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Die perfekte Modifikation !! (Achtung: teils Satire bzw. Glosse)
Als Beispiel : Das (elektrische) Innenleben der BOSE 901 IV

Serie IV Chassis 1979
gepresste Magnete aus Pulver
das leere Gehäuse mit Drähten
resonanzfreier Kunststoff

Die BOSE 901 Serie IV hat verbesserte Chassis im Vergleich zu denen der 901 Serie 1 oder II, bei der ich mir bereits ein paar (überflüssige) Gedanken über eine mögliche vermeintlich perfekte !! "Modifikation" bzw. die Super- High-End "Optimierung" des inneren Kabelbaumes gemacht hatte.
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Die perfekte "Modifikation" oder
die High-End "Optimierung" :

Bei etwas Nachdenken und beim genauen Rechnen entpuppt sich dieser Gedanke aber als rein populistisch ideell bzw. mäßigen Erfolg versprechend.
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Man sollte Gerede, Gerüchte und (Voodoo) Legenden immer durch Fakten ersetzen

Es klingt doch erst mal verlockend und super gut, irgendwo im Internet zu lesen, da kann "jemand" (eine kleine Firma in Mittelhessen) die gesamte Innenverkabelung genial optimieren und die BOSE Box klingt dann ganz erheblich besser (besser als wer oder was ??).

Darum hier gleich zu Anfang ein paar Rechenbeispiele ;

Die Innenverkabelung

Die originale Innenverkabelung der BOSE 901/IV ist mit "festen" (verzinnten oder versilberten ? und farbig isolierten) Kupferdrähten mit 0,82mm Durchmesser per Wire-Wrap ausgeführt. (Den exakten Durchmesser habe ich mit der "Mikrometerschraube" nachgemessen.)

Ein (einadriger) Kupferdraht mit 0,82mm Durchmesser hat einen typischen Querschnitt von 0,51mm² und somit einen (sogenannten spezifischen Widerstand = das ist der) Leitungswiderstand von ca. 0,033 Ohm / Meter.

Bei (pro Box) 9 Chassis und zwei Klemmen braucht man 10 Einzelkabel mit einer geschätzten mittleren Länge von ca. 30cm. Das sind zusammen ca. 3m und somit hätte ich etwa 0,1 Ohm Gesamtwiderstand der gesamten !!! herstellerseitigen Innenverkabelung einer BOSE 901 Box (Serie II und Serie IV, eigentlich in allen Serien). Also 0,1 Ohm, mehr ist das wirklich nicht.

Jedes der 9 in Reihe verkabelten Chassis hat zwischen 0,8 und 0,85 Ohm Nenn-Impedanz, es entspricht nicht ganz dem Gleichstromwiderstand, zusammen etwa 0,8 Ohm x 9 ergeben die typische benannte ca. 8 Ohm Nenn-Impedanz.
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Die Lautsprecherkabel

Verbinde ich jetzt diese Box mit einem 10m Anschluß-Kabel mit 2,5mm² Querschnitt mit den Verstärker-Klemmen, kommen zu dem Innenwiderstand der Innenverkabelung nochmals ca. 20(m) x 0,013 (Ohm/m) hinzu, das wären weitere 0,26 Ohm.
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Die Aufschlüsselung der Leitungs-/Leistungsverluste

Und so bekomme ich folgende 3 (+1) Leitungs-/Leistungsverluste - für eine Box - mit diesen Werten, die ich kritisch gegenüberstelle :
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  1. 8 Ohm Nennimpedanz pro Box (alle 9 Chassis in Reihe)

  2. 0,1 Ohm für 3m einadrige Innenverkabelung (Verlust ca. 1,2%)

  3. 0,26 Ohm für 10m 2adrige 2,5qmm Lautsprecherleitung = 20m (Verlust ca. 3,25%)

  4. + eventueller Klemmenwiderstand an der Box und/oder am Verstärker (es ist eine hypothetische - Negativ- Reserve von 0,05 Ohm = 0,6%)

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In der Summe sind es in obigem Beispiel 1,2% + 3,25%

Massive "Starkstrom"-Anschlüsse an der JBL 250 Ti
feinadrig und mehrfach in Bündeln verdrillt sollte es sein
erstaunlich preiswert als 50m Ring

Bei unserem Beispiel sind die 10m Leitungslänge pro Kanal für einen ganz normalen 16m² Wohn-Raum angenommen. Ist der Raum auch nur leicht größer, verdoppelt sich die Leitungslänge ganz schnell. Dann wäre ein Querschnitt von 4 oder mehr quadrat-mm angesagt.

  • Anmerkung : In den einschlägigen Electronic-Shops (Reichelt, ELV, Conrad, Pollin usw. - und inzwischen 2016 sogar auch in den Blödmärkten !!!) gibt es 1,5 mm² - 2,5 mm² - 4,0 mm² - 6,0 mm² und 10,0 mm²  feinadrige !! Kupfer-Litze als Doppeladern und dazu (mindestens online) erstaunlich preiswert !!.

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Ergebnis der (Be-)Rechnung

Also selbst, wenn ich den Querschnitt bei der 10m Lautsprecherleitung von 2,5mm² auf 4,0mm² erhöhe, sind es immer noch insgesamt 0,16 Ohm Leitungswiderstand und somit noch etwa 2,0% Leistungsverlust anstelle von 3,25%.

So komme ich auf einen weitgehend optimierten Gesamt- Leistungsverlust (durch die Verkabelung) bei einer BOSE 901 von 4,5% bis vielleicht runter auf 3%. Der Anteil der Innen- verkabelung macht dabei weniger als ein Viertel des gesamten Verlustes aus.

Also selbst wenn ich die 1,2% Verluste des originalen von BOSE benutzen 0,5mm² Drahtes mit jetzt eigener dickerer 1,5mm² Litze auf nur noch 1/3 reduziere (= 0,04%), sind das wirklich nur "marginale" Gewinne.

Verglichen mit den Verlusten einer passiven 3-Wege-Box von ca. 25% bis 30% ist das "absolut verschwindend gering" !!
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Vernünftiges Optimierungs-Potential - getrennte Verstärker

ist nur ein Beispiel

Wenn Ihre BOSE 901 etwa 4m auseinander stehen, (bei ca. 6m Raumbreite) könnten Sie die vom Vorverstärker abgesezte Leistungs-Endstufe zwischen die Boxen stellen und so einen beträchtlichen Teil der Zuleitung einsparen. Anstelle von 10m oder mehr wären es nur noch 2,5m oder vielleicht 3m und das wäre eine deutliche echte (meßtechnische) Verbesserung. Sie können das nach obigem Rechenbeispiel selbst ausrechnen.

Ob dann der Equlizer direkt hinten am Vorverstärker oder jetzt oben auf der Endstufe steht, ist eine Frage des Ausgangs- widerstandes des Vorverstärkerteils. Die diversen BOSE Equalizer sind mit Sicherheit keine High-End Qualitäten, dafür wurde die auch nie konstruiert bzw. gebaut. Es sind hochwertige Consumer-Teile. Ein vernünftiges langes hochwertiges Cinch Kabel sollten sie dennoch anschaffen. Es müssen aber keine 40.- Euro "pro Meter" !! sein. Das wäre hier sehr übertrieben.
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Die Anschlüsse innen (Serie IV)
Solide Kabelschuhe (Serie II)

Auf die Anschlußklemmen achten

Wenn ich also noch etwas ernsthaft verbessern möchte, sind es die langen Zuleitungen und die Anschlußklemmen sowohl an/in der Box wie auch am Verstärker. Vor allem zu schwache Klemmen oder verknorzte Schrauben sind hinderlich. Oberhalb von 4mm² Zuleitungen tut sich nicht mehr viel, auch bei 20 Metern Abstand zum Verstärker- (das wären dann insgesamt 40m Länge).

Auch zeigt das obige Rechenbeispiel,
daß eine Umrüstung des gesamten BOSE Innenlebens von aktuell 0,5mm² Draht auf 1,5mm² (hochfeine) Litze nur marginale akustische Erfolge bringen könnte, die diese Box vom Grundkonzept der Breitbandchassis gar nicht umsetzen kann. Breitbandchassis mit all ihren Eigenschaften waren noch nie für die oberen Sphären von High-End geeignet.
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Die Psyche stellt diese Forderungen - nicht die Physik . . . . .

Es ist alleine das eigene Wissen, daß man "soetwas" gemacht hatte, das den "neuen Hörgenuß" beflügelt. (Andere nennen das auch ganz deutlich entlarvend : den Voodoo Zauber.)

Jetzt kommt noch etwas über diese "vedammten" bröselnden Schaumstoffsicken der 1980er Jahre
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