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Eine ingeniöse - aber unerfolgreiche - DIN "Glanzleistung"

das UHER 630 am Anfang
der UHER Verstärker dazu
hier der Weltstandard : Klinke

Also prinzipell ist der Kunde schon mal dumm bzw. dämlich. Das muß man "respektieren". Damit er zumindest den Köpfhörer in die dafür vorgesehene Buchse stecken kann, muß diese Buchse sowie der Stecker dazu anders sein als all die anderen Buchsen und Stecker.

Denn das mit der amerikanischen dicken 6,5mm Klinkenbuchse ist für uns Deutsche offensichtlich vertauschbar - zum Beispiel mit internationalen Mikrofonbuchsen oder US-Verstärkeraus- gängen. Demnach müssen diese Buchsen auf den Bandgeräten (jedenfalls in Deutschland) und an den Karaoke Receivern / Verstärkern auch anders sein als in den USA und Japan.

Doch beim Kopfhörer müssen (bei Bandgeräten) bei Bedarf die vorhandenen eingebauten Lautsprecher abgeschaltet werden können, sonst pfeift es gnadenlos und laut, also zumindest bei den Bandgeräten, bei denen zugleich über Mikrofon aufge- nommen wird. Daher sollte man diesen Stecker - je nach Bedarf - drehen können, mit Lautsprecher oder ohne Lautsprecher. Wie herum, ist dabei wurscht, das kann der "dumme" Kunde ja ausprobieren und sich dann irgendwie und irgendwo merken.

Soweit die etwas satirische Beschreibung der Entwicklung einer deutschen Norm. Diese ganzen Vorentwurfs- DIN-Normblätter mit den Diskussionen und den korrigierten Änderungswünschen habe ich alle im Nachlass des BRAUN Entwicklungschefs Hasselbach gefunden, tonnenweise A4 Ordner mit DIN Normen für alles und für jedes.

Und es gab ja ganz viele DIN Steckverbinder, die man so richtig schön normieren konnte.
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Ein Steckverbinder, den niemand mochte

Jetzt hatten aber 95% aller auf dem Markt befindlichen Kopfhörer diesen Klinkenstecker dran und eben keinen deutschen 4pol Würfelstecker. Und 99% aller Receiver und Verstärker und Bandgeräte auf dem Weltmarkt hatten eine dicke 6,3mm Klinken-Buchse für den Kopfhörer und weder die Würfelsteckerbuchse noch zwei deutsche Flachstift LS-DIN Buchsen.

Aha, Adapter müssen her - Würfelbuchse auf Klinken- stecker. Und für die Kopfhörer von Sennheiser oder AKG mit dem Würfelstecker müssen natürlich auch Adapter her. Und das war für alle Nichtdeutschen Hifi-Fans mit Kopfhörerbedarf ein arges Hindernis, es war einfach zu mühsam und viel zu aufwendig.

Rätselhaft ist dabei nach wie vor, daß es in Deutschland West jeweils bis kurz vor oder bis zum krachenden Konkurs gedauert hatte (Dual, Uher und Grundig sind da prägnante Beispiele), bis die Marketing-Leute und auch die Entwickler und die DIN-Normenverfechter das gemerkt hatten und umgesteuert hatten. Doch zu spät - da war das Kind schons seit Jahren "in den Brunnen gefallen" (und bereits ertrunken).

Der Kopfhörer Würfelstecker nach DIN

Der Würfelstecker als Kopfhörer-Anschluß und seine Beschaltung sowohl im Bandgerät wie an anderen Geräten. Dazu auch die Funktion beim Drehen. Buchse und Stecker waren doppelt "kodiert".

Der Stecker hatte eine Nase und dazu eine Aussparung. So konnte man das Drehen sperren und nur eine Richtung zulassen.

Die Buchse hatte zwei Ausparungen für die Nase des Steckers.

Aus meiner Sicht war er aber vor allem zu difizil und fummelig. Die dicke Klinke war da viel robuster und konnte mit weniger Zielgenauigkeit immer in die entsprechende Buchse gesteckt werden.
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Und wenn jemand wirklich mal den Kopfhöer mit der Großen Klinke in die Mikrofonbuchse der Revox A77 oder B77 gesteckt hatte, dann kam eben kein Ton raus und das war alles. Die allermeisten haben das ganz schnell gemerkt.

Der Adapter auf Klinke für die ganze Welt

Bei den Kopfhörer-Firmen wuden nach dem internationalen Flop die Adapter gleich mit in die Packung rein gelegt. Dort hatte man recht schnell erkannt, daß diese fertig produzierten Kopfhörer irgendwann unverkäuflich werden würden.
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Am Sennheiser Kopfhörer der Stecker

Sennheiser hatte beim HD 540 "reference" dann gleich Buchse und Stecker am Kabel des Kopfhörers vorgesehen, und dazu übrigens ein extrem langes Kabel.


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