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Hier etwas mehr über die Hifi-Qualitäten und Interna DTC-55

Die das DTC55ES Chassis und das "DAT Tonband" betreffenden Eigenschaften haben wir auf der Magnetbandseite des DTC-55ES etwas genauer dargestellt. Hier im Hifi Museum wollen wir mehr auf den Aufwand der edlen Hifi-Qualität eingehen.

Durch reinen Zufall
sind wir an das SONY Service Manual herangekommen, das nicht ganz so weit verbeitet ist wie das Bedienungshandbuch. Dort sind eine Menge an Informationen drinnen, die bezeichnend für diese Qualitätsstufe der SONY Geräte ist.

Sicher haben auch andere Edel-Hersteller auf der Welt super tolle Geräte im Hifi-Bereich, doch dieses Gerät hat besondere Eigenschaften für unsere Verwendung als (nur noch) D/A und A/D Wandler. Darum gibts hier etwas mehr darüber zu erzählen.

Das 68 Seiten Service Manual stammt aus 1990. Ab 1994 war die DAT Zeit fast schon vorbei.

Zur Übersicht das Blockschaltbild des DTC-55

Das Übersichts-Digramm des DTC-55-ES - nochmal draufklicken zum Vergrössern

Ein analoges Signal geht vom Eingangspegelregler durch einen Tiefpass Filter, um die A/D Wandler nicht zu überlisten oder zu überfordern. Was der Fader (übersetzt Schieberegler) dort macht, ist nicht schlüssig. Der PCM Baustein, der "Pulse Code Modulator", erzeugt das aufzuzeichnende Signal für das DAT Laufwerk und !! gleichzeitig das digitale SPDIF Ausgangs-Signal, das uns so am Herzen liegt.

Ein digitales SPDIF Eingangs-Signal
(oder das Signal vom DAT Drive) wird vom PCM Baustein decodiert, im D/A Wandler gewandelt und über einen Entzerrer Baustein an einen dortigen Tiefpass Filter übergeben. Ein Aufhol/Entkopplungs- Verstärker erzeugt das niederohmige analoge Ausgangssignal. Bemerkenswert ist der wirklich hochwertige Kopfhörerverstärker für eine 32 Ohm Last. Dieser DAT-Recorder hat zwar nur zwei (2-Kanal) Wandlerbausteine, doch die überragende Kanaltrennung ist jenseits aller Forderungen.
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Das Netzteil des DTC-55 ist ebenso bemerkenswert

In dem Blockschaltbild oben sind gerade mal eine digitale und eine analoge Spannungsversorgung aufgeführt.

Das sieht trivial aus, ist es aber nicht.
Schaut man im Service-Manual genauer hin, so sind es sage und schreibe 10 verschiedene Spannungen, die dieses Gerät innen erzeugt und anliefert. Und das ist nun gar nicht mehr tirvial. Denn dafür wurden 9 Spannungsregulatoren eingesetzt.

Ein Laie würde jetzt fragen: Wozu braucht man -10V, +5V, +6,6V, nochmals +5V, -24V und weitere +5V, +12V, +5V, -12V, -5V und zuletzt nochmal -5V ?

Eine absolute saubere elektrische und räumliche Trennung
des analogen Teils vom digitalen Teil ist immer noch unabdingbar. Gleiches finden Sie auch in hochwertigen CD Playern.
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Die technischen Daten untertreiben

Uns interessiert eigentlich nur der elektronische Teil des DAT Recorders. Die Daten, die Sony für den Betrieb als Tonbandgerät angibt, sind stark untertrieben. Warum sie das gemacht haben, ist nur bedingt verständlich. Die reale Audio-Qualität ist nur von der Linarität der Wandler und des analogen Teils abhängig.

Die Frequenzen oberhalb von 20.000 Hz sind mit steilflankigen analogen Filtern im Signalweg begrenzt. Vor dem D/A Wandler sitzt zudem noch ein digitales Filter, dessen Funktion ich nirgendwo ermitteln konnte.

Bei Longplay wird ein Frequenzgang über Band von 2 bis 14.000 Hz angegeben mit bereits sehr geringer Toleranz von 0,5dB. Die von mir gemessene Toleranz der Elektronik (also ohne Band) liegt mit 0,2 bis 0,1dB deutlich darunter. In den Prospekten von 1991 wurden dann auch verbesserte Werte für den DTC-55 angegeben.

Einblicke in den DTC55ES, DTC-60 von 1994 und den DTC2000 von 1993 gibt es bei uns im Tonbandmuseum. Danach musste sich auch der Riese Sony mit dieser Technologie geschlagen geben. Diese DAT Technik war dann überholt.


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