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SONY in den Anfangs-Jahren um 1967 bis 1972

a SONY is a SONY
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es werden immer mehr
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Ein Rückblick in die Zeit um 1969 offenbart eine Menge an bewußt geschürten Vorurteilen und lancierten "Wahrheiten", die wir Hifi-Jünger alle liebend gerne geglaubt hatten.

Die Hifi Zeitschriften und die frühen Hifi-Jahrbücher (ab etwa 1967) hatten Hochkonjunktur, denn soetwas wie rechts auf den Anzeigen war immer noch teuer, damit selten und oft edel. Dazu kamen die lobhudelnden Testberichte von angeblich gestandenen Fachleuten, weniger von Diplomingenieuren - und solch einer wollte ich ja erst noch werden (damals).

Und so wurden mit Anzeigen und Testberichten
mehrere Firmen auf bestimmte elitäre Sockel gehoben. Vor allem wurden da (sogenannte unverbindlich empfohlene) Bruttopreise angegeben, die uns die Schuhe ausgezogen haben.

Eine Firma stach aus der Menge der Japaner heraus. Das war SONY ein Anbieter mit einer ganzen Palette edler Hifigeräte, die sich von den anderen abhob. SONY hatte gebürstete Aluminium Frontblenden und Knöpfe aus vollem Aluminium und die Geräte waren richtig schwer. Das Design dieser ganzen Produktlinie war dennoch schlicht und vertrauenseinflößend solide.

Die empfohlenen Verkaufs-Preise waren natürlich (auch) überhöht und man konnte da schon etwas heraushandeln. Das Produktspektrum war "Alles in Allem" herausragend, für damals jedenfalls

So verirrten sich zu mir ein SONY STR-6120 Receiver, ein TC651 Tonbandgerät und im Laufe der Jahre mehrere CD-Player (vom CDP 557ES bis zum CDP XA 50 ES) unterschiedlicher Güte und viel später nach 1990 diese drei (gleichen) DAT Recorder vom Typ DTC 55ES. Als letztes Sony Gerät haben wir vor Kurzem das Spitzenkassettengerät TC KA6ES geschenkt bekommen. Alle Geräte sind aus unterschiedlichen Jahren und haben unterschiedliche Alleinstellungsmerkmale.

Und so wurde das Interesse geweckt und natürlich auch der Ehrgeiz ....

Natürlich waren die Preisvorstellungen exorbitant übertrieben. Doch das bekamen wir erst viel später raus. Drückten wir unsere Nasen bereits an den Schaufenstern mit den tollen Braun Hifi-Geräten platt, (ein Regie 510 für DM 1998.-) so war Sony mit einem Receiver für 3.200.- Mark im Hifi-Himmel angekommen. Dazu wurde uns von den Redakteuren dieser Magazine indoktriniert, daß der Preis (und damit der Preisunterschied) "durchaus" die Qualität (-sstufen) wiederspiegele.

Es dauerte aber nicht allzulange, bis wir diesem Irrtum auf die Schliche kamen.
Jener SONY Receiver, an dem mein Herz hing, sollte zwar im Laden etwa 3390.- D-Mark kosten, doch bei unseren "Beschützern" in deren riesigen amerikanischen Hifi-Shops (die hießen europaweit "Audioclubs") war der gleiche europäische 220 Volt Exporttyp für umgerechnet ganz knapp unter 1200.- D-Mark angepriesen.

Das erschütterte die Grundfesten unserer bisherigen Erfahrungen und unseres Wissens. Wir werden (oder würden) da ganz schön über den Tisch gezogen.

Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Den Rest kann sich "der geneigte" Leser denken . . . . . .

Anmerkung und Warnung :

Bei sehr vielen historischen Receivern der 1970er Jahre von SONY ist die Glasscheibe der UKW Skala von hinten weiß bedruckt. Diese Farbe ist nicht mehr wasserfest und geht selbst mit lauwarmem Wasser relativ schnell ab. Dann ist die Scheibe blank und der Spaß ist vorbei. - Schade.

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