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Die Netzteilplatine mit dem Regulator rechts und der Class A Endstufe

Auch unser XV5000 war erstmal defekt.

Diese Grundigs haben eine Reihe von systhematischen Fehlern, die überall und immer wieder auftreten. Wir haben einen defekten XV5000 erworben, wußten also von vornherein, daß der nicht mehr ging. Dann habe ich einfach mal gesucht und in einem Forum Folgendes gefunden :

Grundig XV 5000 geht nicht : http://www.gr-forum.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=940
- da sei (ist) also ein Selengleichrichter drinnen - soso - weder der B20-C140 noch der B80-C900 ist ein Selengleichrichter.
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Wenn eine 650mA Sicherung bei 85V rausfliegt, dann ist es ein richtiger Kurzschluß.

Schaltplan des Netzteiles mit Spannungen

Der Trafo ist direkt nach der Sekundärwicklung noch vor dem Gleichrichter bei 81 Volt mit 650mA abgesichert. Das ist schon eine Menge Strom, die dort normalerweise NICHT verbraucht wird. Wenn diese Sicherung aber schmilzt, dann ist am Ende ein Kurzschluß durch einen oder mehrere Tantal Kondensatoren vorhanden. Der gesamte Vorverstärker benötig etwa 290 mA , das entspricht etwa 24 Watt.

Die Kondensatoren müssen (eigentlich alle) getauscht werden sowie allermeist der Regeltransistor, doch hier bei uns sind die Kondensatoren alle noch ok. Aber wir werden eine Modifikation vornehmen müssen, die die eforderliche Verlustleistung (und damit die Wärmeentwicklung) auf den (neuen) Hochlast-Vorwiderstand und den (reparierten) Regeltransistor besser verteilt.

Über die 220/230 Volt Probleme wird es hier einen oder mehrere Artikel geben.
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Jetzt geht die Sucherei los.

Bei dem zweiten XV5000 gingen die Lämpchen (also die LEDs) noch, doch es war irgendwie komisch. Mal ging es und mal nicht und sowieso, ein Kanal verstärkte nur ein Brummen ohne Signal.

Zuerst werden die Spannungen gemessen. Hinter dem Haupt-Gleichrichter sollen es 73 Volt sein, es sind aber weit mehr als 81 Volt. Nach dem Spannungsregulator mit Darlington Transistor sollten es 54 Volt sein, sind es aber nicht, es schwankt gewaltig. Und zwar schwankt es abhängig von der "Klopflaustärke". Komisch, irgendetwas hat es ja verursacht und das müsste doch zu finden sein.
Erst wenn man die gesamte Netzteilplatine ausbaut und sorgfältig mit der Lupe auf der Leiterbahnen(unter)seite alles absucht, sieht man sie, die kalten Lötstellen, die jetzt aufgegangen waren. Nebenbei, der Transistor hatte auch einen Schuß, der wird auch getauscht.

Die thermische Belastung steigt.

Die 4 dicken Transistoren links gehören zur Endstufe, der dicke Transistor rechts zur Spannungsregelung

Wie in der 220V ./. 230 Volt Betrachtung schon dargelegt, ist es hier ganz deutlich ersichtlich. Das Kühlblech in der Mitte des Vorverstärkers ist bereits für 220 Volt Netzspannung recht knapp bemessen. Wurden früher 73 Volt Gleichspannung erzeugt, sind es heute 81 Volt. Und nach wie vor sollen nur 54 bis 56 Volt (je nach Toleranz der Zehnerdiode) an der eigentlichen Audio-Elektronik ankommen.

Weiterhin hat dieser Vor-Verstärker eine richtige Klasse A Strereo-Endstufe mit je zwei (Klein-) Leistungstransistoren, die auch Lautsprecher mit 4 Watt versorgen "könnten". Darauf hat man zwar verzichtet (es werden dort keine richtigen Lasten, sondern Aktivboxen angesteuert), betreibt diese Endstufen (Klasse A hat das immer) aber aus Qualitätsgründen mit einem hohen Ruhestrom.

Das bedeutet, das schwarze Kühlblech wird jetzt (mit 230 Volt) richtig heiß, während es früher nur "etwas" heiß wurde. Hier muß also nachgebessert werden.
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Der erste Fehler lag also an dem Regeltransistor.

Diese beiden Hochlastwiderstände dienen nur zum Test, wie warm das schwarze Blech noch wird

Der Darlington war hinüber und der Strom höher als 650 mA und das fand die Sicherung nicht mehr gut.

Dazu war auch ein kleiner Treibertransistor gestorben, der die eine Endstufe blockierte. Der Teil geht also wieder. Mit dem Kühlblech muß ich mir etwas einfallen lassen, sonst ist der nächste Ausfall vorprogrammiert.

Ein Teil der Differenzspannung von 81 zu 56 Volt wird an einem Lastwiderstand und der andere Teil mit Hilfe dieses Regeltransistors in Wärme umgesetzt. Wo nun diese Spannung regelrecht "verbraten" wird, ist eigentlich wurscht, solange der Transistor das verkraftet. Es sollte aber möglichst nicht "im" Gerät erfolgen.

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