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Pioneer Geräte in und um 1978/79

Um 1978 hatte der schleichende Niedergang des Hifi-Nachhol- bedarfs bzw. die weltweit erreichte Marktsättigung auch bei uns bereits angefangen. In USA war die Rezession bereits Anfang 1975 zu spüren. So gut wie alle Firmen "rundeten" ihr Hifi-Pro- gramm "auf" oder ergänzten die Palette - man nannte das auch das "Portfolio" - in alle nur denkbaren Richtungen und Nischen. Es wurden sowohl keinere und kleinste Geräte entwickelt sowie auch riesige 2 x 200 Watt Boliden und teuerste 2 x 30 Watt Class A Endstufen.

Und es war eigentlich völlig wurscht, ob die Interessenten / Kunden dem jeweiligen Hersteller die Expertise überhaupt zutrauten, - "man" mußte einfach alles anbieten. AKAI und TEAC waren auch zwei solcher prägnannten Beispiele. Die beiden waren mit teilweise guten und attraktiven Bandgeräten groß geworden. Auf einmal hatten die beiden ud weitere Hersteller wie zum Beispiel der CC-Kassettenspezialist Nakamichi Receiver und Verstärker und Boxen im Angebot, oh weh, hättten sie das bloß gelassen.
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Andere hatte nie Bandgeräte gehabt, sondern Receiver und Verstärker und mußten jetzt unbedingt auch CC-Kassetttengeräte anbieten.

Der Prospekt beginnt hier unten drunter mit dem Original-Text

Was dort geschrieben steht, stimmt weitgehend, wenn man das Wort "Pioneer" mal weg läßt. Denn das Gesagte gilt für fast alle weltweiten Hifi-Anbieter, die bislang überlebt haben. Denn das sind alles "hehre Wünsche" und ideelle Vorstellungen, die die anderen Pioneer Prospekte sträflich verunstaltet haben.

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HIFI UM DER FIDELITY WILLEN !

SPEC-1 und SPEC-2

Wenn es heute immer noch HiFi-Probleme gibt, liegt das im Verharren in Mittelmäßigkeit. Denn nur wenige Anbieter von HiFi-Anlagen sind in der Lage, den Anforderungen an Tonwiedergabe mit den Mitteln modernster technologischer Erkenntnisse gerecht zu werden und die Einhaltung eines konstanten Qualitätsniveaus mit den Erfordernissen der Groß-Serienproduktion zu vereinbaren.

Bei unausgewogener Konzeption und Produktion entstehen dann oftmals raffinierte technologische Spielereien und irreführende Angaben in den Katalogen. Ein in dieser Weise unausgewogenes Angebot von HiFi-Equipment hat nur deshalb Chancen, weil viele ernsthafte Musikliebhaber nicht sehr anspruchsvoll sind.

Ihnen genügt die Unterscheidung zwischen Musik »live« und Musik »konserviert«. Bei einer so oberflächlichen Betrachtung wird jedoch übersehen, daß die typische mitreißende Musik von heute wie z. B. moderne elektronische Musik oder die Möglichkeiten moderner Aufnahmetechnik im Studio, ja sogar viele historische Aufnahmen nur durch High-Fidelity-Stereo-Technik leben.

Nach vierzig ausschließlich der High-Fidelity gewidmeten Jahren sowie beachtlichen Investitionen in die Audio-Elektronikforschung hat Pioneer heute eine führende Stellung im Audio-Markt erreicht und ist bemüht, im Konsumenten den Wunsch nach Perfektion noch stärker zu wecken. Wir heben deshalb immer wieder den Unterschied zwischen High-Fidelity und Durchschnitts-Fidelity hervor, anstatt ihn zu vertuschen.

DIE PIONEER-PYRAMIDE

Einzig und allein, um qualitativ hochstehende High-Fidelity anbieten zu können, verfügt Pioneer über einen Stab von Spezialisten der verschiedensten Disziplinen, die ihre wissenschaftlichen und technischen Talente auf die naturgetreue Wiedergabe von Klangereignissen konzentrieren. Neben speziellen, erstklassig ausgestatteten Laboratorien zur Erforschung von Akustik, Chemie, Halbleitertechnik und Holzverarbeitung unterhalten wir auch Testlabors für das Membran-Material von Lautsprechern. Hinzu kommt noch eine Spezialabteilung für die Entwicklung neuer Produktionstechniken.

In Ergänzung zu aller trockenen Technologie lassen wir es uns nicht nehmen, wenigstens einmal im Jahr für unsere Techniker und Ingenieure ein Live-Konzert, und zwar mitten in den Produktionshallen, zu veranstalten. Denn wir wissen, daß Audio-Ereignisse am kritischsten durch das menschliche Ohr selbst beurteilt werden können.
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ZUR VERTEIDIGUNG DER HIGH-FIDELITY

Wir haben uns der HiFi »mit Haut und Haaren« verschrieben, weil wir schon vor Jahrzehnten erkannten, welches einzigartige Geschenk uns die Wissenschaft mit der Elektronik gemacht hat. Viel zu rasch nehmen wir dieses Geschenk als Selbstverständlichkeit! Wirkliche High-Fidelity wie die von Pioneer schenkt Ihnen das Außergewöhnliche: die weitbesten Musikaufführungen auf Knopfdruck, Konzerte, derentwegen Sie sonst um die halbe Welt reisen müßten, wollten Sie sie »live« hören.

Hinzu kommt, daß es bei HiFi keine falschen Noten gibt. Sie können die verschiedenen Interpretationen eines Werkes unmittelbar miteinander vergleichen. Aufgrund des Musikerlebnisses wissen Sie bald, welche Interpretation der Werke Ihnen am meisten liegt; welcher Sopran einer bestimmten Opernrolle besser gerecht wird.
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Bedenken Sie bitte: Es gibt kein Musikinstrument, egal wie »live«, das die Ganzheit eines Orchesters vermitteln könnte. Keine Gitarre kann einen Flötenpart spielen. Aber ein Pioneer-HiFi-System kann ein Klavierkonzert, ein Gitarrensolo oder eine explosive Symphonie »spielen«, und zwar mit unbestechlicher Präzision und einer Klangfülle, die Ihnen den Atem stocken läßt ... Sie brauchen nur Ihre Pioneer-Anlage einzuschalten.

Den Zauber der Musik erleben Sie auch dann, wenn Ihr Wohnzimmer im Hinblick auf Akustik einiges zu wünschen übrig läßt. Denn Pioneer-Anlagen sind für Wohnräume konzipiert. Selbst die ungünstige Wirkung von reflektierenden Wänden, Fenstern, Böden oder das Absorptionsverhalten von Vorhängen und Teppichen wird ausgeglichen.

Dafür haben wir speziell den formschönen SG-9500-Stereo-Equalizer konzipiert, der nur die eine Aufgabe hat, »akustische Unebenheiten« in Ihrem »Hör-Zimmer« auszugleichen. So können Sie die extreme Linearität und transparente Wiedergabe der Pioneer-Komponenten auch unter ungünstigsten Umständen voll genießen.

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Zum Bild rechts : "Pioneer Rack JAR-2S"

Das Pioneer Rack JAR-2S, bestückt mit dem hochwertigen SPEC-4-Endverstärker, dem SPEC-3-Vorverstärker, dem RT-707-Spulen-Tonbandgerät (alle für den Rack-Einbau konzipiert) und dem TX-9500 II- Tuner sowie dem SG-9500-Stereo-Equalizer mit Spezialrahmen für den Rack-Einbau (JAR-1O1), flankiert von den beiden Vierweg-Boxen HPM-150 mit rundumstrahlendem Super- Hochtöner.

Ein Rauschabstand von 106 dB? Ein Übertragungsbereich von 2 Hz bis 150 kHz ? Das hört sich nach einem außergewöhnlichen Vorverstärker an! Es handelt sich jedoch um Pioneers einzigartigen Endverstärker M-22.

Der Vorverstärker C-21 der »Serie 20« ist genauso gut: Ubertragungsbereich von 3 Hz bis 300 kHz (+0dB -1dB auf AUX). Verzerrung nur 0,006% bei 1 Volt Ausgangsspannung. Das sind wirklich Daten! Selbst für einen »Pioneer«!
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WENN TRANSISTOREN HÖCHSTLEISTUNGEN BRINGEN ...

... dann liegt der Grund dafür im Class A-Vorverstärker und im Class A-Endverstärker, beide aus der »Serie 20«. Das Prinzip Class A bedeutet: Diese den Elektronenfluß steuernden kleinen Halbleiter-Elemente, genannt Transistoren, arbeiten nur im Bereich ihrer größten Linearität. Und innerhalb ihres linearen Bereiches verstärken sie den gesamten Signalumfang.
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Pioneer Endstufe M20

In den Gegentaktverstärkern des M-22 arbeiten beide Transistoren gleichzeitig, jeder verstärkt die negativen und positiven Signale gleichzeitig. Den kritischen Punkt, an dem die Class B-Verstärker zur Übernahmeverzerrung tendieren - nämlich dort, wo das Signal wieder zusammengesetzt werden muß -, diesen kritischen Punkt kennt der nach dem Class A-Prinzip arbeitende M-22 nicht. Der M-22 erzeugt mehr Wärme bei weniger Ausgangsleistung als ein entsprechender Verstärker der Class B, ist ihm jedoch im Klangbild weit überlegen.

  • Anmerkung : Und ?? Haben Sie das wirklich verstanden - also haben Sie ein Wort davon verstanden ? - also wie Class A Verstärker wirklich funktionieren und warum die so viel Strom verbrauchen und deshalb so heiß werden ? Und dann das mit den einzeln ausgewählten Kondensatoren .... das ist doch nun wirklich dummes Zeug. Vermutlich hatten das die potentiellen Kunden damals in 1978 auch so gesehen, denn diese blöden Sprüche machten ja alle Hersteller und so kam die zunehmende Kaufzurückhaltung ab 1979 auch in Europa zustande.


Der M-22 ist mit einzeln ausgewählten Kondensatoren, Chrom-Nickel- bedampften, metallbeschichteten Widerständen, getrennten Netzteilen für den linken und rechten Kanal sowie einem Differenz-Verstärker mit Spezial-Stromsteuerung und 2stufigen Darlington-Parallel- Gegentakt-OCL-Ausgang ausgerüstet. In Kombination mit dem Class A-Prinzip werden mit dieser hochgezüchteten Schaltungstechnik die genannten hervorragenden Übertragungseigenschaften erzielt.

  • Anmerkung : Sie wissen jetzt weder, was ein Class A Verstärker ist noch was "Darlington-Parallel-Gegentakt-OCL-Ausgang" bedeutet. Und warum werden Widerstände mit Chrom Nickel bedampft ??

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Diese Links gehen direkt zu den Tunern, Verstärkern, Plattenspielern usw.

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