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1982 - Das große BRAUN Verwirrspiel geht los

Bei den allermeisten Hifi-Fans stand "die BRAUN AG" bis Mitte der 1980er Jahre recht hoch im Kurs. Daß die Hifi-Division bei BRAUN immer "dickere" rote(re) Zahlen schrieb, kam ja nach draußen nie so richtig durch. Denn die Rasierer Divison von BRAUN konnte das mühelos auffangen. Jedenfalls wurde das so nach draußen lanciert. BRAUN war und ist profitabel und macht ja gute Gewinne . . . . - und darum macht Euch nur keine Sorgen.

Daß das den inzwischen nicht mehr Deutsch sprechenden Amerikanern
in den oberen Etagen überhaupt nicht gefiel, scherte weder die BRAUN Mitarbeiter noch die Entwickler noch die Gewerkschaften oder gar den Betriebsrat und schon gar nicht die BRAUN-Händler. - - - Und dann auf einmal übernahm 1981 ein Dr. Günther den rechtlich und juristisch ausgegliederten BRAUN "Hifi-Laden". Das aber war doch der kleine BRAUN Importeur aus den USA mit diesen komischen häßlichen A/D/S/ (oder a./d./s./) Clones "unserer" ach so tollen BRAUN Lautsprecher .... oder so ähnlich.

Und wieso auf einmal BRAUN GmbH und BEL und A/D/S/ ?

Dieser Umbruch brachte eine Menge Verwirrung ins Hifi-Geschäft, die der neue Chef der abgezweigten Hifi-Devision gar nicht so schnell aufklären konnte, wie neue Meldungen dazu kamen. Wieso verkauft jetzt eine Firma A/D/S/ die BRAUN Hifi-Geräte. Werden die überhaupt noch von BRAUN "gemacht" oder kommen die jetzt aus Amerika ?
Wer ist wer und warum dieser ganze Zirkus. Vor allem die Händler kamen in missliche Argumentationsnot und die treuen BRAUN Kunden (oft mit viel Geld und nahezu ewiger Geduld) verstanden das alles nicht mehr. Realität aber war, wenn die BRAUN Hifi-Sparte schon vor 10 Jahren selbständig gewesen wäre, wäre sie bereits lange lange Pleite. Aber das war absolut für die Aussenstehenden undenkbar. Keiner dachte an solche virtuellen Konstellationen - außer dem amerikanischen Top-Management und dem Controller aus Deutschland und aus Boston.

Anfang 1982 wurde die Entwicklung teilweise abgebaut

Die eigene Entwicklung war zu teuer oder nicht erfolgreich genug. Wer die nachfolgenden Boxen dann entwickelt hat, ist schwer nachzuvollziehen.

War das der Anfang vom Ende ?


Jedenfalls sind die Sprüche im Prospekt kommentarwürdig.

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Braun Lautsprecher. Klangneutral und digitalfest.

Stand Oktober 1982. Änderungen vorbehalten

Die Lautsprecher sind das wichtigste Glied jeder HiFi-Anlage. Wer hier spart, macht den Wert seiner Gesamtinvestition zunichte. Alle Lautsprecher von Braun sind hochentwickelte Präzisionsgeräte für die unverfärbte, naturgetreue Musikreproduktion. Schon die kleinste Ausführung umfaßt alle wesentlichen Oktaven des Musikgeschehens.

Zwischen den einzelnen Systemen gibt es dabei weniger Qualitätsunterschiede. Sondern eher eine klar gegliederte Abstufung von der Größe her. Und damit von der Dynamik, der Bandbreite und dem musikalischen Auflösungsvermögen.
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  • Anmerkung : Zu dieser Zeit wußte nahezu keiner, was digital bedeutet und was denn nun "digitalfest" dazu beitragen würde. Das war ein tolles Attribut - fast wie einst bei den perfekten fotogenen holländischen Tomaten : "geschmacksneutral und spülmaschinenfest".

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Braun Lautsprecher. Der digitalen Wiedergabetechnik gewachsen.

Die neuen Braun Lautsprecher der LS-Serie sind das Ergebnis einer ganzen Reihe von Innovationen auf den gesicherten Grundlagen der Physik und Verfahrenstechnik. Entwicklungsparameter waren hohes musikalisches Auflösungsvermögen bei ausgeglichenem, linearen Frequenzgang. Dabei wurde auf hohe Belastbarkeit und hohen Wirkungsgrad Wert gelegt. Denn erst die Kombination beider Werte ergibt hohe Musikdynamik.

Das Lautsprecherprogramm von Braun ist konsequent vom Volumen her geordnet. Denn das Volumen ist die entscheidende Voraussetzung für die Baßtüchtigkeit und den Gesamtwirkungsgrad eines Lautsprechers.

  • Anmerkung : Das mit dem Volumen ist physikalisch und technisch falsch, wie diverse Wettbewerber eindrucksvoll beweisen.


Die Abstufungen von Modell zu Modell sind so gewählt, daß sie deutlich wahrnehmbaren Dynamik- und Bandbreitenzuwachs mit sich bringen. Durch den hohen technologischen Aufwand, der in jedem Braun Lautsprecher steckt, entsprechen sie heute schon den erhöhten Dynamikanforderungen der kommenden Digitaltechnik. Das macht sie zu einer Investition von bleibendem Wert.

  • Anmerkung : Im Umkehrschluß würde das besagen : Deine alten teuren BRAUN Boxen sind Mist. Also : Schmeiß Deine alten BRAUN Boxen weg und kauf jetzt neue. - Ein sehr ungeschicktes Marketing.

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Braun Prinzip Nr. 1: Akustisch geschlossen. Denn Luft altert nicht.

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, Lautsprecher zu bauen: Offen oder geschlossen. Offene Boxen werden durch elastische mechanische Elemente bedämpft, die irgendwann einmal Verschleiß unterliegen. Braun Lautsprecher sind als akustisch geschlossene Systeme ausgeführt. Die stabilen, resonanzfreien Gehäuse sind absolut luftdicht. Mittel- und Hochtöner bilden in sich geschlossene, akustisch völlig getrennte Systeme. Die eingeschlossene Luft wirkt als ideale, alterungsfreie, lineare Bedämpfung, deren genau berechneter Wert absolut konstant bleibt.

  • Anmerkung : Auch das ist leider dummes Zeug, das hier geschrieben steht. Grundsätzlich altern alle Gummi- und Schaumstoffsicken in einem Lautspecher, ob offen oder geschlossen. Das hat mit der Luft und dem Gehäuse überhaupt nichts zu tun. Schaun Sie mal bei Telefunken rein.

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Hohe Wicklungsdichte durch dünne Isolation bei Braun Schwingspulen (Elektronen-Rastermikroskop-Aufnahme).
Braun Formband-Spule: 30% mehr Kraft durch 30% höhere Wicklungsdichte.

Braun Prinzip Nr. 2: Extrem schneller Antrieb für höchste Impulstreue.

Das musikalische Auflösungsvermögen eines Lautsprechers resultiert aus seiner Fähigkeit, den elektrischen Signalen des Verstärkers trägheitsfrei zu folgen.

  • Anmerkung : Sehr ungeschickt beschrieben : Der Lautsprecher an sich soll keinem elektrischen Signal folgen, sondern die Membranen der einzelnen Chassis. Ganz im Gegenteil soll der Lautsprecher absolut unbeweglich stabil stehen.

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Je kleiner dabei die bewegte Masse und je stärker der elektrische Antrieb ist, desto naturgetreuer werden die Musikimpulse umgesetzt. Alle Braun Lautsprecher weisen deshalb genau abgestimmte Schwingsysteme mit extrem hoher Wicklungsdichte auf.
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Die Braun Formband-Technologie:
Noch mehr Baßdynamik.
Noch besseres Impulsverhalten.

Konventionelle Schwingspule und Braun Formband-Spule (rechts): Die Windungen sitzen nahtlos aneinander.

Die Braun Formbandtechnologie ist eine völlig neue Antriebstechnik. Sie erlaubt es, den Drahtquerschnitt für jeden Magnettypen zu optimieren.


Dies geschieht mit einer prozessorgesteuerten Maschine direkt beim Wickeln der Spule. So geht im Gegensatz zur konventionellen Flachdraht-Technik kein wertvoller Platz im Magnetspalt verloren.

Bei Braun wird der Energiezuwachs, der durch die optimierte Formband-Technologie gewonnen wird, doppelt genutzt: Er erlaubt es, die Schwingspule zu verlängern und dadurch einen noch größeren Hub zu erzielen - bei gleichzeitig verbessertem Impulsverhalten. Ergebnis: Noch bessere Auflösung und Erhöhung der Dynamik im Tiefbaßbereich - ohne Verlust von Wirkungsgrad.

  • Anmerkung : Das hatten ab 1980 alle Hersteller von Lautsprecherchassis so gemacht, das war überhaupt nichts Besonderes mehr.

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Das Braun Prinzip Nr. 3: Kalotten für Mittel- und Hochtöner.

Braun Kalotten-Hochtöner mit kantenlosem Grundplattenprofil und gekühlten Anschlußlitzen (oben), konventioneller Kalotten-Hochtöner mit ungekühlter Drahtführung.
Konventionell von außen bedämpfte und innendotierte Braun Gewebekalotte.

Bei Braun werden im Mittel- sowie Hochtonbereich Kalottenlautsprecher eingesetzt. Sie arbeiten aufgrund geringer Masse im Gegensatz zu Konuslautsprechern äußerst impulstreu und zeichnen sich z. B. gegenüber Bändchenlautsprechern durch breite horizontale und vertikale Abstrahlung aus. Frontbündig eingebaut wie bei der Braun LS-Serie schaffen sie eine breite Hörzone mit großer akustischer Tiefenschärfe.

Die Kalottenlautsprecher sind aber nicht nur für die unverfärbte und feinzeichnende Wiedergabe der Mitten und Höhen verantwortlich, sondern auch für die hohe Betriebssicherheit aller Braun LS-Lautsprecher. Denn bei ihnen wird auch der - von anderen Herstellern oft vernachlässigte - Anschlußdraht der Schwingspule wirksam gekühlt. Indem er unterhalb der Frontplatte direkt von der Schwingspule zu den Anschlußklemmen geführt wird.

  • Anmerkung : Das ist nun wirklich die gezielte Verdummung des Lesers oder schwachsinniges Geschwafel des Texters, der sich irgend etwas aus den Fingern saugen mußte. Solch einen Unsinn haben nicht mal Magnat, HECO und CANTON verzapft, die ja die im Prinzip gleichen Kalotten in ihren Lautsprechern einsetzen.


Die Kalotten von Braun Lautsprechern bestehen aus hochwertigem akustisch "totem" Gewebe, das im Gegensatz zu harten Kalotten resonanzfrei ist. Bei Braun werden die Kalotten nach einem neuen Verfahren genau dotiert von innen beschichtet.

  • Anmerkung : Auch wieder wird eine für die Herstellung von Kalotten völlig unbedeutende Eigenschaft hervorgehoben, wie etwa bei den etwas teueren Lachs-Scheiben im Supermarkt, die angeblich "handgesalzen" seien.


Sie fühlen sich zwar weich an, arbeiten in ihrem Frequenzbereich aber als nahezu perfekte Kolben. Die Innenbeschichtung bringt außerdem Gebrauchsvorteile: Die Braun Kalotte setzt auch bei Betrieb ohne Gitter keinen Staub an.

  • Anmerkung : Die Kalotten aller Hersteller setz(t)en im Laufe der Zeit Staub an, ob innen oder außen beschichtet. Das Gewebe-Material muß ja von der Beschichtung oder Tränkung durchdrungen werden und so ist fast jede Stoff- oder Nichtmetall-Kalotte etwas klebrig, auch die von BRAUN und die nahezu baugleichen von HECO.

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Die Braun Tieftöner:
Verfärbungsfrei durch "Stifflite"-Membran

Der neue Tiefton-Magnet mit verlängertem Polkern für besseres Impulsverhalten und Kühlung.
Braun Tieftöner mit "Stifflite" Membran und verwindungs-steifem Druckguß-Chassis mit guter Wärmeabteilung für hohe Belastbarkeit.

Der Tieftöner hat die größte Menge Luft zu bewegen. Er ist deshalb am größten und hat den längsten Hub. Seine Membran ist dadurch extremen Belastungen ausgesetzt. Sie muß - bei genau definiertem Gewicht - so steif wie möglich sein und eine hohe Innendämpfung aufweisen.

Braun "Stifflite" - Membranen sind aus klangneutralem, langfaserigen Material gefertigt, daß durch erhöhten Lufteinschluß zum Rand hin zusätzlich versteift und bedämpft ist.

  • Anmerkung : Man generiere einfach einen exotischen unbekannten Namen oder Begriff, weil das hier Beschriebene ja so gut wie alle anderen Hersteller von Bass-Chassis auch so machen.


Die Magnete der Tieftöner weisen als Besonderheit einen vorgezogenen Pol-Kern auf. Dadurch steht zur impulstreuen Führung der Schwingspule ein längeres, homogeneres Magnetfeld bereit, außerdem wird die Wärmeableitung verbessert.

Aufwendige Kalotten Mitteltöner
Denn die Mitten sind entscheidend.

Zweite, akustisch angekoppelte Dämpfungskammer (rotes Feld) zur Stabilisierung der Kalotte.

Der wesentliche Teil des musikalischen Geschehens spielt sich in den Mitten ab. Hier ist das Ohr auch besonders empfindlich gegen Verfärbungen und Verzerrungen. Ideal ist es, den ganzen Mitteltonbereich mit einem einzigen Chassis - ohne Trennstelle durch eine Weiche - zu überstreichen.

Deshalb betreibt Braun für den Mitteltöner besonders viel technischen und konstruktiven Aufwand: Die Kalotte wird durch eine zweite, konzentrisch angeordnete akustische Dämpfungskammer stabilisiert. Taumelbewegungen, die bei niedrigen Frequenzen zu Verzerrungen führen könnten, sind dadurch ausgeschlossen. Die größeren Braun Lautsprecher weisen sogar 50mm große Kalotten mit extrem starken Magneten auf. Das ergibt hohe Dynamik, niedrigen Klirrgrad und hervorragendes Impulsverhalten.

Klar, impulstreu und frequenzlinear: Die Kalotten-Hochtöner.

Auch die akustisch geschlossenen Hochtöner der LS-Serie sind eine völlige Neuentwicklung. Die Grundplatte aus Aluminium-Druckguß hat keine hervorstehenden Kanten und ist so geformt, daß der Schall diffraktionsfrei abgestrahlt wird, eine wichtige Voraussetzung für die Ortungsschärfe. Die breitwinkelige Abstrahlung ergibt gleichzeitig eine große Stereo-Hörzone.

Aufgrund der geringen Masse und durch die Verwendung extrem starker Magnete (bis zu 20.000 Gauss) haben Braun Kalotten-Hochtöner einen sehr günstigen Wirkungsgrad und eine hohe musikalische Dynamik.

Einfach, aber hochwertig: Die Frequenzweichen.

Die hochwertige Frequenzweiche bildet mit der Anschlußplatte eine Einheit.

Viele Frequenzweichen sind äußerst kompliziert aufgebaut, um die unterschiedlichen Charakteristiken der angeschlossenen Lautsprecherchassis auszugleichen.

Braun Frequenzweichen haben - dank der genau aufeinander abgestimmten Hoch-, Mittel- und Tieftöner - einen sehr einfachen Schaltungsaufbau. Umso mehr Wert konnte auf die Qualität der einzelnen Bauteile gelegt werden: Es werden nur hochwertige, eng tolerierte Bauelemente verwendet. Die Drosselspulen aus massivem Kupferdraht sind besonders niederohmig, um den Dämpfungsfaktor des Verstärkers zu erhalten. Zusätzlich eingebaute Sicherungen schützen die wertvollen Mittel - und Hochtöner.

  • Anmerkung : Es ist doch sonderbar, daß andere Hersteller (auch Lautsprecher-Spezialisten) hier genau das Gegenteil behaupten und darlegen, daß eine aufwendige Frequenzweiche das "A" und "O" eines guten 3- oder 4- Wege Systems sei. Aber man kann hier viel Geld sparen und das entsprechend bewerben. Es bleibt dennoch trotzdem "unrichtig".

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Braun Lautsprecher. Erfahrung, die sich auszahlt.

In den Braun Labors stehen den Entwicklern computergestützte Meßverfahren wie Fast Fourier Transform (FFT), "Laser Inter-Ferometer" und "Time delay-Spektroskopie" zur Seite. Aber neben allen technischen Hilfsmitteln, neben allem Messen und Analysieren, bleibt das menschliche Ohr letzter, kritischer Richter: In einem statistisch ermittelten Hörraum, der den akustischen Gegebenheiten von Wohnräumen entspricht, erfahren Braun Lautsprecher die entscheidende Feinabstimmung. Denn dort werden sie letzten Endes gehört.

Und da Braun im Gegensatz zu anderen Herstellern alle Lautsprecher auf eigenen, hochmodernen Anlagen fertigt, entsprechen sie auch in der Serie präzise den Anforderungen, die die Braun Entwickler an sie stellen. Hören, Messen, Konstruieren und Bauen - bei Braun geschieht alles unter einem Dach. Das ist Erfahrung, die sich auszahlt. Für jeden Besitzer eines Braun Lautsprechers.
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  • Anmerkung : Selbstverständlich steht hier kein Wort davon, daß man (also Dr. Günther jetzt von a/d/s/) die alte BRAUN- Entwicklungsabteilung gerade eben fürchterlich geschrumpft und wenige Monate danach komplett aufgelöst hatte.

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LS60 - LS70
Hochbelastbare Regal-Lautsprecher in Präzisions-Zweiweg Technik

Die neuen 2-Wege-Lautsprecher sind Konsequenz der Braun-Philosophie, daß bei begrenztem Budget zwei optimierte Wege besser sind als drei Kompromisse.
Wichtigste Voraussetzung für die neutrale, breitbandige Wiedergabe und das hervorragende Auflösungsvermögen im Detail war die Entwicklung des neuen Kalotten-Mittel-Hochtöners mit gekühlten Litzen für hohe Belastbarkeit. Seine Kalotte ist durch die neuentwickelte, genau dotierte Braun-Innenbeschichtung bedämpft. Zusammen mit dem asymmetrischen, frontplattenbündigen Einbau resultiert daraus die unerhörte Durchsichtigkeit im gehörmäßig kritischen Mittel- und Hochtonbereich. Für kräftige, klar konturierte Bässe sorgen die Langhub-Tieftöner mit Druckguß-Chassis und "Stifflite" Membran. Wie alle Braun Tieftöner arbeiten sie mit genau berechneten Magneten, deren Polkern für höhere Impulstreue und bessere Wärmeableitung verlängert ist.

Die Frequenzweichen sind mit eng tolerierten, verlustarmen Bauteilen bestückt, der Mittelhochtöner ist durch einen Schmelz-Einsatz geschützt. Deshalb können diese hochwertigen Kompaktlautsprecher unbedenklich an Verstärkern verschiedenster Ausgangsleistung betrieben werden.

LS80 - LS100 - LS120
Digitalfeste Regal-Lautsprecher in Dreiweg-Technik.

Die neuen Dreiweg-Lautsprecher der LS-Serie sind noch höher belastbar und haben einen noch größeren Tiefbass-Bereich. Aufgrund der geringen Trägheit der Systeme sprechen sie schon bei niedrigen Pegeln an und spielen auch leise hervorragend.

Im Mitteltonbereich werden separat abgesicherte, aufwendige Kalottenchassis mit starken Magneten eingesetzt. Um möglichst viele Oktaven des Mittenbereiches übertragen zu können, sind sie außergewöhnlich groß. Da die Mittelton-Kalotten in bezug auf ihre Abstrahlfrequenz besonders schnell und impulstreu arbeiten, werder die Mitten durchsichtig und detailliert, aber ohne Schärfe gezeichnet.

Untereinander unterscheiden sich die Lautsprecher entsprechend dem zunehmenden Volumen durch noch tiefere Bässe und mit zunehmender Belastbarkeit in der Musikdynamik. Auch in großen Räumen produzieren sie konzertgerechte Lautstärken. Alle drei Lautsprecher haben eine Impedanz von 8 Ohm und eignen sich deshalb an den meisten Verstärkern zum sicheren Parallelbetrieb. LS 80, LS 100, LS 120 - die kompakten Präzisionslautsprecher für hohe musikalische Ansprüche.

LS 150
Regielautsprecher mit 150/300 Watt Belastbarkeit, nachrüstbar für Aktivbetrieb 200/300 Watt.

LS 150 - der Braun Lautsprecher für Musikliebhaber, die professionelle Ansprüche stellen.

Der LS 150 ist für den Musikenthusiasten konzipiert, der seine Musik bei Aufnahmepegeln hören will. Um ein besonders klares, ortungsscharfes Raumbild zu erzeugen, ist der LS 150 als vertikale Zeile aufgebaut. Die beiden Tieftöner mit "Stifflite" Membran arbeiten absolut phasengleich in getrennten Kammern. Durch die hochgelegte Anordnung sind sie vom Boden entkoppelt. Die zukunftsweisende Braun Formband-Technologie und das große Volumen ergeben extrem langen Hub für hohe lineare Dynamik im Tiefbaßbereich bei gutem Wirkungsgrad. Gleichzeitig verbessert sie das Impulsverhalten.

Der aufwendige 50mm-Kalotten-Mitteltöner strahlt den gesamten, musikalisch besonders wichtigen Mittenbereich kohärent, frequenzlinear und feingezeichnet ab. Die durch Braun Innendotierung und zwei Stabilisierungskammern bedämpfte Kalotte arbeitet auch bei hohen Pegeln absolut unverfärbt.

Der 25mm Kalotten-Hochtöner hat einen extrem starken Magneten, gekühlte Anschlußlitzen und ist ebenfalls innenbedämpft. Beide Kalotten sind diffraktionsfrei in Ohrhöhe montiert und ergeben ein räumlich gestaffeltes, durchsichtiges Klangbild.

Auf Wunsch auch "aktiv"

Auf Wunsch läßt sich der LS 150 durch den Verstärkereinschub in einen Aktivlautsprecher mit 200/300 Watt Leistung umwandeln - auch nachträglich. Dieser hat dann eine noch größere Bandbreite durch die elektronische Entzerrung im Bassbereich. Außerdem wird der Lautsprecher noch schneller, da durch den Wegfall der passiven Frequenzweiche der Dämpfungsfaktor des Verstärkers voll zum Tragen kommt. Bedingt durch das 2-Kanal-Prinzip gibt es keinerlei Intermodulations-Verzerrungen, was ihn noch transparenter macht.
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Die Braun Electronic GmbH.

Dr. Günther mit einem Prototyp der neuen Braun Formband-Spule.
Peter Hartwein aus dem Braun Designteam um Prof. Rams.
Entwicklerstolz: Das Hören hat die Berechnungen bestätigt.
Spezieller Plattenspieler-Testraum in der Entwicklungsabteilung.

Der Name BRAUN (gemeint ist natürlich die alte BRAUN AG) steht seit Jahrzehnten für HiFi. Braun war der erste deutsche Hersteller, der Komponentenanlagen in HiFi-Qualität herstellte. Die neugegründete Braun Electronic GmbH knüpft an diese Tradition an. Sie ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen, das sich ausschließlich der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb hochwertiger HiFi- und Videokomponenten widmet.

An der Spitze steht Dr. Godehard Günther - Wissenschaftler, Musikliebhaber und Spezialist auf dem Gebiet der Digital-Technologie in einer Person. Die hochkarätige Entwicklungsmannschaft unter seiner Führung arbeitet von Anfang an Hand in Hand mit den Braun Produktgestaltern zusammen. Denn Form und Funktion sind bei Braun untrennbar.

Nur wenige Meter von der Entwicklungsabteilung liegen die modernen, neu eingerichteten Produktionsanlagen. Umfangreiche Qualitäts- und Endkontrollen stellen sicher, daß die von den Entwicklern geforderten Spezifikationen kompromißlos in die Serie umgesetzt werden und so jedem Kunden zugute kommen.
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Nur im qualifizierten Fachhandel

Braun HiFi-Produkte gibt es nur im qualifizierten Fachhandel - sie werden exclusiv von der ausgesuchten Gemeinschaft der Braun Studio Händler geführt. Damit ist gewährleistet, daß auch Beratung und Service dem hohen Niveau der Braun Geräte entsprechen.

  • Anmerkung : Daß die Anzahl der (neuen) BRAUN Studio Fachhändler, die diese "neuen" Produkte nun verkaufen sollten, drastisch reduziert worden war, erwies sich im Nachhinein als gefährlichstes Eigentor des neuen Chefs. Während zum Beispiel SONY in diesen harten Zeit so gut wie alle Interessenten mit einer auch nur annähernd so zu benennenden Hifi-Abteilung belieferte, wollte "die neue BEL" erneut auf Exklusivität setzen, - aber wie wir heute wissen, ging das voll daneben.

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Den ausführlichen Gesamtprospekt "Braun HiFi. Zukunft als Konzept." erhalten Sie gegen eine Schutzgebühr von DM 2,- bei Ihrem Braun Studio Händler.

  • Anmerkung : Wer "kauft" bei einem Händler einen Prospekt, wenn er sich für ein sowieso schon teures BRAUN-Gerät interessiert ? - Solch ein törichter Marketingfehler hatte schlimme Folgen.


Braun Electronic GmbH
Am Auernberg 12,
D-6242 Kronberg/Ts.

Und hinten drauf eine völlig verkorkste Postkarte

Hinten auf dem Lautsprecher-Prospekt angeklebt
und hier die Rückseite

Sind die Sprüche bei den Produkten und den einführenden Seiten schon ziemlich daneben, so ist diese Postkarte der absolute Volltreffer.

Da hat "jemand" bestimmt Nächte lang nach- gedacht und dann dabei doch den potentiellen Adressaten bzw. die Psyche der Kunden und die Bequemlichkeit der Kunden vergessen - oder ignoriert. Beides war extrem unglücklich.

Man solle mit der (ausgefüllten) Karte zu "seinem" BRAUN Händler gehen oder hinfahren und die Karte dort abgeben. Dann bekäme man (so im Herbst 1982 !!) eine digitale Schallplatte. - Was sollte das denn werden ?

Die vorerst so benannte digitale Schallplatte (erst später hieß die dann CD) wurde doch erst im späten Frühjahr 1983 "in den Markt" lanciert und im späten Herbst 1983 (nach der Funkaus- stellung) kamen die ersten CD-Player in kleinsten Mengen und zu höchsten Preisen in den Handel.

Und dann erst die Frage "Boxen im Digital-Test gehört ??". Das war also völliger Quatsch, denn zu der Zeit konnten nicht mal wir Elektronik-Ingenieure abschätzen oder bewerten, was da machbar und möglich und vor allem , was das glaubhaft wäre. Es gab doch noch gar keine Geräte.

Und daß sich ein (stereoplay-) Leser wirklich bequemen sollte oder mußte, "(s)eine" Händleradresse irgendwie herauszufinden, der noch nie eine BRAUN- Anlage gehabt hatte, (von google wurde damals 1982 nicht mal geträumt) oder rein zufällig irgendwo soetwas von BRAUN und diesem Gewinnspiel gehört hatte, das war absolut unwahrscheinlich.

Man hätte sie ja in einen Briefkasten stecken können, wenn eine Anschrift drauf gewesen wäre, aber Fehlanzeige, also auch voll daneben. So konnte das nicht funktionieren, schon gar nicht in dieser wirren 1982er Zeit der kleinen und großen Pleiten.

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