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1951 - Das sind die so ziemlich ältesten Prospekte von Grundig

Und bereits seit dem 11. Jahrhundert war ein hübscher Rücken und eine ansehnliche Oberweite eine sehr gelungene Verkaufshilfe.

Und dieser Prospekt Nr. 4 von 1951 leitet einen enormen Wandel bei Grundig ein. Daß Max Grundig als Chef ein Visionär und Macher war und ist, hatte ich schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Bislang hatte Grundig eine ganze Palette von Radiogeröäten und Musiktruhen hergestellt und erfolgreich verkauft.

Jetzt kamen ein ganz neues Tonbandgerät und ein hypermoderner Fernseher hinzu,
auch ein Autoradio und ein neues kleines Kofferradio ergänzten die Produktlinie.

Der nachfolgende Prospekt trägt unver- kennbar die Handschrift des Chefs. Daß da noch immer die Röhrentypen einzeln aufgeführt wurden, obwohl ganz bestimmt keiner der Kunden damit etwas anfangen konnte, war der Zeit geschuldet. Denn auch die "Kreise" und die sonstigen - für uns heutzutage nebensächlichen Eigenschaften - sind nicht unbeding qualitätsbestimmend.

Die "dickste" Musiktruhe hat inzwischen 2x10 Watt Sprechleistung für Hoch- und Tieftöner - in Mono natürlich - und über die ganz neuen UKW-Sender kam da eine erstaunlich gute Klangqualität rüber.

Weitere ungewöhnliche Neuerungen waren die elektrostatischen Hochtöner und für das neue Tonbandgerät das elektrostatische Mikrofon. Einige Radio-Chassis hatten bereits zwei getrennte Endstufen für Tiefen und Höhen getrennt. Und ganz offensichtlich waren die Drucktasten unter der Skala ein neues Verkaufsargument. Damals schon üblich war die Vorstellung und Bewerbung der Modelle für das nächste Jahr, also für 1952.

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Fangen wir an : November 1951 Nr. 4
Das müssen Sie wissen .....

HAUSMITTEILUNGEN DER GRUNDIG RADIO-WERKE

Die "HAUSMITTEILUNGEN DER GRUNDIG RADIO-WERKE" ERSCHEINT IN ZWANGLOSER FOLGE - HERAUSGEBER: PRESSESTELLE DER GRUNDIC RADIO-WERKE GMBH FÜRTH i.B.
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KLEEBLATT-SERIE 1952

Diese Hausmitteilungen Nr.4 sind also nicht die offiziellen Verkaufsprospekte oder Produktlisten von Grundig. Hier werden die neuen GRUNDIG Produkte vom Frühjahr 1952 vorgestellt. Die aktuelle eigentliche Kleeblattserie von 1951 ist viel umfangreicher.

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GRUNDIG 1002 GW (Gleich- und Wechselstrom)

6-Kreis-Super in einem zierlichen Preßstoffgehäuse, mit UKW-, Kurz- u. Mittelwellenbereich. Allstromausführung 110, 125, 220, 240 V. Leistungsaufnahme bei 220 V: 42 W. Röhrenbestückung: UCH 42, UF41. UAF 42, UL 41 und 1 Trockengleichrichter. Skalenlampe zylindrisch 18 V/0,1 A mit Sicherung durch Heißleiter. Strombegrenzung d. Urdox-Widerstand. Anzahl der Kreise: AM = 6, davon 4 fest, 2 abstimmbar; FM = 6, davon 4 fest, 2 abstimmbar; ZF-Saugkreis: 468 kHz. UKW-Super-Schaltung mit Flanken- demodulation. Eingebaute Rahmenantenne für Mittelwellenempfang, Flutlichtskala. Gegenkopplung, Schwundausgleich auf 3 Röhren wirkend. Permanent-dynamischer 3-Watt-Oval-Lautsprecher. Anschluß fürTonabnehm er. Gehäuseabmessungen: 302x187x145mm. Gewicht: 3,2 kg. DM 199.50 - In elfenbeinfarbigem Gehäuse DM 204.50
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  • Anmerkung : Können Sie mit "UKW-Super-Schaltung mit Flankendemodulation" etwas anfangen ? Oder mit "Strombegrenzung d. Urdox-Widerstand" ? Und daß da drinnen eine zylindrische Skalenlampe leuchtet : "Skalenlampe zylindrisch 18 V/0,1 A" - war das wirklich erwähnenswert ?

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GRUNDIG 1004 W (nur noch Wechselstrom)

Bemerkenswert - ein Radio noch ohne die neuen Drucktasten

DER PREISWERTE UKW-VOLLSUPER IM EDELHOLZGEHÄUSE - 6-Kreis-Super in einem wertvollen hochglanzpolierten Edelholzgehäuse. UKW-, Kurz- und Mittelwellenbereich. Wechselstromausführung 110 - 125 - 220 - 240 V. Leistungsaufnahme 42 W. Röhrenbestückung: ECH 42, EF41, EAF 42, EL 41 und 1 Trockengleichrichter. Skalenlampe zylindrisch 6,3 V/0,3 A. Anzahl der Kreise: AM = 6, davon 4 fest, 2 abstimmbar; FM = 6, davon 4 fest, 2 abstimmbar. ZF-Saugkreis: 468 kHz. UKW-Super-Schaltung mit Flankendemodulation. Eingebaute UKW-Behelfsantenne. Beleuchtete Negativ-Skala, Gegenkopplung, Schwundausgleich auf 3 Röhren wirkend. Permanent - dynamischer Lautsprecher, 180 mm. Anschluß für Tonabnehmer und 2. Lautsprecher. Abmessungen des Edelholzgehäuses: ca. 450x300x200 mm. - DM 248.-
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Jetzt gibt es bei den Produkten eine Unterbrechung.

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PRESSE-STIMMEN ÜBER UNSEREN FERNSEH-EMPFÄNGER!

Der kaufmännische Direktor Otto Siewek spricht zu den anwesenden Pressevertretern

Die Industrie-Ausstellung in Berlin liegt nun hinter uns. Sie bot neben einer Schaustellung der Rundfunkgeräte einen Überblick über alle Fernseh-Empfänger, die heute in Deutschland gefertigt werden.

Wir hatten bereits mehrere Tage vor Eröffnung der Berliner Ausstellung hier in Fürth im Rahmen einer Industrieschau den Besuchern zum ersten Mal in Süddeutschland Fernsehvorführungen dargeboten. Die Übertragung erfolgte von unserem Fernseh-Versuchssender über eine Strecke von etwa 1,5 km direkt in die Ausstellungshalle. Gezeigt wurden normale Kino-Filme mit einer Laufzeit von durchschnittlich 10 Minuten.

Unser Ausstellungsstand war täglich von riesigen Zuschauermengen umlagert. Wie die Übertragung beim Publikum aufgenommen wurde und was die Tageszeitungen zu sagen hatten, das lesen Sie am besten in den nachstehend auszugsweise wiedergegebenen Presseberichten.

  • Anmerkung : Da haben die damaligen Zeitungs-Reporter oder redakteure nicht sauber recherchiert. Von den angeblich deutschen Neuvorstellungen waren so gut wie alle nur Prototypen, so hatten es mir die eingeweihten Zeitzeugen von Blaupunkt erzählt. Nur einige englische und amerikanische Fernsehgeräte kamen aus einer echten Produktion.

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Nürnberger Nachrichten vom 28.9.1951

Gestern führten, wie wir angekündigt hatten, die „Radiowerke Grundig" der Presse erstmals das Fernsehen vor. Ab heute wird es auf der „Leistungs- und Gewerbeschau" in Fürth während der Dauer der Ausstellung öffentlich gezeigt.

Es war für die Teilnehmer ein einmaliges Erlebnis: auf dem Leuchtschirm des formschönen „Grundig"-Fernsehempfängers (er ist nur ein Fernseh-, aber kein Rundfunk-Empfänger) war deutlich und klar ein Film zu sehen.

Unsere weiteren Bilder zeigen von links nach rechts die Sendeanlage: einen „Mechau-Projektor" mit Abtastvorrichtung und Verstärker. Von hier aus geht es in den eigentlichen UKW-Fernsehsender, den das zweite Bild zeigt. Von ihm aus wird die Sendeantenne gespeist.

Das Kreuz oben ist der Tonsender, das darunter befindliche geschwungene Metallgebilde der Bildsender. - Das Ergebnis: begeisterte Zuschauer und Hörer vor dem „Grundig"-Fernsehempfänger in der Fürther Gartenschau.

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  • Anmerkung : Auf dem Bild scheint links Dipl-Phys. Walter Mayer zu sehen zu sein. Er kam am 1. März 1951 ganz frisch von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, auf der er im Dezember 1950 mit dem Physik-Diplom abgeschlossen hatte, zu Grundig nach Fürth und baute dort das gänzlich neue Fernsehlabor auf. Max Grundig war der visionären Meinung, das mit dem Fernsehen kann so nichts werden, wenn es keiner sehen kann. Wir bauen einfach mal einen Fernseher und dazu auch einen Sender, sonst wird das ja auch wieder nichts. Es wurde für Grundig ein Bombenerfolg. Walter Mayer - allen Grundig Kollegen als der "Labor-Meier" bekannt, entwickelte die erste Grundig Electronic Industrie-Fernsehkamera und wurde später Vertrauter von Max Grundig und einer seiner Direktoren.

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Das von Millionen Rundfunkhörern schon lange erwortete „Startzeichen":
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Festliche „Uraufführung" des Fernsehens in Fürth

Film-Übertragungen der „Grundig"-Radiowerke als technische Attraktion der „Leistungs- und Gewerbeschau". - Anerbieten an den „Bayerischen Rundfunk": „Grundig" ist bereit, seinen Sender der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

FÜRTH, 28. Sept. (wr) - Das Fernsehen erlebte gestern in Fürth seine süddeutsche „Uraufführung": als Auftakt der heute auf dem Gelände der Gartenschau beginnenden „Leistungs- und Gewerbeschau" führten die Grundig-Radiowerke die erste drahtlose Fernsehsendung eines Films in Süddeutschland durch.

Damit - und das verdient festgehalten zu werden - hob nicht der Rundfunk, sondern ein Werk der Nürnberg-Fürther Industrie das Fernsehen in Bayern aus der Taufe.


Auf dem Leuchtschirm des Empfängers sah man Ausschnitte aus dem bekannten „Grock"-Film. Wenn man bedenkt, daß es sich hier um einen oftmals abgespielten Film handelt, nicht aber um für Fernsehzwecke hergestellte Spezialaufnahmen, dann ist das Ergebnis - Schärfe und Klarheit des Bildes - einfach verblüffend. - Die „Grundig"-Ingenieure, die in Hamburg das Gerät monatelang ausprobierten, erklärten voll berechtigten Stolzes auf ihre Leistung, daß die dort empfangenen Bilder - wo es sich um die Wiedergabe von echten Fernsehsendungen handelte - „noch viel, viel besser" sind als das, was man unter den gegebenen Voraussetzungen in Fürth zeigen kann.

So anspruchsvoll sind heute schon die Techniker, während der Laie buchstäblich Mund und Augen aufreißt vor dem, was ihm schon mit dem „alten Spielfilm" in Fürth an Fernsehen geboten wird.

Nordbayerische Zeitunq vom 28.9.1951

Die erste drahtlose Fernseh-Versuchssendung in Bayern führten die „Grundig"-Radiowerke in Fürth gestern nachmittag im Rahmen der Leistungsschau der Fürther Wirtschaft in ihrem Ausstellungsstand in der Gartenschau vor. Nach dem geglückten Start vor Vertretern der Presse werden diese Fernsehsendungen während der Leistungsschau, die bis einschließlich 10. Oktober 1951 geöffnet ist, täglich um 11, 14 und 16 Uhr für die Ausstellungsbesucher wiederholt.

Die Sendung erfolgte über das werkseigene Fernsehstudio, da die Errichtung eines bayerischen Fernsehsenders nicht vor einem Jahr zu erwarten ist.

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Trotz erheblicher Schwierigkeiten in der Filmmaterialbeschaffung (zur Sendung stand augenblicklich nur ein zehn Jahre alter Grock-Tonfilm zur Verfügung, der sowohl in beleuchtungsmäßiger als auch schminktechnischer Hinsicht nicht den Erfordernissen entspricht) haben die Grundigwerke nach 11/2 jähriger intensiver Forschungsarbeit den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt.

Daß sie das gerade zur Leistungsschau der Fürther und damit der nordbayerischen Wirtschaft taten, ist um so erfreulicher und hebt die Bedeutung dieser Ausstellung um ein Beträchtliches. Doch wird es noch etwa ein Jahr dauern, bis der Bayerische Rundfunk seinen Rückstand gegenüber Hamburg und Berlin aufgeholt und eigene Fernsehstationen errichtet hat.

Die größten Schwierigkeiten liegen dabei auf der finanziellen Seite. Ein Fernsehstudio würde die Bereitstellung von etlichen Millionen DM erfordern, von denen dem Rundfunk bisher nur 300.000 DM genehmigt wurden. So blieb es bisher der Industrie vorbehalten, zur Entwicklung ihrer Geräte eigene Sender zu erstellen.

Blick nach Hamburg und Berlin

Daß das Fernsehen trotz alledem in Deutschland Zukunft hat, beweist der Nordwestdeutsche Rundfunk mit seinem Sender Hamburg, der mit einer Stärke von einem Kilowatt auf einem Aktionsradius von 35-40 km ausstrahlt und überdies einwandfrei empfangen werden kann. Diese Erfolge haben den NWDR veranlaßt, bereits drei weitere Sender in Auftrag zu geben, an denen schon gebaut wird.

Die Gefahr einer Verdrängung des Radiogerätes durch das Fernsehen sei in keinem Falle gegeben, betonte Grundig Direktor Siewek im Hinblick auf den zu erwartenden Start des Sendeprogramms. Selbst in Amerika sei diese Befürchtung nicht eingetreten, obwohl man dort ganztägige Sendungen durchführe. In Deutschland dagegen werde man sich vorerst mit wenigen Stundenprogrammen begnügen müssen,
da sich die Kosten für eine Sendeminute auf etwa 1000 DM belaufen.

Rundfunk und Fernsehen seien zwei grundverschiedene Dinge und würden schon deshalb nebeneinander weiter bestehen, weil eine längere Konzentration auf eine Fernsehsendung zu anstrengend sei und man obendrein an eine Stelle gefesselt ist, den Rundfunk aber bei jeder Arbeit nebenher hören könne.

Der Grundig-Fernsehempfänger

Der Grundig-Fernsehempfänger gibt auf einer Schirmfläche von 220 x 294mm den vom Sender ausgestrahlten Filmstreifen in hellen kontrastreichen Bildern wieder, die bis zu einer Entfernung von drei Metern vollkommen klar zu sehen sind.

Durch eine Drucktastenumschaltung für 6 Fernsehkanäle würde allen Möglichkeiten einer Frequenzverteilung von 174 bis 216 MHz auf die einzelnen Sender Rechnung getragen. Bildstörungen sind durch besondere Schaltungsmaßnahmen fast völlig ausgeschlossen.

Eine enorme Empfindlichkeit macht es möglich, daß in vielen Fällen die im Gerät eingebaute Antenne zum Empfang ausreicht. Der Bildteil hat 15 Röhren, der Tonteil weitere 6. Eine Mehrfach-Gegenkopplung garantiert beste Klangwiedergabe.
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  • . . . daß sogar eine Heilquelle, die König-Ludwig-Quelle, auf unserem Werksgelände entspringt. Die dazu gehörigen Kuranlagen wurden im Jahre 1914 eingeweiht. Heute ist diese Quelle in die Grünflächen einbezogen, die unseren Werksangehörigen in den Arbeitspausen Erholung spenden. Wenn Sie einmal unser Werk besuchen, können Sie diese Quelle gerne für eine kostenlose Brunnenkur benutzen.
  • . . . daß wir allein in den letzten Monaten über 10.000 Geräte in die Türkei exportierten und dadurch wertvolle Devisen für den Einkauf lebenswichtiger Rohstoffe hereinbrachten.
  • . . . daß eine Tagesproduktion unserer Geräte übereinandergestellt eine Säule bildet, die fast 6 mal so hoch wie der Kölner Dom ist. Eine Wochenproduktion würde sogar den Montblanc, den höchsten Berg Europas, noch um rund 600m überragen.
  • . . . daß Herr Eisch, der Admiral unserer Landstraßenkapitäne, schmunzelnd alle vier Wochen eine Erdumrundung in sein Fahrtenbuch eintragen könnte. Weit über 40.000km - das entspricht dem Umfang unseres Planeten - legen die Grundig-Lastzüge im Dienst unserer Kundschaft Monat für Monat zurück.
  • . . . daß unsere Spulenwickelei den Rekord unserer Kraftfahrer noch weit in den Schatten stellt. Der dort in zehn Tagen von fleißigen Mädchenhänden verarbeitete Kupferdraht würde ausreichen, um eine Leitung rund um den Äquator zu legen.
  • . . . daß die Gehäuse unserer Reisesuper stabil genug sind, um das Gewicht eines erwachsenen Menschen zu tragen.
  • . . . daß für das Versilbern der Schaltkontakte im Jahr über 500kg Feinsilber verbraucht werden.

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Ende des Ausflugs zu den Pressestimmen

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Der "GRUNDIG FERNSEH- EMPFÄNGER"

Unser Fernseh-Empfänger, in einer von Künstlerhand gestalteten Edelholztruhe, berücksichtigt in seinem technischen Aufbau den neuesten Stand der Fernsehtechnik. Er ist das Ergebnis einer längeren, vorausschauenden Entwicklungsarbeit in unserem Werk.

Durch die Ausstattung mit einer Drucktastenumschaltung für sechs Fernsehkanäle wurde allen Möglichkeiten der Frequenzverteilung auf die einzelnen Fernsehsender bereits Rechnung getragen.

Wir bieten also nach eingehender praktischer Erprobung ein ausgereiftes Gerät, das sich bald seinen Platz neben unseren bekannten Rundfunkempfängern erobert haben wird.
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Über die Technik

Eine Rechteckbildröhre liefert auf einem Bildschirm von 220 x 294mm strahlend helle, kontrastreiche und scharfe Bilder, die eine Auflösung bis in die feinsten Bildeinzelheiten zulassen. Ein Kontrastfilter steigert den Helligkeitsumfang bei auffallendem Licht, so daß Empfang auch in völlig unverdunkeltem Raum möglich ist.

Durch besondere Schaltungsmaßnahmen ist die Störanfälligkeit auf ein bisher unbekanntes Minimum herabgedrückt, so daß unter normalen Bedingungen Bildstörungen überhaupt nicht auftreten und selbst bei schwierigsten Empfangsverhältnissen bei kleinstem Eingangspegel und starken Netzspannungsschwankungen sowie bei Umschaltung auf einen anderen Sender, Gleichlaufstörungen oder Helligkeitsschwankungen des Bildes vermieden werden. Die Empfindlichkeit ist so groß, daß in vielen Fällen die eingebaute Antenne zum Empfang ausreicht.

Die Bedienung des Empfängers ist weitgehend vereinfacht und durch die wenigen, nur selten zu bedienenden Einstellknöpfe kinderleicht. Eine besondere Fernsteuereinrichtung ermöglicht die Regelung von Helligkeit und Kontrast von jedem beliebigen Betrachtungsort aus.
DM 1800.-

TECHNISCHE DATEN (des Fernsehers)

Zeilenzahl: 625 (Zeilensprungverfahren) - Bildfrequenz: 50 Hz
Empfangsbereiche:
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  1. I 174-181 MHz
  2. II 181-188 MHz
  3. III 188-195 MHz
  4. IV 195-202 MHz
  5. V 202-209 MHz
  6. VI 209-216 MHz

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Röhrenbestückung Bildteil: 1xECC81, 1xPL83, 5xEF80, lxEAA91, Rechteck-Bildröhre 220x294 mm
Röhrenbestückung Tonteil: 4xEF80, 1xEAA91, 1xPL82
Röhrenbesfückung Ablenkteil: 1xPCL81, 1xPY81, 2xECL80, 1xEY51, 1xPL81
Lautsprecher: permanentdynamisch Wiedergabebereich bis 10 kHz
Abmessungen: 93 x 59 x 45 cm
Gewicht: ca. 32 kg
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GRUNDIG MUSIKSCHRANK 7007 W (nur Wechselstrom)

9-Kreis-Vorstufen-UKW-Drucktastensuper - 8 Watt-Endstufe - Eingangsbandfilter - 4fach ZF-Filter - Dreidiodenschaltung - Schwungradantrieb. Wechselstrom 110,125, 220, 240 V. Leistungsaufnahme: ca. 70 W. Röhrenbestückung: EF 11, ECH 11, EF 11, EBC41, ECF12, EAA 11, EL 12, EM 71, 1 Trockengleichrichter. Wellenbereiche": UKW, Kurz I, Kurz II, Kurz III, Mittel I, Mittel II, Lang. UKW-Teil mit Ratio-Detektor, eingebauter UKW-Dipol, Schwungradantrieb. Stetig regelbares Baß- und Höhenregister (hochfrequent und niederfrequent wirksam) mit Klanganzeige auf der Skala. Abschaltbare 9 kHz-Sperre. 2 permanentdynamische Tiefton-Lautsprecher, 1 elektrostatisches Hochton-System. Große Flutlichtskala (abdeckbar). Zehnplattenwechsler. Hochglanzpolierter Edelholzschrank mit vier Schallplattenabteilen. Gehäuse-Abmessungen: 1220x884x468 mm.
DM 1340.-

GRUNDIG MUSIKSCHRANK 7007 GW (Gleich- und Wechselstrom)
Unter dieser Bezeichnung wird der obengenannte Schrank in Allstrom-Ausführung mit dem Geräte-Chassis 4004 GW geliefert.
DM 1340.-

GRUNDIG MUSIKSCHRANK 6006 W

9-Kreis-Vorstufen-UKW-Super mit Einfach-Dreigeschwindigkeits-Plattenspieler. Wechselstrom: 110, 125, 220, 240 Volt. Leistungsaufnahme ca. 60 Watt. Röhrenbestückung: EF41, ECH 42, EF41, EF41, EB41, EBC 41, EL 41, EM 71,1 Trockengleichrichter. Wellenbereiche: UKW, Kurz, Mittel, Lang. UKW-Teil mit der technisch besten Demodulations-Schal-tung, dem Ratio-Detektor. Eingebaute UKW-Netzantenne. Kurzwellenlupe. 3-stufiges Klangregister (2-stufige, hochfrequente Bandbreiteregelung mit niederfrequenter Bandbreiteregelung gekoppelt) mit Anzeige auf der Skala, Baßschalter. Permanent - dynamischer Breitbandlautsprecher, 4 Watt. Große Flutlichtskala. Schallplattenspieler mit 3 Drehzahlen (78, 45, 337s Umdrehungen pro Minute) für Normal- und Langspielplatten. Kristalltonabnehmer (KNT) mit Saphir-Dauertontaster. Edelholzschrank mit eingebautem Schallplattenabteil. Gehäuse-Abmessungen: 590 x 860 x 373 mm.
DM 718.-
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GRUNDIG MUSIKSCHRANK 8008 W

9-Kreis-Vorstufen-UKW-Drucktastensuper, 10 W Sprechleistung. Wechselstrom 110, 125, 220, 240 Volt. Zehnplattenwechsler mit 3 Drehzahlen (78, 45, 33 1/3 Umdrehungen pro Minute) für Normal- und Langspielplatten. Piezoelektrischer Kristall-Tonabnehmer (KNT) mit Saphirdauertontaster. Leistungsaufnahme ca. 100 W. Röhrenbestük-kung: EF 15, ECH 11, EBF 15, EF 11, ECC 40, ECF 12, EAA 11, 2 x EL 41, EM 71 und 1 Trockengleichrichter. Wellenbereiche: UKW, Kurz I, Kurz II, Kurz III, Mittel I, Mittel II, Lang. Vierfachbandfilter. UKW-Teil mit Ratio-Detektor, eingebauter UKW-Dipol, Schwungradantrieb. Hoch- und niederfrequente Schwundregelung, stetig regelbares Baß- und Höhenregister (hoch- und niederfrequent wirksam) mit Klanganzeige auf der Skala. Abschaltbare 9-kHz-Sperre.
4 Lautsprecher (2 permanent-dynamische Konzertlautsprecher, 2 elektrostatische Hochtonsysteme). Neuartige plastische Klangwiedergabe. Große, abdeckbare Flutlichtskala. Gehäuse-Abmessungen: 1300 mm x 852 x 444 mm.
DM 1640.-
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GRUNDIG MUSIKSCHRANK 8009 W

Der gleiche Musikschrank, jedoch mit drucktastengesteuertem Grundig-Tonbandgerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Rundfunksendungen und eigenen Darbietungen mittels eines mitgelieferten Kondensatormikrofons und Schallplattenlaufwerk mit 2 Drehzahlen (78 und 33 1/3 Umdrehungen pro Minute) für Normal- und Langspielplatten. Kristall-Tonabnehmer (KNT) mit Saphirdauertontaster. Gehäuse-Abmessungen: 1300 x 852 x 444 mm.
Lieferbar Ende November. Preis auf Anfrage bei unseren Werksvertretungen.

GRUNDIG TONBAND-KOMBINATION 4009 W

Drucktastensuper mit Vorstufe und Abstimmanzeige, kombiniert mit Grundig- Tonbandgerät, in elegantem, aufklappbaren Edelholzgehäuse. Wechselstromausführung 110, 125, 220, 240V. Leistungsaufnahme des Empfängerteils ca. 60W. Röhrenbestückung: EF 11, ECH 11, EF 11, EBC 41, ECF 12, EAA 11, EL 12, EM 71 und 1 Trockengleichrichter sowie Röhren des Tonbandgerätes, 2 Skalenlampen 6,3 V, 0,3 A zylindrisch. Eingangsbandfilter - 4fach ZF-Filter - Dreidiodenschaltung. Anzahl der Kreise: AM = 9, davon 6 fest, 3 abstimmbar. FM = 8, davon 6 fest, 2 abstimmbar. ZF-Saugkreis: 468 kHz. Wellenbereiche: UKW, Kurz I, Kurz II, Kurz III, Mittel I, Mittel II, Lang. UKW-Vorstufensuper mit Ratiodetektor. Schwungradantrieb. Bandbreiteregelung mit Höhenregister, kontinuierlich regelbar, mit Anzeige auf der Skala. Baßregister mit Gegenkopplung stetig regelbar und Anzeige auf der Skala. Magisches Auge. Wellenbereich-Umschaltung durch 8 Drucktasten. Eingebaute, abschaltbare UKW-Dipol-Antenne. Große Flutlichtskala, Schwundausgleich, 8 W Endstufe, abschaltbare 9 kHz-Sperre, Lautsprecher-Kombination (permanent-dynamisches Tiefton-System und elektrostatischer Hochtonlautsprecher)

Tonbandgerät mit Drucktastensteuerung zur Aufnahme und Wiedergabe von Rundfunksendungen und eigenen Darbietungen mittels eines mitgelieferten Kondensatormikrofons. Anschlußmöglichkeit für 2. Lautsprecher.

Lieferbar Ende November 1951. Preis auf Anfrage bei unseren Werksvertretungen.
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GRUNDIG SPITZENMUSIKSCHRANK 9009 W

9-Kreis-Vorstufen-UKW-Drucktastensuper, 20 W Sprechleistung mit Grundig-Tonbandgerät und Zehnplattenwechsler für 3 Geschwindigkeiten. Wechselstrom 110, 125, 220, 240 Volt. Leistungs- aufnahme des Empfängerteils: ca. 130 Watt. Röhrenbestückung: EF 15, ECH11, EBF15, EF11, 2xECC40, ECF12, EAA11l, 4xEL41, EM71 und 2 Trockengleichrichter sowie Röhren des Tonbandgerätes.

Wellenbereiche: UKW, Kurz I, Kurz II, Kurz III, Mittel I, Mittel II, Lang. Bandfiltereingang und Vierfachbandfilter, UKW-Teil mitRatio-Detektor, eingebauter UKW-Dipol, Schwungradantrieb, hoch- und niederfrequente Schwundregelung. Stetig regelbares Baß- und Höhenregister (hoch- und niederfrequent wirksam) mit Klanganzeige auf der Skala. Gehörrichtige Lautstärkeregelung, abschaltbare 9-kHz-Sperre, Mehrkanal- niederfrequenzverstärker mit 2 Gegentakt-Endstufen. 5 Lautsprecher (1 Spezialtiefton- Lautsprecher, 2 permanent-dynamische Konzertlautsprecher, 2 elektrostatische Hochtonsysteme), hervorragende Klangwiedergabe für höchste Ansprüche.

GRUNDIG Tonbandgerät mit Drucktastensteuerung zur Aufnahme und Wiedergabe von Rundfunksendungen und eigenen Darbietungen mittels eines mitgelieferten Kondensatormikrofons.

Zehnplattenwechsler mit 3 Drehzahlen (78, 45, 33 l/3 Umdrehungen pro Minute) für Normal-und Langspielplatten, Kristalltonabnehmer (KNT) mit Saphirdauertontaster. Großes luxuriös ausgestattetes Schrankgehäuse mit 2 geräumigen Schallplatten- und Bandaufbewahrungsabteilen. Gehäuse-Abmessungen: 1600 x 870 x 435 mm.

Mit Zehn-Plattenspieler DM 2800.- Mit Zehnplattenspieler und Tonbandgerät. Preis auf Anfrage bei unseren Werksvertretungen.

Grundig TONBANDGERÄT MIT DRUCKTASTENSTEUERUNG

Das war der weitereintwickelte Prototyp von Kurt Bier, das spätere Reporter 500 Modell mit zuerst nur 1 Geschwindigkeit

Hochwertiges, drucktastengesteuertes Schallaufzeichnungsgerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Rundfunksendungen und eigenen Darbietungen. Wechselstrom 110, 125, 220, 240 V. Leistungsaufnahme ca. 100 Watt. Röhrenbestückung: EF40, ECC 40, EL 42, EM 71 und 1 Trockengleichrichter. Bandgeschwindigkeit: 19,05 cm/sek. Doppelspurverfahren, daher zweifache Bandausnutzung. Spieldauer 2 x 30 Minuten bei 350m-Bandspule, schneller Vor-und Rücklauf (ca. 90 Sekunden für 1/2 Stunde Spieldauer), Schnellstopeinrichtung, Aussteuerungskontrolle durch Magischen Fächer, Frequenzbereich: 50 Hz bis 10 kHz, Spannungsbedarf für Vollaussteuerung bei Aufnahme: ca. 1 mV an 1 MOhm Ausgangsspannung bei Wiedergabe: ca. 1 V an 15 kOhm Abmessungen: 280x380x180mm. Gewicht: ca. 11kg.
Lieferbar Ende November. Preis auf Anfrage bei unseren Werksvertretungen.

Verfügbares Schaufenster-Plakat

Dieses mehrfarbige Schaufenster-Plakat (420x594mm) können Sie in den nächsten Tagen bei unseren Werksvertretungen und Hausgrossisten anfordern. Außerdem steht ein weiteres farbiges Plakat von unseren Heimsupern zu Ihrer Verfügung.

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