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"H.H. Scott" aus den USA hat für die alten Hifi-Fans in etwa die gleiche Bedeutung wie zum Beispiel "The Fisher" und . . .

. . . auch Marantz und Harman Kardon und Sherwood und natürlich die berühmten McIntosh Verstärker. - In den Anfängen der Hifi-Zeit so um 1960 bis 1965 gab es nur ein paar wenige amerikanische Firmen, die in Deutschland (West) größere Bedeutung erlangt hatten.

Das waren neben H. H. Scott (Hermon Hosmer Scott Inc. Cambridge 39, Mass.) die teilweise ähnlich aussehenden Geräte der Firmen "The Fisher", Harman Kardon, Marantz und McIntosh. Natürlich gab es auch ein paar kleinere, doch die gingen fast unter. Eigentlich war es jedesmal vom dem Geschick des jeweiligen (deutschen Importeurs = ) Distributors abhängig, wie er "seine" Firma gepushed - also vertreten und beworben - hatte.

Und das war natürlich von der jeweiligen Perspektive abhängig, wie lange sein Distributions-Vertrag "noch" lief. Wurde der vorab verlängert, so tat sich auch in den letzten Monaten (vor Vertragsende) noch etwas, wenn nicht, hörte "es" einfach auf und irgendwann nach einer Durststrecke von einem halben Jahre war dann "ein Neuer" aus der Asche auferstanden. Die Distributoren wussten natürlich, daß sie bei mangelndem Erfolg "ausgetauscht" würden. Das Geschäft war gnadenlos und erinnerte oft an amerikanisches "Pokern".

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Feb. 2014 - Ein SCOTT Stereomaster 380 aus 1962/63

1963 ein Spitzengerät mit UKW Stereo und 2 x 35 Watt Sinus
Das SFB Ettikett

Als der SFB (Sender Freies Berlin) zur Funkausstellung 1963 die ersten 45 Stunden als Stereo Sendungen ausstrahlte, gab es laut der Aussagen von Zeitzeugen angeblich keinen deutschen Hersteller, der auf der Empfangsseite etwas Adequates anzubieten hatte. Das ist nach unseren Unterlagen (es gab bereits das Grundig HF10 Stereo-Empfangsteil und den Grundig RT50 - siehe die Anzeigen in der Zeitschrift Hifi-Sterephonie und im fonoforum) zwar nicht ganz verständlich, das recherchieren wir aber noch.

Damals wurden deshalb Verhandlungen mit H.H. Scott aus den USA aufgenommen, ob dort 20 Stereoempfänger für die neue deutsche Stereo-Norm (abweichend von der US amerikanischen Norm-Entzerrung) geliefert werden können.

Und Scott konnte und wollte die Geräte für die deutsche Entzerrung modifizieren. Am Ende waren es dann aber nur etwa 16 Receiver vom Typ Stereomaster 380, die der SFB gekauft hatte. Einen davon aus diesem historischen Erbe haben wir im Jan. 2014 gespendet bekommen, nahezu funkelnagelneu, nur entsprechend verstaubt.
Bald schauen wir da auch mal rein - nach mehr als 50 Jahren.

Bezüglich der Jahreszahl 1962/63 ist anzumerken, die ersten Schaltpläne dieses Gerätes datieren aus 04/1962. Das könnte mit den Prototypen dieses Modells 380 von Anfang 1963 übereinstimmen. Jedoch in 1963 hatte Grundig bereits den erstaunlich guten RT50 Hifi Röhrentuner (innerhalb der Hifi-Konzert-Truhe Studio 50) fertig und in der Produktion. Zur Funkausstellung im August 1963 gab es nämlich bereits mehrere deutsche Anbieter von Stereo-Empfängern. Übrigens kam zu dieser IFA auch der Erdrutsch bei den Hifi-Plattenspielern, der DUAL 1009 wurde erstmals vorgestellt.

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