Sie sind hier : Startseite →  Hifi Hersteller (1) Deutschland→  BRAUN AG (Kronberg)→  Braun Hifi Prospekte→  Hifi Prospekt 1974-1

Der Braun Hifi Gesamtkatalog 1974-1

überarbeitet und kommentiert im Juli 2018 von Gert Redlich.

Es fällt beim Durchblättern über die Jahre auf, daß die Konstanz der Braun "Corporate Identity" immer mehr verwässert. Die anfänglich edlen Hifi-Prospekte heißen dann mal Brevier, mal Broschüre, mal Programm, mal Katalog. Ursprünglich waren sie DIN A4 groß und kontrastreich gestylt in schwarz weiß gedruckt, ein Markenzeichen der edlen exclusiven Kreationen von Herrn Rams. Jetzt nur noch A4 quer oder gar A5, das scheint billig und sieht auch so aus.

Weiterhin fällt auf:
Hier gab es zum Beispiel noch die L710 mit 40 Watt Nenn-Belastbarkeit. Aber von vorne: Ab 1972 war überall Quadro angesagt. Jeder "wolle" Quadro, versuchten uns die schlingernden Hersteller vorzugaukeln bzw. vorzukeuen. Wirklich alle Hersteller brachten innerhalb kürzester Zeit irrgendetwas an "Quadro" auf den Markt, was immer der jeweilige Hersteller überhaupt davon verstand. Sogar die beiden Marktführer Grundig und bei Plattenspielern Dual konnten nicht widerstehen.

Viele Hersteller verschwiegen einfach, daß sich drei (insgesamt waren es sogar 8) inkompatible Systeme um den Quadro-Kuchen prügelten. Sie stellten jeweils ihr Quadro-System als das alleinige System vor und der Kunde kam aus dem Plattenladen zurück und es funktionierte nicht, obwohl ganz groß Quadro drauf stand. Dann erst merkte er, daß es da unterdrückte oder verschwiegene Unterschiede gab - und er war stinke sauer.

Es gab also den bewährten BRAUN PS-500 und den PSQ-500. Es gab vorne im Prospekt auch keinen Stereo Tuner-Verstärker oder eine reinen Stereo-Vorverstärker mehr, alles war Quadro - fatal. Wie die TG-1000 Stereobandmaschine da noch rein paßte, konnten die Verkäufer kaum noch erklären. Der Receiver regie 510 und der Tunervorverstärker CES1020 kamen ganz hinten im Prospekt. Es war ein Verwirrspiel ohne Ende (übrigens ebenso wie bei Dual).

.

Die Seitenübersicht dieser Ausgabe 1974/1

Die Technologie der Braun-HiFi-Geräte 3
PS 350/358 - HiFi-Stereo-Plattenspieler 6
PS 450/458 - HiFi-Stereo-Plattenspieler 8
PS 500 HiFi-Stereo-Plattenspieler 10
PSQ 500 HiFi-Quadro-Plattenspieler 10
TG 1000 HiFi-Stereo-Tonbandmaschine 12
TG 1000 Ergänzende Geräte und Zubehör 14
CE1020 HiFi-Stereo-Tuner 16
CSQ 1020 HiFi-Quadro-Vorverstärker mit SQ-Decoder 18
CD-4 Quadro-Demodulator 20
QF1020 Quadro-Fernbedienung 21
regie 308 HiFi-Stereo-Receiver 22
regie 510 HiFi-Stereo-Receiver 24
CES 1020 HiFi-Stereo-Tuner-Vorverstärker 26
audio 308 HiFi-Stereo-Kompaktgerät 28
audio 400 HiFi-Stereo-Kompaktgerät 30
L260 HiFi-Lautsprechereinheit 32
L308 HiFi-Lautsprechereinheit 33
L310 HiFi-Lautsprechereinheit 34
L 420/1 HiFi-Lautsprechereinheit 35
L 480/1 HiFi-Lautsprechereinheit 36
L 500/1 HiFi-Lautsprechereinheit 37
L 550/1 HiFi-Lautsprechereinheit 38
L 620/1 HiFi-Lautsprechereinheit 39
L 710/1 HiFi-Studio-Lautsprechereinheit 40
L 810/1 HiFi-Studio-Lautsprechereinheit 41
LV720 HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheit 42
LV1020 HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheit 44
LB500 HiFi-Lautsprecher-Bausatz 46
KH1000 HiFi-Stereo-Kopfhörer 47
Fußgestellsystem für HiFi-Stereo-Geräte und Lautsprecher 48
Geräte-Kombinationen 49
Quadrophonie-Alphabet 50

.

Die Einleitung:
Technologie der Braun HiFi-Geräte

.

  • Anmerkung : Es ist ein BRAUN Werbetext aus der Werbeabteilung, in der so manches an Problemen "glatt" gebügelt wurde, wie die schwere Geburt des TG60 Bandgerätes und die unausgegorenen Regie Receiver mit ihren eklatanten Trafo und Wärmeproblemen..

.
Bereits Jahrzehnte vor Entstehen der DIN-Norm für Heimstudioanlagen (DIN 45 500) war es das besondere Anliegen der Braun Ingenieure, Geräte mit getreuer Klangwiedergabe zu entwickeln. Der in der Mitte der dreißiger Jahre verbreitete Slogan «Der edle Ton, Braun Tradition» war kein leeres Schlagwort. Schon damals hatten die Braun Ingenieure die Schwachstellen der Wiedergabe kette erkannt.
.
Und ihnen galt ihre besondere Aufmerksamkeit: Magnetische Tonabnehmersysteme mit geringster Ankermasse und permanent- und elektrodynamische Lautsprecherchassis mit der sogenannten Dreipunkt-Außenzentrierung standen aus eigener Entwicklung und Fertigung zur Verfügung. Sie waren die damals bekannte optimale Lösung der weichen Membranaufhängung für gute Baßwiedergabe. Im Empfangsteil Bandfilter mit stufenloser Bandbreitenregelung und klirrfaktorarme Demodulation durch getrennte Regelspannungserzeugung zählten genauso zu den Selbstverständlichkeiten wie klirrarme Niederfrequenzverstärker mit Baß- und Formantschalter und leistungsfähigen Endstufen.
.

Die Entwicklung nach 1945

Der Krieg unterbrach diese Entwicklung. Sie wurde jedoch sofort nach dessen Ende wieder aufgenommen. Obwohl der ungeheure Nachholbedarf des Marktes auch den Verkauf einfachster Geräte ermöglichte, entwickelten die Braun Ingenieure bald wieder leistungsfähige Phonosuper und Musikschränke. Dann kam die Einführung des UKW-FM-Rundfunks und mit ihm eine Übertragungstechnik, die auch hochwertige Wiedergabe bei Rundfunkempfang ermöglichte. Wenn auch bei dem bis zu diesem Zeitpunkt üblichen Verfahren mit regelbaren Bandfiltern eine Niederfrequenzbandbreite von bis zu 9 kHz für den Ortssender erreichbar war, so lag der erreichbare Störabstand infolge der Amplitudenstörungen nur wenig über 40 dB. In der neuen FM-Technik konnten neue Maßstäbe gesetzt werden. Frequenzgang und Störabstände wurden dem Vermögen des menschlichen Ohres gerecht. Demodulatoren mit Klirrfaktoren um 5% bei mittlerem Hub mußten nach kurzer Übergangszeit neuen Lösungen mit weit besseren Daten weichen.
.

Das erste Heimstudiogerät

So entstand in den Jahren 1956/57 bei Braun das erste Heimstudiogerät unter dem Namen «Studio 1». Diese Anlage war ihrer Zeit voraus und setzte in mehrfacher Hinsicht Meilensteine:

«Studio 1» war ein echter Vorläufer der heutigen HiFi-Geräte und «Studio 1» war der Vorläufer der heutigen Kompaktgeräte, also Empfangsteil, NF-Verstärker, Plattenspieler in einem Gehäuse — Lautsprecher getrennt. Der Lautsprecher L3war eine großvolumige Baßreflexbox, bei der die Anordnung der 4 Hochtonlautsprecher so gewählt war, daß sich ein großer Öffnungswinkel für die Abstrahlung der hohen Frequenzen ergab.

Die Anlage entstand unter Mitwirkung namhafter Musikexperten, z. B. Prof. Scherchen, Herausgeber der «Gardesaner Blätter». Nicht zuletzt zeichnete sich «Studio 1» durch technisch-funktionelles Design aus, maßgeblich gestaltet von Hans Gugelot, Hochschule für Gestaltung, Ulm. Aufgebaut war «Studio 1» mit für damalige Verhältnisse wegweisenden Besonderheiten.
.

Der Anfang der HiFi-Entwicklung

Der Anfang der HiFi-Entwicklung bei Braun war gemacht, lange vor der Geburt der DIN 45 500. Nach Einführung der Schallplattenstereophonie in 1958 folgten die Röhren-Geräte «Studio 2», CSV 30, CSV 60, - Geräte, deren Design in der neuen, eigenen Gestaltungsabteilung entstand. Während «Studio 1» in seinem glasfaserverstärkten Polyestergehäuse noch gewisse Ähnlichkeiten mit den früheren Sperrholzgehäusen in Wickeltechnik hatte, eröffneten die neuen Metallgehäuse völlig neue Wege, die in letzter Konsequenz 1962 zu dem Gerät «Audio 1» führten.

Bei diesem Gerät wurden gänzlich neue Lösungen gefunden. Transistoren waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unbekannt. In tragbaren Koffergeräten, in Elektronenblitzgeräten hatten sie ihren Siegeszug bereits angetreten. In sogenannten schnurlosen Heimempfängern war ihnen nur ein kurzes Leben beschieden. Im Gerät «Audio 1» wurden sie erstmalig und ausschließlich in einem netzgebundenen Stereo-Kompaktgerät großer Ausgangsleistung (2 x 7 Watt) eingesetzt.

Jetzt war auch die Zeit reif für eine deutsche HiFi-Norm. Das Deutsche HiFi-Institut (DHFI) wurde unter Mitwirkung des Hauses Braun gegründet. Gründungsabsicht war neben Marktaufklärung und Beratung die Schaffung von HiFi-Standards für Deutschland. Diese Aufgabe wurde aber vom Deutschen Normenausschuß aufgegriffen, und unter Mitwirkung von Fachleuten aus der Industrie entstand, anfangs heißumstritten bezüglich der Mindestanforderungen, DIN 45 500. Die Ingenieure der Braun Entwicklung schlugen sich auf die Seite der Verfechter strenger Maßstäbe. Die Vorgeschichte der HiFi-Technik war zu Ende.
.

Die HiFi-Geschichte begann.

Bei Braun mit der Überarbeitung der bestehenden Geräte. In der Zwischenzeit hatte auch die Stereophonie im FM-Rundfunk ihren Eingang gefunden, nachdem in Deutschland das amerikanische Hilfsträger-system genehmigt wurde.

«Audio 1» war bereits UKW-Stereo-vorbereitet. Jetzt nach Einführung des Stereorundfunks (Herbst 1963) wurde das HF-Teil im Hinblick auf Stereo verbessert, neue Filter wurden entwickelt, die Bandbreite für guten Phasengang erhöht. Ein neuer Stereodecoder entstand, die Ausgangsleistung wurde auf 2 x 12 Watt erhöht, der Klirrfaktor verbessert. Das neue «Audio 2» war in allen Daten besser, als von DIN 45 500 verlangt. Das Audiogerät stellte jetzt eine Anlage dar, die trotz bester Übertragungsdaten preiswert war und somit eine breitere Kundenschicht für den HiFi-Gedanken erschloß.

Eine neue Spitzenanlage entstand

Damit stiegen aber auch die Anforderungen an hochqualifizierte Geräte. Eine neue Spitzenanlage entstand, Studio 1000 wurde entwickelt. Es bestand aus dem Hochleistungsverstärker CSV 1000, dem Tonbandgerät TG 60, den Lautsprechereinheiten L 1000, dem Empfangsteil CE 1000 und dem Laufwerk PS 1000. Bei diesen Geräten standen beste Übertragungsdaten und Bedienungskomfort im Vordergrund.

Leichtgängige Tipptasten, magnetische und automatische Relaissteuerungen machten die Bedienung zum technischen Vergnügen. Hohe Eingangsempfindlichkeit und niedriger Begrenzungseinsatz auf UKW ließen auch den Wunsch nach hoher Eingangsspannungsfestigkeit aufkommen. Nuvistoren, neue Subminiatur-Röhren im Scheibenaufbau, ursprünglich nur für kommerzielle Zwecke entwickelt, halfen dieses Problem lösen.

Die Studio 1000-Anlage war der Braun Spitzenreiter und wurde natürlich nur in relativ kleinen Stückzahlen gebaut. Aber die preiswerten nachfolgenden Entwicklungen profitierten von den Erfahrungen, die man bei der kompromißlosen Ausarbeitung dieser Anlage sammelte. CE 250, CE 251, CE 500, CE 501, CSV 500, CSV 300, Audio 250 waren folgerichtige Weiterentwicklungen der gehobenen Mittelklasse. Germaniumtransistoren wurden durch temperaturfestere Siliziumtransistoren ersetzt.

Nuvistoren wurden durch FET-Cascodeschaltungen überholt. Audio 300, Audio 310, Regie 510 erfuhren Detailverbesserungen in allen Stufen, die praktisch an die physikalischen Grenzen heranreichten. Integrierte Schaltkreise in Zwischen-frequenzverstärker und Decoder bestanden ihre Bewährungsprobe. Einer neuen Generation von HiFi-Geräten waren alle Wege geöffnet.

Technologie der Funktionsgruppen in Braun HiFi-Geräten der neuen Generation

.

Empfängerteile regie 510, CE 1020

Dieser Baustein zeichnet sich durch hohe mechanische, elektrische und thermische Stabilität aus. Alle aktiven HF-Bauelemente befinden sich innerhalb einer elektrisch hermetisch geschlossenen Metallwanne. Extrem gute Störstrahlfestigkeit ist dadurch sichergestellt. Ein Luft-4fach-Drehko sorgt für beste Grenzdaten und verhilft dem Baustein zur Eignung für Geräte der obersten Spitzenklasse. Abgestimmte Vorstufen mit FET-Cascodenverstärker und 2 Zwischenkreise, durch Mesatrennstufe entkoppelt, gewährleisten ausgezeichnete Vorselektion und damit geringe Mischproduktbildung und hohe Übersteuerungsfestigkeit. Der Dual-Gate-MOS-FET-Mischer begünstigt dieses Verhalten. Ein UKW-Siliziumtransistor als Oszillator wird mit Emitterstromsteller auf geringsten Oberwellenanteil abgeglichen.

Ein Messingdämpfungskern sorgt für geringste Temperaturdrift. Bei Gerät regie 510 wird dies unterstützt durch eine FET-gesteuerte afc-Diode, auf welche bei dem Spitzentuner CE 1020 aus Gründen geringsten Oszillatorrauschens verzichtet wurde. Niederohmige Bandfilterauskopplung vermeidet geräteinterne Rückwirkungen.

  • Anmerkung in 2018 : Haben Sie alles verstanden ?

.

audio 400, audio 308, regie 308

Auch dieser Baustein hat abgestimmte Vorstufen, als Vorverstärker findet ein Dual-Gate-MOS-Fet Verwendung. Gute Vorselektion wird begünstigt durch das folgende 2-Kreis-Filter hoher Güte. Der Siliziummischer wird gespeist von einem Siliziumoszillator, auch hier mit Emitterstromsteller. Diese Geräte sind mit Stationstasten ausgerüstet, alle variablen UKW-Kreise sind also mit Varicap-Doppeldioden ausgerüstet. Ein Bandfilter mit niederohmiger Auskopplung schließt den Baustein ab.

ZF-Verstärker

.

audio 308, regie 308

Dieser Verstärker ist für AM 2stufig und für FM 4stufig. 2kreisige LC-Filter hoher Güte bringen hohe Selektion und guten Phasenverlauf. 3 integrierte Schaltkreise als Differenzverstärker dienen der symmetrischen Begrenzung und geringen Kreisverstimmung durch die Begrenzung. Des guten Störimpulsverhaltens wegen und damit zugunsten hoher Fremd-spannungsabstände bei gutem Klirrfaktor wird wie bei fast allen Braun Geräten in einem Ratiodetector demoduliert.

Für AM ist die erste Stufe über 2stufigen Regelverstärker aufwärtsgeregelt und dient zugleich als Regelstromverstärker für den HF-Diodenteiler vor dem Mischer. Die Anzeigeverstärkung ist für AM und FM 2stufig.

audio 400

Kernstück dieses Verstärkers ist der 6-kreisige Selektionsblock (L-C/Gaußkurve) mit dem folgenden integrierten Schaltkreis, der bei einer Verstärkung von 60dB auch die Hilfsspannungen für Anzeige und UKW-Vorstufenregelung liefert. Als Ratiotreiber dient ein integrierter Differenzverstärker mit guter Begrenzungssymmetrie und geringster Begrenzungsdrift der angeschlossenen Kreise. Der AM-ZF-Verstärker ist mit 2 Siliziumtransistoren und 2-Kreis-Filtern aufgebaut, die Demodulation erfolgt nach einem Einzelkreis. Der aufwärtsgeregelte erste Transistor liefert zugleich den Strom für verzögerte Regelung des AM-Vorkreisdämpfungstransistors.

regie 510

Dieser FM-ZF-Verstärker hat ausgezeichnete symmetrische Begrenzungseigenschaften durch 5 integrierte Differenzverstärker. Kapazitiv gekoppelte 2-Kreis-Filter mit dem Übertragungsverhalten einer Gaußkurve sichern gutes Phasenverhalten. Hilfsspannungen für Feldstärkeanzeige, Muting und Regelung werden zwischen den Stufen ausgekoppelt. Demodulation durch Ratiodetektor. Der völlig getrennte AM-ZF-Verstärker ist mit 3 Transistoren und induktiv gekoppelten 2-Kreis-Filtern ausgestattet. Ein aufwärtsgeregelter Transistor liefert die Regelspannung für die AM-Vorstufe. Die Demodulation erfolgt nach einem Einzelkreis.

CE 1020

Der ZF-Verstärker dieses Gerätes unterscheidet sich von dem des regie 510 nur durch Einsatz von 4-Kreis-Filtern statt 2-Kreis-Filtem mit Gauß-Durchlaßverhalten zur besseren Selektion im FM-Bereich.
.

Decoder

.

audio 400

Für die Stereodecodierung ist ein integrierter Schaltkreis nach dem Phase-Locked-Loop-Prinzip (PLL), d.h. Oszillatorregelung auf minimale Phasendifferenz zu Eingangsspannung, verwendet. In den Ausgängen liegen Impedanzwandler mit 15-kHz-Tiefpassfilter. Zur Unterdrückung von Schwebungsstörungen liegt ein 114-kHz-Sperrkreis im Eingang.

audio 308, regie 308

Wie oben 114-kHz-Sperrkreis und «Phase Locked Loop» IS. In den Ausgängen transistoraktivierte RC-Tiefpassfilter.

regie 510

In diesem Gerät ist ein transistorisierter Decoder mit integriertem Schalter verwendet. 114-kHz-Eingangsfilter und 15kHz-Tiefpasse mit Impedanzwandlern in den Ausgängen sorgen für störungsfreien Empfang.
.

Niederfrequenzverstärker Niederfrequenzteile

.

audio 308, regie 308

Der Entzerrerverstärker ist 3stufig mit Frequenzgangbeeinflussung über Gegenkopplung. Komplementärimpedanzwandler, Komplementärverstärker, transistoraktivierte Höhen- und Tiefensteiler und Rausch- und Rumpelfilter kennzeichnen die Technik des Vorverstärkers. Die Komplementärendstufe mit kapazitiver Auskopplung ist elektronisch gesichert, reagierend auf Strom und Spannung der Endstufe und Strom des A-Treibers.

audio 400

Entzerrerverstärker, Vorverstärker und Klangregelnetzwerk wie audio 308. Die Endstufe hat einen Eingangsdifferenzverstärker mit spannungsgesteuerter Stromquelle zur Auskopplung in den A-Treiber. Diesem folgen komplementärsymmetrische Endstufen in Darlington-Schaltung mit diskreten Transistoren, direkt auskoppelnd (symmetrisches Netzteil). Die Endstufe ist geschützt gegen Unteranpassung und Kurzschluß durch spannungsabhängige Strombegrenzung. Bei Überschreiten der maximal zulässigen Kühlkörpertemperatur wird die Last durch Thermoschaiter und Relais abgeschaltet.

regie 510

Ein 3stufiger Eingangsverstärker kann in dem Gegenkopplungszweig über den Betriebsartschalter umgeschaltet werden in Verstärkung und Frequenzgang für Phonoentzerrung. Neben Lautstärke- und Pegelsteller folgen transistoraktivierte Höhen- und Tiefensteller sowie Rausch- und Rumpelfilter. Die Endstufe ist quasikomplementär mit Kondensatorauskopplung. Die Endstufe wird durch eine Strombegrenzerschaltung sowie durch Kurzschlußautomatik, bestehend aus einer bistabilen Kippstufe und einem Ansteuernetzwerk, gegen Überlastung durch Unteranpassung und Kurzschluß geschützt.

Bei Überschreiten der maximal zulässigen Kühlkörpertemperatur schaltet ein Thermoschaiter die Betriebsspannung der Endstufe wechselstromseitig ab.

Anmerkung und Kommentar zu dieser Einleitung von 1974

Hier wurde mit technischen Fachbegriffen geklotzt, daß sich die Balken biegen. Der normale etwas belesene Laie hatte schon keine Ahnung und der Arzt oder Anwalt oder Architekt oder Designer, der solch eine BRAUN Hifi-Anlage "haben mußte", der hatte sowieso keine Ahnung von dem Ganzen.

Was ist denn FM, was ist AM, was sind Amplitudenstörungen, Demodulatoren, regelbare Bandfilter, Phasengang, Subminiatur-Röhren im Scheibenaufbau, FET-Cascodeschaltungen, Luft-4fach-Drehko, 2 Zwischenkreise, Mesatrennstufe, Mischproduktbildung, Dual-Gate-MOS-FET-Mischer, UKW-Siliziumtransistor, Emitterstromsteller, Messingdämpfungskern, FET-gesteuerte afc-Diode, Oszillatorrauschen, Bandfilterauskopplung, Siliziummischer, Siliziumoszillator, Varicap-Doppeldioden, 2kreisige LC-Filter, Kreisverstimmung, Ratiodetector, 6-kreisiger Selektionsblock, L-C/Gaußkurve, Ratiotreiber, Begrenzungssymmetrie, Begrenzungsdrift, AM-Vorkreisdämpfungstransistor, Gauß-Durchlaßverhalten, Phase-Locked-Loop-Prinzip, Impedanzwandler, Schwebungsstörungen, 114-kHz-Sperrkreis, transistoraktivierte Filter, Darlington-Schaltung, Unteranpassung, bistabile Kippstufe, usw. . . . . . .

Würden Sie in 2018 in oder an eine technische Fachhochschule
- inzwischen alles zu "Universitäten of Appliances" geadelt - gehen und 100 Studenten (be)fragen, ob sie nur die Hälfte dieser Begriffe verständen, Sie würden großes Unverständnis vorfinden.

Was sollte also ein Interessent oder gar Kunde in 1974 damit anfangen können ?

.

Hier beginnen die eigentlichen BRAUN Hifi Produkte von 1974

.

PS 350/358 HiFi-Stereo-Plattenspieler

Die Braun Geräte PS 350 und PS 358 sind halbautomatische Plattenspieler mit niedrigem Rumpelgeräuschspannungsabstand und ausgezeichneten Gleichlaufwerten. Erreicht wurden die guten technischen Daten unter anderem durch einen besonders langsam laufenden Motor, einen neu konstruierten Plattenteller und einen Präzisionstonarm, der kaum Wünsche offenläßt. Das ausgewogene Preis-Leistungs-Verhältnis macht die beiden Braun Geräte zu echten Alternativen. Der PS 358 unterscheidet sich vom PS 350 lediglich durch sein um 8° geneigtes, pultartig abfallendes Gehäuse. Der Aufbau der Chassis ist bei beiden Plattenspielern identisch.

Technische Besonderheiten

Eventuell auftretende magnetisch bedingte Erschütterungen (Polsprünge) am extrem langsam laufenden Motor (500 U/Min.) werden durch eine spezielle Spiralfederaufhängung vom Chassis ferngehalten. Der Antrieb über Riemen, im Gegensatz zu direktem Antrieb über Reibrad, ermöglicht die ausgezeichneten Werte von Rumpelfremdspannungs- und Rumpelgeräuschspannungsabstand.

Der Plattenteller ist dynamisch ausgewuchtet. Sein ausgezeichnetes Schwungmoment resultiert aus der Verlagerung der trägen Masse zum äußeren Rand hin. Um Rumpelgeräusche des Plattentellerlagers zu vermeiden, läuft die polierte Kugelkuppe der Tellerachse auf einer Polyamidscheibe im Plattenteller. Diese Art der Lagerung ist wartungsfrei und sichert ein minimales Reibungsmoment. Die Aufhängung des Chassis erfolgt durch Schraubenfedern mit einem rei-bungsdämpfenden Gummikern, die Parallelverschiebungen gestatten, Kippverschiebungen aber vermeiden.

Damit ist eine hervorragende Erschütterungsunempfindlichkeit erreicht. Die Federelemente wurden symmetrisch um den Schwerpunkt des Chassis angeordnet, um Torsionsschwingungen auszuschließen. Der in 4 Präzisionskugellagern kardanisch gelagerte Tonarm aus leichtem Aluminiumrohr ist besonders lang. Die Antiskatingeinrichtung vermeidet Abtastverzerrungen und erfolgt über eine Schraubenfeder. Sie arbeitet völlig reibungsfrei. Der Wert kann höchstgenau und stufenlos eingestellt werden.
Das durch Antiskatingkraft bedingte Versetzen des Tonarmes nach außen beim Absenken auf die Schallplatte wird durch eine Gummikappe auf dem Absenkstift verhindert.

PS 450/458 HiFi-Stereo-Plattenspieler

Die Braun Geräte 450/458 sind automatische HiFi-Stereoplattenspieler. Mit einem automatisch gesteuerten Tonarm lassen sich Schallplatten automatisch und manuell abtasten. Die technischen Daten entsprechen, bis auf die Automatik, denen der Plattenspieler PS 350/358.

Die elektrischen und mechanischen Daten der Plattenspieler PS 450/458 sind gleich. Der PS 458 unterscheidet sich vom PS 450 durch sein um 8° geneigtes, pultartig abfallendes Gehäuse und die Abdeckhaube.

Technische Besonderheiten (Ergänzung)

Das durch Antiskatingkraft bedingte Versetzen des Tonarmes nach außen beim Absenken auf die Schallplatte wird durch eine Gummikappe auf dem Absenkstift verhindert. Soll die Platte automatisch abgespielt werden, genügt ein leichtes Schwenken des Start-Stop-Schalters, um den Abtastvorgang einzuleiten. Der Tonarm hebt ab, schwenkt über die Einlaufrille der Platte. Nach dem Abspielen geht der Arm in seine Ruhestellung zurück. Danach schaltet sich das Gerät selbst aus. Wird der Tonarm manuell aufgesetzt, wird nach dem Abspielen der Platte der Tonarm automatisch abgehoben, zurückgeschwenkt und abgesenkt. Anschließend schaltet sich das Gerät selbständig wieder aus.

Eine Absenkvorrichtung mit Flüssigkeitsdämpfung durch hochviskoses Silikonöl garantiert schonendes Aufsetzen des Abtastdiamanten auf die Schallplatte.
Der Tonausgang wird bei abgeschaltetem Gerät und bei Ablauf der Automatik kurzgeschlossen, um Störgeräusche auf den Verstärker zu vermeiden.

PS 500 HiFi-Stereo-Plattenspieler
PSQ 500 HiFi-Quadro-Plattenspieler

Der Braun PS 500 ist ein Spitzenprodukt auf dem internationalen HiFi-Markt. Dieser halbautomatische Präzisionsplattenspieler belegt seine hohe Qualität durch überdurchschnittlichen Bedienungskomfort, ausgereifte Konstruktion und sehr gute technische Daten.

Eines seiner besonderen Konstruktionsmerkmale ist das Chassis im Chassis, d. h., Plattenteller und Tonarm sind vom Motor getrennt an einem separaten, extra gedämpften Chassis aufgehängt.

Der PS 500, das derzeitige Spitzenlaufwerk von Braun, wurde deshalb auch für die Braun Quadro-Studioanlage umgerüstet. Sein Name: PSQ 500. Dieser Plattenspieler ist mit einem der besten diskreten 4-Kanal-Abtastsysteme ausgestattet - dem JVC-4 MD 20X. Dieser für das diskrete CD-4-System ausgelegte Tonabnehmer garantiert zusammen mit dem Braun Plattenspieler PSQ 500 und dem Braun CD-4 Demodulator ein Optimum an diskreter 4-Kanal-Abhörqualität.

Technische Besonderheiten

Der PS 500 ist mit einem 4poligen Synchronmotor ausgerüstet, der über eine Gummilagerung am Grund-Chassis befestigt ist. Das Grundchassis ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Der Antrieb erfolgt über ein Reibrad, Zwischenrolle und einen Antriebsriemen, der gleichzeitig als Rumpelfilter wirkt. Die überragende Werte für Rumpelgeräuschspannungsabstand, Rumpelfremdspannungsabstand und eine ausgezeichnete Trittschallisolierung werden dadurch erzielt, daß der schwere Plattenteller und der hochwertige Tonarm isoliert vom Grundchassis durch ein federndes und ölhydraulisch gedämpftes Zwischenchassis getragen werden. Die Anordnung der Feder- und Dämpfungselemente ist symmetrisch zum Schwerpunkt des Zwischenchassis. Einschalter, Wähler und Lifthebel sind auf dem äußeren festen Gehäuse angebrach Der schwere Plattenteller ist auf der polierten Kugelkuppe der Tellerachse reibungsarm gelagert.

Der in 4 Präzisionslagern gelagerte Tonarm aus leichtem Aluminiumroh ist mit 3 justierbaren Gegengewichten dynamisch ausgewuchtet und damit lagenunabhängig. Das Tonarmgegengewicht ist in Gummi elastisch gelagert, um die Bedämpfung der Tonarmresonanz zu verbessern.

Die Antiskatingkompensation vermeidet Abtastverzerrungen und erfolgt über eine Schraubenfeder. Sie arbeitet völlig verzerrungsfrei. Der Wert kann höchstgenau und stufenlos eingestellt werden. Das durch die Antiskatingkraft bedingte Versetzen des Tonarmes nach außen beim Absenken auf die Schallplatte wird durch einen Gummiring auf dem Absenkstift verhindert. Der Tonausgang wird bei abgeschaltetem Gerät kurzgeschlossen, um Störgeräusche auf den Verstärker zu vermeiden.

Der Braun Quadro-Plattenspieler PSQ 500 unterscheidet sich vom PS 500 durch das JVC-4 MD 20 X-Abnehmersystem mit erweitertem Frequenzgang bis ca. 50 000 Hz und ein kapazitätsarmes Spezialkabel mit Cinch-Stecker. Dieses Kabel ermöglicht die Übertragung der hohen Frequenzen ohne Verlust.

Technische Daten

Laufwerk  
Geschwindigkeiten 16 2/3, 33 1/3, 45, 78 U/Min.
Fremdspannungsabstand > 45 dB
Geräuschspannungsabstand > 65 dB
Drehzahlfeinregulierung ± 2,5 %
Plattenteller Zinkdruckguß, 29,6cm, Gewciht 3kg
Gleichlaufschwankungen < 0,1 %
Tonarm Material Aluminiumrohr
Tonarm Lagerung in 4 Präzisionskugellagern
Auflagekraft von 0,5 ... 3 p einstellbar
Tonarmdrehpunkt - Nadelspitze 210 mm
Tonarmdrehpunkt - Nadelüberhang 17 mm einstellbar
Tangentialer Spurfehlerwinkel <2°
Tonabnehmer PS 500 serienmäßig Shure M75MG/2, wahlweise M75EM/2
Übertragungsbereich 20... 20 000 Hz
Tonabnehmer PSQ 500 JVC 4 MD 20 X
Übertragungsbereich bis ca. 50 000 Hz
Ausführung Gehäuse aus Stahlblech
Deckel aus Plexiglas
Gesamtgewicht 12,6 kg
Maße  
Breite 430 mm
Tiefe (Deckel geschlossen) 320 mm
Tiefe (Deckel geöffnet) 370 mm
Höhe (mit Deckel) 170 mm
Höhe (ohne Deckel) 110mm
Höhe (Deckel geöffnet) 400 mm

.

TG 1000 HiFi-Stereo-Tonbandmaschine

Das TG 1000 zählt international zu den besten Heimgeräte-Tonbandmaschinen, die sich auf dem Markt befinden. Es besitzt bei verhältnismäßig kleinen Abmessungen alle Qualitätsmerkmale, die ein professionelles Studiogerät auszeichnen: beste Laufwerkeigenschaften durch 2 Wickelmotoren und einen Tonmotor, photoelektrische Bandzugregelung, 3 Magnet köpfe, davon 2 in V-Form und hervorragende technische Daten. Das TG 1000 hat eine reichhaltige technische Ausstattung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine breite Zubehörpalette.

In der Form ist das TG 1000 auf die Bausteine der Braun HiFi-Stereoanlagen «studio» und «regie» abgestimmt. Es läßt sich sowohl horizontal als auch vertikal aufgestellt betreiben. Die Bedienungselemente sowie Anschlußbuchsen für Mikrophon und Kopfhörer sind übersichtlich im vorderen Teil des Gerätes angeordnet. Die Laufwerksbetätigung erfolgt über besonders leichtgängige Tipptasten. Serienmäßig wird zu jedem TG 1000 ein Braun Tonband TB 1025 mitgeliefert, das die maximale Ausnutzung der Geräteeigenschaften garantiert.
.

Technische Besonderheiten

Das Laufwerk des TG 1000 arbeitet mit 3 Motoren. Die beiden Wickelmotoren sind kugelgelagerte Asynchron-Außenläufermotoren. Als Tonmotor wird ein elektronisch geregelter, kollektorloser Gleichstrommotor verwendet. Für konstanten, vom Wickeldurchmesser unabhängigen Bandzug und niedrigste Schlupfwerte sorgt eine photoelektrisch gesteuerte Regelung an beiden Wickelmotoren.

Ein neuartiges elektromechanisches Bremssystem ermöglicht schnellen, aber bandschonenden Stop aus hohen Umspulgeschwindigkeiten. Selbst die empfindlichen Triple-Bänder können verwendet werden. Für Aufnahme, Wiedergabe und Löschen sind 3 getrennte Magnetköpfe (wahlweise 2- oder 4-Spur-Technik) eingebaut. Die Magnetköpfe für Aufnahme und Wiedergabe sind V-förmig angeordnet. Dadurch wird eine größere Bandausnutzung erreicht. Ein stabiler Druckgußkopfträger enthält außer den Köpfen und ihren Einstellelementen alle Bandführungen.

Die Aussteuerung zeigen 2 geeichte Drehspulinstrumente mit Spitzenwertanzeige an. Das TG 1000 hat ein eingebautes 2kanaliges Mischpult. Mit Drucktaste kann zwischen pegelgleicher Vorband- und Hinterbandkontrolle gewählt werden. Eingebaut ist eine Multiplayeinrich-tung, die das Überspielen von einer Spur auf die andere - bei gleichzeitiger Zumischung eines weiteren Signals — ermöglicht. Das sonst übliche Bandrauschen ist in höchstem Maße unterdrückt. Die Laufgeräusche des TG 1000 sind so stark reduziert.

Technische Daten

Eine der wichtigsten Eigenschaften - das Gewicht ist mit 20 kg erstaunlich hoch. Das Gerät ist - da ohne Tragegriff - kaum tragbar.

Ergänzende Geräte und Zubehör zum TG 1000

TGF3 Fernbedienung
Mit dem TGF 3 kann das Tonbandgerät in allen seinen Laufwerksfunktionen und zur Aufnahme aus einer Entfernung von ca. 5 m bequem bedient werden.

Die Anschlußbuchse für das TGF 3 liegt versenkt im Boden des Bandgerätes.
Vor dem Einstecken in das TG 1000 Blindstecker entfernen.

TQE1000 Vierkanal-Nachrüstsatz
Das TQE 1000 ist ein Einbauteil zur Erweiterung des Stereotonbandgerätes auf quadrophonen Betrieb. Zur Wiedergabe von 4kanalig bespielten Bändern sind zusätzlich ein Paar weitere Lautsprecherboxen und ein Quadro-Verstärker notwendig. Braun empfiehlt den Quadro-Vorverstärker CSQ 1020 in Verbindung mit den HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheiten LV720 oder LV1020.

Die normalen — 2kanaligen -Aufnahme- und Wiedergabefunktionen bleiben von dem Einbau unberührt. Mit der 2-Spur-Ausführung des TG 1000 ist es auch möglich, im 4-Spur-Stereoverfahren bespielte Bänder stereophonisch wiederzugeben.

TDS1000 Dia-Steuereinheit
Mit der Diasteuereinheit TDS 1000 kann der Bildwechsel eines automatischen Diaprojektors synchron vom Tonbandgerät TG 1000 gesteuert werden. Dazu ist das Tonbandgerät mit einer entsprechenden Elektronik und einem Synchronisationskopf nachgerüstet. Die Bedienungselemente sind in dem Handstück mit Anschlußkabel untergebracht. Die stereophone Bespielbarkeit des Bandes bleibt auch beim TG 1000 in 2-Spur-Ausführung erhalten, da die Impulsspur zwischen den beiden Tonspurlagen liegt.

TPS1000 Programmsteuereinheit

Mit der TPS 1000 kann die Wiedergabe eines bespielten Tonbandes fortlaufend wiederholt werden. Solche Wiederholprogramme werden z. B. bei Diavorführungen mit Begleittext oder als Hintergrundmusik mit eingeblendetem Text verwendet. Die Steuereinheit wird einfach außen (an die Fernbedienungsbuchse) angeschlossen. Eingriffe oder Einbauten am Tonbandgerät TG 1000 sind nicht erforderlich.

TD 1000 Spulenabdeckung
Die Schutzplatte ist so geformt, daß sie außer dem Bedienungsfeld die ganze übrige Front des Tonbandgeräts samt den beiden aufgesetzten Spulen abdeckt. Sie kann unabhängig von der Geräteaufstellung — horizontal oder vertikal — und auch während des Tonbandbetriebs benutzt werden.

TB 1025 Magnettonband

Das Braun TB 1025 ist ein LH-Spezial-Band (Low-Noise High Output) mit zusätzlicher elektrisch leitender Rückbeschichtung für High-Fidelity-Aufnahmen in Studioqualität. Seine besonderen Eigenschaften sind geringes Grundrauschen, hohe Aussteuerbarkeit über den Normalpegel und größte Dynamik.
Das Band ist antistatisch und gewährleistet dadurch stabiles Verhalten an den oberen Frequenzen und keine Kopfverschmutzung. Bei Verwendung von Metallspulen tritt keine störende Entladung durch Funkenbildung auf.
Bei schnellem Umspulen ist ein sauberer Wickel garantiert. Durch eine Schaltfolie auf Vor- und Nachspannbändern in Grün und Rot kann das Tonbandgerät automatisch abgeschaltet werden. Das Band hat eine Länge von 1000m und ist auf eine Novodurspule mit 22cm Durchmesser gewickelt.
Ein Durchlauf dauert 340 Min. bei 4,75 cm/s 170 Min. bei 9,5 cm/s 85 Min. bei 19,0 cm/s
.

CE1020 HiFi-Stereo-Tuner

Der CE 1020 ist ein neuer Spitzentuner zum Empfang von UKW, KW, MW und LW. Seine aufwendige technische Ausstattung garantiert hervorragenden HiFi-Stereoempfang. Hohe Empfindlichkeit und exakte Trennschärfe gewährleisten in Verbindung mit einer entsprechenden Antenne HiFi-Stereoqualität auch bei großen Empfangsreichweiten. In Konstruktion und Leistung entspricht der CE 1020 dem neuesten Stand der HiFi-Technik und kann als Baustein in alle modernen, hochwertigen HiFi-Anlagen eingesetzt werden.

Kombiniert mit dem Braun Quadro-Vorverstärker CSQ 1020 und den Braun Lautsprecher-Verstärker-Einheiten LV 720 oder LV1020 ist der Stereotuner spielbereit. In dieser Kombination sind mit dem CE 1020 Empfang und Wiedergabe von stereophonen und theoretisch auch von quadrophonen Sendungen möglich. Der CE 1020 paßt in Form und Farbe zu den übrigen Geräten der Braun Studioanlage. Die Übersichtlichkeit seiner Bedienungselemente ist ein typisches Merkmal des Braun Designs.

Technische Besonderheiten

UKW-Baustein mit 4fach-Drehkondensator in kommerzieller Bauweise. Alle Stufen sind in getrennten Kammern. Die Eingangsstufe hat eine FET-Kaskodenschaltung und einen Dual-Gate-FET-Mischer mit getrenntem Oszillator. Dadurch werden Großsignalverhalten, Nebenwellendämpfung, Spiegelselektion, ZF-Festigkeit und Störstrahlsicherheit optimiert.

Der 6stufige FM-Zwischenfrequenz-Baustein mit integrierten Schaltkreisen, 4-Kreis-Bandfilter und Ratio-Demodulator gewährleistet geringen Klirrfaktor, hohe Störunterdrückung, großen Störabstand und sehr gute dynamische Selektion. Die logarithmische Anzeige über 5 Dekaden von 2uV bis über 50mV dient zur Ausrichtung einer drehbaren UKW-Antenne.

Zur Unterdrückung von Störungen im nicht benötigten Niederfrequenzband ab 53kHz aufwärts dient ein Schaltdetektor mit 114-kHz-Filter. Durch einen IC-Schaltdemodulator wird die optimale Kanaltrennung von 40dB erreicht. Steile 15-kHz-Tiefpassfilter in beiden Ausgängen unterdrücken Pilotton- und Hilfsträgerreste. Die große Pilotton-Selektion vermeidet Interferenz im Niederfrequenzbereich (BFC bei 14 kHz 3%).

Gutes Großsignalverhalten in den amplitudenmodulierten Bereichen durch Bandfilter-Eingang, getrennten Oszillator und 3fach-Drehkondensator- abstimmung. Großer Störabstand und gute Selektion durch einen getrennten aufwärtsgeregelten 3stufigen Zwischenfrequenzver-stärker mit 2stufigem Regelverstärker zur Erweiterung des Anzeigebereichs.
.

CSQ1020 HiFi-Quadro-Vorverstärker mit SQ-Decoder

Mit dem CSQ 1020, einem absoluten Spitzengerät aus der Braun Studioreihe, ist monaurale, stereophone und quadrophone Wiedergabe möglich.

Bei dem hier verwendeten SQ-Sy-stem handelt es sich um echte Quadrophonie und nicht um ein sogenanntes Pseudo-Quadro-Ver-fahren. Quadrophonische, SQ-co-dierte Platten- oder Bandaufnahmen werden über 4 Kanäle getrennt wiedergegeben. Es können aber auch SQ-codierte Plattenaufnahmen auf einem 2-Kanal-Tonbandgerät gespeichert und über den SQ-Decoder als echte Quadro-Aufzeichnung reproduziert werden. Spielbereit ist der CSQ 1020 in Verbindung miteiner Signalquelle (Tuner, Plattenspieler oder Tonbandgerät) und 4 Braun LV-Boxen. Sollten Boxen ohne eingebaute Endstufe verwendet werden, ist ein separater Quadro-Endverstärker notwendig.

Wird der CSQ 1020 mit dem Braun CD-4-Quadro-Demodulator gekoppelt, besteht die Möglichkeit der Wiedergabe von Plattenaufnahmen im diskreten quadrophonischen System. Für den 4-Kanal-Betrieb ist außerdem die Braun Fernbedienung QF 1020 an den CSQ 1020 anschließbar. Mit der Fernbedienung werden die 4-Kanal-Balance und die Lautstärke eingestellt.

Technische Besonderheiten

Der CSQ 1020 hat 3stufige gleichstromgekoppelte Phono-Steckbausteine mit einer Leerlaufverstärkung > 100dB. Durch die große Gegenkopplung wird auch bei tiefen Frequenzen ein Klirrfaktor von < 0,08% erreicht. 4kanalige hochohmige Eingänge für Band, Monitor und 2 x Reserve mit 2stufigen Impedanzwandlern gewährleisten einen sehr großen Fremdspannungsabstand, geringen Klirrfaktor und hohe Übersteuerungssicherheit (mehr als 25 dB).

Reserve 1 ist durch Steckbausteine umrüstbar. Ein Stereomikrophon kann angeschlossen werden. Durch Bestücken mit zwei 3stufigen gleichstromgekoppelten Mikrobausteinen, deren Empfindlichkeit in den Grenzen von 90-300 uV, im Gegenkopplungszweig, regelbar ist, wird ein sehr niedriger Klirrfaktor erreicht. Große Fremdspannungsabstände ergeben sich durch Eingangstransistoren mit niedriger Rauschzahl (3dB, typ, 1,4 dB) und deren optimalen Arbeitspunkt.

Betriebsartwahlmöglichkeiten: Mono, Stereo, Quadro, 2-Kanal, 4-Kanal, SQ-Decodierung und externe RM-Decodierung. Der 4fach-Lautstärkesteller ist gehörrichtig beschaltet und ermöglicht Anhebungen von 13dB bei 100 Hz und 7dB bei 10 kHz. Bei linear wird der Pegel angehoben.

Die Klangregelnetzwerke sind mittensymmetriert (elektrische Mitte = mechanische Mitte). Durch den nachfolgenden 2stufigen Verstärker werden erreicht: kleiner Klirrfaktor durch große Gegenkopplung, geringes Rauschen durch optimale Arbeitspunkteinstellung und niederohmigen Ausgang für die nachfolgende Filterstufe. Die Anschlußmöglichkeit mehrerer Endverstärker bzw. Verstärker-Lautsprechereinheiten pro Kanal ist gegeben durch aktive 2stufige Filter mit 3dB Einsatzpunkten und 12dB oktave Flankensteilheit bei 60 Hz, 4,5 kHz und 11 kHz (durch die zweite Stufe niederohmiger Ausgang).

Die 2stufigen, steckbaren, gleichstromgekoppelten Kopfhörerverstärker mit komplementär-symmetrischer Endstufe gewährleisten gute Mittenspannungsstabilisierung und geringen Klirrfaktor.

Die SQ-Decodierung mit integrierter Schaltung hat Allpaßnetzwerke in Wienbrückenform für Bandbreiten von 100 Hz bis 10 kHz und Überblendwiderstände für die Trennung zwischen centerfront und centerback.
.

CD-4 Quadro-Demodulator

Der CD-4-Demodulator ist ein Baustein aus der Quadro-Studioanlage von Braun zur Wiedergabe von Schallplattenaufnahmen, die im CD-4-Verfahren, d. h. einem Verfahren mit 4 diskreten Kanälen, bespielt wurden.

Das Gerät wird zwischen einen Plattenspieler mit Quadro-Tonabnehmersystem und einem 4-Kanal-Vorverstärker geschaltet, wie z. B. dem Braun CSQ 1020.

Mit dem CD-4-Demodulator läßt sich jede qualitativ gute Stereoanlage auf diskreten 4-Kanal-Betrieb umrüsten. Zusätzlich erforderlich sind dazu ein zweiter Stereoverstärker und 2 Lautsprecherboxen oder der Braun CSQ 1020 und 2 zusätzliche Lautsprecher-Verstärker-Einheiten. Besonders faszinierend dabei ist, daß mit dem diskreten 4-Kanal-System (CD-4) quadrophonische Hörergebnisse erzielt werden, die weit über den Möglichkeiten anderer quadrophonischer Systeme liegen. Selbstverständlich lassen sich über den CD-4-Demodulator auch herkömmliche Stereoplatten und Monoplatten abspielen — sowohl über 2 als auch über 4 Kanäle.

Besonderheiten

Der CD-4 ist ein Quadro-Demodulator für das diskrete 4-Kanal-System. Daraus erklärt sich auch seine technische Konzeption. Das Ziel der 4-Kanal-Stereophonie oder auch Quadrophonie ist es, dem Hörer zusätzlich die Hallkomponente des Konzertsaales zu vermitteln. Die technischen Experimente in dieser Richtung haben bisher 3 verschiedene Quadro-Systeme hervorgebracht: das diskrete System, das Matrix-System und das Delay-Verfahren. In dieser Reihenfolge sind auch die Ergebnisse hinsichtlich der Kanaltrennung zu sehen.

Bei dem diskreten 4-Kanal-System erscheint auf der Schallplatte an Stelle des linken Kanals ein Summensignal aus Lv + Lh und an Stelle des rechten Kanals ein Summensignal Rv + Rh. Zusätzlich wird in jedem der beiden Kanäle links und rechts ein mit dem Differenzsignal frequenzmodulierter 30-kHz-Träger aufgenommen. Diese Differenzsignale setzen sich aus Lv/Lh bzw. Rv/Rh zusammen. Durch die Demodulation des modulierten Trägers werden diese Differenzsignale wiedergewonnen. Summen- und Differenzsignale werden einer Matrix zugeführt, die durch Addieren und Subtrahieren die Original- 4-Kanal-Information bildet. Das Summensignal mit einer Bandbreite von 15 kHz ist auf übliche Weise in die Platte geschnitten. Der 30-kHz-Träger wird zwischen 20 und 45 kHz asymmetrisch frequenzmoduliert (-10kHz + 15kHz).

regie 308 HiFi-Stereo-Receiver

Der regie 308 ist eine volltransistorisierte Gerätekombination von Rundfunkteil für UKW, KW, MW und LW und integriertem Verstärkerteil.

Bei diesem neuen Receiver der «Braun- 8°-Linie» sind die Bedienungselemente auf dem um 8° geneigten Bedienungspult positioniert. Diese neue Konzeption gewährleistet eine übersichtliche Anordnung der Bedienungselemente und gut ablesbare Beschriftung. In seiner Technik bietet dieses Steuergerät das hohe Qualitätsniveau, das man heute international von einem modernen Receiver dieser Preisklasse erwarten kann: hohe Übersteuerungssicherheit im UKW-Teil, hervorragende Selektions- und Begrenzungseigenschaften, einen sehr niedrigen Klirrfaktor, sehr gute Übertragung des Stereosignals.

Es ist eine Technik, die zu entspanntem Hören einlädt. Die technischen Besonderheiten, Daten und Meßwerte beweisen, daß es sich um einen Receiver von sehr hoher Qualität handelt, den zusätzlich ein günstiger Preis auszeichnet.

  • Anmerkung zur 8°-Linie: Diese Geräte bzw. dieses Design kamen bei dem ursprünglich angepeilten Edel-Publikum gar nicht mehr an. Es sah merkwürdig billig aus und war dem BRAUN Image eher abträglich.

.

regie 510 HiFi-Stereo-Receiver

Der regie 510 ist der Spitzen-Receiver im Braun Programm. Mit diesem Steuergerät präsentiert sich ein neues Qualitätsniveau in High-Fideiity. Die «Technik» des regie 510 ist zumindest für den Wahrnehmungsbereich des Ohres verschwunden - sie läßt sich nur noch in Daten und Meßwerten registrieren. Der volltransistorisierte Verstärkerteil ist außergewöhnlich kraftvoll und bietet genügend Watt, um aus hochqualifizierten, meist stark gedämpften Lautsprechereinheiten ausreichend «Phon» zu produzieren.

Das Rundfunkteil (UKW, KW, MW und LW) bietet im UKW-Bereich hohe Übersteuerungs- sicherheit für stark einfallende Sender und vorzügliche Trennschärfe. Der regie 510 ist stabil gegen Netzspannungsschwankungen und verträgt Dauerbelastung mit maximaler Lautstärke. Er ist so abgesichert, daß selbst bei fehlerhaften Anschlüssen keine Schäden entstehen. Testinstitute bescheinigen dem regie 510 die «absolute Spitzenqualität».

Der hohen technischen Qualität entspricht ein ausgefeilter Bedienungskomfort mit wirkungsvollen Einstellhilfen und vielfältigen Möglichkeiten für die Klangkorrektur.

  • Anmerkung : Die regie 500 und später folgenden 510 bis 550 Receiver prägten das BRAUN Image von super progressiv gestylten Edel-Receivern für edles Geld. Der Regie 510 sollte knapp 2000.- DM kosten und das war damals viel Geld. Der Preis wurde dann in 1974 auf 1750.-  reduziert, nachdem einige Tests bzw. Rezensionen das Teil in die high-fidele Mittelklasse herabgestuft hatten. Das war natürlich peinlich, als sich herausstellte, so berauschend war die Qualität für diesen Preis nun doch nicht.

.

Technische Besonderheiten

Der regie 510 hat einen UKW-Baustein mit 4fach-Drehkondensator in kommerzieller Bauweise. Alle Stufen befinden sich in getrennten Kammern. Die Eingangsstufe hat eine FET-Kaskodenschaltung und Dual-Gate-FET-Mischer mit getrenntem Oszillator. Hierdurch werden Großsignalverhalten, Nebenwellendämpfung, Spiegelselektion, ZF-Festigkeit und Störstrahlsicherheit optimiert. Der FM-Zwischenfrequenz-Baustein hat 6 bandfiltergekoppelte integrierte Schaltkreise und einen Ratio-Demo-dulator. Damit werden geringer Klirrfaktor, hohe Störunterdrückung, großer Störabstand und sehr gute dynamische Selektion erreicht.

Eine logarithmische Anzeige über 5 Dekaden von 2uV bis über 50mV dient der Ausrichtung einer drehbaren UKW-Antenne. Schaltdecoder mit Filter unterdrücken Störungen im nicht benötigten Niederfrequenzband ab 53 kHz aufwärts. Der IC-Schaltdemo-dulator bewirkt optimale Kanaltrennung, steile 15-kHz-Tiefpassfilter in beiden Ausgängen unterdrücken Pilotton- und Hilfsträgerreste. Durch große Pilotton-Selektion werden Interferenzen im Niederfrequenzbereich vermieden.

In den amplitudenmodulierten Bereichen bewirken Bandfilter-Eingang, getrennter Oszillator und 3fach-Drehkondensatorabstimmung gutes Großsignalverhalten. Großer Störabstand, gute Selektion und erweiterter Anzeigebereich werden durch getrennte, aufwärtsgeregelte 3stufige Zwischenfrequenz-verstärker mit 2stufigem Regelverstärker erreicht. Der Niederfrequenzverstärker mit 3stufigem Eingangsteil für Phono, Reserve, Band- bzw. Hinterbandkontrolle hat große Übersteuerungsreserven. Lineare Frequenzen bei Nullstellung der Höhen- und Tiefenregler sind garantiert. Die Endstufen sind geschützt durch Strombegrenzungsschaltung, Kurzschlußautomatik und Temperaturabschaltung.

  • Anmerkung : Irgendwo stand es dann, daß die Lautsprecher der 2 x 55 Watt Endstufen (immer noch) kondensatorgekoppelt seien. Und das machte im Tieftonbereich einges an Impulsverlusten aus.

.

Technische Daten

Rundfunkteil  
UKW-Bereich 87,5... 108 MHz
Zwischenfrequenz 10,7 MHz
Klirrfaktor 0,3%
Übersprechdämpfung 40dB
Empfindlichkeit 0,8uV
Begrenzungseins. 0,8uV
Wirksamkeit derBegrenzung 5 Stufen
IHF-Selektivität 60 dB
   
Versfärkerteil  
Übertragungsber. 25... 35 000 Hz
Sinusleistung 2 x 50 Watt an 4 0hm
  2 x 35 W an 8 0hm
Musikleistung 2 x 70W
Klirrfaktor bei 50W und 1 kHz < 0,2 %, typisch 0,1 %
Leistungsbandb. 20... 20 000 Hz bei 4 Ohm
Klangstellerbereich - Tiefen + 12 dB.... -12 dB
Höhen + 12 dB.... - 12 dB
Bestückung  
4 Feld-Effekt-Transistoren  
66 Transistoren  
6 integrierte Schaltkreise  
Gewicht 17 kg

.

CES1020 HiFi-Stereo-Tuner-Vorverstärker

Der CES 1020 ist ein volltransistorisiertes Steuergerät mit höchstem Qualitätsniveau in High-Fidelity. Es ist in Qualität, Leistung, Bedienungskomfort und Aussehen identisch mit dem Braun Spitzenreceiver regie 510, hat aber im Gegensatz zum regie keine Endstufe. Der CES 1020 ist für die Ansteuerung der HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheit LV 1020 oder LV 720 konzipiert.

Selbstverständlich kann der CES 1020 auch mit einem entsprechenden separaten Endverstärker kombiniert werden. Nur — gerade das Besondere ist eben die Braun-Kombination von Lautsprecher und Endverstärker.
Die Kombination CES 1020 und LV 1020 oder LV 720 stellt deshalb für den verwöhnten HiFi-Kenner das Nonplusultra der derzeitigen HiFi-Technik dar.

Technische Besonderheiten

fast wie regie 510

audio 308 HiFi-Stereo-Kompaktgerät

Das audio 308 besteht aus einem Receiver und einem halbautomatischen Plattenspieler. Der Receiver entspricht in allen technischen Details dem regie 308 - der Plattenspieler ist identisch mit dem Braun PS 358.
Diese neue HiFi-Stereokombination in der Braun-8°-Linie erfüllt alle Forderungen, die man an ein modernes HiFi-Kompaktgerät stellen kann: qualitativ hochwertige Technik aller Komponenten und funktionelles Design mit besonders übersichtlicher Anordnung aller Bedienungselemente in einer markt-jerechten Preis-Gegenwert- Relation. Das audio 308 ist eine echte Alternative für alle, die auf geringstem Stell räum eine echte HiFi-Stereoanlage unterbringen möchten und die auf unauffälliges, funktionelles Aussehen besonderen Wert legen.
.

audio 400 HiFi-Stereo-Kompaktgerät

Wenn man von HiFi-Spitzengeräten spricht, hat man bisher nicht an Kompaktgeräte gedacht. Das audio 400 von Braun zwingt zum Umdenken. «Kompakt» heißt beim audio 400 nicht gleich «mittelmäßig» oder «guter Durchschnitt», sondern hohe Receiver- und Laufwerkqualität in einem Gerät vereinigt. Die überdurchschnittlichen technischen Daten und der Bedienungskomfort des Braun Plattenspielers PS 450 sind bekannt. Dieses Laufwerk wurde unverändert in das audio 400 übernommen.
Das volltransistorisierte Steuergerät mit Endverstärker und Rundfunkteil für UKW, KW, MW und LW bietet alles, was man von einem hochqualifizierten Receiver erwarten kann: hohe Übersteuerungssicherheit, gutes Großsignalverhalten bei höchster Empfindlichkeit, geringer Klirrfaktor, hohe Störimpulsunterdrückung, großer Störabstand, sehr gute dynamische Selektion und optimale Kanaltrennung.

Jetzt kommen die Lautsprecher - in Großaufnahmen

Die Lautsprecherseiten klotzen mit riesigen Großaufnahmen der Vorderfronten, obwohl es ja gar nichts zu sehen gibt . . . . . und auch nur wenig zu schreiben gibt. Die einzelnen Lautsprecher-Chassis sind hinter den ALU- Lochblechblenden verborgen und selbst diese Fotos der offenen Fronten würden gar nichts Erkennbares über die Qualität der Wiedergabe aussagen. Vor allem, diese Fotos sind um ein Vilefaches größer als die vorangegangenen von den Steuer-Geräten mit den vielen Knöpfen und Reglern, bei denen ich das eigentlich erwartet hätte. Hier könnte man rufen (oder empfehlen) - von Max Grundig und dessen GRUNDIG REVUE lernen heißt siegen.

.

L260 - HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 260 ist eine Zweiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker geringer bis mittlerer Ausgangsleistung. Die Box ist zur Aufstellung in Regalen und Wandborden bestimmt.

L308 HiFi-Lautsprechereinheit

Die Lautsprecherbox L 308 wurde in Belastbarkeit, Form, Farbe und Gehäusematerial den neuen Geräten der 8°-ünie von Braun angepaßt.Es handelt sich um eine Zweiwegbox mit dynamischen Systemen, in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse. Sie ist passend für kleine und mitte/große Räume, bestimmt zur Wandaufhängung oder zur Aufstellung in Regalen, auf Wandborden u. ä.

L310 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L310 ist eine besonders flache Zweiweg box mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse -geeignet für Verstärker geringer bis mittlerer Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Wandaufhängung, kann aber auch in Regalen oder auf Wandborden aufgestellt werden. Eine Vorrichtung zum Hängen befindet sich auf der Rückseite der Box.

L 420/1 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 420/1 ist eine kleinvolumige Zweiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker mittlerer Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Aufstellung in Regalen und auf Wandborden.

L 480/1 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 480/1 ist eine extrem ffache Zweiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse -geeignet für Verstärker mittlerer Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Wandaufhängung, kann aber auch in Regalen oder auf Wandborden aufgestellt werden. Eine Vorrichtung zum Hängen befindet sich auf der Rückseite der Box.

L 500/1 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 500/1 ist eine kompakte Zweiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse — geeignet für Verstärker mittlerer Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Aufstellung in Regalen und auf Wandborden.

L 550/1 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 550/1 ist eine schlanke Zweiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker mittlerer Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Wandaufhängung, kann aber auch in Regalen oder auf Wandborden aufgestellt werden. Eine Vorrichtung zum Hängen befindet sich auf der Rückseite der Box.

L 620/1 HiFi-Lautsprechereinheit

Die L 620/1 ist eine hochwertige Dreiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker mittlerer bis hoher Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur Aufstellung in Regalen und auf Wandborden.

Anmerkung :

Bis hierher lassen Sie die Finger weg von den kleinen BRAUN Boxen. DieEnttäuschung ist sonst zu groß,

.

Die L 710/1 ist eine Dreiwegbox mit 4 dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker mittlerer bis hoher Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur freien Aufstellung (auf Fußgestellen) oder zum Hängen, kann aber auch in Regalen oder auf Wandborden untergebracht werden. Eine Vorrichtungen zur Befestigung von Fußgestellen oder zum Hängen befinden sich auf der Rückseite der Box.
.

  • Anmerkung : Das mit den hohen Verstärkerleistungen beziehen Sie unbedingt auf das Jahr 1970, als 50 Watt Sinus pro Kanal noch eine Riesenleistung darstellten.

.

Technische Daten

Übertragungsbereich 25... 25 000 Hz
Nennbelastbarkeit 40 Watt
Nennscheinwiderstand 4 0hm
Übergangsfrequenzen 550 Hz, 4000 Hz
Schalldruck bei 2 Watt 87dB in 3m Entfernung
Empfohlene Verstärkerleistung 20... 50 Watt
Bestückung  
2 dynamische Tieftonlautsprecher 180 mm 0
1 dynamischer Mitteltonlautsprecher mit Kalottenmembran 50 mm 0
1 dynamischer Hochtonlautsprecher mit Kalottenmembran 25 mm 0
Frequenzweiche 12 dB/Oktave
Ausführung Gehäuse  
Aus Holz mit weißer oder schwarzer Kunststoffoberfläche oder Nußbaumfurnier
Frontseite abnehmbar aus gewölbtem Aluminiumblech (Rundlochung), farblos eloxiert  
Vorrichtung zum Hängen waagerecht oder senkrecht
Vorrichtung zur Befestigung von Fußgestellen  
Gewicht 15,0 kg
Nettovolumen 25 Liter
Zubehör  
Fußgestell LF 700

Die L810/1 ist eine großvolumige Dreiwegbox mit 4 dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse - geeignet für Verstärker mittlerer bis sehr hoher Ausgangsleistung. Sie ist bestimmt zur freien Aufstellung auf Fußgestellen. Eine Vorrichtung zur Befestigung von Fußgestellen befindet sich auf der Rückseite der Box.

Technische Daten

Übertragungsbereich 20... 25 000 Hz
Nennbelastbarkeit 50 Watt
Nennscheinwiderstand 4 0hm
Übergangsfrequenzen 550 Hz, 4000 Hz
Schalldruck bei 2 Watt 88dB in 3m Entfernung
Empfohlene Verstärkerleistung 20 ... 60 Watt
Bestückung 2 dynamische Tieftonlautsprecher 210 mm 0
1 dynamischer Mitteltonlautsprecher mit Kalottenmembran 50 mm 0
1 dynamischer Hochtonlautsprecher mit Kalottenmembran 25 mm 0
Frequenzweiche 12 dB/Oktave
   
Frontseite abnehmbar aus gewölbtem Aluminiumblech
Gewicht 22,0 kg
Nettovolumen 41 Liter
Fußgestell LF700

.

  • Anmerkung : Das mit der gewölbten Verkleidung stimmt bei unseren L810 nicht, die Front ist exakt eben.

.

LV720 HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheit

Die LV720 ist eine Dreiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse und zugeordneten, eingebauten Leistungsendstufen für höchste Ansprüche. Die Box ist geeignet für mittelgroße bis große Räume und zur Aufstellung auf Fußgestellen bestimmt.
.

  • Anmerkung : Die LV720 ist quasi die aktive L710 mit etwas tieferem Gehäuse, hat aber im Prinzip ein exakt gleiches Volumen.

.

Technische Besonderheiten

Die Leistungsverstärker befinden sich zusammen mit den Steuerelementen und der Frequenzweiche in einem servicegerechten Einschub. Jedes der 3 Lautsprechersysteme wird direkt angesteuert durch einen dem System zugeordneten Leistungsverstärker. Die Signale vom Vorverstärker werden also ohne Umwege und ohne Leistungsabfall über die einzelnen Endverstärker unmittelbar an die Lautsprechereinheiten weitergeleitet. Der Leistungsabfall durch die sonst üblichen Frequenzweichen entfällt. Die Eingangsempfindlichkeit der 3 Leistungsverstärker kann mit Hilfe des Pegelstellers auf die Ausgangsspannung des Vorverstärkers abgestimmt werden.

Der Hochton- und der Tieftonkanal können getrennt eingepegelt werden. Damit ist eine ideale Abstimmung des Klangbildes auf die jeweilige Raumakustik möglich. Mittels einer vom Netzteil des Vorverstärkers gelieferten Schaltspannung von 30V (Gleichspannung) besteht die Möglichkeit, sämtliche Lautsprecher ferngesteuert oder direkt durch den Netzschalter einzuschalten. Die optimale Weitwinkelabstrahlung wird durch die von vorn eingebauten Hoch- und Mittelton-Lautsprechersysteme mit Kalottenmembrane erreicht, die gleichzeitig das richtige Verhältnis von direktem zu indirektem Schallanteil garantieren.

  • (Anmerkung : Das mit dem indiekten Schallanteil der LV 720 habe sogar ich nicht verstanden.)


Für quadrophonischen Betrieb oder die Beschallung mehrerer Räume sind Anschlußmöglichkeiten für weitere LV 720 oder LV 1020 vorhanden.
.

Technische Daten

Übertragungsbereich 25 ... 25 000 Hz nach DIN 45 500  
Max. Schalldruckpegel 107dB (Abstand 1 m)  
Eingangsempfindlichkeit 0,39 ... 2,45   an 50 kOhm
Leistungsaufnahme max. 210 W    
Lautsprecher Bestückung Tiefton Mittelton Hochton
Anzahl 2 1 1
  Konus Kalotten- Kalotten-
  membran membran membran
Nennscheinwiderstand 8 0hm 8 0hm 4 0hm
Belastbarkeit 2x30 Watt 25 Watt 20 Watt
Abmessung (Durchmesser) 175mm 134mm 78 x 120mm
Membrandurchmesser 125mm 50mm 25mm
Resonanzfrequenz 25Hz 380Hz 900Hz
Schwingspulendurchmesser 26mm 51mm 25mm

Verstärker der LV 720

Bestückung      
33 Transistoren, 1 Diode, 2 Gleichrichter      
  Tiefton- Mittelton- Hochtonkanal
  60W 20W 20W
Klirrfaktor bei 40 Hz bei 1000 Hz bei 15 000 Hz
  0,1% 0,1 % 0,1 %
Gewicht   18,0 kg  
Nettovolumen   22,01  
Maße   mit Fußgestell  
Breite 310 mm 350 mm  
Höhe 550 mm 800 mm  
Tiefe 260 mm 330 mm  
Zubehör      
Fußgestell LF700      

.

LV1020 HiFi-Lautsprecher-Verstärker-Einheit

Die LV 1020 stellt absolute Spitzenklasse im Lautssprecherbau dar. Der Dreiwegbox mit dynamischen Systemen in geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse sind eingebaute, auf jeden Lautsprecher abgestimmte Leistungsendstufen zugeordnet. Ohne Leistungsabfall werden die Signale vom Verstärker über die einzelnen Endverstärker unmittelbar an die Lautsprechereinheiten weitergeleitet. Die LV 1020 ist geeignet für große bis sehr große Räume und zur Aufstellung auf Fußgestellen bestimmt.

Technische Besonderheiten

Die Leistungsverstärker befinden sich zusammen mit den Steuerelementen und der Frequenzweiche in einem servicegerechten Einschub. Jedes der 3 Lautsprechersysteme wird direkt angesteuert durch einen dem System zugeordneten Leistungsverstärker. Die Signale vom Vorverstärker werden also ohne Umwege und ohne Leistungsabfall über die einzelnen Endverstärker unmittelbar an die Lautsprechereinheiten weitergeleitet. Der Leistungsabfall durch die sonst üblichen Frequenzweichen entfällt. Die Eingangsempfindlichkeit der 3 Leistungsverstärker kann mit Hilfe des Pegelstellers auf die Ausgangsspannung des Vorverstärkers abgestimmt werden.

Der Hochton-, der Mittelton- und der Tieftonkanal können getrennt eingepegelt werden. Damit ist eine ideale Abstimmung des Klangbildes auf die jeweilige Raumakustik möglich.

Mittels einer vom Netzteil des Vorverstärkers gelieferten Schaltspannung von 30 V (Gleichspannung) besteht die Möglichkeit, sämtliche Lautsprecher ferngesteuert oder direkt durch den Netzschalter einzuschalten. Die optimale Weitwinkelabstrahlung wird durch die von vorn eingebauten Hoch- und Mittelton-Lautsprechersysteme mit Kalottenmembrane erreicht, die gleichzeitig das richtige Verhältnis von direktem zu indirektem Schallanteil garantieren.
Für quadrophonischen Betrieb oder die Beschallung mehrerer Räume sind Anschlußmöglichkeiten für weitere LV 720 oder LV 1020 vorhanden.

Technische Daten

Übertragungsbereich 20... 25000Hz nach DIN 45500  
Max. Schalldruckpegel 108 dB (Abstand 1 m)  
Lautsprecher Bestückung Tiefton Mittelton Hochton
Anzahl 1 1(Kalotte) 1(Kalotte)
Nennscheinwiderstand 4 0hm 8 0hm 4 0hm
Belastbarkeit 50 W 30 W 15 W
Abmessung 300mm 150mm 78x120mm
Membrandurchmesser 240 mm 50 mm 25 mm
Resonanzfrequenz 13 Hz 300 Hz 900 Hz
Schwingspulendurchmesser 38 mm 51 mm 25 mm
Eingangsempfindlichkeit 0,39 ... 2,45 V an 50 kOhm  
Leistungsaufnahme max. 160W    

Verstärker

Leistung im Tiefton- Mittelton- Hochtonkanal
Leistung 40W 20W 15W
Klirrfaktor bei 40Hz bei 1000Hz bei 15000Hz
  0,1% 0,1% 0,1%
Bestückung      
31 Transistoren, 3 Dioden, 2 Gleichrichter  
       
Gewicht 28,0 kg    
Nettovolumen 50,0 Liter    
Maße mit Fußgestell    
Breite 380 mm 420 mm    
Höhe 740 mm 910 mm    
Tiefe 300 mm 400 mm    
Zubehör      
Fußgestell LF700      

.

Anmerkung zu der 40 Watt Nennleistung der beiden Tiefton-Verstärker in der LV720 und der LV1020

Bereits mit einer Direktschnittplatte oder einer 30cm Single mit 45 U/min und einem entsprechenden Tonabnehmersytem kam man im Bass ganz schnell an die Obergrenze der 40 Watt Sinusleistung - die Endstufe kam schnell ins "Clippen". Weiterhin waren die Lautsprecherchassis alle mit dicken Elkos an die zu der Zeit bereits veralteten Endstufen angekoppelt. Die moderneren Endstufen hatten nämlich symmetrische Versorgungsspannungen und konnten die einzelnen Chassis fast verlustfrei direkt anschließen. Warum Chefentwickler Wolfgang Hasselbach da nicht eingeschritten war, hatte er mir leider nie erzählt.

.

LB500 HiFi-Lautsprecher-Bausatz

Der LB 500 beinhaltet 2 dynamische Systeme, Frequenzweichen, Kabef, Dichtungsmaterial und eine ausführliche Bauanleitung für eine Zweiwegbox mit geschlossenem, akustisch gedämpftem Gehäuse. Die Box ist geeignet für Verstärker mittlerer Ausgangsleistung. Je nach Gehäusegestaltung kann sie auf Regalen und Borden gestellt oder an die Wand gehängt werden.
.

  • Anmerkung : Dieser Bausatz war vermutlich ein Testballon, ob man in diesem Bereich irgend etwas gewinnen konnte.

.

KH HiFi-Stereo-Kopfhörer

Der KH 1000 ist ein dynamischer Kopfhörer in echter HiFi-Qualität. Er besitzt einen besonders leichten Bügel, gut abdichtende, große Ohrmuscheln und ein 3 m langes Anschlußkabel mit DIN-Stecker. (Das war dieser blöde Würfelstecker, den keiner haben wollte.)
Der KH 1000 läßt sich an HiFi-Stereoverstärker verschiedener Größen und Leistungsstufen anschließen, wodurch die einzelnen Tonfrequenzträger wie Rundfunkempfangsteile, Plattenspieler oder Tonbandgeräte abgehört werden können.

Fußgestellsystem für HiFi-Stereo-Geräte und Lautsprecher

Das Fußgestellsystem ist nach dem Anbauprinzip konstruiert, beliebig variierbar und ausbaufähig für alle Braun HiFi-Stereogeräte. Die Systemuntergestelle können frei im Raum oder an der Wand stehen. Sie lassen sich für jedes Gerät getrennt oder zusammenhängend aufstellen. Die Grundeinheit besteht aus 2 Füßen und einer Verbindungsplatte, jeder weitere Baustein aus einem Fuß und einer Verbindungsplatte. Die Maße der Platten richten sich nach der Größe der einzelnen Geräte, die Metallfüße sind alle gleich.
Das Fußgestell für Lautsprecher besteht aus 2 Einzelfüßen und ist passend für die Lautsprechereinheiten L 710/1, L 810/1 und die Lautsprecher-Verstärker-Einheiten LV 720, LV 1020.

Geräte-Kombinationen

Alle Braun Geräte können grundsätzlich auch mit HiFi-Geräten anderer Fabrikate kombiniert werden. Voraussetzung ist, daß die Anschlußwerte mit den entsprechenden Daten der Braun Geräte übereinstimmen. Empfehlenswert sind Ergänzungen aus dem Braun Programm, die in Qualität und Aussehen aufeinander abgestimmt sind. Die in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellten Gerätekombinationen sind Empfehlungen von Braun. Je nach geforderter Leistung und Verwendungszweck kann eine Braun Anlage auch individuell zusammengestellt werden. Das Tonbandgerät TG 1000 ist ein absolutes Spitzengerät mit den Qualitätsmerkmalen professioneller Studiogeräte. Es kann deshalb sowohl bei den hochqualifizierten, leistungsstarken Studioanlagen als auch bei den kompakten HiFi-Stereoanlagen der 8 °-Linie eingesetzt werden.

  • Anmerkung : Diese Empfehlungen gab es fast bei jedem Hersteller, der versuchte, möglichst viel aus seinem eigenen Programm zusammen zu verkaufen. Bei BRAUN gab es damals einen großen Wirbel, als die Markting Leute festsellten, daß 90% aller L710/L715 nicht mit BRAUN Receivern oder BRAUN Steuergeräten verkauft wurden. Von den L710/L715 wurden angeblich 140.000 Stück produziert, ein klines Wunder für eine kleine Firma.

.

Zum Schluß - Das Quadrophonie-Alphabet

.

  • 1. Allgemeine Einführung
  • 2. Ambience
  • 3. CD-4
  • 4. Decoder
  • 5. Demodulator
  • 6. Differenzinformation
  • 7. Diskrete Quadrophonie
  • 8. Encoder
  • 9. Hall
  • 10. Hardware
  • 11. HF
  • 12. HiFi
  • 13. IC
  • 14. Kompatibel
  • 15. Laufzeit
  • 16. Logik
  • 17. Matrix
  • 18. Matrix-Quadrophonie
  • 19. Monophonie
  • 20. NF
  • 21. Pseudo-Quadrophonie
  • 22. QS
  • 23. Quadrophonie
  • 24. Quadrophonie vom Tonbandgerät
  • 25. Quadrophonische Rundfunksendungen
  • 26. Räumliche Information
  • 27. RM
  • 28. Shibata-Nadel
  • 29. Software
  • 30. SQ
  • 31. Stereoanlageerweiterung
  • 32. Stereophonie

.

1. Allgemeine Einführung:

Alle Quadro-Verfahren haben ein Ziel: die klanglichen und räumlichen Einzelheiten des Originals im Wohnbereich getreu wiederzugeben. Die Klangtreue wird schon von HiFi-Stereoanlagen erbracht. Die Räumlichkeit des Klanges zu vermitteln ist jedoch Aufgabe der Quadrophonie. Wie das geschieht, ist nicht nur von der Anlage abhängig oder davon, ob ein Matrix- oder Diskret-Quadrophonieverfahren verwendet wird. Vielmehr sind die Ursprungsaufnahme und die Abmischung für die Schallplatte dafür zuständig, wie die räumlichen Verhältnisse bei der Wiedergabe im Raum verteilt sind. Wird z. B. bei der Abmischung der Zuhörer mitten ins Orchester plaziert, dann ist es unmöglich, diese Positionierung bei der Wiedergabe zu korrigieren, ohne einiges an rückwärtiger Information zu verlieren. Werden die hinteren Kanäle leiser gestellt, wird diese Information nur leiser, aber nicht nach vorn verschoben - die vorderen Kanäle werden in Relation zu den rückwärtigen etwas lauter.

Erstrebenswert ist bei Orchesterdarbietungen selbstverständlich eine Positionierung des Zuhörers vor dem Orchester. Diese Positionierung kann nur bei der Aufnahme und der späteren Abmischung erfolgen. Zeitgenössische Musik kann und wird zum Teil auch schon als «Rundumgeschehen» aufgenommen. Bei dafür geeigneten Musikstücken ist diese Art vollkommener Berieselung durchaus positiv, zumal die notwendigen Lautstärken sich in Grenzen halten. Im Gegensatz zu den Lautstärken herkömmlicher Stereomusik, die notwendig sind, um diesen Effekt zu erzielen.

Es wird schon aus dieser kurzen Erläuterung klar, daß Quadrophonie nur erfolgreich wiedergegeben werden kann, wenn die 4 Kanäle möglichst gleich ausgelegt sind, d. h, alle 4 Verstärkerkanäle und Lautsprecherboxen sollten vom gleichen Typ sein. Eine solche Bestückung verhindert Klang- und Lautstärkesprünge, die bei ungleicher Kanalgüte entstehen würden.

die einzelnen Punkte etwas konzentriert

.

  • 2. Ambience: siehe 26. Räumliche Information
  • 3. CD-4:
    Eine Bezeichnung für das Compatible- Discrete- 4-Kanal-Plattenaufzeichnungsverfahren. Von Japan Victor Company (JVC bzw. NIVICO) und RCA entwickelt. Wirkungsweise: Jede der beiden Rillenflanken einer CD-4-Schallplatte überträgt im NF-Bereich ein Summensignal. Die Außenflanke enthält rechts vorn + rechts hinten, die Innenflanke enthält links vorn + links hinten. Durch diese Summensignale wird eine CD-4-Schallplatte mit Stereo kompatibel. Jede der beiden Rillenflanken überträgt zusätzlich auch ein Differenzsignal. Die Außenflanke enthält rechts vorn — rechts hinten, die Innenflanke enthält links vorn — links hinten. Diese Differenzsignale werden auf einen 30-kHz-Träger "aufmoduliert" und sind in diesem Zustand nicht hörbar. Die CD-4-Schallplatte enthält also je Rillenflanke ein Summensignal in einem Bereich von 20 Hz bis 15 kHz und ein Differenzsignal auf einem 30kHz-Träger bei einem Frequenzhub von +15 -10kHz. Um solche CD-4-Schallplatten abzutasten, wird also ein Tonabnehmersystem mit einem Übertragungsbereich von 20Hz bis 45kHz benötigt. Der erweiterte Frequenzbereich wird durch eine Spezialnadel - die Shibata-Nadel - abgetastet.
  • 4. Decoder:
    Eine elektronische Schaltung, die von den 2 codierten Informationen einer Matrix-Quadrophonieaufzeichnung auf Schallplatte, Tonband oder vom Rundfunk 4 Kanäle wiederherstellt.
  • 5. Demodulator:
    Eine elektronische Schaltung, die die 2 NF-Signale und die 2 frequenzmodulierten HF-Signale (ähnliches Verfahren wie bei den UKW-Stereosendern) einer CD-4-Aufzeichnung in 4 NF-Signale zerlegt.
  • 6. Differenzinformation:
    Das durch das schaltungsmäßige Zusammenführen des linken und rechten Stereokanals gewonnene Signal für die rückwärtigen Lautsprecherboxen. In den Kanälen zueinander gleichphasige Signale werden je nach Phase in der linken bzw. rechten hinteren Lautsprecherbox hörbar. In den Kanälen zueinander gegenphasige Signale löschen sich gegenseitig aus. Diese Methode wird häufig für Pseudo-Quadrophonieschaltungen benutzt. Eine solche Differenzinformation ist bei der ursprünglichen Aufnahme nicht für die Wiedergabe bestimmt gewesen und hat daher mit der originalgetreuen Wiedergabe nur wenig gemeinsam.
  • 7. Diskrete Quadrophonie:
    4-Kanal-Aufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren, bei denen die 4 Kanäle bei der Übertragung voneinander getrennt gehalten werden (hierzu gehören CD-4-Platten und 4-Kanal-Tonbänder).
  • 8. Encoder:
    Eine elektronische Matrixschaltung, die die 4 Ursprungskanäle einer quadrophonischen Aufnahme in 2 Kanäle kombiniert (codiert), um deren Speicherung in einer Plattenrille (2 Rillenflanken) zu ermöglichen.
  • 9. Hall:
    Künstliche Verzögerung eines Signals. Wenn das ursprüngliche Signal «verhallt» wird, bekommt es ein Echo. Die Reflexionsiaufzeit einer Halle oder eines Konzertsaales kann bei der Aufnahme künstlich hinzugefügt werden (siehe auch Laufzeit).
  • 10. Hardware:
    Englische Bezeichnung für Geräte, die Tonträger (Tonbänder, Platten usw.) benötigen, um ihre Funktion zu erfüllen — stammt aus der Computerindustrie.
  • 11. HF:
    Kurzbezeichnung für Hochfrequenz. Dieser Bereich beinhaltet Frequenzen oberhalb 20.000 Hz und ist daher nicht hörbar.
  • 12. HiFi:
    Kurzform für «High-Fidelity» = «Höchste Klangtreue». Ein Begriff für die Wiedergabequalität.
  • 13. IC:
    Kurzbezeichnung von «Integrated Circuit» (engl.), zu deutsch «Integrierte Schaltung» (IS). Solche Schaltungen ersetzen auf kleinstem Raum eine Großzahl Bauelemente herkömmlicher Art.
  • 14. Kompatibel:
    Bedeutet im allgemeinen zusammenpassend. Quadrophonische Tonträger (Platten, Tonbänder) werden als kompatibel bezeichnet, wenn sie außer der Fähigkeit, quadropho-nische Darbietungen wiederzugeben, auch bei stereophonischer Abspielung sämtliche Informationen übermitteln. Die quadrophonischen Verfahren SQ, CD-4 und QS sind mit Stereo kompatibel. Quadrophonische Platten, nach diesen Verfahren codiert, können auf einer vorhandenen Stereoanlage ohne Informationsverlust stereophon abgespielt werden. Bei Erweiterung der Anlage auf Quadrophonie oder beim Kauf einer Quadrophonieanlage können die gleichen Platten quadrophonisch abgehört werden.
  • 15. Laufzeit:
    Die Zeit, die der Schall braucht, um vom Schallerzeuger (Sänger, Orchester usw.) bis zum Ohr (oder Mikrophon bei der Aufnahme) zu gelangen. Reflexionslaufzeit ist daher die Zeit, die der Schall braucht, um vom Schallerzeuger über eine reflektierende Fläche (Boden, Wand, Decke usw.) bis zum Ohr (oder Mikrophon) zu gelangen. Solcher indirekter Schall bildet die räumliche Information einer Aufnahme (siehe auch räumliche Information).
  • 16. Logik:
    Eine elektronische Zusatzschaltung für den SQ-Decoder, die die Kanaltrennung verbessert.
  • 17. Matrix:
    Geordnetes Schema von Werten, für das bestimmte Rechenregeln gelten. In der Quadrophonie wird eine Matrixschaltung eingesetzt, um die unterschiedlichen Informationen (positive, negative, phasenverschobene), die nach der Aufnahme nach einem bestimmten Schema codiert waren, wieder in ihre Ausgangsform (oder annähernd) zurückzuver-wandeln.
  • 18. Matrix-Quadrophonie:
    4-Kanal-Aufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren, bei denen die 4 Kanäle für die Übertragung in 2 Kanälen zusammengefaßt werden (hierzu gehören die Verfahren SQ, QS [RM]).
  • 19. Monophonie:
    Ein Begriff für das Wiedergabeverfahren durch einen Kanal (1 Lautsprecherbox).

.

.

  • 20. NF:
    Kurzbezeichnung für Niederfrequenz. Dieser Bereich beinhaltet Frequenzen bis ca. 20.000 Hz. Der Mensch kann je nach Alter Frequenzen bis ca. 18 000 Hz hören.
  • 21. Pseudo-Quadrophonie:
    Wiedergabe stereophoner Schallplatteninformation über 4 Lautsprecherboxen. Um einen «Effekt» zu erzielen, wird häufig eine Differenzinformation von den beiden Stereokanälen gebildet (siehe auch Differenzinformation).
  • 22. QS
    Kurzbezeichnung für Quadrosonic, ein Matrix-Quadrophonieverfahren. Von Sansui entwickelt, wird auch RM genannt. Wirkungsweise: Die 2 rückwärtigen Kanäle einer 4kanaligen (also quadrophonischen) Aufnahme werden zuerst um jeweils +90° bzw. — 90° phasenverschoben und dann zusammen mit den beiden anderen (vorderen) Kanälen in eine Matrixschaltung gegeben. Das daraus resultierende komplexe 2-Kanal-Signal enthält pro Kanal eine Verschlüsselung aller 4 Quadrophoniekanäle. Die Decodierung erfolgt analog der Codierung.
  • 23. Quadrophonie:
    Ein Begriff für das Wiedergabeverfahren durch 4 Kanäle (4 Lautsprecherboxen), bei dem die 4 Kanäle unterschiedliche Informationen wiedergeben.
  • 24. Quadrophonie vom Tonbandgerät:
    4-Kanal-Tonbandgeräte nehmen 4 separate Tonkanäle auf 4 getrennten Tonbandspuren auf. Die Wiedergabe erfolgt analog. Hierzu wird die ganze Tonbandbreite benutzt, und die 4 Kanalinformationen werden nach den Spuren numeriert: Spur 1 = links vorn Spur 2 = links hinten Spur 3 = rechts vorn Spur 4 = rechts hinten. Aus dieser Anordnung ist ersichtlich, daß Quadrophonietonbänder, nach diesem Prinzip bespielt, folgende Wiedergabemerkmale besitzen:
    1. Quadrophonie von einem 4-Kanal-Tonbandgerät ist diskrete Quadrophonie.
    2. Solche Tonbänder sind kompatibel mit Stereo-Halbspur-Tonbandgeräten; links vorn und links hinten werden im linken Kanal der Anlage, rechts vorn und rechts hinten werden im rechten Kanal der Stereoanlage wiedergegeben. Bei Viertelspur-Tonbandgeräten wird die gesamte hintere Information (Spuren 2 und 4) nicht wiedergegeben.
    Zur Tonbandaufnahme stehen verschiedene Tonquellen zur Verfügung, die quadrophonische Wiedergabe erlauben:
    1. Mikrophon: 4 Mikrophone können benutzt werden, um 4 getrennte Informationen auf ein 4-Kanal-Ton-bandgerät aufzunehmen.
    2. Diskrete Quadrophonieschallplatten (CD-4); diese Art quadrophonische Tonkonserve muß erst demoduliert werden, dann wird ein 4-Kanal-Tonbandgerät zur Aufnahme der 4 diskreten Kanäle verwendet. Stereotonbandaufnahmen nicht demodulierter CD-4-Schallplatten enthalten alle notwendigen Informationen für die Stereowiedergabe, können jedoch nicht nachträglich demoduliert werden, um die quadrophonische Wiedergabe zu ermöglichen.
    3. Matrix-Quadrophonie-Schallplatten und -Rundfunksendungen (z. B. SQ); Schallplatten, nach einem Matrix-Quadrophonieverfahren codiert, können auf ein gutes Stereotonbandgerät aufgenommen werden. Die codierte Information bleibt auf dem Tonband erhalten und wird erst bei der Wiedergabe decodiert (wie auch eine Matrix-Quadrophonieschallplatte).
  • 25. Quadrophonische Rundfunksendungen:
    1. Matrix-Quadrophonieverfahren; Platten, nach einem der Matrix-Quadrophonieverfahren codiert, können schon heute von den meisten Stereo ausstrahlenden UKW-Sendern gesendet werden, da nur 2 Kanäle für die Übertragung notwendig sind. Programme, die im Rundfunkstudio quadrophonisch aufgenommen werden, müssen vor dem Senden codiert werden, um die 4 Kanäle auf 2 zu reduzieren.
    2. Diskrete Quadrophonieverfahren; wie unter 1. angedeutet, ist das Ausstrahlen 4 diskreter Kanäle nach den bisher bekannten Verfahren in der BRD nicht möglich. In den USA sind Versuche mit dem CD-4-Verfahren durchgeführt worden. Auf der Funkausstellung Berlin 1973 sind Versuchssendungen ausgestrahlt worden, und Braun hat diese Sendungen auch empfangen. In Europa wird es aber zunächst bei solchen Versuchen bleiben. Grund dafür ist die geringe Bandbreite der einzelnen UKW-Sender und die dadurch gegebene Belegung des UKW-Frequenzbereiches. In den USA ist die Senderbandbreite um 50 % größer als in Europa. Diese Tatsache macht die Verwendung des CD-4-Verfahrens diskutabel.
  • 26. Räumliche Information:
    Verzögerte Schallinformation, welche die Ohren (oder Mikrophone bei der Aufnahme) auf indirektem Weg erreicht, z. B. durch Reflexion vom Boden, von der Decke, von den Wänden usw.
  • 27. RM:
    Kurzbezeichnung für Regulär Matrix. Ein Sammelbegriff für eine Anzahl ähnliche Matrix-Quadrophonieverfahren u. a. QS von Sansui.
  • 28. Shibata-Nadel:
    Spezialschliff einer Tonabnehmer-Abtastnadel. Dieser Schliff erhöht die Kontaktfläche der Nadel mit der Plattenrille auf das 4fache und wird für das Abspielen von CD-4-Platten benutzt. Durch die erhöhte Kontaktfläche wird die Abtastfähigkeit höherer Frequenzen erweitert, und Verzerrungen werden reduziert. Normale Mono- und Stereoplatten können mit der Shibata-Nadel zu ihrem Vorteil abgetastet werden.
  • 29. Software:
    Englische Bezeichnung für Tonträger, z. B. Tonbänder, Platten usw.
  • 30. SQ:
    Kurzbezeichnung für Stereo-Quadrophonie, ein Matrix-Quadrophonieverfahren. Von CBS (Columbia Broadcasting System) Laboratories entwickeltes und von vielen Plattenherstellern benutztes Quadrophonie-Codierverfahren.
    Wirkungsweise: Die 4 Kanäle einer Quadrophonieaufnahme werden in eine Matrix gegeben. Das daraus resultierende, komplexe 2-KanaI-Signal enthält pro Kanal eine Verschlüsselung von 3 der 4 verfügbaren Informationen. Die 2 rückwärtigen Kanäle werden in der Matrix um +90° bzw. —90° phasenverschoben. Die Decodierung erfolgt analog der Codierung.
  • 31. Stereoanlageerweiterung
    Gute 2-Kanal-(also Stereo-)Anlagen sind jederzeit für die quadrophonische Wiedergabe einzusetzen. Hierzu brauchen sie auch meistens keinen Eingriff, sondern lassen sich mit einem Zusatzgerät mittels Verbindungskabel einfach zusammenschließen. Das heißt, eine gute Stereoanlage wird nicht wegen der Quadrophonie altmodisch oder redundant gemacht. Sie erhält ihre Funktion als vollwertige Anlage und wird zu gegebener Zeit zu einer Quadrophonieanlage erweitert.
    Die Erweiterungsfähigkeit einer HiFi-Stereoanlage auf Quadrophonie setzt lediglich voraus, daß eine Vor-Hinterbandschaltung vorhanden ist. Diese Schaltung ermöglicht bei Tonbandbetrieb das Abhören des bespielten Bandes während der Aufnahme. Alle guten Steuergeräte (wie z. B. regie 510, CES 1020, audio 308, regie 308, audio 400) verfügen über eine solche Schaltung.
  • 32. Stereophonie:
    Ein Begriff für das Wiedergabeverfahren durch 2 Kanäle (2 Lautsprecherboxen).

.

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite © 2007/2019 - Deutsches Hifi-Museum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Zum Telefon der Redaktion - Zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.

Privatsphäre : Auf unseren Seiten werden keine Informationen an google, twitter, facebook oder andere US-Konzerne weitergegeben.