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Stereo-Schaltungstechnik

Die Zuordnung der Rillenflanken zu den beiden Wiedergabekanälen, Aus unserer Darstellung ist zugleich das Prinzip des Stereo- Schallplatten- verfahrens ersichtlich.

Über die Grundlagen der stereophonischen Klangübertragung wurde in letzter Zeit schon mehrfach in den Fachzeitschriften berichtet, so daß wir uns im folgenden auf die rein praktische Schaltungstechnik beschränken möchten.

Die Besonderheiten der Stereotechnik zu kennen, ist für jeden Rundfunktechniker wichtig.

Es gibt einige Dinge, die in der monauralen Technik (kurz Mono genannt) fehlen, in der stereophonen Technik aber bedeutungsvoll sind. Dieses sind vor allem:
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  • 1. Die richtige Zuordnung der Kanäle (links und rechts),
    von der Tonspannungsquelle ausgehend bis zu den einzelnen Lautsprechern.
  • 2. Die Phasengleichheit beider Kanäle.
  • 3. Die gleichartige Bedienbarkeit des Lautsfärkereglers
    und der Klangregelorgane in beiden Kanälen
    durch Tandem-Potentiometer.
  • 4. Die Anordnung eines Balance-Reglers, einer Art „akustischen Waage", die das Oleichgewicht zwischen der Schallabstrahlung beider Kanäle herzustellen und zu verändern erlaubt.
  • 5. Die Anschlußbuchsen für Stereo-Tonbandgeräte,
    die neben Stereo-Aufzeichnungen auch Aufzeichnungen von Darbietungen des Mono-Rund-funks erlauben.
  • 6. Die Zusammenschaltung der beiden Sfereokanäle bei der Übertragung des Mono-Rundfunks oder beim Spielen von Mono-Schallplatten bzw. Mono-Tonbandaufnahmen.

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  • Anmerkung : Als 1958 die Stereo-Technik geplant und eingeführt wurde, gab es nur die 3-Pol DIN Verbindung. Diese Steckverbindung wurde auf Drängen der Hersteller relativ schnell zur 5-Pol DIN Verbindung erweitert.

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Die Anschlußklemme der Stereo-Plattenwechsler

Norm-Anschlüsse von Stereo-Tonarmen (Blick auf die Stecker-Lötseite)

Stereo-Plattenwechsler arbeiten mit zwei getrennten Systemen, auf die in geeigneter Weise die Abtastnadel einwirkt. Die Anschlußleitungen vom Tonarm werden im allgemeinen auf eine Lötösenleiste mit drei Anschlüssen geführt.

Die mittlere Lötöse, die meist mit der Metallplatine in Verbindung steht, dient zum Anschluß der Abschirmungen, also der Masseleitungen beider Systeme.

Um zu erkennen, um welchen Kanal es sich handelt, sind die „heißen" Enden der Anschlußleitungen farbig gekennzeichnet.

  • rot = Signal von rechter Rillenflanke = rechter Wiedergabekanal
  • gelb oder farblos = Signal von linker Rillenflanke = linker Wiedergabekanal
  • Mit schwarz oder blau sind die Masseleitungen gekennzeichnet.

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Je nach Ausführung des Stereo-Schrankes sind ggf. noch einige Schaltglieder (Widerstände und Kondensatoren zur Frequenzgang-Beeinflussung; „Rumpelfilter") am Tonabnehmer erforderlich. Aus diesem Grunde besitzt die Lötösen-leiste häufig mehrere Anschlufjpunkte, auf welche die notwendigen Schaltglieder gelötet sind.

Genormter Anschlußstecker für Stereo-Plattenspieler

Schon seit einigen Jahren werden bei allen GRUNDIG Tonbandgeräten dreipolige Normbuchsen (unsere späteren DIN Normbuchsen, die aber damals noch nicht normiert waren !) nicht nur für die Rundfunk- und Mikrofon-Anschlüsse verwendet, sondern auch für den Anschluß eines Plattenspielers bzw. Plattenwechslers.

Die "Normvorschläge" sehen vor, daß künftig auch bei allen Rundfunkgeräten derart verfahren wird, denn die bisherige Anschlußweise mit einem leicht verwechselbaren und falsch einführbaren Doppelstecker (19mm Stecker-Abstand nach Starkstromart) oder einzelnen Bananensteckern entsprach schon längst nicht mehr den heutigen Anforderungen und war nur noch ein Überbleibsel aus vergangener Zeit.

Mit der Einführung der Stereotechnik

Mit der Einführung der Stereotechnik ist nun der Zeitpunkt gekommen, auch beim Plattenspieleranschluß die gleichen sauberen Verhältnisse zu schaffen, die (von GRUNDIG eingeführt) schon seit Jahren bei allen Tonbandgeräten bekannt sind.

Ohnehin wäre mit einem der Starkstromtechnik entlehnten Stecker (auch mit Mittel-Flachstift) kein Stereo-Anschluß mehr möglich gewesen, denn beim Stereobetrieb soll grundsätzlich keine Verwechselbarkeit der Steckeranschlüsse bestehen. Die dreipolige Norm-Flanschbuchse, wie sie (später nach DIN 41524) bei allen Rundfunkgeräten heute für den Anschluß von Tonbandgeräten üblich ist, bot sich also auch als ideale Steckerverbindung des Stereo-Plattenspielers an.

Die Anschlüsse sind wie folgt festgelegt worden:

  • Kontakt 1    = rechte Rillenflanke
        = rote Kabelader
        = rechter Wiedergabekanal
  • Kontakt 2    = Masse (+ Abschirmung)
  • Kontakt 3    = linke Rillenflanke
        = gelbe (bzw. weifje oder farblose) Kabelader
        = linker Wiedergabekanal


(Bei Nur-Mono-Plattenspielern ist die Tonarmleitung an die Kontakte 3 und 2 der Normstecker geschaltet.)
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Die Zuordnung der Kanäle beim Stereo-Magnetton-Verfahren (nach internationaler Festlegung).

Bandgeräte mit Halbspur-Stereo

Der dreipolige Normstecker (z. B. Preh 5991) wird nicht nur bei einzeln gelieferten Stereo-Plattenspielern benutzt, sondern auch serienmäßig in der Verkabelung aller GRUNDIG Stereo-Konzertschränke.

Somit ist ein Ausbau von Einzelgeräten mühelos möglich, da grundsätzlich keine Lötverbindungen mehr bestehen. Ebenso wie der Stereo-Plattenspieler wird auch das Stereo-Tonbandgerät mit Normsteckern angeschlossen.

Die Anschlüsse für Tonbandwiedergabe sind mit denen der Stereo-Plattenspieler identisch, wie die Abbildung zeigt.
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