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TEAC (Japan)

vom Jan. 2018 - TEAC hatte - ähnlich wie SONY - mit Reel- Bandgeräten angefangen und mußte dann unbedingt auch die restliche Hifi-Elektronik mit anbieten. Bei Bandgeräten waren sie recht gut bei TEAC, vor allem die semiprofessionellen und - kurz vor Ende der Tonbandzeit - professionellen TASCAM Maschinen waren anerkannt. Doch Willi Studer hatte ihnen mit der semiprofessionellen Revox A77 und B77 viel von dem ehemals großen Kuchen weggenommen. Zu den TEAC Tonbandgeräten geht es hier ins Tonband-Museum.

Bereits 1971 hatte TEAC 3 Hifi-Komponenten angeboten

Wir Hifi-Fans haben das damals zwar zur Kenntnis genommen, doch in die engere Wahl waren diese Hifi-"Kisten" dieser dedizierten "Tonbandfirma" nie gekommen. Die Alu-Knöpfe hatten zwar auf den Fotos geblitzt und geblinkt wie selten zuvor, doch irgendwie war diese schwarze Optik (noch) nicht vergleichbar mit den noch mehr blinkenden Silberknöpfen der SONYs, PIONEERs, KENWOODs, SANSUIs - und der anderen damals auch sehr bekannten japanischen Namen. DENON und ACCUPHASE und wiederum ganz andere gab es damals noch nicht.
Darum gleich hier mal ein Blick auf diese 3 ganz frühen TEAC Hifi-Geräte :

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TEAC AG-6500 (Receiver)

Ein Receiver der Spitzenklasse: Dauertonleistung 50 W/50 W bei 0,03 % Verzerrungen !
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  • Anmerkung : Das "Obige" war Dank Karl Brehs Aufklärung in der Hifi-Stereophonie eine ziemlich dämliche und vor allem nichtssagende Aussage bzw. unqualifizierte Spezifikation. Das gilt für fast den gesamten Rest der Zeilen hier unten drunter.

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• Endstufen in "direktgekoppelter Differentialtechnik" (was soll das sein ?) : außerordentlich linearer Frequenzgang bis zu den Grenzen der Hörbarkeit mit sehr geringen harmonischen Verzerrungen, einem hohen Fremdspannungsabstand und demzufolge einer außergewöhnlichen Klangqualität -

• Durch einfachen Umschalter: überspielen von einem Bandgerät zum anderen -
• Überwachungsmöglichkeit der Bandgeräte 1 oder 2 oder des Programm-Materials während des Kopiervorganges -
• Gleichzeitige Aufnahme mit zwei Bandgeräten -
• Rauscharmer HF-UKW-Teil, bestückt mit drei FET's -
• Zwei FM-Antenneneingänge -
• Hohe Trennschärfe: sechs keramische ZF-Stufen -
• Neuartige Rauschunterdrückung -
• Große, übersichtliche Linearskala: hohe Abstimm-Treffsicherheit -
• Feldstärke- und Mitten-Anzeige -
• FET-Eingangsteil und 3stufige ZF für Mittelwelle -
• Eingebaute Ferrit-Antenne -
• Geregeltes Netzteil -
• Ausgänge für drei Lautsprecherpaare -
• Vorverstärker und Endstufe trennbar: Erweiterung der Anlage mit Quadro-Adaptern, Multi-Channel-Anlagen usw.

Anmerkung : Welche vergleichbare Nennleistung hat er denn nun wirklich ?
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TEAC AT-100 (UKW-Tuner)

• Hohe Eingangs-Empfindlichkeit durch Kopplung guter Vorselektion mit einem drastisch verbesserten „Capture Ratio" dank neu entwickeltem HF-Eingangsteil -
• Hohe Selektion und Stabilität durch drei 6-Element-Keramikfilter im ZF-Teil: gute Langzeitkonstanz sorgt für einwandfreie Einhaltung der Durchlaßkurve -
• Optimale Störbegrenzung durch zehn Begrenzer-Stufen, die alle impulsförmigen , den Empfang beeinträchtigenden Störungen, unterdrücken -
• Neuer Multiplex-Decoder für drastisch verbesserte Übersprechdämpfung und erstklassigen Rauschabstand -
• Neuartige Rauschunterdrückung zwischen den Stationen -
• Große, übersichtliche Linearskala, Feldstärke- und Mittenanzeige: einfache und genaue Abstimmung -
• Zwei Ausgänge, je einer für festen und einer für einstellbaren Pegel -
• Elektronisch geregelte Stromversorgung.
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TEAC AS-100 (Vollverstärker)

Endstufen in direktgekoppelter Differentialtechnik : außerordentlich linearer Frequenzgang bis zu den Grenzen der Hörbarkeit, mit sehr geringen harmonischen Verzerrungen, einem hohen Fremdspannungsabstand und demzufolge einer außergewöhnlichen Klangqualität.
• Netzteil mit elektronisch ansprechender Sicherung: Schutz des Verstärkers bei Beschädigungen durch Kurzschlüsse oder nicht angeschlossener Last -
• Klangregelnetzwerk, einstellbar in Stufen von je 2dB -
• 3-stufiger NPN-PNP-NPN direkt gekoppelter Phono-Entzerrer-
• Neuentwickelte rauscharme IC's im Klangregelnetzwerk: hohe Übersteuerungssicherheit bei einem Minimum an Verzerrungen -
• Eingänge für zwei Plattenspieler, zwei Bandgeräte, einen Tuner und eine weitere Quelle -
• Anschluß für zwei Lautsprecherpaare.
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Kommentar zu diesen drei TEAC Geräten

Diese technischen Daten waren im Jahr 1971 und danach nichts Besonders mehr. Manche der oben genannten Spezifikationen hatten die allermeisten frühen Hifi-Interessenten überhaupt nicht verstanden und sie hatten auch gar kein Interesse, sich mit PNP und NPN Differential- Verstärkern auseinanderzusetzen. Und ob diese Verstärker ein "geregeltes" Netzteil hatten oder nicht, und was das sollte, war den Kunden in den ersten Hifi-Studios überhaupt nicht zu vermitteln. Auch in einem deutschen Prospekt damit zu werben : "Zwei FM-Antenneneingänge" ---- wir haben aber kein FM oder sowas, wir haben UKW. Und zwei davon brauchen wir sowieso nicht. Aha ......

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Als dann 1978 der Markt einbrach . . . .

...... kamen die japanischen Firmen allesamt ins Schwitzen, denn die aufgebauten Produktions- kapazitäten mußten ausgelastet werden. Als dann 1979 noch die CD angekündigt wurde, suchten fast alle Japaner nach den goldenen Marktlücken, aber erstens alle gleichzeitig und zweitens alle fast in dem gleichen (Hifi-) Markt. SONY und TEAC hatten zum Glück frühzeitig weitere Standbeine aufgebaut, bei SONY die Videotechnik, bei TEAC die Compter-Speichertechnik, die Diskettenlaufwerke zum Beispiel.

Doch es wurde 1982 noch enger auf dem Weltmarkt und so wurde bei TEAC die Hifi-Palette kräftig "aufgebohrt". Das mit den Spulen-Bandgeräten war ab 1984 extem rückläufig, nicht nur bei TEAC, auch bei AKAI und SONY.

In den TEAC Prospekten von 1990 und danach versuchte sich TEAC dann im ganz edlen Hifi-Markt "ganz ganz" oben zu positionieren. Doch da waren inzwischen MARANTZ, YAMAHA, ONKYO, DENON und vor allem ACCUPHASE und noch viele weitere Firmen angekommen und auch dort wurde es wieder eng, sehr eng.
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