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AIWA, irgendwann eine SONY Tochter

Die Legende sagte mal : AIWA wäre eine von SONY gegründete Tochterfirma, um außerhalb der Marke SONY das Billigsegment abzudecken. Irgendwie hatte das aber nicht gestimmt, weil AIWA bereits 1951 "vorhanden" war. Laut der amerikanischen Wikipadia sei AIWA erst in 2003 endgültig von SONY aufgekauft worden, war aber seit 1961 an der Tokyoer Börse gelistet. Also auch da stimmt etwas nicht.

Die Lobeshymnen der Amerikaner über AIWA sind sehr schön gefärbt. AIWA war nie der weltweit "führende Hersteller" von allem und jedem in der Hifi Branche, sondern bei den ganzen Billiggeräten und den mobilen Teilen sehr weit bekannt - jedenfalls laut der Anzeigen in den US Magazinen und hier in Europa.
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Daß AIWA der großen SONY bei den Walkmännern Konkurrenz gemacht hatte, ist zu bezweifeln, denn SONY hatte eine geschickte Strategie, wie zum Beispiel auch die Firma Engel hier aus Wiesbaden. Engel hatte sich zum Weltmarktführer bei ganz bestimmten Lötkolben empor gearbeitet - den damals sehr bekannten "Engel Lötern" - und damit das nicht irgendwann von den Asiaten übernommen würde, hatte Engel selbst eine asiatische Firma gegründet und hunderttausende von Clones auf den Markt gebracht (geworfen), und das noch unter hunderten von verschiedenen Namen und Bezeichnungen - die Idee war einfach genial.

Es hatte funktioniert. Die Japaner und andere Asiaten glaubten wirklich, dort ist oder wäre nicht mal die kleinste Lücke mehr frei, bis heraus kam, daß der Senior-Chef von Engel selbst dahinter gesteckt hatte.
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Laut der Infos ist also AIWA bereits seit 1982 im Mehrheitsbesitz (54%) von SONY und damit ab 1982 hundert Prozent weisungsgebunden, was die Produkte anging. AIWA sollte SONY den Rücken bei besondes billgen Geräten für den amerikanischen "Vallue"-Markt freihalten. SONY wollte oben herum aufreten.

Daß das Ziel irgendwann verwischte und die Ingenieure bei AIWA einen wirklich tollen DAT-Recorder herausbrachten, sogar ehe SONY seinen eigenen DTC 1000 ES vorgestellt hatte, war vielleicht ein (vermutlich sogar gewollltes) Mißverständnis oder der japanischen Mentalität zuzuschreiben.

Jedenfalls der AIWA DAT von 1989 war für 3.500 DM mitnichten ein Billiggerät. Im CC-Kassettenbereich, dem Receiver- und Verstärkerbereich wurde diese Trennung der oberen und unteren Qualitäten später auch verwischt, warum auch immer. Laut diverser Presseinfos sollte doch dieser Billigbereich absichtlich nicht mit dem hochgehaltenen SONY Image kollidieren.

Ob es zwischen den Managern von AIWA und SONY deshalb öfter mal gekracht hatte, ist nicht herausgekommen, denn Japaner sind da sehr eigen und erledigen manche Dispute schweigend.

Mit dem aufkomenden Wettbewerb kam AIWA ab den späten 1990ern ins Schleudern und der Chef mußte die Hälfte der Mannschaft entlassen - mit weiteren Verlusten.

Nach einem mehrer Jahre dauernden Auf- und Ab hat SONY das Label AIWA terminiert und beendet.

Mehr über AIWA Tape-Produkte finden Sie im Magnetbandmuseum.
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Hier eine Übersicht über die AIWA Seiten im Hifimuseum

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