Ein paar Informationen zur Firma Heco aus dem Taunus.
Die eigentliche Firma Heco gibt es ja schon lange nicht mehr. Mit dem aus der Konkursmasse aufgekauften Namen versuchen sich inzwischen Andere, die aber mit Heco selbst nie etwas zu tun gehabt hatten.
Ganz in den Anfängen der 50er Jahre hatte Heco dort in Schmitten (mitten im Taunus) aus heutiger Sicht ganz merkwürdige Lautsprecher zusammen gebaut oder gebastelt.
Das waren spezielle Flachlautspecher für die Kinos von 1950 und die Bars und auch Ecklautsprecher ähnlich wie die von Feho und das hatte mit Hifi überhaupt nichts zu tun. Die Chassis ließ Heco schon früh bei FEHO in Remscheid bauen. Irgendwann in den Anfängen der 60er (?) wurde dann die Feho von Herrn Hennel jun. aufgekauft.
1964, als Herr Seikritt aus Verärgerung von Braun zu Heco wechselte, ließ Braun noch alle Chassis für die damaligen Braun Hifi Boxen bei Heco im Taunus produzieren. Kalotten Lautsprecher gab es bislang nicht. Und bis dahin wußten die Heco Mannen (angeblich) noch nicht, wie das mit Hifi richtig funktionierte (sagt die Legende) und sie hatten nur bescheidene eigene Hifi Produkte.
Die Braun Lautsprecher Entwickler um den Physiker und Chef Wolfgang Hasselbach verbesserten nämlich alle Heco Chassis mit einem speziellen Gummi-Teer-Klebelack, sodaß optisch nahezu gleiche Boxen bei Braun deutlich besser klangen als die von Heco mit den scheinbar gleichen Chassis.
Mit der eigenen Entwicklung der ersten wirklich revolutionär klingenden Braun Kalotten Hoch- und Mitteltöner baute Braun in Frankfurt im Werk 2 eine eigene Lautsprecher-Fabrikation auf. Zu der Zeit konnte Heco nur noch mühsam die von Braun bestellten Stückzahlen liefern, so erfolgreich waren die damaligen weißen Braun Hifi-Boxen, sagen die Zeitzeugen.
Als dann Herr Seikritt Ende 1964 von Braun zu Heco wechselte, wurde (auch) bei Heco angefangen, ernsthaft gute Hifi-Boxen zu entwickeln und auch zu produzieren. 1969 wurde der Grundstein für die damals erste und einzige Heco Aktiv-Box P 7302 SLV gelegt. Es war schon verblüffend, daß die Hoch- und Mitteltonkalotten denen von Braun nahezu aufs I-Tüpfelchen gleichen.
Anzumerken ist noch, daß eine der typischen völlig anders "klingenden" Boxen die damalige englische Goodmans "Magnum K" war. Da "klangen" die Stimmen aus Opern-Arien absolut natürlich und total beeindruckend. Kaum setzte das Orchester wieder ein, war es vorbei mit dem Genuß. Die Boxen konnten leider nur die Stimmen hervorragend wiedergeben, in den Höhen und beim Baß kam nur noch wenig.
Auch die ersten Hifi-Boxen der großen Firma Grundig waren für ihren Musikschrank Brummelsound bekannt. Bei Grundig dauerte es noch ein paar Jahre, bis sie gelernt hatten, wie man das besser machen könnte.
Zur Hannover Messe im Juli 1972 - Heco war da bereits von (oder an) Rank Arena gekauft worden - entschlossen sich drei Herren von Heco, alle mit dem "S" am Anfang ihres Namens, sich nach vermuteten Querelen um bestimmte Entscheidungen doch lieber selbständig zu machen und gründeten aus einer Laune heraus die Firma Canton, natürlich gar nicht weit weg von Heco, also auch im Taunus.
aus der Funk-Technik 1973 : O. Sandig jetzt bei Canton
Otfried Sandig, der bis Ende November 1972 der Firma heco angehörte, legte bei seinem dortigen Ausscheiden satzungsgemäß auch sein dhfi-Vorstandsamt nieder. Er ist nun Mitgesellschafter der Lautsprecherfirma Canton, die auch dhfi-Mitglied werden will.
Die Taunus Sound Legende . . . .
Die Story oder Legende vom "Taunus Sound" oder von der "Taunus Connection" entstand, andere sprachen sogar von der Taunus Mafia (für Lautsprecher), Braun war in Kronberg am Fuß des Taunus und weitere tief inmitten des Taunus in Usingen und Schmitten und Reifenberg und etwas ab in Friedberg . . . .
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