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Der Grundig RT100 Tuner (1968)

Zusammen mit dem SV140 kam 1969 auch der ehemalige UKW/KW/MW/LW Spitzentuner RT100, den wir auch zerlegen werden und damit unseren Wissensdurst stillen wollen. Tuner sind bezüglich der Hifi Qualität seit einigen 10 Jahren der CD und den ganz modernen Quellen deutlich unterlegen. Aber mal sehen.
Hier ein erstes Bild dieses traurigen Anblickes. (Wichtig: Ich wusste vorher, daß es optische Sperrmüllqualität war!) - Der Tuner war damals mit Elektronik vollgestopft bis unters Dach.

Der RT 100 gehörte mit zum Allerfeinsten,
das Grundig zu bieten hatte.

Er konnte sich zu seiner Zeit mit Allem auf dem Weltmarkt messen und er konnte haushoch gewinnen. Der K&H Telewatt Tuner kam nämlich erst viel später. Der RT 100 war fast alleine auf dem Markt und hatte Eigenschaften, davon träumten sogar die Rundfunkanstalten.

Auch hier hatten die Grundig Ingenieure vermutlich völlig freie Hand und konnten aus dem Vollen klotzen. Leider kamen diese Qualitäten nie so richtig zur Geltung und wurden auch in der Grundig Revue nicht ausgespielt. Hier gab es wirklich High Tech nach allen Regeln der Kunst.

Max Grundig wurde schon beneidet, was er - und vor allem - für welchen Preis auf dem Markt anbot. Und darum waren viele viele Testberichte immer von ganz leiser Geringschätzung mit einem Hauch von Neid durchwoben.

Max Grundig zahlte nämlich aus Prinzip nichts für diese bestechlichen oder gekauften Schreiberlinge, die Zuhause die dicken Boxen der Lautsprecherhersteller stehen hatten, die einfach (oder rein zufällig) nicht mehr abgeholt wurden bzw. werden durften.

Da gibt es haufenweise Storys, wie man sich Redakteure und Tester und Tests kaufen konnte, zum Teil heute (in 2010) noch, die natürlich alle "nicht wahr" sind, weil sie nicht wahr sein dürfen, nicht wahr ? Ach, da kommt es ja doch raus, das mit der gekauften deutschen Fußball-WM in 2006 und der Olympiade in Katar und der Formel 1 und der Tour der France und den ADAC Testsiegern und dem richtig großen VW Agbas-betrugs- Skandal, und alles auf einmal im Herbst 2015.

Nach vielen Jahren habe ich den Chefredakteur der Hifi-Stereophonie - Karl Breh - mehrfach besucht und interviewt und ihn mal aus dem Nähkästchen plaudern lassen. Es ist ja alles 30 Jahre her, daß die Zeitschrifft - seine Zeitschrift - eingestellt werden mußte bzw. an Stereoplay überging.
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Und sie hatten sehr gute Ideen bei Grundig

Damit sich immer nur die Skala des Wellenbereiches bewegte, deren Sender man hörte, wurde eine kleine Klauenkupplung mit den Drucktasten gekoppelt. Eine tolle Idee für 1968, die den Komfort und die Bedienbarkeit gesteigert hatte.

Und auch bei diesem Gerät (wie beim SV 140) wurde die Netzspannung mit einem Seilzug "remote" von vorne von der Fontplatte aus geschaltet. Es wurde insgesamt ein sehr hoher Aufwand getrieben und Grundig konnt hier in der absoluten Spitzenklasse mitspielen, erfolgreich mitspielen.

Selbstverständlich dürfen wir heute nicht übersehen, es dauerte nur wenige Jahre, bis "die Anderen" aufgeholt bzw. abgekupfert hatten, was Grundig in der Grundig TI alles so haarklein und detailiert und vor allem "kostenlos für Alle" beschrieb.

Auch der NF Teil war super

Wie bei dem SV 140 wurde auch hier aus dem Vollen geklotzt. Pegelsteller und Trimmpotis zu Hauf, damit ja alles im obersten Level bliebe.

Es ist schon begeisterungsfähig, was die Ingenieure dort alles eingebaut hatten, damals 1968 !! Ich suche jetzt bereits die Tests in der Funk-Technik von 1969 und 1979, denn deren Tests waren nur sehr schwer beeinflußbar.

Mal sehen, was unsere Leser und Gäste hier noch zusteuern können oder möchten.

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