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Als Vater Max Braun 1950 die Messe besuchte, war die Welt noch in Ordnung.

Auf der Frankfurter Messe 1950 von links nach rechts: Gmachl (Frankreich), Remper (Schweden), Peters (Holland), Wilhelm Wiegand, d'Emilio (Italien), Max Braun


Der Sohn Artur Braun schreibt in seinem Buch
zu diesem Bild :

Endlich, zur Frankfurter Frühjahrsmesse 1950 waren über 25.000 Geräte fertig, und der Verkauf konnte beginnen. Die Messe war ein großes Ereignis, die ganze Familie am Stand und jeder sehr aufgeregt. Erwin hatte eines der ersten Magnetophone aufgetrieben; im Hintergrund tönte laufend der Schlager jener Zeit: „Du bist heut schlecht rasiert."

Die Messe war gut besucht. Stunde um Stunde schob sich ein Menschenstrom an uns vorbei. Trockenrasieren war damals noch so wenig bekannt, daß unser Stand immer umlagert war.
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Unser Vater, endlich wieder mal glücklich . . . . .

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Vater saß etwas hinten im Stand und schmunzelte, wenn Erwin und ich argumentierten und mit dem S50 an der Wange des Endverbrauchers Überzeugungsarbeit leisteten. Abends waren wir heiser, und die Beine taten uns weh, aber es lohnte sich, die vielen Meinungen zu hören und den S50 an so unterschiedlichen Barten zu probieren. Er verkaufte sich glänzend. Wir mußten die Produktion steigern. Bald waren es 400 Stück täglich.
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Dann - der Vater stirbt ganz plötzlich - die Söhne müssen ran

und sie schaun sich um. Die Firma MAX BRAUN baute auch Radios (und natürlich diese neuen Trocken-Rasierer). Bei den Radios sehen sie auf den Messen das Folgende :
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Diese 30 Modelle sind ja nur eine kleine Auswahl der wirklich angebotenen Modelle von angeblich über 50 deutschen Herstellern.

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Und irgendwo - da mitten drin - sind "ihre" BRAUN Radios.

Artur sagte es als Erster : "das wird nichts". Unsere Radios sind auch nur einige von ganz vielen - viel zu vielen - Modellen. Und die sehen fast alle gleich aus.

Erwin dachte genauso und das Nachdenken fing an. Wie kommen wir aus diesem ruinösen Markt raus (der Kampf gegen Max Grundig erschien ihnen nicht sinnvoll) - rein in eine kleine Nische, die uns keiner wegnimmt.

Erst, wenn man sich diese Menge von hier in Deutschland produzierten Radios mal vor Augen führt, kann man die Gedanken von Erwin und Artur braun nachvollziehen.

In der Funkschau von 1950/51 habe ich diese vielen Fotos der 1951er Modelle in großer Anzahl gefunden und hier mal auf einer Seite ganz besonders drastisch anschaulich zusammengeführt.

Mit solchen Bildern wird vieles aus der Zeit des Aufbruchs der "neuen" Firma BRAUN verständlich.

Mehr über den Aufschwung lesen sie hier auf der BRAUN Seite.
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