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Der GRUNDIG "Konzertschrank 9099" aus 1957

Max Grundig unterschied zwischen dem "Musikschrank" und dem sogenannten "Konzertschrank". Man könnte diesem (teuersten) "Konzertschrank 9099" durchaus das Attribut "High Fidelity" zubilligen, denn er war schon sehr gut gemacht.

Im August (erster Kontakt bereits im März) 2018 wurde uns ein solcher 9099er Schrank samt Bandgerät TM830 angeboten, den wir aber wegen seiner Größe nicht komplett abholen konnten (Lörrach ist schon sehr weit weg von Wiesbaden), sondern nur entkernen bzw. auskernen wollten.

Und so bin ich bei meinem Besuch über manche Besonderheit dieser 1956/57er Konstruktion der Grundig Werke gestolpert.

Verständlicherweise ist es eine Mono-Truhe, denn die Schallplatte in Stereo wurde erst 1958 (in USA) vorgestellt und brauchte noch bis nach Herbst 1963 (UKW-Stereo), um sich in Deutschland West flächendeckend zu etablieren.

Als ich in dem Möbellager ankam, in dem die Truhe seit Jahren (unerfolgreich) zum Verkauf bereit stand, wurde mir freudestrahlend mitgeteilt, es wäre sogar ein ganz neuer Plattenspieler eingebaut worden.

Meine Entäuschung darüber konnte ich nur mühsam verbergen,
denn der originale Perpetuum Ebner REX DELUXE mit PE 7000 Mono-Magnetabtaster samt Röhren-Magnetvorverstärker war das hauptsächliche Ziel meiner langen Reise gewesen.
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Ein Mono-Magnetsystem von 1956 - ein Traum

Um meine vielen "echten" 33er und 45er Mono-Langspielplatten wirklich mal in annähernder zeitgemäßer 1958er Musikqualität hören zu können, muß man halt solch ein originales System mal zum Laufen bringen (jedenfalls müsste man es versuchen).

Und diese uralten Magnetsysteme von PE und von ELAC (die hatten auch eines) gehörten zum Besten an Abtastern, die damals 1956/57 einem normalen (aber begüterten) Menschen zur Verfügung standen. Auch ein Magnet-Abtaster- Vorverstärker mit Röhren, der in dem 9099 Schrank vorhanden sein sollte, ist (war) äußerst selten.

Es war leider bereits ein billiger Dual 1214 mit Keramik Sytem Type 650 als Ersatz des PE 7000 eingebaut und damit war der Traum dahin - sehr schade.
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Eine Beschreibung des "Konzertschrankes" 9099

Beim Anliefern des funkelnagelneuen Konzertschrankes am 23. Dezember 1959 schrieb der Spediteur aus Lörrach etwas von 250 Kilo Tansportgewicht auf seinen Zettel. Also so viel wiegt die Truhe nun doch nicht, auch mit dem eingebauten Grundig TM 830 Bandgerät nicht. Es sind vielleicht 120 bis 140 Kilo - alles in allem.

Auch fällt auf, daß es ab Ende 1958 bei Grundig bereits Stereo-Truhen gab. Diese Mono-Truhe hier müsste demnach ein preiswerteres Auslaufmodell von 1956/57 gewesen sein.

Die Truhe hat dennoch ein deutliches Gewicht und ist wirklich massiv verleimt. Die vier kleinen Chippendale Füßchen täuschen darüber hinweg. Die Möbel-Scheinerei bei Grundig hatte damals ganze Arbeit geleistet, also edle Truhen für die Ewigkeit gebaut.

Das wurde später so ähnlich bei den Hewlett & Packard Proliant Netzwerk-Servern auch gemacht, alles aus viel zu dickem 1,2mm Stahlblech und damit jeder Server über 45 Kilo schwer, ohne Rücksicht auf die ständige Fortenwicklung dieser Prozessor-Technik und der Entsorgung der dann veralteten Technik nach nur wenigen Jahren.
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Anhand der innen auf dem Holz zu erkennenden Kommissionsnummer 52 könnte man entnehmen, daß dieser Konzertschrank in dieser preislichen Größenordnung eines (damaligen) Kleinwagens doch nicht ganz so oft gebaut bzw. verkauft wurde wie die anderen Grundig Radios.
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Das Mono-Rundfunkgerät oder auch "Radio-Chassis"

es war ein 1214 eingebaut
und ein Grundig TM 830

In der Grundig Truhe sind oben links der Plattenspieler, ehemals ein Perpetuum Ebner REX Deluxe (als Industrie Einbauchassis) mit Magnetsystem PE 7000 und rechts das Grundig TM 830 Tonbandgerät (ebenfalls als Einbau-Chassis) unter zwei massiven Klappen angeordnet. Die beiden schweren Deckel sind mit ebenso massiven Stoßdämpfern ausgestattet, damit sie im Betrieb von alleine offen bleiben.
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Das Rundfunkgerät vorne in der Mitte der Truhe war eines der feinsten (und leistungsfähigsten) damals erhältlichen Radio-Chassis von Grundig. Es ist aber erstaunlich, daß diesem Chassis keine eigene Bezeichnung oder ein Produktname zugeordnet wurde. Den bei Grundig wude immer alles als Modul- bzw. Baukastensystem geplant.

Mit einer ungewöhnlich starken Ton-Endstufe mit 2 x EL84 Röhren wären durchaus 15 Watt Dauerleistung zu erreichen gewesen. Aber Grundig spezifizierte in keinem der uns vorliegenden Prospekte die echte Dauerleistung, die damals möglich war. Gezählt und angepriesen wurden damals nur die Anzahl der Röhren und der "Kreise", alles andere war zu der Zeit noch nicht opportun.

Der normale allermeist unbedarfte Interessent oder später auch Kunde konnte aus der Anzahl der Röhren aber keinerlei Qualtätseigenschaften herauslesen oder herleiten, denn manche Röhren hatten bis zu drei autarke "Innenleben" (Verstärkungssysteme) und das stand nur in den kleinen Valvo- und Telefunken- Röhren-Büchleins drinnen.
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Das Radio der "Redlichs"

Da unser Vater zu Weihnachten 1955 einen für unsere Verhältnisse riesen großen "GRUNDIG 3055-3D" Apparat mit Nachhause brachte und wir den über 15 Jahre lang im Wohnzimmer stehen hatten, ist mir die nochmals gesteigerte Qualität dieses 9099 Truhen-Chassis geläufig. Unser 3055 Radio (mit nur 7 Röhren) mit dem Grundig 3D Klangsystem hatte bereits einen recht großen ovalen perm.dyn. (Multi-Oktav) Bass, 2 ovale Mitteltöner als Seitenlautsprecher und 2 Kondensatorhochtöner. Und das alles wurde mit nur einer EL 84 Endstufenröhre gespeist, damals super gut gespeist. Der Klang der UKW Sender war damals sehr beeindruckend.
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Die beiden 3-Wege Lautsprecher-Boxen in der 9099 Truhe

Es war Technik aus 1956

In der Grundig 9099 Truhe sind zur klanglichen Vollendung links und rechts außen zwei identische hinten offene Lautsprecher- boxen eingebaut. Diese Art der offenen Box erinnert an die BRAUN L20 Boxen, die ebenfalls hinten offen sind. Das große Gehäuse der Truhe insgesamt trägt aber nicht zum Bassvolumenn bei.

Neben den elektrostatischen Hochtönern sind ovale Mitteltöner aus der Grundig Großserien-Produktion plaziert und unten drunter jeweils ein etwa 25cm großer Tieftöner und das Ganze natürlich zwei mal, jeweils links und rechts. Es drängt sich der Verdacht auf, Max Grundig hatte das 1956 mit diesem neuen Stereo ab 1958 bereits vorher geahnt.
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Die Eingeweide der Truhe "retten"

Die versuchte Demontage der beiden identischen Schallwände gestaltete sich extrem schwierig, da das Gehäuse anscheinend nachträglich komplettiert und verleimt wurde, sodaß ich am Ende kapituliert habe. Nach diversen Kratzern und Schnitten an allen Fingern und Daumen von herausstehenden scharfkantigen Schrauben habe ich den Ausbau der Schallwände bzw. der Chassis aufgegeben. Das ist zwar alles sehr schade, aber zu viel Aua und zuviel Blut sind destruktiv.
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Zwei Schnellschüsse von links
und von rechts


Die beiden Zinkdruckguss Ziergitter vorne vor der Bespannung sind mit langen Gewindeschrauben duch die Schallwand hindurch - aber verdeckt unter den einzelnen Chassis - hartnäckig verschraubt, und das alles war dann zu mühsam.
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Eine Frequenzweiche ist hinten innen an der Rückwand plaziert, die zweite hatte ich nicht gefunden, ebenso den erwarteten Magnetvorverstärker nicht mehr. Aus anderen Unterlagen geht hervor, daß Grundig den Vorverstärker preisgünstiger auf dem Radio-Chassis mit fest eingestellter Entzerrerkurve integriert hatte.

Daher hatte also dieses Radio-Chasiss 12 Röhren, während ein optisch sehr ähnliches Chassis in den Radio-Gehäusen nur mit 11 Röhren beworben wird.
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Die gesamte Netzleitungs-, Lautsprecher- und Tonabnehmer- Verkabelung in dieser Holzkonstruktion ist nach unseren heutigen Maßstäben eine echte Katastrophe, weil die ungeschirmten und auch nur einfach isolierten 220 Volt Netzleitungen zu den einzelnen Lämpchen und Geräten in den einzelnen Front-Fächern zusammen mit den Tonabnehmer- und Tonbandleitungen als Bündel durch das Gerät verlaufen.
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Damals war man im Grundig Werk sicher froh, daß es überhaupt funktionierte.
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Irgendwann war dann ein "Fachmann" dran . . . . .

der "neue" Dual 1214
über 30 Jahre verstaubt
und der Dreck blieb drinnen

In dieser 9099 Edel-Truhe war auf jeden Fall am Anfang ein Magnet- Abtastsystem PE 7000 in dem PE REX Deluxe Plattenspieler eingebaut. Irgendwann war die Nadel abgebrochen oder etwas anderes an dem Laufwerk defekt und der lokale Radio- Kundendienst konnte es vielleicht nicht mehr reparieren und hatte dem Besitzer ein Dual 1214 Hifi-Chassis "aufs Auge gedrückt" und auch eingebaut (und dazu ein zusätzliches dünnes Brett mit Hilfe der Montage-Schablone ausgesägt und anstele des PE Laufwerks eingelegt) und das Teil elektrisch als Mono Abtaster angeschlossen.

Doch in dem Dual 1214 war nicht das original mitgelieferte Shure M75D Magnetsystem, sondern ein Dual 650 Keramik Abtaster im Kopfträger eingebaut.

Und der so bestückte 1214 - am vom Techniker (möglicherweise) nicht erkannten oder bekannten "integrierten" ?? Magnet- vorverstärker angeschlossen - könnte gräuselige Musik gemacht haben, nämlich die doppelte RIAA Entzerrung - dazu mit viel zu hohem Pegel. Das ergäbe einen "massiven" Bass und eine Übersteuerung des Magnte-Vorverstärkes mit entsprechenden Verzerrungen.

Da ich jedoch den ursprünglichen Magnetvorverstärker nirgendwo gefunden habe, ist das alles sehr vage recherchiert.

Das mit der Anzahl der Röhren stimmt nämlich nicht.
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Anmerkung und Kommentar von unserem Unterstützer F.N.

Hallo,
ich habe hier eine Grundig 9080 stehen, an der noch alles dran ist und für die alles Zubehör vorhanden ist. Technisch ist die 9080 der 9099 sehr ähnlich, sie hat nur ein anderes Gehäuse.

Normalerweise gab es von PE die "Rex"e in der Standard- und in der Sonderklasse-Ausführung. Standard war Kristallsystem, Sonderklasse war mit Magnetsystem, eingebautem Entzerrer Vorverstärker und einer Pitch-Vorrichtung mittels Wirbelstrombremse.

Wahrscheinlich aus Kostengründen ist Grundig einen anderen Weg gegangen. Für den amerikanischen Markt gab es Mitte der fünfziger den Rex A auch als Standardmodell mit dem Tonarm der Sonderklasse-Ausführung, also mit steckbarem Kopf und 1/2" Tonabnehmer-Aufnahme. So ein Exportmodell nahm man bei Grundig, baute das PE7000 der Sonderklasse-Ausführung ein, der Entzerrer Vorverstärker war dann eine Eigenkonstruktion und saß nicht im Plattenspieler, sondern im Radio.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie es in der 9099 aussieht, in der 9080 ist es so, dass das Radioteil vom Tischradio Modell 5080 abgeleitet ist, dem damaligen Spitzenmodell mit einer Gegentaktendstufe mit zwei EL84. Die Unterschiede sind zum einen bessere und an die Lautsprecherbestückung angepasste Ausgangsübertrager und zum anderen der Entzerrer Vorverstärker.

Die 9080 war meines Wissens das erste Modell mit diesem "OEM"-Plattenspieler, später warb Grundig dann damit, in allen Spitzentruhen Plattenspieler mit Magnetsystem zu verbauen.

Als dann aber in den späten Fünfzigern (ab ca. 1958) Stereo aufkam, versandete das mit dem Magnetsystem wieder, und kam erst mit der Ära wieder hoch, die (ab ca. 1963) als Beginn von HiFi angesehen wird, mit Geräten wie dem PE33 und dem Dual 1009, die dann auch den Stempel HiFi trugen.

In der Zeit um 1960 wechselte auch die Marktführerschaft von PE zu Dual, ein leider rares Übergangsmodell von der Dampfradio- zur HiFi-Ära ist der  Dual 1006 M bzw. 1006 AM . Von aussen sieht er aus wie ein Allerwelts-Musiktruhenlaufwerk, er ist aber mit dem einzigen Magnetsystem bestückt, das Dual jemals selber gefertigt hat, dem DMS900.

Auch hier ist der Entzerrer Vorverstärker noch im Laufwerk integriert, allerdings in Stereo und in Halbleiter-Ausführung. Meines Wissens gab es nur eine einzige deutsche Musiktruhe, in der dieses Laufwerk ab Werk eingebaut war, und das war die "Saba Baden 12 Sonorama". Die war nicht mal so wahnsinnig selten, ist aber im Zuge der "Greencone-Welle" massenhaft geschlachtet worden, und heute kaum noch zu finden. Die Baden 12 wäre noch ein Gerät, für das ich mir Platz schaffen würde, wenn ich eine gute komplette finden würde.

Von den Komponenten der 9080 kann ich natürlich gerne ein paar Fotos machen. Vielleicht interessiert ja doch langsam auch der Plattenspieler, den ich schon lange als den Urvater des Heim-HiFi-Laufwerks sehe, dem ersten PE Rex Sonderklasse von 1951/52. Auch von dem sind Fotos und Informationen vorhanden. Vielleicht ist es jetzt verständlich, wieso es mich immer innerlich beisst, wenn die Spitzenmusikschränke der fünfziger Jahre in einem Rutsch mit den ganzen Standardkisten abgetan werden, und niemand erkennt, dass hier die Grundlagen für die spätere HiFi-Technik gelegt wurde.

Zum Glück gibt es mittlerweile eine kleine aber rührige Szene, die sich um diese sperrigen "Technologieträger" kümmert, und die ganz frühen Modelle wie die Grundig 9010 werden schon auf Antiquitäten-Auktionen versteigert, und bringen vierstellige Preise. Was ich persönlich so schade finde, ist, dass von den ganz frühen Spitzengeräten nichts mehr da ist. Vereine wie die GFGF und auch die meisten Museen haben sich die Regale mit Sonnenblumen, Katzenköpfen und D-Zügen vollgestapelt, und den Zeitpunkt verpasst, als es Geräte wie die Blaupunkt Raumton-Truhe geschenkt gab, wenn man nur einen Platz dafür findet. Die Phonotechnik aus der Zeit hatte dann nochmal einen geringeren Wert, meist sind die Truhen wegen ihres guten Klages und hohen Wertes weitergenutzt worden, die alten Plattenspieler sind aber wie in dieser 9099 einfach durch "etwas Neues" ersetzt worden. Deshalb sind die Sonderklasse Geräte von PE heute ultraselten, obwohl sie damals in respektablen Stückzahlen verkauft worden sind.

Gruß Frank

Nachsatz :

Noch ein Nachsatz - ich habe grade bei rmorg nach der 9099 geschaut - Obwohl die aus dem selben Baujahr wie die 9080 stammt, war hier scheinbar ein anderes Laufwerk eingebaut. In der 9080 ist ein Rex A mit Export-Tonarm und PE7000 drin, von dem Fotos vorhanden sind. Die 9099 hatte aber den Rex Deluxe M eingebaut, der hat mit dem Rex A nur den Tonkopf gemein, sonst ist alles anders.
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Nachsatz 2

Hallo,
das mit den 12 Röhren ist wohl ein Fehler im Prospekt. Suche mal im Internet nach der 9099, da sind überall nur 11 Röhren gelistet, und auch im Schaltplan finden sich nur 11 Röhren. (das habe ich überprüft, ist korrekt.)

Der Entzerrer-Vorverstärker ist lt. Schaltplan mit einer Hälfte der ECC83 realisiert, die zweite Hälfte der ECC83 wird als Phasenumkehrstufe für die Gegentaktendstufe der 2 x EL84 verwendet. Deshalb kann man also keinen separaten Entzerrer Vorverstärker finden, weil er ganz unauffällig in die Schaltung des Radios integriert ist.

Fotos mache ich in Kürze. Das PE7000 ist übrigens bereits die dritte Generation von PE-Magnetsystemen, davor gab es noch das PE5000 und das PE3000. Diese Systeme hatten noch keine 1/2" Befestigung, sondern waren anstelle des  Keramiksystems direkt in den Tonkopf eingeklipst. Die Systeme hatten auch noch keine Umschaltung zwischen Normal- und Mikrorille.

Es lagen jedem Plattenspieler zwei Systeme und eine Aufbewahrungsbox bei. Das benutzte System wurde in den Tonarm gedrückt, das andere kam in die Aufbewahrungsbox. Die Nadeln waren nicht wechselbar, die Systeme mussten zu PE eingeschickt werden. Als das PE 7000 auf den Markt kam, wurden die PE5000 und 3000 so umgerüstet, dass man die Nadelträger des PE7000 verwenden konnte. Die Grundig 9010 war die einzige Musiktruhe auf dem deutschen Markt, in der diese ganz frühe Technik ab Werk verbaut wurde. Bis heute habe ich für meine keine wirklich guten Systeme gefunden.

Das PE3000 war übrigens in dem Tonarm verbaut, der auf der zweiten Generation des Schaub/Lorenz Supraphon Heimstudios installiert war. Hier wurde der TO-1000 Tonarm aus der Vorkriegszeit gegen einen PE Plastiktonarm ersetzt, und wahrscheinlich nahm man das Magnetsystem, weil man sich dadurch eine Schaltungsänderung ersparte. In der Zeitschrift Funktechnik 1952 war das PE Magnetsystem und die Ausstattung der frühen Sonderklasse-Laufwerke beschrieben.

In dem Artikel wurde der Einfachspieler beschrieben, in der Grundig 9010 ist ein Wechsler verbaut, die Technik von Abtaster und Entzerrer Vorverstärker ist aber gleich.

Den Ärger über das Fehlen des Plattenspielers kann ich gut verstehen, aber so ist es nunmal. Die Truhen wurden wegen ihres guten Klanges und des hohen Wertes weiter benutzt und als die erste Generation Plattenspieler verschlissen war, dachte noch niemand daran, dass die Truhen mal einen historischen oder Liebhaberwert haben könnten.

Gruß Frank

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