittelfeld landen. Der Testsieger-Käufer wundert sich dann, weshalb der Lautsprecher seines Freundes, der etwa bei stereoplay „nur" das Prädikat gut erhielt, wesentlich besser klingt als seine eigene Sieger-Box.

Und es gibt noch etwas zu bedenken: Wohl kaum jemand käme auf die Idee, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen. Genauso sinnlos ist es, den Klang etwa eines Hornlautsprechers dem eines Elektrostaten gegenüberzustellen. Beide Systeme können auf gleich hohem Qualitätsniveau stehen, obwohl sie sehr unterschiedlich klingen. Es wäre vermessen, dann von „besser" oder „schlechter" zu reden.

Ganz bewußt führte stereoplay die Bewertung nach Klassen ein. Denn sie läßt wichtigen Spielraum für die Käufer zu, ohne sie zu bevormunden. Wer nun mal asketischen Elektrostatenklang voluminösem Hornspektakel vorzieht, möchte schließlich nicht wissen, ob der Hornlautsprecher besser oder schlechter klingt. Ihn interessiert nur, wie gut die Qualitätsstufe seines Lieblingslautsprechers ist.

Innerhalb der Klasse „sehr gut" beispielsweise finden sich dann bei stereoplay wirklich sehr gute Produkte, die sich aber im Klang unterscheiden können. Dem HiFi-Freund bleibt so die Möglichkeit, seine Anlage optimal aus Klassensiegern zusammenzustellen.

  • Anmerkung : Das hier ist natürlich ein ganz scheinheiliges und damit schauerliches Eigentor von Chefredakteur Dr. Dick, denn - ob Testsieger (wer hatte das denn eingeführt ?) oder Spitzenklasse I bis Spitzenklasse IV und dann die anderen (Unter-) Klassen, das war tiefstes ostzonales (DDR) Klassendenken (Arbeiterklasse usw.) oder Anzahl der Ohren oder der Sterne oder eine sonstige Bewertung, das war doch alles nur Schall und Rauch.
  • Bei den späteren CD-Spielern wurde quasi monatlich ein anderes Gerät "Testsieger", sodaß am Jahresende so gut wie jeder auf dem Markt befindliche CD-Spieler einmal Testsieger war und das natürlich in den (Hersteller-) Anzeigen weidlich auschlachtet wurde.

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Editorial 5/1982
Hickhack (mit den FTZ Vorgaben)

"Die ich rief, die Geister, werd' ich nicht mehr los", heißt es in Goethes Zauberlehrling. Ganz ähnlich soll es der deutschen HiFi-Industrie ergehen, glaubt man ausländischen Herstellern. Die Spötter machen nämlich - mehr oder weniger verhohlen - die deutschen Produzenten für die merkwürdigen FTZ-Messungen (siehe Seite 42) verantwortlich, denen sich ab diesem Jahr alle Geräte der Unterhaltungs-Elektronik unterwerfen müssen.

Und diese harten Bandagen, die den Deutschen als heimlicher Wettbewerbsvorteil unterstellt werden, sollen mittlerweile fast allen Japanern keine Probleme mehr machen, wohl aber etlichen Deutschen, frohlockt die ausländische Konkurrenz. Die heimische Industrie dagegen weist den Vorwurf weit von sich, und der Geschäftsführer des Fachverbands Unterhaltungselektronik im ZVEI*, Dr. Richard-Peter Bergmann, beteuert, er habe in „einer Menge Korrespondenz und Gesprächen mit dem Bundespostministerium" auf die „unsinnige Verordnung" hingewiesen und um Aufschub gebeten.

Die Industrie schiebt also den schwarzen Peter der Post zu. In diesen Hickhack schaltete sich jetzt - reichlich spät - auch das Deutsche High-Fidelity-Institut (DHFI) ein und formulierte ein scharfes Schreiben an Bundespostminister Kurt Gscheidle. DHFI-Geschäftsführer Dr. Hans Wolf von Werthern: „Die sinnlosen Bestimmungen müssen rückgängig gemacht werden. Die Folgen der Fehlentscheidung der Post dürfen nicht auf Verbraucher und Industrie abgewälzt werden."

Ob das wohl die Post kümmert? Der HiFi-Käufer kann ziemlich sicher sein, daß er die reichlich versalzene Suppe auslöffeln darf. Denn wer sonst soll die riesigen Investitionen der Industrie in Millionenhöhe, die allein für neue Meßapparaturen fällig werden, bezahlen?
* Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie e.V.
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  • Anmerkung : Dieser völlig überzogene Deutsche Zirkus ist zum Glück vorbei und seitdem etwa ab 2010 in so gut wie jedem Privathaus das 50.000er DSL in einfachen 2-Draht Kupferadern durchs ganze Haus saust, mitsamt seinem HF-Streufeld, ist Schweigen von Seiten der entmachteten Post (heute ist das die Telekom) angesagt. Es wäre ja sowieso ein Eigentor. In dem Schaltplan des SONY FA-730ES Vollverstärkers fand ich die "WG" Variante und wußte damit zuerst nichts anzufangen. WG steht da aber für West Germany, was für einUnsinn.

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stereoplay 1982-06

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Editorial 6/1982
Fruchtbarer Dialog

Wer hätte das gedacht? Der HiFi-Handel ist viel besser als sein Ruf. Allen Miesmachern zum Trotz gibt es allein in Deutschland mehr als 260 gute Fachgeschäfte.

So urteilten jedenfalls 10.400 stereoplay-Leser in einer einmaligen Aktion (siehe Seite 24). Und die müssen es schließlich wissen, da sie zu den kritischen Insidern zählen. Die ausgewählten Händler zeichnen sich vor allem durch drei Dinge aus: Sie bieten gute Beratung, präsentieren ein solides Geräte-Angebot und leisten ordentlichen Service.

  • Anmerkung : Das sind solche unglaubwürdigen Zahlen, dazu geschmückt mit lobhudeligen Attributen wie "10.400 kritische Insider") die Chefredakteur Karl Breh (ab Ende 1984 Nachfolger von Dr. Dick) später unterband. Es darf durchaus bezweifelt werden, daß in dieser kritischen Zeit um 1982 wirklich über 10.000 Leser sich die Mühe gemacht hatten, diesen großen Fragebogen auszufüllen und auch noch wegzuschicken. Herr Breh drückte sich bei meiner Zeitzeugenbefragung in 2012 sehr diplomatisch über den Wahrheitsgehalt dieser Selbstbeweihräucherung aus.


Allerdings ist diese Elite unter den HiFi-Anbietern die falsche Adresse für Pfennigfuchser. Denn sie gehört nicht zu den Schleuder-Betrieben, die oft fragwürdige Ware unbesehen zu Billigpreisen über den Ladentisch schieben. Dazu bedarf es keines Fachpersonals, keiner Beratung.

Aber es lohnt sich, beim reellen Fachhandel zu kaufen. Spätestens nach dem ersten Servicefall wurde schon mancher Billigeinkäufer eines Besseren belehrt. Und wer kauft schon eine edle Uhr, einen guten Fotoapparat oder ein solides Automobil in einem Ramschladen?

  • Anmerkung : Damals gewann die spätere "Geiz ist geil" Mentalität immer mehr Freunde und das merkten die Hifi-Studios sehr schnell. Als bestes Beispiel ist die Pleite von DUAL (und anderen renomierten Herstellern) und die Ausgliederung der BRAUN Hifi-Sparte aus dem Rasierer-Konzern zu bezeichnen. Edel-Hifi hatte dicke Probleme bekommen.

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Gute Händler gibt es also. Händler, die sich viel Mühe geben in Sachen HiFi und die stolz auf ihren Beruf sind.

  • Anmerkung : Die aber die Miete nicht mehr erwirtschaften können, denn das ist die andere Seite der Medallie.


Wie sieht es aber mit den Käufern aus? Sind es mustergültige HiFi-Freunde oder ewige Nörgler? Würdigen sie die Leistung des Händlers oder lassen sie sich stundenlang beraten und kaufen dann anschließend anderswo, um ein paar Mark zu sparen?

Stereoplay möchte auch das wissen, weil es helfen wird, den Dialog zwischen Käufer und Verkäufer zu verstärken. Deshalb wird die Redaktion alle 273 ausgewählten Händler befragen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.
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Editorial 7/1982
Ruhe vor dem Sturm

Händler und Hersteller klagen über das schlechte Geschäft. Viele HiFi-Geräte liegen derzeit wie Blei in den Regalen, und nur wenige Interessenten scheinen sich gegenwärtig für einen Kauf entscheiden zu können.

  • Anmerkung : Hier steht es ganz deutlich zwischen den Zeilen, der Hifi-Branche (und nicht nur der) ging es richtig schlecht, eigentlich "beschissen", wie es ein wirklicher Insider benannte. Und wer da kein zweites Bein hatte wie Max Grundig mit den Fernsehern, wir nennen hier insbesonder DUAL und UHER, der war am Ende.

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Die Spekulationen über die Ursachen der Zurückhaltung blühen wie nie zuvor: Da ist vom bösen Videoboom die Rede oder von der Verunsicherung durch das verwirrende, riesige Produkt-Angebot. Da wird die kostspielige Reiselust der Deutschen angeführt oder auch die hohen Benzinpreise, die den Konsumenten zum Sparen zwingen.

  • Anmerkung : Ein Teil der Probleme ist wie immer "hausgemacht". Die völlig irre Überproduktion der Japaner, die nach dem scheinbar grenzenlosen Boom einfach überflüssig war, musste abgesetzt werden - auf den Märkten, auf denen überhaupt noch Geld vorhanden war - und - egal wie. Dann war da eine ganz neue digitale Zukunftspespektive im virtuellen Raum, die selbstverständlich auch in dieser Zeitschrift immer häufiger ausgeschlachtet wird - die Digitale Schallplatte. Dann kam die Marktsättigung entgegen aller wohlmeinenden Sprüche zutage. Es waren damit Krokodilstränen, die da geheult wurden


Daß aus diesen Gründen der HiFi-Freund auf sein schönes Hobby, Musik zu hören in erstklassiger Qualität, plötzlich verzichten soll, scheint aber ziemlich paradox. Wer möchte sich denn schon tagtäglich ausschließlich von der Flimmerkiste behämmern lassen oder sich längere Zeit mit nur mittelmäßiger Wiedergabequalität seiner betagten HiFi-Anlage begnügen?

  • Anmerkung : Es gab aber leider eine Menge Mitmenschen, die sich ernsthafte Gedanken um ihren Job machen mussten und bei denen dann Genuß und Freude zugunsten des Verkaufs von Hifi-Geräten völlig schnurz war. Miete und Lebensunterhalt ware einfach wichtiger.


Stereoplay ging der Sache auf den Grund und startete eine umfassende Untersuchung. Die über 10.400 Rückläufe sprechen eine deutliche Sprache: Nur 21,9 Prozent der stereoplay-Leser sind mit ihrer gegenwärtigen HiFi-Anlage zur Zeit vollständig zufrieden; 2,6 Prozent noch nicht ganz entschieden, ob sie die eine oder andere Komponente auswechseln wollen.

Aber, und das ist Sensation und Signal zugleich, 75,5 Prozent der stereoplay-Leser - und das sind anspruchsvolle HiFi-Freunde - wollen in den nächsten zwölf Monaten eine neue HiFi-Anlage kaufen oder einzelne Bausteine ersetzen oder ergänzen.

Gute HiFi-Produkte sind also nach wie vor gefragt, und schon bald dürften auch die Interessierten wieder häufiger in die Fachgeschäfte gehen.

  • Anmerkung : Man nennt das auch : Mut machen (also merkeln) und damit die Bundestagswahl gewinnen (wie damals Gerhard Schröder auf dem Deich im Ossiland). Doch mit diesen Lobhudeleien konnten die Hifi-Studios die Miete nicht bezahlen, denn es kam ja eine Zeit lang (also fast den ganzen Sommer 1982) wirklich keiner mehr ins Hifi-Studio, nicht mal nur zum Gucken bzw. Ansehen.

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Editorial 8/1982
Falsche Spar-Politik

Ein merkwürdiger Trend scheint sich breitzumachen: HiFi-Geräte der Einsteiger- und sogar der Mittelklasse werden schlechter.

Bei den Geräten der unteren Preisgruppen verdrängt immer häufiger Billig-Plastik das solide Aluminium, fallen Bedienelemente, Anschlußbuchsen und -klemmen so windig aus, daß sie ihre Funktion nur mangelhaft erfüllen können: Geräte mit vorprogrammierter Kurz-Lebensdauer verunsichern HiFi-Freunde.

Wer zu den Anhängern der Wegwerf-Philosophie zählt und in kurzen Zeiträumen sich immer wieder mit neuen Produkten eindeckt, dem sollte der Spartrend mancher großer Firmen eigentlich recht sein. Leider bleibt aber meist bei den Billigst-Ausführungen auch der Klang mit auf der Strecke, wie beispielsweise der Receiver-Test in Heft 8 auf Seite 30 zeigt.

Wem ist also letztlich damit gedient? Keinem. Gewiß kann man verstehen, daß große Firmen ihre teuren Produktionsanlagen auslasten müssen und deshalb besonders attraktive Angebote in den Markt bringen wollen. Aber mit Billigst-Geräten schlechter Qualität geht der Schuß nach hinten los, sie werden auf lange Sicht eher weniger statt mehr Käufer anlocken.

Denn wenn Einsteiger gar nicht erst erleben dürfen, wie schön HiFi klingen kann und was Verarbeitungsqualität heißt, dann kaufen sie in Zukunft vielleicht lieber ein schnelles Motorrad - und beweisen, daß ein vorschnelles Geschäft letzten Endes Käufer vergrault.

Der richtige Weg scheint mir zu sein, auch Geräte unterhalb der Mittelklasse in solider Qualität anzubieten und dafür auf etliche, vom Käufer nie benutzte Einrichtungen zu verzichten. Was soll etwa ein Moving-Coil-Eingang in einem 500-Mark-Vollverstärker? So eingesparte Kosten würden solidere Bauelemente und besseren Klang ermöglichen - und zufriedene Käufer.

  • Anmerkung : Auch etwas zu scheinheilg, die vorgeblich here Absicht, den Herstellern in Fernost besonders gute Ratschläge an die Hand geben zu wollen, aber die eigenen Beiträge zu dieser Produktpolitik zu ignorieren. Schaue ich mir die vielen aussagelosen Lulli-Tests und die aussagelosen Bewertungen und die Lulli-Artikel in der stereoplay an, so hätten man damals die eigenen Redaktionsräume zuerst mal durchkehren sollen.

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stereoplay 1982-09

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Editorial 9/1982
Schade

Die High Fidelity, vor rund 30 Jahren von einigen Enthusiasten ins Leben gerufen, soll Musik in möglichst perfekter Qualität den Liebhabern schöner Klänge ins Heim bringen. Dazu bekannten sich Millionen begeisterter Musikfreunde, die tagtäglich viele Stunden vor ihrer HiFi-Anlage sitzen und unendlich Spaß beim Hören haben.

Und dazu verhelfen auch spezielle HiFi-Messen, auf denen sich die Insider über neue Geräte und Technologien informieren können und Einsteiger wie auch Neugierige leichten Zugang zu einer der schönsten Freizeitbeschäftigungen finden.

Die Düsseldorfer Messeveranstalter konnten mit Recht stolz darauf sein, alle HiFi-Freunde anzusprechen und obendrein viele neue zu gewinnen. Denn seit diesem Jahr gibt es keine reine HiFi-Messe mehr. Das Medium Video hat sich auch auf der „hifivideo" breitgemacht und drängt die HiFi-Produkte zur Seite.

Den HiFi-Freunden ist das sicher nicht recht, denn sie interessiert Video höchstens am Rande. Und gerade dort wird jetzt das HiFi-Geschehen verlaufen. Denn Anbieter, die HiFi- und gleichzeitig Video-Produkte präsentieren, stellen das neue Medium stark in den Vordergrund - das zeigte bereits die Berliner Funkausstellung, wo einige HiFi-Leckerbissen lieblos in der Ecke herumstanden.

Auch sind etliche Hersteller mit der Mischehe nicht einverstanden. Die einen beugen sich zähneknirschend, die anderen bleiben fern, und wieder andere - immerhin mehr als 60 Markennamen - veranstalten eine Parallelmesse im Düsseldorfer Intercontinental-Hotel, gleich neben dem Messegelände. Schade, denn Sinn und Zweck einer Messe werden fragwürdig, wenn nicht alle Anbieter unter einem Dach versammelt sind.

  • Anmerkung : Karl Breh von der (in 1982 noch) konkurrierenden Hifi-Stereophonie und Vorsitzender des DHFI hatte mir in 2012 erzählt, daß es fast hunderte von Sitzungen mit der Messegesellschaft und den wichtigen großen Ausstellern gegeben hatte.
  • Und die Messegesllschaft (mußte) muß immer eine Mindestfläche vermieten, damit sich solch eine Messe überhaupt lohnt. Der Kampf wäre beinahe im großen Knartsch "ertrunken" - also der Absage der ganzen Veranstaltung und Breh versuchte zu retten, was zu retten war. Doch davon bekam Dr. Dick anscheinend fast nichts mit.

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Editorial 10/1982
Ruhig abwarten

Das Thema 1 auf der Düsseldorfer "hifivideo 82" war die Digitaltechnik. Viele Hersteller zeigten Compact-Disc-Plattenspieler und manche präsentierten PCM-Recorder. Die stark frequentierten Vorführungen mit der neuen Aufzeichnungstechnik verschafften dem Besucher erste Einblicke in die Unterhaltungselektronik von morgen.

In der Tat beschert die Digitaltechnik dem HiFi-Freund neue Möglichkeiten auf dem Weg zur perfekten Musikreproduktion. Man darf sich also auf die Zukunft freuen. Die Betonung liegt aber dabei auf dem Wörtchen Zukunft, denn es ist noch ein gutes Stück Weg bis zum hochgesteckten Ziel.

Die Verwirrung, die gegenwärtig bei vielen HiFi-Jüngern herrscht, ist völlig unbegründet. Ganz sicher braucht man seine konventionellen Geräte nicht auf den Schrott zu werfen.
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  1. Erstens sind PCM-Recorder mit mindestens 5.000 Mark noch sehr teuer.
  2. Zweitens ist der Digital-Plattenspieler noch nicht den Kinderschuhen entwachsen - bisher gibt es nur handgestrickte Prototypen, und die Markteinführung läßt noch auf sich warten.
  3. Drittens ist der Compact-Disc-Spieler mit rund 2.000 Mark ebenfalls nicht für jeden erschwinglich. Und viertens gibt es anfangs nur eine sehr begrenzte Auswahl an Plattentiteln in geringer Stückzahl.

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  • Anmerkung : Das war schlichtweg eine geplant lancierte Fehlinformation, denn der SONY CDP 101 zum Beispiel war seit einigen Monaten auf dem japanischen Markt in Stückzahlen zu sehen. So sollten die potentiellen Interessenten überredet werden, doch bitte schön "den alten Kram" zu kaufen. Doch das "Überzeugen" gelang nicht, und "übereden" ließen sich die wenigen Interessenten auch nicht, sie kauften einfach nichts mehr.
  • Rückblick : Ein absolut gleichartiges Ereignis kannte man doch von der Einführung von UKW auf dem deutschen Radio-Markt 1951 und von der Einführung des deutschen Farbfernsehens 1966/67, als - zum Beispiel - bei SABA dadurch beinahe die Lichter ausgingen. Keiner wollte mehr schwarz weiße kaufen. Und - vor allem - keiner hatte von diesen beiden Perioden irgend etwas gelernt, nur noch Jammern war angsagt


Es lohnt sich also auch heute noch, einen guten konventionellen Recorder oder Plattenspieler zu kaufen. Die Sache mit der Digitaltechnik kann man ruhig abwarten, bis die Geräte ausgereift und erschwinglicher geworden sind. Dann allerdings kommt kein engagierter Musikfreund an ihr vorbei. Früher oder später wird ihn die Qualität der neuen Technik in ihren Bann schlagen.

  1. Anmerkung : Diese letzten Sprüche sind der werbenden Klientel geschuldet, die ja mit den kleinen und großen Anzeigen diese Zeitung am Leben erhält. Der Leser bzw. Kunde aber konnte mit diesen obigen durchsichtigen Empfehlungen der Magazine, die ja mit jedem weiteren populistischen Artikel oder Report über die bald kommende CD Öl ins Feuer gossen, nicht mehr viel anfangen, er wartete einfach ab.
    Also dieser Vorschlag des Abwartens war für die Hersteller und Händler natürlich auch Unsinn. Die konnten doch nicht mehr abwarten. Tausende von Mitarbeitern wollten ihren Lohn haben und die Mieten und Gehälter bei den Hifi-Studios liefen doch auch weiter.

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Editorial 11/1982
Was Wunder

Wunder gibt es immer wieder - anscheinend aber nicht in der High-Fidelity. Denn bisher entpuppten sich alle, oft mit spektakulären Werbeversprechen reichlich dekorierten, spottbilligen Wunder-Produkte bei näherem Hinsehen als Seifenblasen, die nur zu leicht zerplatzen. Eigentlich sollte sich keiner darüber wundern. Qualität hatte nämlich schon immer ihren Preis, und sie wird ihn auch in Zukunft immer haben.

Wenn also jemand verspricht, er könne beispielsweise einen 500-Watt-Verstärker für 800 Mark liefern, der alles in den Schatten stellt, oder er könne das beste Laufwerk der Welt, konstruiert von einem Professor (der freilich ungenannt bleiben will), zum Preis eines Versandhaus-Geräts herstellen, oder wenn er behauptet, er könne einen überragenden Super-Lautsprecher für ein paar hundert Mark verkaufen, dann werde ich skeptisch.

Sind denn alle renommierten HiFi-Unternehmen mit ihrem Stab qualifizierter Konstrukteure Deppen? Oder scheffeln die das Geld nur so im Schlaf? Wohl kaum.

Erstens können Deppen keine hervorragenden Geräte auf die Beine stellen, wofür es genügend Beweise gibt. Und zweitens scheint es mit dem Verdienst auch nicht so toll zu sein, wie man leicht an den erschreckenden Bilanzen vieler Firmen ablesen kann.

  • Anmerkung : Hier schreibt es der Chefredakteur auch wieder ziemlich versteckt zwischen den Zeilen. In den Jahren 1980 bis 1983 ging es der Hifi Branche sehr schlecht und viele Firmen taumelten am Rande des Abgrunds oder mußten sich ganz plötzlich und unerwartet verabschieden.

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Es sieht doch eher so aus, daß die Versprechungen mancher Geldmacher mit der wirklichen Qualität ihrer Produkte absolut nichts gemeinsam haben. Und das ist schlimm für den Käufer. Er ist letztlich der Angeschmierte. Er wird sich grün und blau ärgern, wenn er herausfindet, wie schlecht sein gekauftes „Super"-Gerät tatsächlich ist, und daß bei einigen Geschäftemachern Dichtung und Wahrheit meilenweit auseinanderliegen - was Wunder.

  • Anmerkung : Das war aber schon immer so und in den Jahren nach 2010 wollte der (EU-) Gesetzgeber die Bürger sogar per Gesetz vor der eigenen Dummheit schützen. Doch die Marktbeobachtungen hatten ergeben, der potentielle Kunde war und ist überwiegend naiv, denn : "Geiz ist geil." Es gab ja einen ernsthaften Grund, warum eine sehr große Elektro-Kette (man nannte sie auch die "Blöd-Märkte" - "ich bin doch nicht blöd") mit solch einem Slogan so erfolgreich geworben hatte.

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Editorial 12/1982
Die Wahrheit

Hie und da wird schon mal Kritik an einem Lautsprecher laut, der von stereoplay im Test reichlich mit hervorragenden Prädikaten bedacht wurde. Bei irgendeinem Händler oder beim erwartungsvollen Käufer zu Hause will die Vorführung nicht so recht überzeugen. Und dafür gibt es eine Reihe guter Gründe.

  • Anmerkung : In den ganzen Lautsprechertests dieser Zeitschrift wurde meines Wissens nach nie etwas über das Einlaufen von Basschassis geschrieben. Damit haben mit Sicherheit auch einige der jeweils getesteten brandneuen und teuren Edel-Boxen ihre Probleme gehabt und eine vernünftige Aussage über den Klang war damit gar nicht möglich.

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Erstens hat nicht jeder, der die neuen Lautsprecher ausprobiert, die gleichen Verstärker und Plattenspieler samt Tonabnehmer wie die Testredaktion. Zweitens sind Abhörräume in der Akustik sehr verschieden, und Raumresonanzen oder Höhenbedämpfung beeinflussen ganz massiv das Klanggeschehen. Drittens unterscheiden sich die Aufnahmen verschiedener Schallplatten erheblich. Und viertens schließlich spielt der persönliche Geschmack eine wichtige Rolle.

Kann der Käufer also mit Testergebnissen so gut wie nichts anfangen? Er kann. Voraussetzung ist allerdings, daß er gute HiFi-Geräte besitzt, mit denen er die Boxen betreibt, und daß er sich an die Empfehlungen der Tester hält, die in der Praxis die günstigsten Kombinationen herausgefunden haben.

Auch muß der Raum akustisch untadelig sein. Es dürfen also beispielsweise keine Paneele mitschwingen oder überreichlich vorhandene Polstermöbel und Teppiche die Höhen stark bedampfen.

Sehr sorgfältig müssen auch die Platten ausgesucht werden. Denn wenn die Aufnahme schon nichts taugt, braucht man sich über schlechten Klang nicht wundern. Und sogar die Ohren können lernen, die Wahrheit herauszufinden.

Man muß schon öfters ins Konzert gehen - nur Aufführungen ohne Übertragungsanlage zählen -, um zu wissen, wie eine Geige oder Trompete wirklich klingt und was es mit der Ortungsschärfe auf sich hat. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird man leicht feststellen können, daß stereoplay-Testergebnisse grundsätzlich nachvollziehbar sind.
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