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Die Zeitschrift "Hifi Scene" aus Zürich / Schweiz

Die "Hifi Scene" war bei uns weitgehend unbekannt. Der Verbreitungsgrad reichte offenbar nicht bis nach Deutschland. Im März 2000 erschien die letzte von 18 Ausgaben. Das Besondere daran ist, die Autoren waren alles Praktiker und waren fachlich der Physik mehr verpflichtet als den Mythen und Träumen. So etwas gab es bei uns nur bei der Klangbild und bei der Hifi- Stereophonie, wobei bei letzterer in den letzen Jahren Zweifel aufkamen. Wenn Sie hier über eine Suchmaschine eingelandet sind, besuchen Sie bitte erst die einführende Seite.

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Die Wahrheit - eine Story von "Lucky"
Second part: smash the trash!

Beginnen wir hier auch wieder mit einer langen Glosse von Lucky :

Also Tonabnehmern waren mal "seine" Passion gewesen.
Nicht, dass er noch dazulernen könnte - leider hatte er seit dem Tod seiner Freunde keinen mehr getroffen, der ihm dies ermöglichte. Natürlich musste er von Zeit zu Zeit irgendwelches Gesocks über Tonabnehmer anhören, manchmal bat man ihn gar, etwas zu lesen, das merkwürdigerweise dem Gesocks, das er schon kannte, wie ein Ei dem anderen glich.

Fragt sich, was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Er pellte das Ei. Es war faul und stank zum Himmel. Dies ging nun schon seit 30 Jahren so und nie hatte er etwas Wahres in einer HiFi-Zeitschrift über Tonabnehmer gelesen. Und folgedessen auch nicht gehört.

Hirnlose Idioten. Zeit hatten Sie ihm gestohlen. Nichts war so kostbar wie Zeit. Es schien ein langer Abend zu werden. Was um alles in der Welt benötigte man, um Zeitschriften-"Redaktor" zu werden? Eine Hasselblad Kamera und einen Haufen beknackter Abonnenten, die lieber Bildlein schauten, fetzig untertitelt notabene, zwecks klarer Aussage und Schonung eigener Gehirnzellen?

Die LP auf dem Trödel für sieben Franken war ihnen zu teuer, fürs Heft bezahlten sie fünfzehn. Beknackt!

Redakteure durften auch beknackt sein, mussten sie sogar, zwecks besserer Verständigung. Fürs Photographieren gab es ja berufene .....

Lucky brauchte dringend ein "Fossy Lager".

Wie konnten die über etwas schreiben, von dem sie keine Ahnung hatten ? Und die Leser zum Kauf animieren: sie alljährlich glauben machen, einen neuen Nagel kaufen zu müssen, nur weil die Mk II Version eine schärfere Nadel hatte. Wenns wenigstens ein steiler Zahn gewesen wäre .... Mk III protzte dafür mit zahmerem Verrundungsradius, aber in einem Holz-Hüttchen. Undsoweiter.

Von Shinon red über Koetsu black zu Kiseki blue, und für Optimisten mit schöner Einsteltschablone sogar -  holländischer Hüpfer in sechzehn Ausführungen. Und wer irdischen Gefilden gar überdrüssig, greift zum "Insider" (ein extrem überteuertes Abtastsystem mit Macken) zum Kneipenpreis von zehntausend Fränkli. Passende E.T.-Ohren gibts an der nächsten Milchstrassenabzweigung ...

Oberstes persönliches Ziel : Wahrung der Individualität

Selbstverständlich hatte jeder Analogiker seine klanglichen Preferenzen zur Wahrung der Individualität, denen er mit dem einen Tonabnehmer näher kam ... oder halt auch nicht.

No worries. Alles in Ordnung. Soweit. Aber nicht weiter. Er hatte festgestellt, dass die Allerwenigsten den Tonabnehmer ausschliesslich gekauft hatten, weil Ihnen der damit reproduzierte Klang besonders gefallen hätte. Sondern wegen des Ringmagneten, oder des vollweich-symetrischen Aufbaus, oder des Kohlefasergehäuses, weil's stabiler sei als das aus Holz, oder des Rubin-Nadelträgers, weil der billiger ist ab ein Brilliantkoller für die Freundin.

Oder weil sie gelesen hatten, dass man das kohlefaserarmierte Holzhüttlein mit dinmantbesputtertem Rubinnadelträger unbedingt in der neuen Golddraht-Ausführung anhören müsse, um mitreden zu können.

Und der Herr der Nadeln arbeite sogar an einer Ringmagnetversion, die nächsten Sommer pünktlich zur HighEnd aus dem Entwicklungslabor gekarrt werden würde. Doch bis dahin sollte eiligst mit dem Kredithai gesprochen werden, damit das Business auch schön laufe.

In "cervecia veritas"; für übernächsten Sommer wurde bereits an einem Rubinspulenträger in obigem Ringmagneten getüftelt, und sobald die Osmiumbormagnete auch als Ringe hergestellt werden würden, war jetzt schon klar, es würde der absolute Überflieger.

Oder sollte der Rubin doch durch Diamant ersetzt werden? Oder der Gold gar durch 99.99N reinen Urandraht, der wäre ja noch schwerer?

Also der Ringmagnet war definitiv zu klein für den Ringfinger. Stattdessen einen hinters Ohr geklebt zur Resonanzdämpfung der Kopfhaut ? Also eines war sicher: Geliftete hörten strafferen Boss.

Lucky knallte das nächst Fossy.

Wie sollte er bloss beginnen? Also die Timewaster (Zeitverschwender), die würden es sowieso nie begreifen, weil sie es nicht begreifen wollten. Für sie hatte er einen Mülleimer in den Wintergarten gestellt. Euroausführung.

Darauf stand in 25 Landessprachen «Waste» (Das Verschwendete). Und die anderen, die hatten es wohl längst begriffen. Weshalb sich also Gedanken machen?

Er wurde langsam besoffen. Er hatte mal bei vierzig Grad mit fünf Aboriginees 48 Büchsen Victoria Bitter gekippt, Aussie style, und ins Didgeridoo gesäufert, und er war der einzige, der noch nach Hause kriechen konnte. Am Bier konnte es folglich nicht liegen.

Also, wenn Herr Werners sadistische Bitte nicht gewesen wäre, zwei Artikel, die in einem AAA Vereinsblatt abgedruckt waren, zu lesen, so hätte er sich die Mühe nicht gemacht. Ganz zu schweigen von einem Horrorerlebnis-Forum oder einem "Imatschheifi".
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Es gibt da ein Horrorerlebnis-Forum und eine "Imatschheifi"

«Die AAA sei einzig der analogen Wiedergabe verpflichtet, deren Bewahrung, sowie deren Förderung. Uneigennützig, wohlgemerkt».

Dass das nicht sein konnte, das hatte er schon an der Gründungsversammlung des schweizer Ablegers bemerkt. War gegen die Förderung und Bewahrung nichts einzuwenden, so zeigte sich nach sechsstündigem Bekenntnis zur Analogschallplatte, persöhnlicher Vorstellung geladener Gäste samt Karrierelaufbahn und Stammbaum, dass diejenigen in den Vorstand drängelten, die von Berufes wegen,  wen erstaunts, mit dem Verkauf von Schallplatten oder dem Abspielen dieser zu tun hatten.

Nundenn. Irgendwann kam die AAA-Filiale Schweiz zustande, bestehend teils aus Idealisten, teils aus Egoisten. So war es nur einleuchtend, dass Decca Reissues zwar in der Schweiz erhältlich waren, der Verkauf jedoch vom damaligen AAA-Präsidenten monopolistisch gesteuert und nur über seine von ihm zumindest beeinflusste Ladenkette erfolgte.

Natürlich war das alles Schnee von vorgestern. Wichtig dabei war lediglich die Erkenntnis, dass hinter den Kulissen Dinge geschahen, die den Gönnern und Mitgliedern verborgen blieben.

Man nennt es auch korrupt oder bestechlich ......

Nicht anders ging es zu in deutschen Landen: Hatten die Leser von Stereoplay vergessen, dass der ehemalige Cheftedakteur seinen Hut nehmen musste, weil zu seiner Amtszeit die Testsieger Monate zuvor am Kneipentisch gemeinsam mit den Generalimporteuren der grössten Werbepotentatenen der Elektronikbranche ausgehandelt wurden?
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  • Anmerkung : Diese Information stammt also NICHT von Karl Breh, die steht in dieser schweizer Zeitung. Karl Breh wurde nämlich sein Nachfolger.

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Dass die Präsentation neuer Modellreihen so abgestimmt wurde, dass ein jeder der Anwesenden zum fünf-schlitz-ohrigen Siegeszug kommen konnte? Dass er beim Konkurenzblatt mit offenen Armen empfangen wurde, um genau gleich weiter zu werkeln?

Wann war den Lesern endlich klar, dass die deutsche Single ended Endstufe mit roten Riesensteckern deshalb im Sound-Testlabor so wenig brummte, weil der Soundtester gerade um die Ecke des Importeurs wohnte, beide sich in der AAA betätigten und man sich ja nichts Schlechtes wollte?

Dass man sich mit ein paar Röhren als Geschenk einen 10db besseren Geräuschspannungsabstand, sprich Schweigebrumm erkaufen konnte?

Wer würde schon etwas schlechtes über Panasonic schreiben, wenn er samt Flug und erdbebensicherem Luxushotel, für zwei Wochen zum Sushi-Essen eingeladen worden war?

Hoffentlich war es ihnen endlich klar. Betrug, von Anfang bis Ende, geschmiert, wo es nur immer ging. Er könnte ein Lexikon füllen. Die Typen kotzten ihn an.

Auch wir sollten "beeinflußt" werden .....

Selbst in der HiFi-Scene spielte das Spiel. Das Antriebsmotor-Theater eines französischen Plattenspielers wurde natürlich nicht zum alleinigen Zweck aufgeführt, um dem Modifizierer mehr Musik zu bescheren, sondern um dadurch Unzulänglichkeiten anzudeuteln, die dazu führen sollten, dass der Dreher ganz in Frage gestellt werden würde.

Notabene flatterte gleich ein Schleichwerbe-Photo vom Konkurrenzmodell per Briefpost in die Redaktion, samt Bezugsquelle für den nunmehr modifizierten Chromhaufen. Und als die Redaktion auf halbem Weg die Notbremse zog, musste für die andere Hälfte ein Amiblatt herhalten. Auch hier hatten die Photos nicht gefehlt. Und so weiter, und sofort.

Herr Werner bat ihn also, besagte Artikel zu lesen, da Werner sich darüber geärgert hatte, dass im AAA Bulletin zwar sein Mono-Tonabnehmer- Bericht abgedruckt worden war, man die Abhöreinrichtung jedoch bewusst unterschlagen hatte.

Absicht? War der Präsident der AAA nicht etwa gleichzeitig der Vertrieb einer Schweizer-Kopie eines Originals aus Frankreich? War der Entzerrer nicht etwa ein FM Acoustic, dessen Vertrieb in der Schweiz war, und der uralt-LPs als einziger richtig spielen liess?

Kam der Monotonabnehmer nicht etwa von einem dänischen Hersteller Namens Ortofon, der eine Konkurenz zu dem sich in der AAA produzierenden Herrn Clearaudio darstellte? Und hatte Clearaudio etwa gar keine Tonabnehmer, die eine Mono-Schallplatte überhaupt abtasten konnten? War die dänische Abtastnadel nicht etwa rund?

Hätten sich die anderen Hersteller dann nicht die Frage gefallen lassen müssen, weshalb ihre Abtastdiamanten diese Platten nicht abtasten konnten? Deshalb lieber gleich die Monodetails samt Dreher und Entzerrer verschweigen.

Dies wäre ja zudem Werbung für einen Händler aus Frankfurt gewesen (gemeint ist Audio Intl von Herrmaqnn Hoffmann), der diese Produkte schon jahrelang propagierte und der eh schon so viel Erfolg hatte, dass man vor Eifersucht platzte.
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Lucky wunderte nichts mehr, oder doch.

Also das AAA Blättchen, das war ja Klimos Heft. Dass sich der zusammen mit dem Suchy ...., ja das hatte ihn doch erstaunt. Denn eigentlich mochten sich die zwei nicht riechen.

Doch nach der vorbildlich friedlichen Trennung der Tschechoslowakei war wohl auch dies möglich. Oder war's nur eine Zweckehe, um gemeinsam stärker zu sein?

Denn da gab es ja dieses Konkurenzblatt, das Hörerlebnisdingsda. Und die druckten ewig Berichte über einen zweihundertmal wiederlallenden Holländer, der selbst Chefredakteur eines Hochglanzmagazins gewesen war, bevor er die Tonabnehmerwelt ins Elend stürzte.

Dessen Irrwege wurden untermauert von einem gutmeinenden Tonstudiobesitzer (gemeint ist Herr Dunkel), der blauäugig über Abtastnadeln faselte. Neben dem holländischen Plattenschänder verfehlte dieser auch den Querverweis nicht auf besagten deutschen Hersteller (gemeint ist ClearAudio), der in der ach so schwierigen Materie, mit einem nichtpatenten Nadelschliff die Tonabnehmerwelt revolutioniere und die Musik ins Elend scherbelte.

Lucky sollte nun ein paar Haare in der Suppe finden. Aber er konnte nicht; erstens gab's keine Suppe, nur Haare, und zweitens war er vom Lesen krank. Vielleicht konnte Fossy helfen. Schon wieder leer. Er wechselte zu Asahi (ein damaliger japanischer Hersteller). Das war herber.
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Besagte Artikel waren der grösste Müll

Besagte Artikel waren der grösste Müll, der je abgedruckt worden war; kein Wort war nicht gelogen - die Zeitverschwendung. Gab es Scene-Leser, die sich für die Wahrheit interessierten? Solche, die endgültig genug davon hatten, immer und ewig zum Narren gehalten zu werden?

Wie hatte schon Alfred Roth (Anmerkung: ein bekannter Züricher Architekt) verkündet: "ich kannte sie alle"*. Gemeint waren "Mies van der Rohe", "Le Corbusier & co". Lucky kannte auch alle; den Mies van den Hul, den D für Dusan, und nicht Doktor Klimo, den Suchy und, viel interessanter, Sohn Robert. Die Teppichhändter, den Indonesier, Herrmann the German, die Agostinos, die Levinsons, you name it, the good, the bad and the ugly guys, deren Generalvertreter, ihre Schmierengeschäfte, und deren Wasserträger, die Schmierenkommödien- Schreiberlinge aus der Scherzartikel-Abteilung.

Das schöne daran war, dass sie ihn schon lange vergessen hatten. Lucky vergass nie etwas...
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Diese Ratten - gemeint sind die Schreiberlinge oder Redakteure

Diese Ratten wollten ernsthaft behaupten, dass die Schallplatte ein perfektes Speichermedium sei, genauso wie die CD, und es lediglich an den noch nicht ganz perfekten Gerätschaften zur Wiedergabe läge, die das Livekonzert zu Hause verhinderten.

Kein Wort von Limitierungen, die bereits bei der Aufnahme durch den Aufnahmesaal, die Mikrofone, deren Anordnung, deren Verstärker, die Übertrager, Verbindungskabel, Mischpulte, Mastermaschine, der Vorverzerrung und deren späteren richtigen oder falschen Entzerrung, der Sättigung des Bandmaterials, etc. gegeben waren.

Jedem halbwegs normalem Erdenbürger reichte es bereits, sich den langen Weg vorzustellen, den ein Ton zurücklegen musste, bis er von einem Musikinstrument 1953 erzeugt, mit der damaligen Apparatur eingefangen, schlussendlich auf einem Red Seal Band der RCA gespeichert wurde.

Wer sich technisch nur ein wenig auskannte, konnte beim Betrachten der eingesetzten Gerätschaften unschwer feststellen, dass sowohl das untere wie das obere Ende des Frequenzspektrums durch die diversen Apparaturen nur eingeschränkt gespeichert wurden, weil die Technik dies gar nicht anders zuliess.

Und "rein" ist die Musik auch nicht mehr

Dass dabei allerlei zum eigentlichen Musiksignal in Form von Verzerrungen, Resonanzen, Klangverfarbungenn durch Elektronik und Bauteile hinzugedichtet wurde, und gleichfalls ein grosses Stück infolge Verluste der Apparatur, auf der Strecke blieb, war genauso offensichtlich.

Die Frequengangkurve sah folglich gänzlich anders aus, als daß die Werbung log. Auf dem Band waren überhaupt keine 50kHz Töne vorhanden, weil sonst die Schneidemaschine abgefackelt wäre. Und weil keine so hohen Frequenzen geschnitten wurden, mussten sie auch nicht abgetastet werden - sich zu merken bis in alle Ewigkeit.

Gleiches liesse sich zum Thema Phasenkohärenz und Homogenität sagen. Wer nach passieren dieses Gerätemarathons behaupten mochte, dass ihn die Phasendrehungen einer Sechs-dezibel-weiche daran hinderten, ruhig zu schlafen oder nur ein Vollbereichslautsprecher die alleinige Wahrheit war, und dies, obwohl die Aufnahme von vierundsechzig Mikrofonen zu Hackfleisch verarbeitet und das Resultat als What-a-burger sich auf dem Plattenspieler drehte, der lebte echt in einer anderen Welt.

Dort traf er sich mit dem Punktquellen- Rundumstrahl- Kalotten-Heini zum Kaffeekränzchen, bei dem sie sich keine Gedanken über die Richtcharakteristik einer Geige zu machen brauchten, die sich doch sehr von derjenigen einer Piccoloflöte, eines Fagotts, einer Trompete oder der einer Fusstrommel unterschied.

Das dynamische Mikrofon steckte in der Fusstrommel

Also in der Fusstrommel da steckte ein dynamisches Mikrofon mittendrin, zusammen mit ein paar Stoffdecken. In der Elektrogitarre steckte ein Kabel, das direkt ins Mischpult führte. Über dem Flügel hingen drei Breitband-Bändleinmikrofone, und ein viertes dynamisches über den Hämmern, alle mit unterschiedlicher Aufnahmecharakteristik notabene.

Für das Kammerorchester hingen in Christbaumformation zweieinhalb Supernieren- bis Kugel-Ektretmikrofone mit einem Frequenzbereich von 40-l8.OOO Hz von der Konzertsaaldecke, und der weltliche Zuhörer saß dabe links hinten unter dem Balkon.

Die Kaffeeheinis aus der anderen Welt hatten es da bedeutend besser. Engeln gleich schwebten sie an der Saaldecke neben den Mikrofonen und wussten als Einzige, wie es richtig klingen musste. Nur mit dem Stereo hatten sie noch ihre liebe Mühe, war doch der Mikrophonabstand grösser als die Engelsohren.

Lucky freute sich auf seine Engelsohren

Und so blieb lediglich festzuhalten, dass es hohe Wiedergabetreue höchstens für Engel gab und sich Lucky deshalb auf die Zukunft freute. Bis dahin machte er sich lediglich Gedanken, wie die liebevoll zusammengetragenen Schallplatten beim Abspielen nicht zerkratzt wurden, und wie er dabei möglichst viel Spass haben konnte.

So war es an und für sich ja ganz nett, wenn wieder jemand einen Diamanten von Namiki, Ogura oder Gyger auf ein Nadelträgerlein klebte. Was aber jüngst in Werbeprvmotion für dümmste Plattenzerkratzer abging, sprengte seine Nerven ganz gewaltig.

Weshalb? Weil er das arme Schwein war, dass diese Fehlkonstruktionen täglich reparieren sollte. Weil sein Faxmodem vollgeladen war von konsternierten Kunden, die funktionstüchtige Tonabnehmer dem Holländer gesandt hatten. Deccas, EMTs, Koetsus. Und sie defekt zurück bekamen. Compliance unendlich - für sechshundert Mark. Koetsu onyx fabrikneu im Arsch, vom Herr der Nadeln höchstpersöhnlich zerstört.

Kein Nadelpapst, sondern Baron Münchhausen! Hatte ne ganze Generation von CD-Hörern auf dem Gewissen. Dies sollten die Schreiberlinge mal abdrucken, und nicht solch einen Schrott von Weiss-Komplexen und Restmagnetismus!

Und nebenbei sind Polplatten nicht aus MUHmetall, weil das viel zu weich wäre, um die Nadelträgeraufhängung aufzunehmen. Und weils so birnenweich ist, es sich verbiegen und die Spule zerbroseln würde.

Und man darin kein M1 Gewinde (ein sehr sehr kleines Gewinde) schneiden könnte. Und weil das Blech nur MUH macht, wenn mans nach dem melken nicht mehr biegt!

Hoffentlich hatte es wenigstens jetzt im Hirn der Journalisten PLOPP gemacht. - Nicht drucken, denken sollten die Pfeifen! Die Polplatten sind also aus Stahl. Ohne Kuh und ohne Muh. Und der Hul hatte wieder Müll erzählt. Und das Heft hat's abgedruckt. Wie immer.

Lucky erinnerte sich an den Witz des Jahres 1988.

Die Kiseki-Vertretung mit dem Berg im Logo hatte doch allen Ernstes behauptet, Kiseki Diamanten seien mit Menschenhaar poliert. Echt!

Also in Zukunft Rohdiamanten bei DeBeers (der größte Diamanten Lieferant auf der Welt) kaufen und damit der Freundin übers Haar streicheln bis alle Facetten gleichmässig geschliffen sind - echt cool Mann. Ihn würde mal eher das Service-Eintauschangebot für defekte Kisekis interessieren!

Vielleicht gibt's dafür ein Benz ? Herr Montanara hatte sich ja schliesslich die Vertretung unter den Nagel gerissen, wie wenn die Schweizer das brauchen würden. Die Margen für die Benze waren ja zur Zeit Weltrekord.

Brachten zur Abwechslung mal jedes andere System zum Kippen. Echt Smart. Also direkt zum Lukaschek in Neuhausen sollte man die Kohle senden, oder gar nicht.

Und nein, er kannte den Herrn Lukaschek überhaupt nicht. Aber den Herrn Benz. Hat Flugzeuge an der Decke, nicht im Bauch. Benz ist cool. Wollte ihm seine Firma verkaufen.

Lucky wollte in die Sonne. Zusammen wollten sie in die Karibik abdüsen, Schnauze voll von Haiend. Lieber den Hai im Meer und ne Margarita in der Hand. Echt cool halt ......

Jetzt hatte der Holländer Zeit zu einem Tonabnehmerforum

Ach ja, die Artikel: Also, weil die Firma Benz die Drecksarbeit machte und Tonabnehmer für den Holländer baute und modifizierte, hatte dieser Zeit zu einem Tonabnehmerforum. Dem sich immer wiederholenden Käse zur Nadelschlifform verfehlte er nicht hinzuzufügen, dass er den weltweiten Restbestand von Dämpfungsgummis aufgekauft habe und in seinem Tiefkühlfach lagere.

Ob seine Tonabnehmer wohl deshalb so eiskalt klängen? Und dass deshalb der Rest der Welt in Ermangelung von eingefrohrenen Gümmelis wohl über kurz oder lang aussterben werde, denn wie reklamiert's schon von der Tafel herunter «im Minimum ein Gummi drum?».

Nach dieser hahnebüchenen Behauptung wollte es sich Huls Spinnefeind Suchy nicht nehmen lassen, sich mit noch hahnebücheneren Behauptungen in Erinnerung zu rufen. Auch er lud zum Forum. Auch er lallte über Nadelschliffe. Auch bei ihm war ein Schreiberling zur Stelle, um ihn im Konkurenzblatt abzulichten.

Auch der Suchy hatte was gekauft. Bor-Drähtchen, ach wie nett. Und wen wunderts, er war der einzige weltweit, der noch welche hatte. Die NASA hatte keine mehr, die ESA nicht, das CERN hatte keine mehr, Tschernobyl brauchte keine mehr, und die Japse hätten ihre alle aufgebraucht. Wer's glaubt wird seelig.

Sollte Lucky mal ein Photo von seinem Tiefkühler machen ?
«Also mein Papa sein Auto ist viel roter als dein Papa seins». Sandkastenbubis.

Berillium-Nadelträger seien giftig. Muss ja so sein. Für die aufzukaufen fehlte den Herren wohl die Knete. Die Giftstory hatte ihm Suchy schon vor fünfzehn Jahren erzählt. War damals schon gelogen. Gasförmiges Beryllium ist giftig. Gasförmige Nadelträger klingen luftiger.

Danke!
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Zum Abschluß die "Analysis" (Das Ende des Artikels aus No. 17)

Alle Tonabnehmer klingen unterschiedlich, jeder Hörer bevorzugt ein anderes, da er eine andere Abhöranlage einsetzt, die Stärken und Schwächen mehr oder weniger aufzeigt, jeder hat andere Präferenzen. Moving coil Abtaster haben sich beim HighEnder durchgesetzt. Das reproduzierte Musiksignal wird als dynamischer, lebendiger, mit mehr Auflösung umschrieben. Gegner kritisieren einen agressiven Hochtonbereich. MC-Spieler, die dies auch bemängeln, aber die Stärken loben, wechseln den Tonarm, zu einem sogenannten «resonanzarmen», scheppert's immer noch, wird Silikondämpfung eingesetzt, das Armkabel gewechselt oder das ganze Phonoteil samt Laufwerk. Ist die Anschaffung getätigt, kommt das Nachfolgemodell des MC-Systems auf den Markt, das Spiel beginnt von neuem. Nichtsdesto trotz sind die klanglichen Stärken nicht wegzudiskutieren. Fragen wir uns, weshalb dies so ist, führt uns die Frage zur Schwierigkeit der Schallplattenherstellung und deren Abtastung.

Die aufgezeichneten Frequenzen sind nicht linear aufgezeichnet, nach der Entzerrung sind die hohen Frequenzen ab 12-14 kHz abgesenkt, zu leise. Obertöne und Feininformationen sind abgesenkt, und die Musik erscheint leblos. Dies wird immer so sein beim Abspielen mit einem linearen Tonabnehmer, sofern nicht nachträglich kompensiert wird. Wir wollen nun verstehen, weshalb sich Magnetsysteme klanglich von Moving Iron unterscheiden können, von Moving Coils immer unterscheiden werden.

Lesen sie deshalb weitere ernüchternde Fakten von Reto Andreoli und bissige Kommentare von Luigi unter dem Titel:

"The real truth about the cartridge sound."

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