Ein Blick auf und in die fast unsichtbaren Teile . . .
Die Frequenzweiche der 250Ti ist gigantisch und sehr aufwendig. Das sieht man auf den Fotos auf der vorangegangenen Seite.
Doch schaun wir mal in diese Schaltungstechnik rein. Fast alle Boxenhersteller begrenzen für den Basslautsprecher die hohen Frequenzen mit einer mehr oder weniger dicken Spule, einer Drossel. Dabei soll der ohmsche Widerstand der Kupferwicklung möglichst gering sein und dennoch die Induktivität so hoch wie möglich. Der Netzwerktechniker rechnet mit diesen Werten die Flankensteilheit des Filters aus bzw. dimensioniert die Drossel entsprechend.
Dennoch werden auf jeden Fall in jeder Drossel einige Prozent der zugeführten Verstärkerleistung verbraten. Auf der Seite über die Aktivlautsprecher wird darauf näher eingegangen.
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Ein "Netzwerk" für 4 Lautsprecher
In der JBL 250Ti sind ein Kalotten-Hochtöner, ein dynamischer Mitteltöner, ein dyn. Mittel-Tieftöner und ein dyn. 38cm Bass-Chassis eingebaut. Die wollen alle "richtig" gefüttert werden. Daß dabei einiges an Energie bzw. Verstärkerleistung verlustig geht, ist für uns Techniker verständlich. Die Frage ist nur, wieviel geht verloren ?
Da ich diese Lautsprecher jetzt über 20 Jahre mit verschiedensten Verstärkern / Endstufen betrieben habe, weiß ich, sie brauchen mehr als 250 Watt an 8 Ohm. Mit der Accuphase P800 gehen die gewaltig laut, also sehr sehr laut. Es muß also noch genügend Leistung bei den (Bass-) Chassis ankommen. Wie haben die bei JBL das gemacht ?
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Das Schaltbild des Netzwerkes der Frequenzweiche
Ich beschreibe nur die Werkseinstellung. Es sind diverse marginale Frequenzgang- Korrekturen vorgesehen, die ich aber nicht benutze und auch nicht benötige.
Das Basschassis (LF) benötigt die meiste Energie. In Reihe ist die mechanisch größte der vielen Drosseln geschaltet mit einer Induktivität von 60 Milli-Henry. Das ist schon recht viel. Ein Kondensatornetzwerk schließt die verbleibenen hohen Frequenzen mit einem 5 Ohm Widerstand einfach kurz.
Der Tief-Mitteltöner (MF) und eines für die benötigt hier schon zwei Filter, eines für die ganz tiefenhohen Frequenzen. (Der Techniker spricht von einem Bandpaß.) Eine Kondensator Parallelschaltung in Reihe mit dem (MF) Chassis sperrt (leistungslos ?) die tiefen Fequenzen - und die Drossel zur Filterung der hohen Frequenzen hat nur noch 20 Milli-Henry. Dort wird etwas Leistung verbraten. Mit weiteren Kondensatoren werden verbliebene hohe Frequenzen direkt vor den Anschlüssen kurzgeschlossen.
Die Filterschaltung für den Hoch-Mitteltöner (HF) ist sehr ähnlich. Alleine die einzelnen Werte sind deutlich kleiner. Die stromfressende Drossel ist nur noch 4 mH groß.
Bei dem Titanhochtöner (UHF) sperrt ein Kondensatornetzwerk bereits die mittleren Frequenzen ab. Damit das Filter deutlich steiler ist, werden dort sogenannte RLC Kombinationen verwendet, also Kondensatoren und Spulen und Widerstände zur feinen Abstimmung. Ganz ganz oben werden (zu hohe) Frequenzen kurzgeschlossen. Das rettet den Hochtöner bei Knackern oder sonstigen Rechtecksignalen über etwa 20 KiloHz und hohen Pegeln. Ein Accuphase P800 kann nämlich auch bei 20 KHz seine 400 Watt "abgeben".
Die JBL 250 Ti haben nominell 8 Ohm
Der Gleichstromwiderstand des Basslautsprechers ist fast immer ein Maß für die gesamte "Impedanz" (einer normalen Lautsprecherbox), also dem Wechselstromwiderstand bei niedrigen Frequenzen. Die ausgebauten JBL Basschassis LE14H (also deren Schwingspulen) haben aber beide jeweils nur 6,3 Ohm.
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