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Die eigene Philosophie der beiden Entwickler

Auf silbernen Drucken stellt uns KM die eigene Philiosphie von Hifi und Stereo vor. Sehr ähnlich wie die Servo-Sound Systeme, die von Thorens/Bolex eine Zeit lang vertrieben wurden, erzeugen die Entwickler von KM mit relativ kleinen Lautsprechern sogar mit ovalen Breitbandchassis eine erstaunliche Klangfülle.

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Die Forschung deckt akustische Verzerrung auf

Geheimnisvolle Verzerrungen bei allen Klangsystemen

Es ist unbestreitbare Tatsache, daß keine herkömmliche Hifi-Anlage Musik naturgetreu wiedergeben kann. Beim kritischen Vergleich zwischen Klangfülle und Klarheit großer Orchester im Konzertsaal klingt die Musik aus Lautsprechern verändert, vor allem die Wiedergabe der Raum-Akustik.

Anscheinend ist die technische Entwicklung in eine Sackgasse geraten, denn selbst die besten Plattenspieler, Verstärker und Lautsprecher können diesen Mangel nicht beseitigen.

Offensichtlich wird jede Klang-Aufnahme über Mikrofon- von einer unbekannten Verzerrung begleitet, die sehr viel größer ist als technisch bedingte Verzerrungen in guten Hifi-Geräten. Der Grund für diese geheimnisvollen para-technischen (also nicht durch Technik bedingten) Verzerrungen ist jetzt entdeckt worden.

Die Phase und die Laufzeiten

Sie entstehen nämlich durch unterschiedliche Laufzeiten (und Phasenänderungen) zwischen dem Direkt-Schall und den Schall-Reflexionen (Nachhall) des Aufnahmeraumes: Treffen solche Klanggemische verschiedener- Phasenlage auf ein Mikrofon, dann können sich die einzelnen Ton-Signale gegenseitig aufheben oder auch vergrößern. Dieses Phänomen ist beweisbar und kann im Oszillografen sichtbar gemacht werden (siehe Fußleiste, Bildschirmfotos).

Ein derartig verändertes Klangbild produziert Klirrfaktoren, das ist physikalisches Gesetz. Bei komplexen Orchesterklängen sind diese Klirrgrade um ein Vielfaches größer als alle Verzerrungen, die durch Abweichung vom technischen Optimum in guten Geräten entstehen. Das Phänomen derartiger „Auslöschung" oder „Addition" von Schallwellen ruft zweistellige Prozentzahlen an Klirrgraden hervor, während sich die Techniker mit Klirrgraden um 0,1—1,5 Prozent herumplagen!

Das Gehör kennt diese Verzerrungen nicht

Wie kommt es, daß bei einem Life-Konzert ohne Lautsprecher-Übertragung solche Beeinträchtigungen des Musikgenusses nicht auftreten? Auch hier entstehen ja die gleichen Schall-Reflexionen. Trotzdem entsteht in dieser „Life-Situation" ein genau gegenteiliger Effekt. Bei guter Akustik verbessern die Schall-Reflexionen Klangfülle und Transparenz der musikalischen Darbietung ganz erheblich. Gute Raum-Akustik haben übrigens solche Säle, bei denen der Nachhall überwiegend von vorn, wenig von den Seiten und gar nicht von hinten kommt (daher ist die Quadrofonie so problematisch).

Dieses akustische Phänomen konnte bisher physiologisch noch nicht ganz geklärt werden. Es ist ohne Zweifel außergewöhnlichen Fähigkeiten des menschlichen Gehörs zuzuschreiben. Das gesunde Gehör ist imstande, mit seinen beiden Ohren die aus verschiedenen Richtungen eintreffenden Schallwellen geometrisch voneinander zu trennen.

Direktschall und Nachhall

Diese Fähigkeit bezieht sich aber nicht nur auf die Ortung des Direktschalls, sie bezieht sich genauso gut auf räumliches Trennvermögen beim Nachhall: Die Reflexionen werden, obwohl sie mit einiger Verzögerung im Gehör eintreffen, offenbar dem jeweils richtigen Instrument zugeordnet. Mehr noch: Sie runden den „trockenen" Ton des Direkthalles zum Raum-Erlebnis ab. So entstehen natürliche, unverfälschte Klangbilder.

Die Erklärung liegt darin, daß das menschliche Gehör ein sogenannter „binauraler Schalldruck-Empfänger" ist, dessen beide Gehörgänge über das Hörzentrum miteinander verbunden sind. Dieser Mechanismus vergleicht unentwegt beim Hörvorgang die Augenblicks-Situation mit den eingespeicherten, lebenslangen Erfahrungswerten.

Ganz anders bei der Technik: Jede Mikrofonkapsel ist ein monauraler Schalldruck-Empfänger. Ihre Membrane schwingt für sich allein, — auch bei Stereofonie und Quadrofonie. Sie registriert ausschließlich die momentane Situation an ihrem Empfangsort. Vergleichende Korrekturen mit den benachbarten Partner-Mikrofonen finden nicht statt.

Künstliche Lautsprechermusik erzeugen

Die außergewöhnlichen, korrespondierenden Fähigkeiten des menschlichen Gehörs lassen sich durch einen einfachen Test bestätigen. Wer sich beim Anhören von Musik einen Gehörgang fest zuhält, wird auch im Konzertsaal Verzerrungen empfinden: Man hört plötzlich „Lautsprechermusik".

Hifi-Anlagen herkömmlicher Art spielen in jedem Fall das beim Aufnahmevorgang verzerrte Klangspektrum ab. Es ist dabei fast gleichgültig, ob die Wiedergabe aus einer (mono) oder zwei Richtungen (stereo) kommt. Auch bei der Quadrofonie kann von einer geometrischen Trennung des Raumhalls der einzelnen Instrumente keine Rede sein.

Das Gehör hat keine Chance, Direktschall und Reflexion zu trennen, da es ihm aus einem oder mehreren Lautsprechern bereits gemischt (und damit verzerrt) angeboten wird. Der Nutzen technischer Weiter-Entwicklungen im Bereich der Elektro-Akustik wird solange zweifelhaft bleiben, wie das Problem der nicht-technischen Verzerrungen ungelöst ist.

Jetzt wird das eigene Produkt vorgestellt und gelobt

KM überträgt die Original-Raumakustik

Mit dem KM-System wird es möglich, einen in die fertige Klang-Konserve hineingeschriebenen Fehler im Wiedergabezweig zu beseitigen. Allerdings ist dieser komplizierte technische Prozeß nicht mit konventionellen Methoden verwirklicht worden.

Im elektronisch arbeitenden Processor werden die Links-Rechts-Signale der Stereoaufzeichnung zunächst wieder in die Grund-Informationen Direktschall und Nachhall zerlegt. Damit werden im KM-Processor elektronische Schwingungszustände herbeigeführt, die mit der akustischen (Schwingungs-) Situation im Konzertsaal absolut übereinstimmen (siehe Fußleiste, Bild a und b).

Jetzt ist zwischen beiden Informationen Vergleich und Korrektur möglich. Da dies fast mit Lichtgeschwindigkeit vor sich geht, spielt die Zeit gegenüber den viel langsameren Schallwellen keine Rolle. Nach der Korrektur werden wiederum analog der Aufnahmetechnik sinnvoll korrigierte Links-Rechts-Signale gebildet.

Direktschall und Reflexionen trennen

Damit ist das wesentlich Neue am KM-System schon ausgesprochen: Direktschall und Schall-Reflexionen des Aufnahmeraumes werden (da phasenrichtig) für das Gehör trennbar abgestrahlt. Dem Hörer eröffnet sich der komplette Eindruck der Original-Austik. Ein wichtiges Problem der Wiedergabetechnik ist gelöst.

Wer jemals Gelegenheit hatte, das KM-System im direkten AB-Vergleich mit konventionellen Lautsprechern jeder Art zu erleben, wird dieses „Sich öffnen" des Raumes nicht wieder vergessen. Kenner sagen, daß sie nun plötzlich die charakteristischen Eigenschaften weltberühmter Konzertsäle erkennen.

Diese psycho-akustischen Wirkungen des KM-Systems dürfen jedoch keinesfalls mit dem Quadrofonie-Effekt verwechselt werden. KM verwendet diagonal in den Raum strahlende Lautsprecher, damit die Qualität nicht durch rückwärtigen Nachhall beeinträchtigt wird. Die stereofone Hörzone wird bei KM ganz erheblich vergrößert, während in der Quadrofonie praktisch nur ein einziger optimaler Punkt im Raum der Wiedergabe existiert.

KM revolutioniert Ihre Stereo-Anlage

Ein komplettes KM-System besteht aus zwei Lautsprechern und einem elektronisch wirksamen „Processor", der als Verbindungsglied zwischen die Ton-Ausgänge eines guten Stereo-Verstärkers und den KM-Boxen geschaltet wird. Jede der Boxen verfügt über einen eigenen, mit 50 Watt Sinusleistung recht kräftig ausgelegten Leistungsverstärker. Da dieser Verstärker ein integriertes Glied in der KM-Kette darstellt, ist sein Frequenzgang nicht, wie sonst üblich, linear. Er ist vielmehr mit einer ganzen Reihe von Besonderheiten ausgerüstet, die den oft praktizierten Datenvergleich mit Verstärkern anderer Herkunft nicht zuläßt.

Es sei nur darauf hingewiesen, daß durch die im Verstärker eingebaute elektromechanische Gegenkopplung zusammen mit anderen Maßnahmen der Wirkungsgrad eines KM-Lautsprechers ungewöhnlich hoch ist. Bei einem Standard-Vergleich müßte die elektrische Leistung des Vergleichsgerätes (bei gleicher akustischer Leistung) fast doppelt so hoch sein.

Die KM-Boxen sind erstaunlich klein

In dem kleinen Gehäuse der KM-Box befindet sich ein neu konstruiertes Gebilde zur verstärkten Abstrahlung extrem tiefer Tonlagen. Ein mit Luftkopplung betriebener „Kolben" sprengt alle bekannten Vorstellungen über die Baß-Wiedergabe bei kleinem Gehäuse-Volumen. Dieses genial einfache Schwingungs-System erreicht einen Hub, der jedem großen Baß-Lautsprecher Ehre machen würde. Schwingt nämlich die Membrane des Antriebs-Systemes in einer bestimmten Baßlage nur 4 mm tief aus, dann bringt der Kolben mit 40 mm Hub eine wahrhaft imponierende Baßleistung in den Raum. Resonanz-Erscheinungen sind dabei durch die schon erwähnte Gegenkopplung völlig unterdrückt.

Die vordere Abrundung des Gehäuses läßt auf die eigenwillige Abstrahlungscharakteristik schließen. Bei KM gibt es eine „linke" und eine „rechte" Box, die man nicht vertauschen sollte. Die einzelnen Klqngspektren werden verschieden gerichtet in den Raum gebracht. Das darf aber nicht verwechselt werden mit indirekter Abstrahlung, denn dort spielt die Beschaffenheit von reflektierenden Raumflächen eine große Rolle für die Wiedergabequalität. Das ist bei KM nicht der Fall. KM-Boxen können entweder flach an die Wand, oder in Regale und Fächer eingestellt werden.

hier nur geparkt - die Texte unter den Bildern

Bildschirm-Foto des Direktschalls

(a), wie er von der Bühne des Konzertsaals abgestrahlt wird. In die Einhüllungskurve hineingeschrieben erkennt man die vom Musikinstrument erzeugten Tonschwingungen.

Der zeitlich verzögerte Nachhall (b), als Folge einer Reflexion von der Bühnen-Rückwand, mit demselben Tonschwingungs-Inhalt.

Der reflektierte Schall liegt fast nie phasengleich mit dem Direktschall. Das führt zu völlig veränderten Einhüllungskurven (d). Der Effekt Ist derselbe wie bei starken technischen Verzerrungen.

Beim direkten Hören im Konzertsaal kommen die Musiksignale a und b aus verschiedenen Richtungen. Das binaurale menschliche Gehör kann a und b räumlich trennen und dadurch die Einhüllungsverzerrung vermeiden (c).

Das KM-System berichtigt in der hier abgebildeten Weise die verzerrte Einhüllungskurve d. Prüfen Sie durch Umschaltung des Verstärkers von Stereo auf mono die verblüffende Wirkung des KM-Systems. Bei mono-Signalen erfolgt nämlich im Processor keine Korrektur der Phasenlage.
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