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Ein kleiner Grundig Receiver mit super Eigenschaften (für damals).

Der Grundig R30 Hifi-Receiver sollte fast 2 x 30 Watt Sinus auf die Beine stellen und dafür ist er "blei-schwer". Außerdem sollte er richtiges hochwertiges Hifi "machen".

Wir haben solch einen bei uns gefunden, der seit langen Jahren verstaubt und mißachtet (in der Küche) funktionierte.

Jan. 2012 - Jetzt wird er auch zerlegt.

Für diese mechanische (Mini-) Größe und die Zeit (Anfang der 1980er Jahre) wurde solide Technik verbaut. Alleine der schwere Schnittbandkerntrafo hat genügend Leistung, um auch kleinere ineffiziente Boxen (wie zum Beispiel unsere Acron 100) zu betreiben. Der Kühlkörper der Endstufe ist, wie bei sehr vielen Grundigs, ganz ganz hinten plaziert. Auf zwei Platinen sind das Netzteil und das NF Teil (unten) und separat das HF Teil (oben) untergebracht.

Der R30 macht den guten alten Grundig Wum-Bumm Sound

Der R30 macht zwar richtiges Hifi, aber er macht "Grundig-" Hifi. Das bedeutet, die Grundig Loudness ist nicht abschaltbar und die Anhebung bei leisen Lautstärken ist gewaltig. Der Sound ist wie bei Grundig fast immer sehr angenehm (über-)voll und wohlklingend. Der R30 ist deshalb nichts für Hifi-Puristen. Doch mit diesem angenehmen Wohlklang bei fast allen Grundig Geräten hat Max Grundig Millionen von Käufern begeistert. Mehr über den Klang als solchen finden Sie hier.
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"Das" ist die Zukunft !

Und Max Grundig war schon (wieder mal) einen Schritt weiter.

Max Grundig war dabei, als der Kooperations-Partner Philips 1981 die CD vorgestellt hatte und - er sorgte vor und baute einen bereits so benannten "Input" in den R30 mit ein. Eigentlich war es nichts weiter als der zweite Magnetband-Eingang - aber es stand bereits "CD" drauf und hinten hatte er 2 Cinch-Buchsen. Und das war der Paradigmenwechsel.
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Ein Schnittbandkerntrafo

Grundig hatte in vielen Geräten dieser Hifi-Generation erstaunlich hochwertige Trafos drinnen. Dieser hier ist auch sehr solide und in Gummilagern vibrationsfrei auf dem Chassis befestigt.

Oben auf dem Trafo ist eine (mit einer schwarzen Kappe abgedeckte) Platine mit den ganzen primären und sekundären Anschlüssen. Das ist alles servicefreundlich und effizient.

Auch an die beiden Sicherungen kommt man im Schadensfall gut ran.

Auf der Platine über diesem Trafo sind bei den Spannungen die inzwischen erforderlichen 240 Volt explizit aufgeführt (die uns bei vielen anderen 220 Volt Grundig Geräten so große Probleme bereiten). Das war nicht immer so. Dieser R30 Receiver wird bei weitem nicht so heiß (eigentlich wird er nicht mal handwarm) wie die großen Boliden in voller Breite.

Die Endstufe noch diskret

Der Aufwand dieser Konstruktion ist hoch, vermutlich kostenmäßig zu hoch gewesen. Auf jeden Fall kann man diese Technik heute noch reparieren.

Die untere NF-Basisplatine

Der Staubbelag nach 30 Jahren hält sich sogar in Grenzen. Netzteile, NF- Klangregelung samt der Schieberegler, die waren damals sehr modern, Vorstufen- und Treiberverstärker sowie die Endstufentransistoren befinden sich alle auf der Basis-Platine.

Die beiden Lautsprecher (1 Paar) sind hier bei dem R30 ohne Relais direkt mit der Endstufe verbunden. Man hört beim Einschalten den kleinen Plops, wenn die Endstufe einschaltet.

Ein zweites Lautsprecherpaar ist ganz hinten links vorbreitet für die größeren Modelle vielleicht.

Die obere HF-Tunerplatine

Dieser R30 hat nur noch UKW mit 7 elektronischen Stationstasten und einer komfortablen Digitalanzeige mit Feldstärkebalken und weiteren Schriftfeldern.

Das wurde alles mit damals verfügbarer "diskreter" IC Technik vollbracht. Denn damals war es herausragend gut.

weitere Besonderheiten


Der Netzschalter trennt alles 100% vom Netz.




Die kleine Batterie für die Senderspeicherung ist fest eingelötet und geht in 2012 immer noch. Die programmierten Sender sind jeden Morgen immer noch da. Toll.




Ein Spannungsregulator für die NF Vorstufen ist auf eine ganz normale Platine geschraubt, eine ungewöhnliche Lösung.

Wie gesagt, er kingt erstaunlich gut.

Dieser Receiver hat etwas, das die meisten Grundig Kunden damals so schätzten. Man kann den ganzen Tag irgend ein "Dudel"-programm aus dem UKW-Radio hören, leise, dezent, wohlklingend, angenehm.

Es war einfach ein Erfolgrezept - damals.
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