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1988 - ein Rückblick auf die Legende vom Taunus-Sound

AUDIO 11/1988

überarbeitet von Gert Redlich im Aug. 2015 -
Ich lasse das Wort Legende hier stehen, weil in diesem Artikel in der Audio 11/1998 einges zu sehr aufgehübscht wurde bzw. so nicht stimmt. Zwei intime Kenner der BRAUN, HECO und CANTON Lautsprecherszene, beide leider bereits verstorben, waren der Chefentwickler von BRAUN Audio, Dipl. Phys. Wolfgang Hasselbach sowie - ebenfalls bei BRAUN - Wolfgang Seikritts Lehrlingskollege Horst Dieterle. Herrn Seikritt hatte ich nicht mehr  kennengelernt. Mit den anderen beiden hatte ich längere Zeitzeugen- gespräche geführt (und wie immer auf Band aufgenommen) und da kam sowohl Kontroverses wie auch Gemeinsames bei raus.

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AHNEN-FORSCHUNG

Das Titelbild: Eine Burg im Taunus und die 5 Köpfe der wesentlich Beteiligten

Das deutsche Boxen-Baby krähte erstmals im Taunus. Und eine Engländerin aus Huntingdon half bei der Geburt. Von Rolf Gückel im Herbst 1988
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Die Legende vom Taunus-Sound

Die Telefondrähte zwischen der HiFi-Abteilung der Firma Braun in Frankfurt und der britischen Lautsprecher-Schmiede QUAD in Huntingdon glühten. Mit dem Erfolg, daß die Deutsche Bundespost das Defizit des Jahres 1960 minderte und die deutschen HiFi-Techniker um keinen Deut klüger waren als zuvor.

Die Briten wollten ihren Elektrostaten LE1 in Lizenz in Frankfurt bauen lassen, doch die Hessen kämpften trotz präzisester Anweisungen aus England vergeblich mit den Tücken des Objekts.

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Die BRAUN LE1 in Kronberg
Unser CSV 13 Verstärker
  • Anmerkung : Das stimmt so überhaupt nicht. Audio Chefentwickler Wolfgang Hasselbach war bei Quad Chef Peter Walker vorstellig geworden, er wolle diese super tollen Elektrostaten in ein weißes "BRAUN Kleid" packen. Die beiden Röhrenverstärker CSV 13 (und der CSV 60 kurz danach auch) waren nämlich bereits 1961 fertig und hatten dann spezielle Ausgänge für diese elektrostatischen Lautsprecher. - Dazu wolle er diese Lautsprecher entweder bei Quad bauen lassen oder aber in Lizenz bei BRAUN selbst herstellen. Als Walker es ablehnte, "diese weißen Dinger da" zu bauen, kaufte er für BRAUN Lizenzen für 500 Stück oder 500 Paar (das weiß niemand mehr so genau) des später so benannten goldfarbenen Quad ESL 57.


Schließlich ähneln Dipolstrahler wie der LE 1 (siehe AUDIO 8/1988) konventionellen Lautsprechern wie hochsensible Rennmotoren gutmütigen Dieselmaschinen. Aber weil die unerfahrenen Deutschen mit dem perfiden Briten nicht zurecht kamen, ....

  • Anmerkung : Viel zu populistisch formuliert, denn : Das stimmt so auch nur bedingt. Peter Walker war der Meinung, BRAUN habe ja nur die Lizenzen gekauft, weiter nichts. Dann sollten sie das fehlende Knowhow eben nachkaufen. Außerdem waren die damaligen Verkäufer von BRAUN einfach nicht zu bekehren oder zu belehren, daß diese LE1 nie Disco-Boxen waren oder werden konnten. Und so wurde das ein großer Flop. Die vergeblichen Aktennotitzen von Herrn Hasselbach sprachen Bände.


..... gingen sie eigene Wege - der deutsche Lautsprecher mit seinen recht deftigen Bässen und stechend-strahlenden Höhen stand kurz vor der Geburt. Und er sollte mit einem Schrei auf die Welt kommen, der später als "Taunus-Sound" zur Legende wurde.
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Ein Interview mit Wolfgang Seikritt

Geistiger Vater des kräftig tönenden Hessen war ein 25 jähriger Elektromechaniker namens Wolfgang Seikritt. Wolfgang Hasselbach, Diplom-Physiker und Leiter der Braunschen HiFi-Abteilung, wollte dem elektrostatischen Desaster entkommen und gab Seikritt so die Chance, „sich näher mit der Spielerei dynamischer Lautsprecher zu befassen". Aus dem Elektromechaniker von einst wurde ein arrivierter Lautsprecher- entwickler und (Anmerkung: späterer) Firmen-Mitinhaber (bei Heco), dessen Name sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Taunus-Sound zieht.

Auf seiner Suche nach einem geeigneten Boxenprinzip stieß Seikritt auf die amerikanische Firma Acoustic Research, die geschlossene Boxen nach dem Air-Suspension-Prinzip (Luft-Federung) konstruierte.

  • Anmerkung : Das ist so nicht korrekt. BRAUN Entwicklungschef Hasselbach flog bereits recht früh nach USA zu Acustical Research und weiteren anderen US Herstellern und auch nach England zu QUAD, um sich dort das Lautsprecher-Knowhow zu holen, das ihm hier nach dem Krieg fehlte. Und man brauchte jemanden, der sich speziell um die Lautsprecher gezielt kümmerte. Laut Horst Dieterle hatte man erkannt, daß Wolfgang Seikritt bezüglich des Hörens begabt und befähigt war und schickte ihn 2 mal pro Monat nach Frankfurt ins Konzert, auf BRAUNs Kosten. Hasselbach hatte sich mit dem Patent von AR Chef Wilchure vertraut gemacht und instruierte Seikritt, in welche Richtung er zu gehen gedachte.


Die (patentierten) Membranen der AR Tieftöner dieser Lautsprecher waren (Anmerkung : für damalige Verhältnisse) so weich aufgehängt, daß sie in Freiluft eine extrem niedrige Eigenresonanz besaßen, die das Luftpolster des geschlossenen Gehäuses auf den gewünschten Wert brachte. Vorteil dieser Konstruktion: Das Chassis neigte wesentlich weniger zu Partialschwingungen. Und von diesem Vorteil sollten Seikritts erste Boxen ebenfalls profitieren.

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Das Baß-Chassis war das erste Ziel

Doch in Deutschland gab's zu diesem Zeitpunkt keine geeigneten Chassis mit weich aufgehängten Membranen, und Lautsprecher-Firmen wie Branchenführer Isophon in Berlin schienen für tiefgreifende Experimente keine entsprechenden Kapazitäten frei zu haben.

  • Anmerkung : Auch Isophon und der HECO Zulieferer FEHO, den Heco später aufgekauft hatte, hatten das Wissen nicht und bauten vor allem hocheffiziente hart aufgehängte Bühnen- und Kinolautsprecher. Die Radiogeräte-Hersteller bauten ihre weichen Chassis fast alle selbst und der auf Stückzahlen getrimmte Max Grundig Konzern verkaufte ab 1962 seine Chassis nicht mehr nach ausserhalb, es sei denn, in völlig abnormalen "irren" Stückzahlen. Isophon hatte noch getränkte Papiersicken - wie die ganzen anderen Hersteller auch, eine Altlast von vor 1945. Eingepinselte gummierte Leinensicken waren noch unüblich.


Dennoch lieferten die Berliner ein 245-Millimeter- Tiefton-Chassis mit einer Papiersicke, die mit einem Papierweichmacher eingestrichen war. Unerfreulicher Nebeneffekt dieses Streichkonzerts: Der Weichmacher lief zum Teil in die Konus-Basis und sorgte damit „nicht gerade für eine stabile Membran", erinnert sich Wolfgang Seikritt schmunzelnd.

Dennoch baute er dieses Chassis in seine und damit auch Brauns erste Box ein. Sie hieß L50 und war ein gedämpfter Zwei weg-Baßreflex-Lautsprecher.

Die BRAUN L50

Beim vergleichenden Hörtest „machte die L50 auf Anhieb mehr an als der Quad Elektrostat, weil sie spritziger zu sein schien. Doch lag das wohl mehr an der größeren Lautstärke der L50, denn einen Pegelausgleich kannten wir damals noch nicht", relativiert Seikritt die Klangkunst seines Erstlings-Werks aus heutiger Sicht.
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ein Chassis aus der B230/8

So hatte zwar der Quad Elektrostat bei Braun seinen Nachfolger gefunden, zufrieden war Seikritt allerdings nicht. Ihm ging die weich aufgehängte Sicke nicht aus dem Sinn.

In Gerhard Hennel, dem Inhaber der 1949 gegründeten Lautsprecher-Firma Heco im Taunus, fand er dann den geeigneten Partner, mit dem er den ersten weich aufgehängten Tieftöner mit einer Gewebesicke konstruierte, die freilich „knatterte wie die Pest" (Seikritt), was den Entwickler nicht daran hinderte, sie in die L60, seine erste Drei-Wege-Box, "zu implantieren". Erst 1963/64 gelang der Durchbruch mit Gummisicken von Marktführer Dr. Kurt Müller.
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Nun der Hochtöner

hier der aus der L715

War also bis dato das Tieftönerproblem grundsätzlich gelöst, machte die Hochtonwiedergabe mit dem schallbündelnden Konus-Chassis immense Schwierigkeiten: Es gab in Deutschland noch keine Kalotten-Systeme. Und wieder brachte die amerikanische Firma Acoustic Research, diesmal mit ihren Kalottenhochtönern mit integrierter Papiermembran, den hessischen Stein ins Rollen. Die ersten Papier-Kalotten für den deutschen Markt fertigte die englische Firma Hawley, die allerdings just in dem Moment Pleite machte, als Braun sich entschloß, diese Kalotte in Serie einzusetzen.
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Der kleine Mini-Tweeter aus der AR3 mit Dome-Mitteltöner
  • Anmerkung : Das stimmt so auch wieder nicht. Laut Herrn Hasselbach bekam er bei BRAUN bereits recht früh einen richtig tollen Kalottenhochtöner aus Italien. Leider wurde die Papierkalotte vor oder nach dem Auspacken feucht und verzog sich und das wars dann. Die Italiener waren aber nicht bereit, über ein anders (Feuchtigkeit resistentes) Material zu diskutieren.

    Über irgendwelche Kanäle (vermutlich Marketing- Promotion- Fotos für den neuen BRAUN Sixtant Rasierer - nämlich Männer mit Krawatten - und die daraufhin nachfolgenden obligatorischen Weihnachtsgeschenke) hatte BRAUN Kontakt zu einem Krawattenhersteller im Ruhrgebiet. Dessen Chef hatte Spaß am Experimentieren und zog oder spannte sein Krawatten-Seiden- Kunstgewebe über eine kleine Kugel, wobei er die obere Halbkugel mit einer Art KFZ-Korrosions- schutz- Pampe (Teroson oder so etwas), eher eine Art Teerfarbe, einpinselte und leicht aushärten ließ.
    Es klappte, und man hatte bei BRAUN die geniale Kalotte (deutlich besser als die kleine mikrige Papier-Kalotte von der amerikanischen AR3) und man hatte aus gleichem Material auch gleich die getränkte und dennoch flexible Sicke der Kalotte.

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Ein Stück Legende aus der verklärten Wahrheit der Erinnerung

Kurze Zeit später inspirierte eine Anzeige der amerikanischen Firma Fisher Corporation Seikritt zum entscheidenden Schritt. Dort war nämlich von „Soft Domes", also weichen Kalotten die Rede. „Es muß nicht immer Papier sein", stellte Seikritt fest und nahm als Material für die Kalotten-Membran mit Acronal bestrichenes Stoffgewebe. Die erste 25-Millimeter Gewebekalotte feierte 1966 in der Braun-Box L701 Premiere.

Wolfgang Seikritts Abgang

Daß Seikritt nur noch die Anfänge der Braun- eigenen Chassisherstellung mitgestalten konnte, lag an seinem Wechsel zu Heco im Jahre 1966, wohin ihn mittlerweile eine Freundschaft zum Junior-Chef der Firma, Hans-Günter Hennel, verband.

  • Anmerkung : Die Story ist leider etwas anders. Als der junge Wolfgang Seikritt - er hatte gerade erst die Ausbildung beendet - den vom ihm dominierend mitentwickelten ersten BRAUN Hifi Lautsprecher dem BRAUN Chef Artur Braun vorführte, wollte dieser ihn (also den Gesellen aus der Elektromechanik / Werkzeugmacherei) aus dem Bauch heraus mit einer damals recht hohen 250.- Marks Prämie beglücken oder belohnen. Seikritts direkter Chef - Wolfgang Hasselbach - entschied aber anders, da er diese Leistung bei weitem nicht so hoch oder so besonders herausragend einschätzte und reduzierte den Betrag deutlich, um nicht andere weit wichtigere Entwickler gewaltig vor den Kopf zu stoßen bzw. ernsthaft zu verärgern. Das verstand der junge Seikritt nicht oder er wollte es nicht verstehen und kündigte umgehend.

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Diplom-Ingenieur Franz Petrik übernahm den Job

Seikritts Nachfolger bei Braun wurde der Diplom-Ingenieur Franz Petrik, der für Braun unter anderem den ersten 50-Millimeter-Kalotten-Mitteltöner entwickelte.

Wesentlich interessanter aber war das Projekt eines hochwertigen Kleinstlautsprechers mit einem (Anmerkung : resonanzfreien) ALU Gehäuse, das allerdings in der Geschäftsleitung bei Braun nicht auf die "nötige Gegenliebe" stieß.

  • Anmerkung : Die Entwickler bei BRAUN entwickelten sich immer mehr zu kleinen Sensibelchen und Entwicklungs-Chef Hasselbach klärte mich im Rückblick darüber auf, daß ihm als Chef der Audio-Entwicklung, der damals noch selbst von den beiden BRAUN Brüdern persönlich eingestellt worden war, das Wohl der Firma BRAUN als solcher immer mehr am Herzen läge, als irgendwelche "femininen" Anwandlungen.

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Die Überleitung zu ACRON

Für Franz Petrik aber Grund genug, seine eigene Firma 1973 im hessischen Bad Vilbel zu gründen. Seither sind Petriks Lautsprecher unter dem Namen Acron zu einem festen Begriff im Glossar jedes HiFi-Freundes geworden.

Wolfgang Seikritt bei HECO

Doch die Zeit zwischen der Firmengründung von Acron und Seikritts Wechsel zu Heco war nicht tatenlos vergangen. Mittlerweile hatte nämlich Wolfgang Seikritt seine Idee vom geschlossenen Lautsprecher mit weich aufgehängtem Tieftöner und Soft-Kalotte konsequent weitergedacht und als B220 Soundmaster realisiert - dem Ur-Ahn aller Boxen, die unter dem Begriff Taunus-Sound später Karriere machen sollten.

Die B220 entwickelte sich rasch zum Shooting-Star des Jahres 1966. So geriet selbst das Fachblatt „HiFi-Stereophonie" ins Schwärmen: „Als sensationell darf man das Abschneiden der Heco B220 bezeichnen... Es handelt sich um eine ausgesprochen klangneutrale Box mit einer prächtigen Baßwiedergabe und weitreichenden, sauberen Höhen."

Als „Höhepunkte in der deutschen Lautsprecher-Geschichte" bezeichnet Seikritt allerdings die Professional-Line, die 1970 die Nachfolge der B-Serie antrat. Stichworte wie hochverdichtete Spanplatten, Schleiflack, 22 bis 25 Millimeter dicke Wände und hochwertige Magnetsysteme mit besonders wirbelstromarmen Polkernen lassen auch heute noch den Aufwand erahnen, mit dem die Boxen gefertigt wurden.

HECO wird an den englischen Rank-Konzern verkauft

Anfang 1972 kann es dann nach dem Tod des Senior-Chefs Gerhard Hennel zum großen Auseinanderbruch bei Heco. Susanne Hennel verkaufte das Unternehmen an den englischen Rank-Konzern und Sohn Hans-Günter Hennel schied aus dem Stammhaus in Schmitten im Taunus aus.

Er gründete 1973 mit der Lautsprecher- Marke Summit nur wenige Kilometer entfernt in Werheim (später Usingen) eine eigene Firma, die heute jedoch nicht mehr existiert.

Die Gründung von Canton im Januar 1973

Eine wesentlich interessantere Entwicklung ergab sich allerdings aus dem spontanen Entschluß zweier ehemaliger Heco-Mitarbeiter auf der Hannover-Messe 1972. Der Name des einen lautete Wolfgang Seikritt, der andere war Ottfried Sandig, der als Vertriebsleiter von Braun zu Heco gewechselt war. Er hatte auch schon einen Namen für die Firma parat. So nahm Canton im Januar 1973 in einer ehemaligen Schule in Niederlauken, eine halbe Autostunde nördlich von Frankfurt entfernt, die Produktion auf. Der dritte im Bunde war Günter Seitz, ebenfalls ein ehemaliger Heco-Mann.

  • Anmerkung : Auch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn zum Gründen, Entwickeln und Herstellen und Verkaufen brauchte man ein Anfangskapital und das kam vom dem 4. Gründungsmitglied, dem Inhaber (oder Gesellschafter bzw. Geschäftsführer) der Firma WEGA. Und als WEGA später an SONY verkauft wurde, saß auf einmal der große Wettbewerber SONY mit fast 50% mit im Canton Boot.

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Heute (Anmerkung: Achtung - das war damals 1988 !!) gehören 55 Prozent der Firma Ottfried Sandig und Günter Seitz, 45% hält der japanische Sony-Konzern.
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Die „Drei S", Sandig, Seitz und Seikritt, setzten von Anfang an auf Hausgemachtes und produzierten ihre eigenen Chassis. Der große Start begann mit einem spektakulären Test der ersten LE-Serie 1973, die von der GLE abgelöst wurde. Doch hielt das Triumvirat keine zehn Jahre, denn 1981 verließ Seikritt Canton. Seine letzte Entwicklung in Niederlauken war die Quinto-Serie.

  • Anmerkung : Bislang konnte ich (noch) nicht herausfinden, ob Wolfgang Seikritt herausgemobbt wurde - also bei allen wichtigen Entscheidungen bewußt überstimmt wurde - oder ob er wirklich freiwillig ging. Man sagte ihm nämlich nach, er sei ganz besonders redselig oder kontaktfreudig gewesen und hätten zu viele Firmeninterna - also mögliche Betriebsgeheimnisse - an Wettbewerber erzählt. Doch die hatten schon längst eine Canton-Box "geschlachtet" und seziert.

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Klaus Dotter wird Chef-Entwickler bei Canton

An Seikritts Stelle als Entwickler trat Klaus Dotter, der seine ersten Meriten bei ITT und Wigo verdient hatte, später als Nachfolger von Franz Petrik bei Braun Lautsprecher baute und Anfang der 80er Jahre zu Canton stieß, wo er auch heute noch für den Canton-Klang verantwortlich zeichnet.

ELAC, Axion und Actel und zurück zu Heco

1985 kehrte Wolfgang Seikritt nach Umwegen über die Firmen ELAC, Axion und Actel zu Heco zurück, diesmal allerdings als Mitinhaber und mit dem felsenfesten Vorsatz, die durch verfehlte Marketing-Politik inzwischen vor sich hindarbende Lautsprecher-Schmiede zum alten guten Ruf hochzupäppeln.

Der Taunus-Sound mit seinen gepfefferten Höhen und allzu üppigen Tiefen ist freilich aus den heutigen Lautsprechern von Heco, Canton, Acron oder Sonofer (deren Chef Hans Günter Hermann ebenfalls schon bei Braun und Canton als Diplom-Ingenieur tätig war) nahezu verschwunden.

Nur selten noch pfeift heutzutage eine scharfe Höhen-Brise aus dem Gebiet
nördlich von Frankfurt in audiphile Ohren und erinnert daran, wie vor fast 30 Jahren alles anfing...

ein Artikel teilweise aus der Audio 11/1988 von Rolf Gückel im Herbst 1988
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