Power ohne Ende, bis das der Tod uns trennte.
Das war das "Lied vom Tod" (der "abgeschossenen" Tieftöner) in noch so dicken Boxen. Die dicken gewichtigen Stereo- Power- Endstufen schossen in den 70ern wie Pilze aus dem Boden. Phantasievolle englische Namen wie Orpheus, Macintosh, SAE, Crown, Phase Linear und Accuphase (also nicht Akkuphase) standen gegen Braun, Sennheiser, Saba Telewatt, Klein&Hummel und andere deutsche Fabrikate.
Und der moderne Hifi-Jünger strebte nach güldenen Frontplatten, natürlich "Watt" ohne Ende und auch das Gewicht musste stimmen. Später kamen dann auch noch die Massen der Japaner mit ihren 1 Kilowatt Monoblöcken auf den Markt. Unbestritten, die gingen alle richtig laut, doch geklungen haben die meisten dieser gewaltigen Kraftwerke nie. An den englischen Tannoy Berkeley und Tannoy Arden mit ihren hocheffizienten Koaxioalsystemen trennte sich die Spreu sogleich vom Weizen. Und an den JBL Ti250 ging manchem Boliden die Puste aus.
Auch packte manchen Hifi-Kunden das blanke Entsetzen, wenn er im Beisen des Technikers in seinen sündhaft teuren amerikanischen Phase Linear 700 oder den SAE 1000 reinblicken durfte. Das war billigste Alublech Bastelarbeit aus USA mit toll gestylten Frontplatten, bei uns über teure Hochglanz- Image- Kampagnen extrem teuer verkauft und klanglich war es doch nur obere Mittelklasse.
Alleine Bose machte da (anfänglich) eine Ausnahme. Die Bose Riesenendstufe wurde als reines sogenanntes "PA" Kraftwerk für die großen Bühnen dieser Welt entwickelt und lieferte Power ohne Ende. Erst später meinte ein Marketing Mann zum Entsetzen der eigenen Fachleute, das Teil könne man auch als Hifi verkaufen. Flugs wurde bei Bose auch noch ein dicker großer Vorverstärker entwickelt. Die Bose 4000 waren als Endstufen nicht schlecht, aber geklungen hatten sie meist nicht.
Nach vielen Vergleichen mit Endstufen ab 200 Watt Dauerleistung bin ich 1989 bei der Accuphase P800 Endstufe hängen geblieben und bislang glücklich und zufrieden und wir schreiben 2010 !!



