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KlangBild - eine neue Zeitschrift

Diee Zeitschrift war zwar neu, doch die Inhalte gab es auch ín anderen Magazinen. Das Vorbild war ide Hifi-Stereophonie des Karl Breh, die dem KlangBild-Team vom erfoderlihen technischen Verständnis her zu anspruchvoll war.

Der Anspruch war dennoch ziemlich hoch und die ersten Impressum-Daten zeugten davon. Daß der Einzelpreis von 50 Pfennigen nicht zu halten war, war den Mitbewerbern klar. Vermutlich hieß deren Kommentar : Laß die Kinder mal machen.

Das Impressum :

Herausgeber Josef Keller - Idee und Objektleitung - Wolfram A. Schmidt - Schriftleitung Peter Kaiser - Redaktion Heinke Geißler, Gundel Kaiser - Layout Albert Obermeier - Grafische Gestaltung Helmut Dietzinger - Anzeigen Eva Carroux - Druck Courier Druckhaus Ingolstadt - Vertrieb : KlangBild ist im guten Rundfunkfachgeschäft erhältlich - Verkaufspreis DM 0,50
Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Verlages gestattet.
Druckauflage dieser Ausgabe 51 000 Exemplare

Der (erste) Inhalt

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  • S.4 - Hörste und Kiekste: Anstatt einer Einleitung - Zwei „Knilche" besetzen die Redaktion
  • S.6 - Mattscheibe 1884-1975 - Fernsehempfänger von Paul Nipkow bis heute
  • S.9 - Bezahlen tut weh - Wie man sich gegen Reparaturkosten versichern kann
  • S.10 - Cassettenrecorder - unkompliziert? Die beliebteste „Musikmaschine" in vielen Variationen
  • S.12 - Herr Bösenbrecht und die Bandwahl - Compact-Cassetten sind nicht eine wie die andere
  • S.14 - Partyzauber mit Licht - Lichteffekte sorgen für Stimmung
  • S.14 - Der Kunstkopf hört besser
  • S.16 - Keine Angst vor vielen Knöpfen
  • S.22 - Boxen - so oder so - Lautsprecher können auch ganz anders aussehen
  • S.24 - Das Autoradio - Informationen und gute Laune - die besten Beifahrer
  • S.28 - Kreuzworträtsel
  • S.29 - Die Single-Hitparade
  • S.30 - Die zweite Platte der Erika Pluhar
  • S.31 - Alles aus einer Hand - Die komplette Stereo-Anlage von einem Hersteller als Paketangebot

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Anstatt einer Einleitung

Mein Name ist Hörste, mein Kollege hier heißt Kiekste

Eines Abends, vor ein paar Wochen, ich saß im Büro und schrieb an einem Manuskript für „KlangBild", da hörte ich Papier rascheln,
und dann eine Stimme: „Ich glaube, hier sind wir richtig."
Und eine zweite: „Ist er das?" „Frag ihn doch!"

Und da standen sie vor mir auf dem Schreibtisch, zwei kleine Männchen.
„Du, was schreibste denn da?" fragte das eine Männchen.
Die beste Antwort, fand ich, war eine Gegenfrage.
„Guten Abend, meine Herren, was verschafft mir denn dieses Vergnügen?"

Die zwei schauten sich an. Dann der eine:
„Vergnügen? Das werden wir erst sehen! Also, damit du weißt, mit wem du es zu tun hast: Mein Name ist Hörste, mein Kollege hier heißt Kiekste, wir sind von Beruf Redaktionsknilche!"

„Redaktionsknilche?" Ich muß geschaut haben wie ein Esel, denn der „Kniich" namens Kiekste machte ein Gesicht wie Milch und Honig und sagte mit der allermildesten Stimme: „Nun fall man nicht vom Stuhl. Wir fressen keinen. Wir haben allerdings von der Knihavau den Auftrag, zu schauen, was du hier treibst."
„Knihavau? Was ist denn das?"
„Die Knilchshauptversammlung. Also bitte, was treibst du?"
Hörste wurde energisch. Ich mußte antworten.
„Ja, also ... wir machen eine neue Zeitschrift. Ein Magazin für die Freunde der Unterhaltungselektronik. .KlangBild' heißt es."
„Aha. Du schreibst also über Fernseher und Plattenspieler und Stereoanlagen und so was, nicht? Warum?
Es gibt doch schon Zeitschriften darüber!"

Nun fühlte ich mich herausgefordert. „Ich weiß, daß es die gibt, und sehr gute sogar. Aber meistens furchtbar schwer zu lesen."
„Da hat er recht." Kiekste leistete mir Hilfestellung. „Erst neulich habe ich noch zu dir gesagt: Um diese Fachzeitschriften zu lesen, muß man schon ein halber Ingenieur sein. Es sollte mal einer mit ganz einfachen Worten erklären, wie so ein Gerät funktioniert. Und mal ganz einfach sagen, was diese ganzen Ausdrücke bedeuten."

„Genau!" Mit neuem Mut sprang ich nun in die Bresche. „Ich finde, daß die meisten Leute, die Freude am Fernsehen und an Musik haben, nicht richtig informiert sind. Wenn jemand sich so ein Gerät kaufen will, dann muß man ihm doch sagen, wofür er sein Geld ausgibt."
„Aber das macht doch der Verkäufer im Fachgeschäft!" Hörste war noch nicht überzeugt.

„Richtig, das tut er", wagte ich zu antworten. „Und die Beratung des Verkäufers kann und will auch gar niemand ersetzen. Nur: Wenn der Verkäufer dem Kunden alle Grundbegriffe und Zusammenhänge erklären will, dann dauert das ein paar Tage. Und wenn man das nur einmal hört, dann kann man es nicht behalten. Es ist doch viel besser, wenn man zu Hause nachschauen kann. Erst wenn man sich mit dem Grundsätzlichen auskennt, hat man was von der Beratung des Verkäufers."

„Ja aber —", kam es von Hörste, „du bildest dir doch wohl nicht ein, du könntest das in einem Heft alles beschreiben?"
„Natürlich nicht. Darum machen wir ja auch jeden Monat ein neues. Und so ganz allmählich, Stück für Stück, bekommt jeder, der unser Magazin liest, einen ganz schönen Durchblick."

Die zwei Knilche sahen sich an.
Endlich sagte Hörste: „Also, mein lieber... Wie heißt du eigentlich?" -„Peter." -„Also, mein lieber Peter, ich glaube, das ist eine gute Sache, dieses "Magazin für die Freunde der Unterhaltungselektronik". Wir betrachten uns ab jetzt als deine ständigen Mitarbeiter - sozusagen als dein Gewissen, als Gedächtnis, und auch als Stimme deiner Leser."

Ich konnte nur stumm nicken. Schließlich -was soll man gegen Knilche machen? Zumal gegen Knil-che, die einen Auftrag von der Kni-havau haben?
„Ich habe da gleich ein paar Fragen", ließ sich Kiekste vernehmen. „Ich möchte gern wissen, warum da so viele Knöpfe an einer Stereoanlage sind. Und ob die Lautsprecher so groß sein müssen. Und ..."
„Und ich", fuhr Hörste dazwischen, „ich hätte gern gewußt, was für einen Fernseher man sich jetzt kaufen soll, wenn man einen will, und ob man eine Antenne auf dem Dach braucht."
„Ja, und dann ..." Kiekste hatte Feuer gefangen: „Was bringen diese neuen Geräte, die sie auf der Funkausstellung gezeigt haben, eigentlich für Vorteile? Und was ist nun eigentlich besser: ein Cassettenrecorder oder ein Spulentonbandgerät?"
„Und was ist besser: eine Stereoanlage aus einzelnen Geräten oder eine, wo alles in einem Gehäuse ist? Und kann man Sachen von verschiedenen Herstellern zusammen benutzen?"
„Wo schließt man die Kopfhörer an? Welche Cassetten ...? Welches Mikrofon!!?"

Ich mußte die Knilche bremsen:
„Halt, halt, ihr stellt mehr Fragen, als ich in drei Heften beantworten kann. Darum bitte: Habt ein bißchen Geduld, vergeßt keine Frage, erinnert mich immer wieder. Und hört euch um, was es sonst noch zu fragen gibt. Ihr werdet sehen, KlangBild wird eine hochinteressante Zeitschrift."
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Der Kunstkopf hört besser (1975)

Entwickelt wurde das Prinzip der kopfbezogenen Stereophonie schon vor vierzig Jahren, allerdings für wissenschaftliche Zwecke, zur Überprüfung akustischer Raumverhältnisse.

Dann verschwand die Idee wieder in der Schublade, bis Ende der fünfziger Jahre die Stereophonie auf den Markt kam. Nun tauchte in den Aufnahmestudios für kurze Zeit der „Holzkopf" auf, eine schlichte Holzkugel mit zwei Mikrophonen als „Ohren".

Die eigentliche Wiedergeburt geschah erst zu Beginn unseres Jahrzehnts. In Berlin arbeiteten die Herren Kürer, Plenge und Wilkens im Heinrich-Hertz-Institut und in Göttingen die Herren Damaske und Wagener im III. Physikalischen Institut an außerordentlich naturgetreuen Kunstköpfen.

Sie besaßen exakt geformte Ohrmuscheln, deren Gehörgänge an den Membranen zweier hochwertiger Kondensatormikrophone endeten, und hatten sogar Haare.

Die Demonstrationsplatten, die die Firma Sennheiser auf den Markt brachte, haben die ungewöhnlichen Fähigkeiten des Kunstkopfes allgemein bekannt gemacht. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler und die Nachfrage von Rundfunkleuten und Tonbandfreunden haben dazu geführt, daß nunmehr drei Kunstköpfe auf dem Markt sind, wovon allerdings der eine, der Neumann-Kopf KU 80, nur für den Profi interessant ist: Er kostet um die 5.000 DM.

Für den Tonbandfreund bietet die Industrie zwei Kunstkopfmikrophone an: den MKE 2002 von Sennheiser und den D99C von AKG, auch „Harry" genannt.

Bei dem MKE 2002 von Sennheiser handelt es sich um einen Bügel, dessen Enden in zwei winzigen Elektret-Mikrophonen auslaufen. Die steckt man sich in die eigenen Ohren, oder in die Ohren eines mitgelieferten „Phantoms", dessen Ohrmuscheln der Natur nachgebildet sind. Der Schall, der sich in den Ohrmuscheln fängt, wird aufgenommen; der Gehörgang mit seinen akustischen Eigenschaften ist ausgeschaltet. Der Vorteil bei diesem Verfahren: Man kann in Konzerten und Theateraufführungen relativ unauffällig gute Aufnahmen machen.

In den D99C von AKG sind zwei dynamische Mikrophone eingebaut. Durch die optimale Abstimmung von Kopfmaterial, Kopfkontur, dynamischen Wandlersystemen, Ohrmuscheln und Ohrkanälen liefert „Harry" ein ausgesprochen befriedigendes Klangbild.

Allen drei Kunstkopf-Mikrophonen muß man bestätigen, daß ihre Stereowirkung gleichermaßen hervorragend ist: Man ist vom Klanggeschehen eingehüllt. Das Institut für Rundfunktechnik hat im Juni 1975 folgendes Urteil über die Kunstkopfstereophonie abgegeben: „Wenn man eine möglichst naturgetreue Schallübertragung anstrebt, vor allem natürliche Hörrichtungen, mit Einschränkungen hinsichtlich der Richtung ,vom', ... ist die kopfbezogene Stereophonie der Quadrophonie weit überlegen ..."
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Hier brechen wir ab, weil die ersten Artikel nicht beraschend waren.

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