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Nov. 2020 - 50 Jahre danach - die Welt hat sich verändert

Diejenigen, die heute über die BOSE 901 herfallen, haben entweder nie verstanden, was der Professor Bose wirklich gewollt und entwickelt hatte ... oder sie wollen es einfach - beratungsresistent und leicht bockig - nicht wahr haben, daß diese Lautsprecher damals in 1970 wirklich außergewöhnlich waren.

Mit etwas Recherche-Arbeit habe ich die alten Anzeigen und Berichte gesammelt und bringe sie hier so nach und nach. Sicherlich kann auch ich mich irren, doch mir sind keine Anzeigen in Erinnerung, in denen irgendwelche Ambitionen von Highend oder super Frequezgänge von 16 bis 100.000 Hz in Erinnerung sind.

Das war eine der ersten Anzeigen in der Hifi-Stereophonie 1970

Und mit diesem Text wurde geworben, daß es sich um ein ganz neues Konzeot handele.

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Und das hier war eine der ersten Anzeigen - für DM 2.490.-

Der ehemalige Herrmann Hoffmann Partner Thomas Blank hatte außer RABCO, STAX und B&W auch noch Marantz in den Fachhandels-Vertrieb aufgenommen. Dabei war das neue Produkt von BOSE am vielversprechendsten.
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In der November 1970 - Anzeige dann dieser Text :

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Warum steigen Besitzer von großdimensionierten Lautsprecherboxen auf das zierliche Bose 901 Laufsprechersystem um ?
Einer der Gründe : Die Baß-Wiedergabe

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Bose über Baß

Wenn Sie den Bose 901 direct/reflecting ™ Lautsprecher bereits gehört oder die beispiellose Reihe der hervorragenden Testberichte gelesen haben, so werden Sie schon wissen, daß der 901 den größten Schritt in zwei Jahrzehnten Lautsprecherentwicklung beinhaltet. Die Überlegenheit des 901 (durch mehrere Patente gesichert) beruht auf einer Kombination mehrerer wissenschaftlicher Ergebnisse. Die alle voneinander in gleichem Maße bei optimaler Erfüllung jedes einzelnen abhängig sind.
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z. B. die Bass-Abstrahlung des Bose 901:

Wie ist es möglich, daß die Verwendung von 9cm Breitbandsystemen eine so ausgezeichnete Baßwiedergabe erlauben? Bisher nahm man an, daß große Lautsprecher in noch größeren Gehäusen notwendig seien, um volle Bässe zu erzeugen. Die richtige Antwort auf diese Fragestellung liegt in der Tatsache, daß die Baßabstrahlung allein von der Luftmenge, die bewegt werden soll und der Kontrolle über diese Bewegung abhängt. Beim Bose 901 sind es vier entscheidende, miteinander korrellierende Faktoren:
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a) Der „Gruppeneffekt"

Eine Anzahl eng benachbarter kleiner Lautsprecher, die sich in Phase bewegen, verhalten sich wie ein einziger großer Lautsprecher mit den Abmessungen des ganzen Gruppenarseals.
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  • Anmerkung : Laut George Cabasse ist dem aber nicht so. Ein Basschassis sowie auch sonst nur jeweils ein Chassis pro Frequenzbereich habe oder hätte (im Highend-Bereich) deutliche Vorteile.

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b) Die spezielle Konstruktion der im 901 verwendeten Wandler

Mit einem extrem großen Hub, hoher compliance und sehr starken Magneten sind sie in der Lage, größte Luftmengen zu bewegen.
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c) Die Benutzung eines gut kontrollierbaren Frequenzbereichs unter der Grundresonanz

Im konventionellen Lautsprecherdesign wird die Grundresonanz soweit wie möglich nach unten geschoben. Der Bereich unterhalb dieser für die Musikwiedergabe entfällt. Im Gegensatz zu dieser Konvention wurde die Eigenresonanz des 901 nach oben auf etwa 200 Hz verlegt. Die Gründe für diesen Schritt sind:
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  1. 1) Unter 200 Hz werden Phasenungleichheiten viel stärker wahrnehmbar als darüber.
  2. 2) Jeder Lautsprecher zeigt beträchtliche Phasenunregelmäßigkeiten bei und über seiner Eigenresonanz.
  3. 3) Unter der Eigenresonanz sind sie nicht vorhanden. Amplituden und Phasen-charakteristika sind gleichmäßige Funktionen der Frequenz und elektronisch equalisierbar (ausgleichbar). Genau das geschieht beim 901. Durch die bei 200 Hz liegende Eigenresonanz wird es möglich, diesen Bereich des gleichmäßigen Frequenzverhaltens zu benutzen. Man erreicht so eine Baßwiedergabe mit einer bis jetzt nicht dagewesenen Exaktheit des Oberwelleriänteils einzelner Baßinstrumente.

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d) „Aktive Equalisation"

Phase und Amplitude sind unter der Grundresonanz gleichmäßige Funktionen. Durch aktive Equalisation kann man nun das Verstärkersignal und damit die Abstrahlungsenergie bis zu tiefsten Frequenzen genau kontrollieren.

Wichtig: Lesen Sie die Originalschrift von Prof. Dr. Bose: „On the design, measurement and evaluation of loudspeakers". (Die Originalschrift des Prof. Dr. A.G. Bose können (konnten) Sie gegen eine Schutzgebühr von DM 2,- in Briefmarken erhalten.)
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Die Fachpresse und ihr einhellig gutes Urteil zu diesem Thema :

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  • Gleichermaßen erstaunlich ist die Baßwiedergabe. Die Übertragung des donnernden Kontra C eines Orgelpedals mit einer von den Maßen her (20 x 12 x 12) so zierlichen Box oder der saubere Anschlag einer großen Baßtrommel ist ein überwältigendes Ereignis.
    Bert Whyte
  • Audio - Dezember 1968
    Die Wiedergabe im untersten Baßbereich hätte man einem solch kompakten System nicht zugetraut.
  • Hirsch-Houck Laboratories Hi-Fi / Stereo Review
    Die Boxen vermitteln ein ausgewogenes Klangbild bei hervorragender, sehr weit zu tiefen Frequenzen herabreichender, resonanzfreier, sauber durchgezeichneter Baßwiedergabe.
  • Karl Breh Hi-Fi Stereofonie
    Nach meinen Frequenzgangmessungen geht der Lautsprecher linear bis 34 Hz und fällt darunter sehr langsam ab. Die Wiedergabe ist selbst bei 25 Hz brauchbar. Dies ist sicher der tiefste Punkt, der von Musikprogrammen zuweilen erreicht wird. Kurzen Impulsen folgt er exakt. Stoppt der Schall plötzlich, so ist der Lautsprecher ebenso schnell in Ruhe. Wenn die Musik keine Bässe enthält, wird auch im Lautsprecher keiner übertragen. Existieren aber welche, so werden auch die tiefsten wiedergegeben.
  • Stereo & Hi-Fi Times Spring 1970
    Die Tiefen weder verschwommen noch bumsig. Die Gesamtklangqualität ist so klar, daß sich der Hörer der Elektronik zwischen sich und den Instrumenten gar nicht bewußt wird.
    Hi-Fi Buyers Guide Fall / Winter 1969 lssue

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* Weitere Gründe erfahren Sie bei folgenden Fachhändlern.

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  1. Berlin: EHG Hi-Fi Stereo Studio
  2. Berlin: Hohenzollerndamm 174-177
  3. Düsseldorf: Radio Kürten Schadowstr. 78,
  4. Düsseldorf: Radio Brandenburger Steinstr. 27,
  5. Düsseldorf: Funkhaus Evertz Berliner Allee 55
  6. Flensburg: Hi-Fi Studio Braasch, Teichstr. 17
  7. Frankfurt: Main Radio, Kaiserstr. 40
  8. Frankfurt: Raum Ton Kunst, Sandhofpassage
  9. Hamburg: Deka-Radio, Waitzstr. 21
  10. Hannover: Ziese u. Giese, Berliner Allee 13
  11. Hannover: Elawat, City-Passage am Bahnhof
  12. Karlsruhe: Hi-Fi Center, Karlstr. 48
  13. Köln: Invocare Hi-Fi Studio, Mühlenbach/Malzmühle
  14. Krefeld: Funkhaus Kamp am Ostwall
  15. München: Hi-Fi Studio Reich, Sonnenstr. 20
  16. Nürnberg: Hi-Fi Stereo Akustik Gösswein Hauptmarkt 17
  17. Saarbrücken: Otto Braun, Nußbergstr. 7
  18. Schweinfurt: Hi-Fi Studio Beuschlein, Mark
  19. Stuttgart: Hi-Fi Studio Baumann, Heusteigstr. 15 a
  20. Tübingen: Radio Gedu, Klinikumsgasse
  21. Wiesbaden: Hi-Fi Studio am Kureck

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Ein Fachhändlernachweis für Schweiz, Österreich, Holland, Belgien und Luxemburg erfragen Sie bitte direkt bei uns!
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