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Der Regler bei GRUNDIG

Der Lautstärkeregler oder das so benannte "Volume"- Potentiometer

Der Lautstärkeregler ist das am häufigsten betätigte Bedienteil eines Verstärkers oder eines Receivers - jeglicher Bauart und bei allen Herstellern -. Und dennoch wurde dort am meisten geschludert oder gespart.

Bei extrem vielen Geräten ist das die - bösartigerweise - vermutete Sollbruchstelle - der vom Hersteller eingebaute "Grund zum Wegwerfen" und zum Neukaufen.
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Ein "Volume"-Regler von ONKYO

Immer gleich wegwerfen ?

Im Sinne unserer Wegwerfgesellschaft ist das fatal, denn die anderen Bauteile, die systembedingt verschleißen oder altern, die kann oder konnte man austauschen.
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Quadro Poti beim BOSE 4401

Bei den Potis mußte man allermeist das exakt gleiche Bauteil beschaffen und das wurde und wird immer schwerer. In den Schaltungen der jeweiligen Verstärker war der ohmsche Widerstand vorgegeben und konnte nur in ganz geringen Grenzen variiert werden.

Schaun wir mal rein in solch ein Low-Cost Poti, wo dort die irreparablen Macken sind.
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vom Spray völlig verschmiert
abgeplatze Kohleschicht

Das "Volume"-Poti (der Lautstärkeregler) und auch die anderen verbauten Potentiometer waren billiger Kram, leider. Der Doppelschleifer war/ist aus Metall und die Gleitfläche dieses Scheifers ist da vermutlich zu klein gewesen oder aber zu rauh. Jedenfalls wurde die wichtige Kohle-Bahn arg in Mitleidenschaft gezogen, obwohl zwei Bahnen parallel abgefahren wurden.

Am Ende haben sich Teile der Kohleschicht abgelöst oder wurden abgerieben und das wars dann. Der Regler setzte immer häufiger aus oder ein Kanal von vieren war völlig weg - mit lautem Krachen natürlich.

"Ein Fernsehmensch" hatte dann - ohne der Ursache auf den Grund zu gehen - mit Kontaktspray nochmals tüchtig nachgeholfen und den allerletzen Rest "versaut". Diese Fernsehmenschen haben sich nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, daß das Spray nichts weiter machen "kann" als die eventuellen Oxyde - also die korrodierte Oberfläche der Kontakte - weg zu ätzen und vielleicht irgendwelchen Schmutz zu binden und fest zu kleben.

Es gab damals auch Sprays mit einem hohen Graphitgehalt, die die Schmiereigenschaften der Schleifer verbessern sollten, doch die verursachten dann Kurzschlüsse an anderen Komponenten, und das war genauso wenig hilfreich.
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Der Schleifer im Detail

An dem Detailfoto sieht man, daß die Kuppen der beiden Schleifer weitgehend abgeschliffen sind. Damit wurden beide Enden von beiden Kontaktflächen scharfkantig und kratzten immer mehr von der Kohleschicht weg. Da half es auch wenig, daß es sogar zwei Schleif-Kontakte waren, wenn beide dieselbe Schwäche hatten. Entweder war das Material des Messingschleifers zu weich, konnte aber nicht sein, denn damit - also über die Härte und damit die Federkraft - war ja auch der Anpressdruck definiert. Also war die Kohleoberfläche der Schleifbahnen zu rauh oder dort zu hart. Jedenfalls hat diese Kombination nicht allzulange funktioniert.

Die anderen beiden Kontakte desselben Schleifkontaktes
, die innen auf dem Silber-Schleifring das abgegriffene Signal weiter leiteten, sind noch fast rund - wie ehemals, als sie neu waren.

Fazit, dieses Potentiometer war nicht ausgereift. Vermutlich hatte BOSE das viel zu spät gemerkt. Die Kunden waren die Dummen.
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Das alles sieht man erst nach dem "Kochen"

die Schmiere wegkochen
hier die abgenutzten Schleifer
hier die Schleifbahnen

Um der Ursache dieses Ausfalls auf den Grund zu gehen, habe ich die 4 ehemals gekoppelten Potentiometer (vermutlich unwiederbringlich) aufgetrennt bzw. zerlegt und alle 4 geöffnet und komplett mitsamt einem Geschirr-Reingungsmittel "aufgekocht".

So ist mindestens der Rest des Sprays und jegliche Art von Sprühöl weggekocht.

Die optische Analyse zeigt dann auch, daß alle 4 Schleifer-Elemete gleichermaßen abgenutzt sind und die jeweils 2 Kontaktflächen, die auf jeder Kohlebahn schleifen, alle abgeflacht sind und an beiden Enden recht scharfe Kanten haben.

Auch ist bei uns bekannt, daß, je größer die Schleif-Fläche wird, der benötigte Kontaktdruck abnimmt und die Schleif-Fläche irgendwann auf dem Schmierfilm gleitet und nicht mehr auf der Kohleschicht.

Der ganze Vorgang ist schleichend und die dumme Idee mit dem Kontaktspray machte diesem Quad-Regler dann den vollständigen "Garaus".
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Sony TA-F730 - voll gekapselt

Wie macht man es besser ?

Die bittere heutige Erfahrung heißt, von den Japanern und den Chinesen lernen. Da gab es die Firma ALPS, eine Tochterfirma von ALPINE, die bei uns durch teuerste Autoradios und Autos-Stereo Systeme bekannt geworden waren.

Aber auch deutsche Firmen konnten das, nur zu absolut inakzeptablen Preisen und das hat ihnen dann auch den (finanziellen) Garaus gemacht.

Hier geht es weiter zu den Flachbahnreglern.
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