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DENON aus Japan - in unseren Augen ein Accuphase Clone

Ein erster DENON Prospekt aus 1975 - mit nur 3 Produkten

Die ersten Geräte von DENON waren von der Optik nicht berauschend und darum "entglitten" sie unserer Aufmerksamkeit. SONY und Accuphase hatten die Optik viel besser im Griff und das zahlte sich aus.

Die Hifi-Jünger der 1970er Jahre wandten sich ab vom Zählen der Knöpfe und Tasten - wie bei Grundig - hin zum Zählen der WATT wie bei SONY. Doch dann kamen die "güldenen" und vor allem dicken ALU-Frontplaten von Accuphase und die waren toll. Auch die Drehknöpfe aus schwerem "güldenen" Metall fühlten sich (beim Drehen) super an. Das hatte zwar alles mit dem Klang nichts zu tun, doch wir wollten Hifi auch fühlen, also nicht nur die "Erschütterungen" das Fußbodens oder des ganzen Hauses durch den Tiefbass.

DENON stieg da meines Wissens nach deutlich später ein und wurde oftmals mit Accuphase verwechselt. Sie kopierten das goldene Design so geschickt, daß es zwar irgendwie anders war, dennoch dem Accuphase- Original täuschend ähnlich aussah.
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Irgendwann vor langer Zeit (in 2002) bekam ich einen DENON AVP-A1 THX Vorverstärker (aus 1995) mit Dolby Digital usw.

Der AVP-A1 Vorverstärker
sehr vielfältige FUnktionen
2 sehr gute und teure Endstufen

Es war vermutlich eine Rücknahme oder ein Austausch eines Aufsteigers von 4+1 auf 5+1 oder 7+1, ich weiß es nicht mehr, es ist zu lange her. Der AVP-A1 (aus dem Jahr 1996) "kann" eben nur 5+(-), also nur 5 Kanäle ansteuern. Die Video- und Heimkino-Freaks wollten aber angeblich alle 7+1 oder 9+1 oder noch mehr Kanäle, weil ihnen die Werbung "noch mehr" oder "ein Vielfaches an Genuss" mit "noch mehr Klang" versprochen hatte. Sie hatten es geglaubt - hatten zwar nur eine einzige DVD mit dem entsprechenden Ton drauf - aber eine neue Anlage mußte her.

Der AVP-A1 Vorverstärker/Steuerverstärker war und ist mit 6.590.- DM das teuerste Gerät
in der ganzen 1999er DENON Hifi-Preisliste gewesen. Die beiden Endstufen POA-T2 und POA-T3 (mit insgesamt 5 Kanälen) kamen mit weiteren 3.600.- DM hinzu. Es fehlten noch der Tuner, der Plattenspieler und die Boxen und flugs war man bei 25-tausend DM.

Ganz unbestritten sehen diese drei goldenen Boliden beeindruckend aus. Wer es liebt, noch mehr zu sehen als bereits exzellent zu hören war, dem dürften sie gefallen.

Mal sehen, ob ich den 1998er Prospekt teilweise abbilden kann. Wenn weitere frühere Prospekte auftauchen, werden die auch in Auszügen dargestellt.
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DENON fing einmal ganz klein an - mit herausragenden Geräten

Der schweizer Schmalfilm-Kamerahersteller und Importeur BOLEX bewarb die ersten drei DENON Hifi-Geräte mit überschwenglichen Sprüchen bereits 1975. Vorher war der Name bei uns nicht bekannt. DENON ist nämlich nur eine Marke von NIPPON COLUMBIA, dem japanischen Ableger der amerikansichen Columbia Plattenfirma aus 1910.

In der Historie der Firma bzw. des Namens DENON wird ganz schön aufgetischt. So wird unter den Tisch gekehrt, das es zwei ganz unterschiedliche Unternehmenszweige gab, die Profis und die Consumer- Leute. Das war übrigens fast identisch mit JVC, deren Consumer-Sparte sich auch mit den Lorbeeren der Profi-Abteilung schmückte.

Angeblich, so wird in der Historie suggeriert, hat erst DENON die CD ab 1982 weltweit hoffähig gemacht. natürlich steht dort kein Wort von Philips oder SONY.

Ab 1971 wurden in Japan die ersten DENON Plattenspieler angeboten, für die eigenen LPs. Die Zeit so um 1975 ist ausgespart - die Zeit des Importeurs Bolex schon lange Vergangenheit.
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Eine überzogene Erwartungshaltung

Wurden 1975 erst 3 Geräte angeboten, waren es 1977 bereits 8 Geräte/Modelle und 1978 waren es bereits 19 Geräte/Modelle. Doch dann kam mit der eigenen Werksniederlassung der Umschwung und es wurde um 1984 eine richtig große Produktpalette aus dem Boden gestampft. Wer immer das entschieden hatte, er verkannte damals schon, daß der Wettbewerb nur eine Straße oder eine (Vor-) Stadt weiter war, nämlich SONY und später dann Accuphase, denen man bei DENON nacheiferte. Übrigens wurde die CD von DENON erfunden - oder etwa doch nicht ?
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SONY schlug in den 1990er Jahren mit einer Palette von 24 CD-Spielern dem Faß den Boden aus. Die anderen wie zum Beispiel Pioneer, Onkyo, Sharp und SANSUI und Kenwood usw. und auch DENON mußten wohl oder übel hinterherziehen. Der Kapitalaufwand war immens, der Gewinn wurde immer kleiner und der europäische Markt wurde dazu auch schwächer. Es war die Zeit der VHS Video-Recorder gekommen, Hifi trat ins Hintertreffen.
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